Einsamkeit
Kim
Mittwochabend besuchte Kim Laurey und Lunea zu Hause und brachte ihre Geschenke mit. Laurey freute sich sehr über ihren Besuch und so erfuhr Kim bei einem Kaffee und Kuchen das neuste aus der Kanzlei: Phineas und sein Partner hatten die jetzigen Kanzleiräume gekündigt und sich in ein frisch renoviertes modernes Haus in der Münchner City als neue Wirkungsstätte entschieden. Laurey zeigte Kim Fotos die während der Renovierung gemacht wurden und Kim war beeindruckt. “Wir haben 2 Etagen für uns und wir bekommen auch 2 neue Anwälte dazu. Ich werde wegen der Kleinen ja kürzer treten und nur noch in Teilzeit arbeiten. Vielleicht maximal 20-25 Wochenstunden. ” sagte Laurey und Kim wiegte die schlafende Lunea auf ihrem Arm. “Wow, das klingt toll. Wann genau findet denn der Umzug statt?” fragte sie neugierig und fragte sich warum Fox nichts gesagt hatte. Wobei er anscheinend generell manches nicht mehr sagte. “Der offizielle Weihnachtsurlaub der Kanzlei ist vom 24.12. bis 08.01. und der Umzug findet im Januar statt - wir haben das von einem Umzugsunternehmen schon absegnen lassen. Wir arbeiten also noch übergangsweise in den alten Räumen und die große Neueröffnung soll im Februar sein. Natürlich groß mit Presse und Party.” meinte Laurey. Etwas anderes hätte auch nicht zu den von Fuchsbergs gepasst. ”
"Klingt gut, ich bin schon sehr gespannt." sagte Kim. Lunea sah so friedlich aus und sie merkte wie sehr sie die kleine Maus vermisst hatte. "Wundert mich das Finn dir noch nichts gesagt hat. Aber er ist momentan irgendwie schlecht drauf - die Entspannung nach dem Urlaub hat nicht lange gehalten." sagte Laurey und sie horchte auf. "Ja da hast du Recht. Wobei der Urlaub echt schön war - aber schon da hatte er eine echt seltsame Laune. Henry kennst du ja von früher soweit ich gehört habe." sagte Kim. "Ach ja der kleine Henry, wie geht´s dem denn?" fragte sie neugierig. Kim kramte ihr Handy aus der Tasche ohne die kleine Lunea aufzuwecken. Sie zeigte ihr das Bild von Fox und ihr mit Henry und Zoe. "Schau selbst. Das ist seine Freundin Zoe, sie hat mich durch Brooklyn geführt und mit alles dort gezeigt." sagte Kim. "Wow na der hat sich aber gemacht, der sieht ja richtig heiß aus." meinte Laurey und Kim musste lachen. Ist er auch und gut zu vögeln. "Ja aber sein Ego braucht fast einen eigenen Bezirk. Zoe ist seine Kollegin und arbeitet im Marketing seiner Firma." Laurey schaute das Bild an. "Finn sieht glücklich aus. Ich hab ihn lange nicht mehr so gesehen nachdem Lillie und Noah dieses Chaos veranstaltet haben." meinte sie und musterte das Bild. "Ja das hab ich schon oft gehört. Da hat sie ziemlich viel Porzellan zerbrochen." meinte sie und hoffte es klang diplomatisch. "Sie ist ein Miststück. Das war sie schon immer. Ich war nie ein Fan von ihr oder der ganzen Familie. Sie und ihre Schwester waren die geborenen Prinzessinnen. Sie haben die Nase schon immer höher getragen als alle anderen, dass will schon was heißen wenn ich das sage. Finn war schon länger in sie verknallt, aber sie hat ihn ganz schön zappeln lassen. Ich weiß noch wie er sie dann das erste mal mitgebracht hat. Unsere Mutter war natürlich begeistert und mein Dad auch über den privaten Kontakt zu dem Baumogul." sagte sie und rollte mit den Augen. Ui sehr interessant. Kim schaute auf, so hatte sie Laurey noch nie reden hören. Sie hatte sich wirklich verändert seit dem die Kleine auf der Welt war und sich richtig mit ihr angefreundet. "Erzähl mit lieber noch mehr aus dem Urlaub. Ich bekomm hier nicht viel zu sehen außer Brei und Windeln." bat Laurey und lächelte sie an. Kim erzählte ihr was sie alles gesehen hatten, zeigte ihr Bilder aus dem Wachsfigurenkabinett und den Sehenswürdigkeiten. Laurey freute sich auch über die Sachen die sie mitgebracht hatten und Kim saß bis um halb 10 mit Laurey und Lunea in ihrem Wohnzimmer.
