Petals and Smoke

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Summary

🌑 BlĂŒten und Rauch 🌑 Isadora liebt die Stille. BĂŒcher, Pflanzen, das weiche Rascheln von BlĂ€ttern – in ihrer Welt aus Beige und Leinen ist alles geordnet und unschuldig. Doch dann tritt Aurelian in ihr Leben: geheimnisvoll, dunkel, wie aus Rauch geformt. Niemand weiß, woher er kommt. Nur, dass seine Augen mehr sehen, als sie jemals preisgeben wollte. Zwischen ihnen entspinnt sich eine Anziehung, die sĂŒĂŸ und gefĂ€hrlich zugleich ist – ein Tanz zwischen Licht und Schatten, der sie beide verschlingt. Das GewĂ€chshaus, einst Isadoras Zufluchtsort, wird zum Schauplatz eines Erwachens: schwarzer BlĂŒten, alter Zauber – und einer Wahrheit, die sie nicht lĂ€nger verbergen kann. Denn Isadora ist keine einfache GĂ€rtnerin. Sie war immer mehr. Und Aurelian ist nicht nur ihr Geheimnis, sondern ihr Schicksal. Ein dĂŒster-romantischer Roman voller Magie, Verlangen und einem Hauch Unheil – fĂŒr alle, die das Dunkle im Schönen suchen.

Genre
Romance
Author
Zuzanna
Status
Ongoing
Chapters
6
Rating
n/a
Age Rating
18+

Chapter 1

Kapitel Eins: Der Buchladen

Isadora mochte die Stille.

Und die Stille mochte sie zurĂŒck.

Das Glöckchen ĂŒber der TĂŒr klingelte leise, als sie den kleinen Antiquariatsladen in der Ashvale Street betrat. Ihre Leinentasche strich an ihrer Strickjacke entlang, und sie zog aus Gewohnheit die Ärmel ĂŒber ihre Knöchel. Drinnen roch es nach vergessenen Geschichten und Staub – genau wie sie es liebte. An Dienstagen kam außer ihr nur Mr. Bellamy, der Besitzer, der meist im Hinterzimmer zwischen unsortierten BĂŒcherstapeln döste.

Ihr Blick glitt nicht ĂŒber die goldverzierten Folianten oder die verblichenen Weltkarten an der Wand – nein, sie ging direkt zum Regal mit den GartenbĂŒchern, als hĂ€tte sie dort schon immer etwas Bestimmtes erwartet. Im Schaufenster hatte sie letzte Woche einen neuen Titel gesehen – „Im Schatten wĂ€chst das Licht“. Ganz nach ihrem Geschmack.

Doch zwischen den Regalen wartete bereits eine fremde PrÀsenz

Er war groß. Schlank. Ganz in Schwarz gekleidet, von den Stiefeln bis zum Mantel, als wĂ€re er aus einer Sturmwolke getreten. Ein Ring glitzerte an seinem Finger, dunkles, zerzaustes Haar lockte sich in seinem Nacken. Er fuhr mit dem Finger ĂŒber die BuchrĂŒcken, ohne sie anzusehen, und drehte dann langsam den Kopf.

Seine Augen fanden die ihren. Etwas in diesem Blick – neugierig, fast ertappt, als hĂ€tte er nicht damit gerechnet, gesehen zu werden – ließ ihren Magen schmerzhaft zusammenziehen.

„Entschuldigung“, murmelte sie und wandte sich halb ab.

„Kein Grund“, sagte er, seine Stimme tief und rauchig wie Samt im Feuer. „Suchst du etwas GrĂŒnes und Unschuldiges?“

Sie blinzelte. „Wie bitte?“

Er nickte zu den Regalen. „PflanzenbĂŒcher. "Sie haben immer Titel, die wie Wiegenlieder klingen.“

Ein feines, unsicheres LĂ€cheln huschte ĂŒber ihr Gesicht. „Ich habe eine SchwĂ€che fĂŒr stille Dinge.“

„Ich nicht.“ Ein Schatten huschte ĂŒber sein Gesicht, wĂ€hrend er sie musterte. „Aber ich liebe es, wenn etwas Harmloses den Mut hat, mich zu ĂŒberraschen.“

Er nahm ein Buch – „Wilde Wurzeln: Unterirdisches GĂ€rtnern“ – und ging zur Kasse. Als er an ihr vorbeiging, berĂŒhrte sein Finger flĂŒchtig ihr Handgelenk. Ein kaum spĂŒrbarer Hauch, eine BerĂŒhrung so leicht wie Staub im Licht. Und doch brannte sie in ihrer Haut, als hĂ€tte sie etwas Uraltes berĂŒhrt.

Noch lange nach seinem Fortgang stand Isadora zwischen den Regalen, unfĂ€hig, den Blick von der Stelle zu lösen, an der er eben noch gewesen war. Die Luft im Buchladen war wĂ€rmer geworden, schwerer – als hĂ€tte sie seinen Schatten behalten.