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MonsterMission - Snackulus Rising

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Summary

Dario dachte, ein schleimiges Mini-Monster im Schulranzen wäre bereits Peak-Chaos. Falsch gedacht. Snackulus wächst, glitzert – und zieht eine ganze Armee roter Energiewesen an die Oberfläche. Als unter der Stadt eine Schleimkönigin erwacht und die Stromnetze übernimmt, droht die Metropole in einer magischen Energiewelle zu implodieren. Gemeinsam mit Klassenbrain Clara, Impro-Genie Lennard und einer überraschend mächtigen Rektorin muss Dario entscheiden: Kämpfen, fliehen – oder den einen Freund opfern, der vielleicht alles retten könnte. Magie. Schleim. Strom. Die Lage eskaliert – und der nächste Tag ist garantiert keine Routineoperation.

Status
Complete
Chapters
15
Rating
n/a
Age Rating
13+

PROLOG - UNTER STROM

»Ich sag’s gleich, Lennard: Wenn das Licht nochmal flackert, zieh ich aus.« Dario stand mitten in seinem Zimmer, das schwach vom bläulichen Schein seines Monitors beleuchtet wurde. Draußen war es windstill, zu ruhig für eine Sommernacht. Und irgendwo tief unter der Stadt vibrierte etwas – kaum hörbar, aber spürbar, wie ein Atemzug im Boden.

»Snackulus«, das kleine grüne Monster, hockte auf seinem Schreibtisch und beobachtete das flackernde Licht, als sähe es einen Horrorfilm. Seine großen, leuchtenden Augen spiegelten jede Bewegung der Glühbirne. »Ich mag das nicht«, gluckste er. »Ich auch nicht«, murmelte Dario.

Er lehnte sich ans Fenster. Die Stadt lag still. Keine Autos, kein Wind, kein Summen von Straßenlaternen – nur dieses dumpfe, kribbelnde Gefühl in der Luft. »Stromausfall Nummer drei in dieser Woche«, sagte er. »Entweder hat das Netz einen Wackler – oder wir.«

Lennards Stimme knackte aus dem Walkie-Talkie auf dem Tisch. »Sag nicht, du hast wieder den Sicherungskasten angefasst!« »Hab ich nicht. Ich hab nur draufgeguckt.« »Bei dir ist ›Draufgucken‹ ein technisches Risiko.«

Dario grinste schwach. »Witzig. Aber diesmal ist was anderes los.«

»Snackulus‹ schnaubte. Seine Haut glühte schwach grünlich – ein schlechtes Zeichen. Immer wenn das passierte, bedeutete es Ärger. »Er spürt was«, murmelte Dario. »So wie damals, vor dem großen Fressen.« »Na super«, sagte Lennard. »Ich war gerade dabei, meine Stromrechnung zu ignorieren.«

Claras Nachricht ploppte auf Darios Bildschirm auf: „Spürst du das? Die Energieanzeige spielt verrückt. Treffpunkt Schulhof – sofort. »Ich glaub, das beantwortet deine Frage«, sagte Dario und griff nach seinem Rucksack. Snackulus rutschte kopfüber hinein und ließ nur den leuchtenden Kopf herausschauen.

»Wenn das wieder Schleimarbeit wird, streike ich«, murmelte er. »Du bist Schleimarbeit«, entgegnete Dario.

Der Schulhof lag in Dunkelheit, nur der Mond zeichnete silberne Ränder auf die alten Backsteinmauern. Clara stand unter der großen Eiche, Stirnlampe auf dem Kopf, Laptop unter dem Arm. »Na endlich«, sagte sie, als Dario ankam. »Die Energiewerte sind durch die Decke gegangen. Irgendwas zapft das Stromnetz an.« »Snackulus?«, fragte Lennard, der kurz darauf auf seinem Fahrrad angerollt kam. »Ich hab ihn im Sparmodus«, sagte Dario. »Aber er glüht. Heißt, es kommt von unten.«

Clara öffnete eine Karte auf dem Laptop. Linien zogen sich über das digitale Stadtmodell – grün für Strom, blau für magische Energie, rot für… na ja, Probleme. »Da«, sagte sie. »Unter der alten Turnhalle. Die Messwerte sind identisch mit dem, was wir beim großen Fressen hatten – nur schwächer.