Am Freitag nach der Arbeit ging Kim mit Lexy und ihren Freunden aus. Sie gingen erst Abendessen und danach noch in eine Bar. Kim genoss die Gesellschaft der Gruppe auch wenn sie Fox vermisste. Sie zeigte einige Bilder aus ihrem Urlaub und hatte viel zu erzählen. Die anderen hörte ihr gebannt zu und Freddy versuchte sie dezent über Fox auszufragen. Nicht subtil mein Freund. Robin war nicht mit dabei - seine Freundin nahm ihn wohl voll in Beschlag - und seine Freunde hatten ihn schon länger nicht mehr persönlich zu Gesicht bekommen. Sie fanden das ziemlich schwach und waren wohl sauer auf Robin. Da rennt ihr bei mir offene Türen ein. Kim staunte nicht schlecht als Dean auf einen Drink vorbeikam. Er begrüßte sie herzlich, küsste Lexy und Kim schaute sie fragend an. Wurde das am Ende doch noch was Ernstes? Ausgerechnet ihre Schwester und der James-Masters-Verschnitt. Dean hatte immerhin gute Laune, grüßte Kim von Aaron und Lisa und wollte auch alles über den Urlaub hören. Mit Fox hatte er bis jetzt nicht persönlich gesprochen, ihr Männerbrunch fiel diesen Monat wohl flach. Der Abend war lustig und die Schwestern kamen erst spät nach Hause. Lexy war angetrunken und Kim nüchtern - nach dem letzten Kater wollte sie erst mal etwas Zeit vergehen lassen. Sie brachte ihre Schwester ins Bett und arbeitet noch etwas an ihrem Fotobuch bevor sie ins Bett ging. Dean wollte noch irgendwo anders hin und schlief daher nicht bei ihnen. Mit Lexy wäre heute eh nicht mehr viel anzufangen gewesen.
Am Samstag weckte ein Klingeln an der Tür Kim auf und sie staunte nicht schlecht als ihr ein UPS Bote ein großes Paket brachte. Sie hatte sich in ihren Schlafsachen an die Tür und aus dem warmen Bett gequält und nahm es verwundert entgegen und bedankte sich. Henry hatte ihre Sachen per Eilpost über seine Firma verschickt und Kim freute sich sehr. Soviel zum ökologischen Fußabdruck mein Freund. So schnell hatte sie nicht mit ihren Sachen gerechnet. Oben in dem Karton lag ein eingerahmtes Foto von Zoe und ihr dass sie in Brooklyn gemacht hatten mit passendem Rahmen auf dem die Brooklyn Bridge zu sehen war. Darunter lag ein handgeschriebener Zettel. "Liebe Kim, es ist echt langweilig ohne euch. Das Bild ist ein Geschenk von Zoe, sie hat das gleiche bei sich auf dem Schreibtisch stehen. Sie vermisst dich und hofft dass du bald wieder kommst, oder sie dich in München besuchen kann. Hoffentlich behandelt Finn dich gut und kriegt sich wieder ein. Hoffe wir sehen uns bald, weil mir fehlst du auch. Henry - stand da. Nach der Unterschrift ging es weiter: PS: Ich hab ein Geschenk für dich eingepackt." stand ganz unten auf dem Zettel. Das Bild und der Rahmen waren echt süß und Kim wollte sich heute Abend bedanken. Sie war in den sozialen Medien mit Zoe, Henry, Cherry und auch Kenneth befreundet und sie vermisste einen Moment die Zeit in den Staaten. Man glaubt kaum das ich nur ne Woche dort war. Kim hob den schweren Karton bis aufs Sofa, holte ein Messer und machte ihn vorsichtig ganz auf. Ihre gekauften Sachen waren alle schön zusammengelegt, die Preisschilder hatte Zoe abgemacht und Kim packte nach und nach alles aus der Kiste aufs Sofa. Sie machte einen Stapel für Foxs Sachen, hauptsächlich neue Klamotten, viele Hemden und auch eine Jeans. In dem Paket war auch der Schal den sie für ihre Mutter gekauft hatte und sonst nur ihre Klamotten, Postkarten und andere Andenken - dazu die kleine Fuchsstatue aus dem Flea Market. Sie fand das Geschenk von Henry ziemlich weit unten in dem Karton. Eine hübsche dunkelrote Schachtel mit weißem Schleifchen. Schon die Verpackung war hübsch und Kim machte sie gespannt auf. Darin lag eine schöne silberne Halskette mit funkelnden Steinen. Die Kette war schlicht, aber wirklich schön und elegant. Der Anhänger war ein funkelnder Stern, gefasst in Silber mit hellen weißen und blauen Steinchen. "Wow." sagte Kim leise. Sie drehte den Karton um, aber es lag keine Rechnung dabei und sie war sich nicht sicher ob sie überhaupt wissen wollte wieviel das Teil gekostet hatte. Sie freute sich sehr und brachte die Schachtel und ihre neuen Sachen in ihr Zimmer. Einen Moment überlegte sie ob sie Fox wegen seiner Sachen anschreiben sollte - aber das kam ihr erbärmlich vor. Sie packte also seine Sachen in den Karton zurück und würde ihn später einfach weiterschicken. Wenn du so bescheuert bist, laufe ich dir nicht nach. Wenn er sich komisch benahm hatte sie eh keine Lust auf seine Launen.
