Yume o Koete - Beyond Dreams

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Summary

Saruno Kiwana ist dreizehn. Gemobbt. Gehasst. Allein. Der Grund? Sein Vater - ein Wissenschaftler, der einst ganz Oxford ins Chaos stürzte. Doch dann beginnt Saruno zu träumen. Von einer goldenen Tür. Von einer geheimnisvollen Stimme. Von einer Welt, die nur in seinem Kopf existieren dürfte - und trotzdem erschreckend real wirkt. In dieser Traumwelt ist Saruno kein Außenseiter mehr. Er ist ein Katzenritter - ein sogenannter Dreamcreator. Gemeinsam mit seinen Gefährten kämpft er gegen düstere Albtraumwesen und den finsteren Albtraumkönig Gelum, der eine Brücke zwischen der Traum- und der realen Welt errichten will. Was geschah damals wirklich in Oxford? Warum ruft ihn diese fremde Stimme? Und wie rettet man eine Welt, wenn man selbst fast zerbricht? Bei Tag stellt er sich der Wahrheit. Bei Nacht rettet er seine Welt. Ein Fantasy-Abenteuer über Träume, Trauma, Mut und Magie. ----------------------------------------------------------- Triggerwarnungen: Tod, Verlust, Trauma, Mobbing, psych./phys. Gewalt, Kriegshandlungen (Beta-Version - wird laufend überarbeitet) - BETA SKRIPT - Bezeichnung: Rohmaterial des Werkes. Unbearbeitet, unverändert. hilft zum groben Verständnis der Geschichte, wird aber noch bearbeitet. ----------------------------------------------------------- //Bei dem Schauplatz handelt es sich um eine fiktive Variante der echten Stadt Oxford in England//

Status
Ongoing
Chapters
8
Rating
n/a
Age Rating
16+

Storyline 1: Ursprung

Mit Entsetzen im Gesicht riss ich die Augen auf. Tausend Gedanken wirbelten durch meinen Kopf, die Bilder vor meinem inneren Auge ließen mich keuchend aufschrecken. Nach einigen Sekunden beruhigte sich mein Atem - schweißgebadet richtete ich mich auf. Doch ... was hatte ich da überhaupt gesehen?

Wieder derselbe Alptraum. Seit zwei Wochen raubt er mir jede Nacht den Schlaf. Dieses Mal saß ich erneut in einem stockdunklen Raum - so finster, dass man nicht einmal die eigene Hand erkennen konnte. Hektisch blickte ich umher, die Arme gefesselt. Plötzlich leuchteten zwei rote Augen aus der Dunkelheit auf und sprangen mit einem Fauchen auf mich zu. Dann wachte ich auf - genauso schockiert wie heute.

Dieser erste Alptraum war nur der Anfang. Seither wurde es schlimmer. Immer deutlicher erkannte ich in diesem katzenähnlichen Wesen eine seltsame Ähnlichkeit mit mir selbst: blonde, glatte, mittellange Haare, die etwas dickeren Augenbrauen, die Statur - etwa 1,75 Meter groß und wahrscheinlich dieselben 60 Kilogramm. Doch da hörten die Gemeinsamkeiten auf. Das Wesen hatte spitze Zähne, einen langen Schweif, Schnurrhaare an den Wangen und trug eine Ritterrüstung - ein unheimlicher Anblick, der eher an ein Tier als an einen Menschen erinnerte.

Am schlimmsten waren die Nächte, in denen es mich fesselte und mit einer Kreissäge bedrohte. Panik überkam mich, ich rang verzweifelt mit den Fesseln - vergeblich. Kurz bevor die Säge meinen Bauch erreichte, schrie ich auf und erwachte. Was sollte ich nur tun, damit diese Träume endlich aufhören?

Ein Blick auf den Wecker: „Viertel vor drei”, murmelte ich und stöhnte auf. Schon jetzt war klar, dass ich wieder verschlafen würde. Dennoch versuchte ich, wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen - doch die Gedanken an den heutigen Traum ließen mich nicht los.

Die Katzengestalt war diesmal durch ein Tor gesprungen. Wohin es führte, blieb unklar. Der Rahmen war golden, mit einem grünen Kristall an der Spitze. Plötzlich begann das Tor zu leuchten - und der gesamte Traum geriet in Bewegung. Es war, als würde dieses Tor den Traum in sich hineinsaugen. In Panik rannte ich davon, so lange, bis die Kräfte versagten. Keuchend blieb ich stehen. Die Stille war unheimlich - doch nur für einen Moment.

Eine weibliche Stimme durchbrach die Ruhe. Aus dem Nichts erklang ein Summen. Noch keuchend drehte ich mich um - und erschrak. Ich stand wieder vor dem Tor. Der Sog war noch da, der Traum wurde weiter hineingezogen. Panik überkam mich erneut, die Beine wollten fliehen, doch dann begann die Stimme zu sprechen. Sie kam ... direkt aus dem Tor!

„Möchtest du die Wahrheit erfahren? Über deine Vergangenheit? Deine Bestimmung? Lauf nicht davon. Finde mich, Saruno. Bereise deine Welt - befreie sie vom Bösen!”

Zitternd und ungläubig trat ich näher. Das Tor wirkte plötzlich vertraut, obwohl ich so etwas noch nie zuvor gesehen hatte. Die Stimme hatte meine Neugier geweckt - der Atem beruhigte sich langsam.

„W-Welche Wahrheit? W-Was verheimlichst du mir?” - Keine Antwort. Unaufhaltsam zog es mich weiter. Ich stand direkt vor dem hell leuchtenden Portal. Ohne zu zögern trat ich hindurch. Hinter mir schloss sich das Tor - und dann ... wachte ich auf.