Noch.«

»Noch«, wiederholte Lennard düster. »Ich hasse dieses Wort.«

Sie schlichen durch den Seiteneingang ins Schulgebäude. Der Flur roch nach Reinigungsmittel und Abenteuer – also gefährlich. Snackulus kicherte. »Dunkel! Mag ich!« »Ich nicht«, zischte Dario. »Letztes Mal hast du versucht, die Sicherung zu essen.« »War lecker.«

In der Turnhalle war es still. Nur das dumpfe Tropfen eines

Lecks irgendwo in der Dunkelheit. Clara richtete ihre Stirnlampe auf den Boden. »Da – siehst du das?«

Ein feiner Riss im Parkett. Daraus drang schwaches grünes Leuchten. Dario kniete sich hin, legte die Hand darauf. Warm. Pulsierend. »Das ist nicht normaler Strom.« »Natürlich nicht«, sagte Lennard. »Sonst wär’s ja langweilig.«

Snackulus krabbelte vom Rucksack auf den Boden und legte sich direkt auf die leuchtende Stelle. Sein Körper vibrierte, als würde er mitschwingen. »Er nimmt Energie auf«, sagte Clara. »Oder sendet sie.« »Snackulus? »Alles okay?«, fragte Dario.

Das Monster öffnete die Augen. »Hungrig.«

»Nicht schon wieder«, stöhnte Lennard. »Wir haben doch gelernt: Nicht füttern.« »Ich füttere ihn nicht«, sagte Dario. »Ich bin nicht komplett bescheuert.«

Aber es war zu spät. Der Riss begann sich zu erweitern. Ein tiefes Brummen erfüllte den Raum – nicht laut, aber körperlich, wie Donner in den Knochen. Das Licht flackerte, und plötzlich funkelten an den Wänden Linien aus grüner Schrift: Runen. Alte, pulsierende Zeichen, die sich bewegten, als wären sie lebendig.

»Das ist… das gleiche Muster wie damals!«, rief Clara. »Was heißt das?«, fragte Dario. »Dass wir gleich ein sehr großes Problem haben.«

Ein greller Blitz durchzuckte die Halle. Alle drei warfen sich zu Boden. Snackulus schrie – ein kurzer, heller Ton, dann Stille. Als Dario sich wieder aufrichtete, lag das Monster mitten im Riss. Um ihn herum pulsierte ein Kreis aus Licht.

»Was tust du?!«, rief Dario. »Er – stabilisiert es!«, schrie Clara. »Er hält die Energie zurück!«

»Das hält er nicht lange durch!«, rief Lennard. »Dann helfen wir ihm!«, antwortete Dario.

Er zog das Handbuch aus seinem Rucksack. Die Seiten flatterten wie im Sturm. Auf einer erschien plötzlich Text – glühend, in Schnörkelschrift: Protokoll 0 – Reaktivierung. Energiequelle: Snackulus. Risiko: hoch.

»Oh nein, nein, nein«, murmelte Dario. »Das klingt nach

Fortsetzung.« Clara beugte sich über den Kreis. »Er baut eine Verbindung auf. Wenn wir sie trennen, riskieren wir alles. Wenn wir’s lassen – auch.«

Lennard seufzte. »Klingt nach Dienstag.«

»Okay«, sagte Dario entschlossen. »Wir tun, was wir immer tun.« »Improvisieren?« »Genau.«

Er kniete sich neben Snackulus, legte die Hände auf den Boden und konzentrierte sich. »Bitte, Kleiner. Halt noch durch.«

Ein warmer Schein legte sich über seine Finger. Energie floss – nicht viel, aber spürbar. Snackulus blinzelte, als würde er ihn erkennen.

Dann – ein letztes Aufleuchten. Ein gleißender Blitz.

Als Dario wieder zu sich kam, war es still. Die Runen waren verschwunden. Clara lag keuchend neben ihm, Lennard saß benommen auf dem Boden. Snackulus? – verschwunden. Nur eine schimmernde Spur blieb, die sich durch den Riss zog.

»Er ist… weg«, flüsterte Dario. »Oder irgendwo anders«, sagte Clara leise. »Wie – anders?«, fragte Lennard. »Wie… in den Leitungen.«

Dario stand langsam auf. Seine Hände zitterten. »Er ist im Stromnetz.«

Clara nickte. »Und wenn er’s ist – dann ist er nicht allein.«

Draußen, über der Stadt, flackerte das Licht erneut. Eine ganze Straßenzug-Reihe erlosch gleichzeitig, dann leuchteten die Lampen wieder – diesmal nicht gelb, sondern grün.

Ein schwaches Kichern hallte aus der Ferne. Elektrisch, verzerrt, aber eindeutig Snackulus.

Dario sah aus dem Fenster, das Herz schwer. »Willkommen zurück, Chaos«, murmelte er.

Das Handbuch vibrierte in seiner Hand. Eine neue Zeile erschien: Phase Zwei: Snackulus Rising – aktiv.

Er schloss die Augen. »Ich wusste es.«

»Snackulus‹ gluckste irgendwo im Stromnetz. Und irgendwo unter der Erde – ganz tief – antwortete etwas Großes.

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