Shattered Hearts (German Version )

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Summary

Lohnt es sich in einer zerstörten Welt überhaupt, für etwas so Triviales wie die Liebe zu kämpfen? Die Welt ist zerstört, der Krieg hat jede Grenze zwischen Gut und Böse ausgelöscht. Kaelen ist kalt, arrogant und emotionslos – perfekt für das gnadenlose System, das über Leben und Tod entscheidet. Doch Nayra, neugierig, widerspenstig und besondere Art bringt seine eiserne Fassade ins Wanken. Feindschaft, Pflicht und Verlangen kollidieren, während sie entdecken, dass die gefährlichste Waffe… vielleicht die Liebe ist.

Status
Ongoing
Chapters
4
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1


Irgendetwas stimmte hier nicht.

Ich wusste nicht wo ich mich befand. Alles wirckte fremd.

Ich konnte spüren, wie meine Lieder geschlossen waren, nicht aus Willen, sondern wie zugenäht. Ich wollte sie öffnen, aber sie gehorchten nicht. Ein fremder Druck lag auf ihnen, als hielte mich etwas in diesem Dunkel gefangen.

und dennoch drang ein helles, fast schon grell aggressives Licht durch meine geschlossenen Lider. Es schien mich zu blenden – so hell, dass es fast weh tat. Ich konnte nicht sehen, aber das Licht war da.

Überall.

Es pulsierte.

„Wach auf“, flüsterte eine Stimme in meinem Kopf – oder war es nur mein eigener Gedanke?

Ich versuchte, mich zu bewegen. Meine Finger, meine Beine … Nichts. Alles wie gelähmt.

War das … das Licht, das man angeblich auf dem Sterbebett sah? Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, und Panik breitete sich langsam dennoch bewusst in mir aus.

Mit einem Mal begann mein Herz zu rasen, und ein beklemmendes Gefühl legte sich wie ein schwerer Schleier um meine Brust. Meine Augen. Ich musste meine Augen öffnen.

Sofort.

Mit einem hastigen, panischen Atemzug riss ich meine Lider auf – und wurde im darauffolgenden Moment von einem grellen Lichtstrahl geblendet. Was sich wie ein Schlag ins Gesicht anfühlte.

Das Licht war zu hell. Zu intensiv, als dass sich meine Augen sofort daran hätten gewöhnen können. Es ließ das Pochen in meinem Kopf wie Trommelschläge explodieren. Und sorgte dafür das in meinen Ohren ein leises Summen entstand .

Was zur Hölle war hier los?

Reflecktartig schloss ich meine Augen erneut, fast in der Hoffnung, diesem pochenden Schmerz zu entkommen – doch er blieb.

Ganz langsam, fast zögerlich, zwang ich mich, sie wieder zu öffnen. Das grelle Licht erinnerte mich erschreckenderweise an eine OP-Lampe. Mein Kopf dröhnte, mein Herz raste wie wild in meiner Brust.

Unter mir spürte ich plötzlich einen harten, kalten Untergrund eines metallenen Betts – keine Matratze, kein Kissen, keine Decke. Nur diese glatte, harte oberfläche.

Mindestens fünf Minuten lag ich einfach regungslos da. Die erdrückende Panik in mir wuchs mit jeder weiteren Sekunde. Ich wagte mich nicht mich zu bewegen. Zu groß war die Angst, dass irgendetwas Schreckliches passieren würde.

Schließlich wagte ich es, meinen Kopf ganz vorsichtig zu drehen. Meine Augen, die sich inzwischen an die Helligkeit gewöhnt hatten, scannten zögerlich und dennoch bestimmt den Raum. War das eine Zelle? Ein Kerker? – Nein das konnte nicht sein. Es war weder Dunkell noch dreckig in hier . Ganz im Gegenteil.

Vor mir: eine makellos weiße Wand.

Leer.

Oder zumindest fast. Dort, wo ein Fenster hätte sein sollen, war ein großer Bildschirm eingelassen. Das Bild zeigte einen blauen Himmel und ein paar Wolken, als könnte man wirklich hinausblicken. Ungewöhnlich lange fixierten meine augen dieses seltsame Bild. Es bewegte sich so als könnte man meinen es sei wirklich Echt. Doch mein Verstand in mir wusste es besser. Es war eine Illusion – ein Panorama in Dauerschleife, so täuschend echt, dass man beinahe glauben konnte, es sei real. Mein Blick wanderte weiter durch den Raum.

Vier kahle Wände umgaben mich – allesamt weiß. Nur rechts von mir dieser seltsame, große Bildschirm. Nichts von all dem wirckte vertraut.

Die Stille im Raum war beängstigend. Nur dieses gelegentliche Tropfen von Wasser oder das leise Summen einer Lüftung irgendwo in der Ferne durchbrach diese erdrückende Stille. Ich drehte den Kopf langsam zur Seite, tastete instinktiv nach Halt.

Meine Hände fühlten sich taub an, fast schon erschreckend fremd, als wären sie für stunden in eiskaltes Wasser getaucht worden. Allein der Gedanke daran ließ mich zusammenzucken. Ein plötzlicher Schwindel überkam mich, und ich presste die Augen fest zusammen.

Wasser?

Mit zittrigen Beinen richtete ich mich auf und kämpfte gegen den Schwindel an. Ich wollte schreien, einen Namen rufen,nach Hilfe rufen- Doch kein Laut kam über meine trockenen, spröden Lippen. Meine Kehle fühlte sich eingetrocknet an.

Die Panik stieg in mir auf, ich blickte hektisch umher.

Taumelnd lief ich die Wände ab, meine Hände glitten hastig über jede erreichbare Fläche, in der Hoffnung, einen Schalter, einen Spalt – irgendetwas – zu finden, das eine Öffnung verraten könnte. Aber da war nichts.

Dieser Raum – er war leer. Nichts. Rein gar nichts.

Nicht einmal eine … Tür.

Zu guter Letzt fiel mein Blick auf mich selbst. Auf mein einst helles Shirt. Es war übersät mit Blut, Löchern, Schmutz. Meine beige Hose war ebenso dreckig und abgenutzt.

Blut. Mein Blut? Wo um alles in der Welt war ich?

Zitternd tastete ich mein Gesicht ab.

In meinem Kopf ordnete ich die wenigen Details so gut es ging:

Weiße Wände. Kein Fenster, keine Tür.

Der seltsame künstliche Himmel an der Wand.

Mein blutbeflecktes Shirt.

Die beige Hose.

Und meine blonden Haare, zu zwei losen Zöpfen geflochten, die mir über die Schultern fielen.

Es vergingen Minuten … vielleicht sogar Stunden in denen nichts geschah.

Unzählige Male lief ich die Wände ab hörte an allen Ecken nach irgendwelchen Stimmen doch ohne Erfolg.

Die Zeit war bedeutungslos geworden. Nur die unheimliche, erdrückende Stille füllte den Raum. Sie legte sich auf meine Gedanken wie eine schwere Hand , drückte jede Regung nieder.

Hätte es nicht dieses leise, unregelmäßige Tropfen in der Ferne gegeben, wäre ich verrückt geworden.

Mit jeder verstreichenden Sekunde pochte mein Herz lauter in meinen Ohren. Und machte es schwer für mich fokussiert zu belieben. Es war, als ob mein eigener Körper mich verriet – jedes Pochen ein Trommelschlag in meinem Kopf.

Dann – ein Geräusch.




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Was haltet ihr von meinem neuen Buchcover? 🤩🥹