Ich wurde hektisch wachgemacht. Meine Mutter rüttelte an mir.

„Saruno Kiwanata, du bist schon wieder 30 Minuten zu spät!“, sagte sie mir empört.

Der Blick auf den Wecker bestätigte ihre Worte: 7 Uhr. Genau eine halbe Stunde zu spät.

„Jaaa Mama, ist ja gut”, kam es müde und genervt über die Lippen.

„Das will ich auch hoffen”, erwiderte sie mit einem erleichterten Lächeln. Danach ging sie wieder nach unten, um das Frühstück vorzubereiten. Das lächeln meiner Mutter war bezaubernd. Sie hatte so eine freundliche Ausstrahlung. Ihre braunen, langen lockigen Haare, ihre Haselnussbraunen Augen, ihr freundliches und aufrichtiges lächeln und ihre Kombi aus Rock und Bluse. Seitdem mein Vater damals verstorben war, hatte meine Mutter nicht aufgegeben. Sie hatte alles versucht, damit es mir gut ging und hatte es geschafft. Es war zwar nie leicht, doch ich half ihr so gut ich konnte. Und über meinen Vater... wusste ich nicht viel, lediglich das er damals, als ich ungefähr 3 Jahre alt war, bei einem Experiment ums Leben kam, was bei der gesamten Stadt dafür sorgte, dass sie einen Groll gegen unsere Familie hegten. Also auf meine Mutter und mich, denn sonst gab es niemand anderen mehr aus der Familie. Meine Mutter vermisste ihn wirklich sehr. Sie hatte im Wohnzimmer einen kleinen Altar für ihn aufgestellt, mit einem Bild von uns dreien, als ich noch kleiner war. Unser Wohnzimmer war prächtig, mit zwei gemütlichen Sofas, einem Kamin, einem Fernseher mit Zubehör und einem Esstisch, außerdem war das Wohnzimmer mit mehreren Pflanzen dekoriert. Jeden Tag meditierte sie vor diesem Altar im Wohnzimmer, wie lange war immer unterschiedlich. Manchmal nur zehn Minuten, manchmal aber auch bis spät in die Nacht. Sie hing wirklich sehr an meinem Vater... Schade das ich ihn nicht näher kennenlernen konnte.

Müde schleppte sich der Körper ins Badezimmer. Beim Blick in den Spiegel begann das vertraute Morgenritual - ein Versuch, sich selbst zu erinnern, wer man war und wofür es sich lohnte, weiterzumachen. ,,Mein Name lautet Saruno Kiwanata, und ich bin 13 Jahre alt und habe blonde, glatte, mittellange Haare. Ich habe Matschbraune Augen und etwas dickere Augenbrauen. Außerdem trage ich heute ein weißes Shirt, einen braunen Pullover, eine blaue Jeans und orangene Schuhe. Ich bin 1 Meter 70 groß und wiege 60 Kilogramm. Meine Mutter hat große Hoffnung in mich, und ich werde sie nicht enttäuschen!”

Tatsächlich dachte man, ich würde nun hoffnungserfüllt in den Spiegel schauen, doch als meine Augen bei meinem Spiegelbild ankamen, sah ich nur dasselbe trostlose Lächeln, was mich jeden Morgen begrüßte. Es hatte schonwieder nicht geholfen. Wie ich bereits erwähnte, war Familie Kiwanata am meisten von den Einwohnern aus Oxford gehasst, wegen dem, was mein Vater in der Vergangenheit verbrochen hatte. Und natürlich spürte man diesen Hass auch in der Schule. Ich war das typische, klischeehafte Mobbingopfer der Schule. Die anderen ärgerten mich ständig und verprügelten mich auch, manchmal sogar so hart, dass ich meine Nächte im Krankenhaus verbringen musste. Es waren höllische Schmerzen gewesen, und das immer wieder aufs Neue. An glücklichen Tagen schlugen sie mir nur in den Magen, doch wenn ich Pech hatte auch mal ins Gesicht. Sie quälten mich und stoppten erst kurz bevor ich das Bewusstsein verlor. Das kombiniert mit den Alpträumen, wodurch ich immer schlechter und weniger schlief-

„Gibt es denn niemanden, der mir helfen kann?!”

Plötzlich erwischte ich mich dabei, wie ich diese Worte gegen den Spiegel brüllte. Pure Wut entflammte sich in diesen Augen, und ein knurrende Gesichtsausdruck machte sich dort breit, wo diese trostlosen Augen einst zu mir zurück starrten. Alleine nur der Gedanke machte mich wahnsinnig wütend. Eines Tages wird der Tag der Rache folgen, MEINER Rache. soviel stand fest. Doch ich bin sowieso schon zu spät, wenn ich mich jetzt noch von dieser Gefühlslage einnehmen lasse, wird das nichts mehr mit der Schule. Mit einigen beruhigen Atemzügen strich ich mir sanft mit einem Kamm durchs Haar, um die letzten Arbeiten im Bad abzuschließen.

Vom Bad in mein Zimmer, wo mein gepackter Schulrucksack auf mich wartete, und mit schnellem- aber vorsichtigem Schritt - segelte ich die Treppe hinunter, um kurz vor meiner Mutter stehen zu bleiben.

„Aber nun größte Eile, du bist schon zu spät mein Schatz.“, sagte sie lachend. Ein kurzes Nicken, ein flüchtiges Lächeln. Frühstück eingepackt, die Wasserflasche verstaut, eine Umarmung zum Abschied. Dann fiel die Tür hinter einem zu und der neue Tag begann.