Am Samstagnachmittag ging Kim endlich mit Charlie aus. Sie hatte das Päckchen noch in einem Shop abgegeben, die es nächste Woche zustellen würde. Charlie freut sich sehr sie endlich persönlich zu sehen und drückte sie fest. Kim hatte ihre Kamera dabei und bedankte sich nochmal. Sie zeigte ihr beim Essen ein paar ihrer Fotos, erzählte von ihren Ausflügen, Zoe, Henry und die beiden hatten Spaß. Schließlich sprachen sie über Fox, wie er im Urlaub gewesen war und über seine Stimmung oder besser gesagt seine Stimmungsschwankungen. "Ich versteh nicht was in seinem Kopf vorgeht." sagte Kim am Ende ihres Berichts und Charlie nickte. "Das weiß keiner so genau. Ich glaube nicht mal er selbst." Charlie schien besorgt zu sein und lenkte das Thema wieder auf andere Dinge. Bei ihr waren die Weihnachtsshootings noch voll im Gange und alles musste am besten sofort und noch vor den Feiertagen fertig sein. Gut gelaunt bestellten sie sich ein Dessert und redeten über Weihnachtsgeschenke, die Renovierung von Kims Wohnung und was das neue Jahr wohl bringen würde. Kim hatte ihr auch etwas mitgebracht und wie erhofft freute sie sich. Spontan übernachtete sie bei Charlie und sie landeten in der Kiste. Es war schön mit Charlie zusammen zu sein und Kim fühlte sich gut als sie in ihren Armen einschlief.
Fox
Wie geplant vergrub sich Fox in die Arbeit. Er erzählte nur wenig von ihrem Urlaub, nur das Nötigste damit er dann seine Ruhe hatte. Ein paar Fotos hatte er auf seinem Smartphone und konnte so die meisten Anfragen schnell abfertigen da Bilder ja mehr sagten als Worte. Wegen dem Umbau und dem Umzug war es eh chaotisch in der Kanzlei und er kümmerte sich hauptsächlich um Fällen in denen die Chance bestand vor den Feiertage noch irgendwas zu reißen. Außerdem hatte er Felix wieder an der Backe - aber immerhin war somit er der Grund für seine schlechten Laune.
Am Dienstagabend nach einem nervigen Arbeitstag quatschte er mit Ora und sie wollte natürlich die ganze Geschichte hören und er erzählte es ihr. Alles - von der schönen Zeit, der Liebeserklärung und seiner Reaktion darauf. "Ach Finn, wieso machst du sowas? Es lief doch alles so gut." sagte Ora und versuchte die ganze Story nüchtern zu betrachten. "Weil ich ein Idiot bin." sagte er und sie widersprach nicht. "Weißt du schon was du machen willst oder wie du die Sache wieder grade rückst? Du willst das ja hoffentlich nicht so stehen lassen." Ora schaute ihn ernst an. "Ich bin mir nicht sicher, ich glaube ich sollte es einfach gut sein lassen. Wie sollte ich das auch bitte erklären - eigentlich war ja auf dem Heimflug soweit alles im Lot weil wir uns beide ziemlich abgeschossen hatten und ich nicht mal weiß was sie noch alles in Erinnerung hat." sagte er lahm. Oras Blick war eindeutig. Er verabschiedete sich schnell und beendete den Facetime Anruf.
Am gleichen Abend sprach er auch noch mit Henry per Skype. Seine kleine Verletzung an der Augenbraue war noch zu sehen auch wenn er kein Pflaster mehr trug. "Na mein Freund, hast du dich wieder gut eingelebt? Im schönen kleinen München." fragte Henry. Er saß in seinem Wohnzimmer und hatte seinen Laptop auf dem Schoß, er selber lag in seinem Bett - Dank des Zeitunterschieds. "Ja alles super hier, ich hab das ganze Chaos in der Kanzlei und Felix auch an der Backe. Der nervt mich ohne Ende - entweder er arbeitet im Schneckentempo oder er stört mich bei meiner Arbeit weil er mich dauernd irgendwas fragt was ich ihm schon ein paar mal erklärt habe. Sei es drum, wie geht´s dir?" fragte er und setzte sich bequem hin. "Gut, dein kleines Andenken heilt gut ab. Du bist erstaunlich treffsicher, auch wenn du betrunken bist." sagte er und lachte. "Sorry, das hätte ich mal besser lassen sollen." sagte er. Er erinnerte sich eh nur vage dass er so eifersüchtig war das er nach dem Streit mit Kim noch irgendwann zu Henry gegangen war und ihm eine gescheuert hatte - aber wie genau es abgelaufen war wusste er nicht mehr. "Sagen wir mal so - ich verstehe es und ich hab sie auch irgendwo verdient. Aber dass du es herausgefordert hast ist dir klar. Kim ist eine Klassefrau und nach unserem kleinen Abenteuer versteh ich gleich noch mal nicht wieso du dich so anstellst. Ganz ehrlich die Frau würde ich nicht aus den Augen lassen." sagte er und strich sich über die verletzt Augenbraue. Er klang genau wie Ora. "Tja ich denke ich hab sie jetzt davon überzeug dass ich ein Arsch und nichts für sie bin. Auch wenn sie es recht gut überspielt hat, hab ich sie wirklich gekränkt." Er dachte kurz an ihren Blick als er ihr das mit dem Tanga gesagt hatte - in seiner besten Foxmaniert. An den genauen Streit erinnerte er sich nicht mehr, aber sie hatte ihm eine gescheuert - und er hatte sie definitiv verdient. Er wechselte das Thema und quatschte noch etwas mit Henry über Zoe und seine Arbeit und versuchte alles irgendwie zu verdrängen.
Auch bis zum Wochenende konnte er sich nicht durchringen sich bei Kim zu melden. Er dachte oft an sie, aber schaffte es sich immer anderweitig zu beschäftigen und Ausreden zu finden. Freitagabend war er unruhig und ihm fiel nur ein schneller Weg ein um sich zu entspannen. Er überlegte eine Weile und tippte dann ein paar Nachrichten. Minuten später hatte er eine Antwort. Er ging duschen, machte sich fertig und vermied es in den Spiegel zu schauen. Gegen Mitternacht lag er erschöpft und entspannt in Hesters Bett. Das kleine Luder hatte sich sehr über seine Nachricht gefreut und ihm angeboten dass er zu ihr kommen könnte. Sie hatte ihn in einem ziemlich knappen Lederkleid empfangen und er hatte sie nach einem Blowjob hart und schnell im Flur gefickt. Danach sind sie in ihrem Bett gelandet und nach 2 weiteren unpersönlichen und harten Runden lag er jetzt hier. Hester lag entspannt neben ihm, man sah ein paar Striemen über ihrem hellen Hintern und auch er hatte einiges an Kratzern zurückbehalten. Er rappelte sich auf und begann sich anzuziehen. "Willst du schon los?" fragte Hester und drehte sich zu ihm um. Sie sah fertig aus, grinste aber breit. "Klar, oder willst du noch ne Runde?" fragte er und zog die Augenbraue hoch. "Ich bin für heute bedient und ich denke dass ich Morgen im Laden weder richtig stehen noch sitzen kann. Das sollten wir öfter machen ich hab es sehr genossen." sagte sie und setzte sich auch. "Klar gerne. Ich melde mich wenn ich kann." meinte er und zog sich an. "Sehr gerne mein Großer, sehr gerne." sagte sie und streckte sich im Bett aus. Er sammelte seinen Kram ein und machte sich auf den Heimweg.