Die Neue
Diese Welt war eine bemerkenswerte Welt voller Geheimnisse und Mysterien. Magie war an jeder Ecke zu finden. Alle Städte waren technologisch hoch entwickelt – einige von ihnen schwebten sogar über den Wolken. Die Siedlungen wurden von den unterschiedlichsten Spezies bevölkert, darunter auch Wesen mit tierhaften Merkmalen.
In einem Vorort einer der kleineren Städte, wo Magie und Technologie koexistierten, stand ein Haus mit einem wunderschönen Garten. Zahlreiche Blumen blühten in allen erdenklichen Farben und Mustern. Drei Laubbäume spendeten Schatten vor den ersten warmen Sommersonnenstrahlen. Einige der Blumen schienen in sanftem Licht zu schimmern, als würden sie eine eigene magische Energie ausstrahlen.
Es klingelte an der Tür. Vervain legte ihr Buch zur Seite, rieb sich mit den Händen die Augen und stand aus dem Bett auf. Mit einem leichten Seufzen streckte sie sich, bevor sie ihr Zimmer verließ. Wie für eine Lilith üblich, hatte sie rote Haut, schulterlange schwarze Haare und kleine Hörner, die kaum größer als ihre Daumen waren, wuchsen aus ihrer Stirn. Leichtfüßig schlenderte sie über den Flur und öffnete die Haustür.
Ein sanfter Hauch von blühenden Blumen und frisch geschnittenem Gras strömte ihr entgegen. Eine warme Sommerbrise strich in das Haus herein.
„Willkommen! Mein Name ist -“, begann sie kaum war die Tür geöffnet, hielt aber schlagartig inne. Vor ihr stand eine wunderschöne Elfe. Ihr Haar reichte bis zu ihrer Hüfte und wehten sacht im Wind, sie war brünett und mit silbernen Spangen versehen. Sie war recht klein, wenn es hochkam, einen halben Kopf kleiner als Vervain. Im Allgemein war sie sehr schön und stand Vervain in nichts nach.
Gekleidet war die Elfe mit einem süßen roten Top mit Spagetti Träger. Dazu ein knapper Rock und hochhackige Schuhe. Ihr gesamtes Outfit betonte ihre feminine Figur deutlich. Die Schwarzhaarige war im Gegensatz zu der Brünetten leger gekleidet. Vervain trug ein schwarzes T–Shirt und eine Jogginghose. An ihren Füßen war sie Barfuß.
„Hey! Aurae mein Name.“, sprach die Elfe mit hoher Stimme. Ein sanftes Lächeln huschte ihr über die Lippen. „Ich bin hier wegen dem Zimmer! Oder ist es nicht mehr zu haben?“ Während die Elfe sprach und auf die Antwort von Vervain wartete, verschränkte sie ihre Arme hinter ihrem Rücken. Sacht legte sie ihren Kopf schief.
„D – doch! Natürlich! Vervain – mein Name.“, stellte sie sich vor und ging einen Schritt aus der Tür, um Platz zu machen. „Bitte, komm doch rein!“ Sacht hoben sich die Mundwinkel zu einem Lächeln an und hob ihren linken Arm, um die Elfe ins Haus zu bitten.
Aurae betrat das Haus und blieb im Flur stehen. Ein süßer und lieblicher Duft, drang in Vervains Nase, als Aurae an ihr vorbei ging. Neugierig blickte sie sich um. Alles schien sorgfältig eingerichtet und genau abgestimmt.
Beim Betreten des Hauses konnte Aurae gleich die große Wanduhr, die gegenüber der Tür an der Wand hing, erblicken. Deren Ziffernblatt war verziert mit Ziffern die aus Symbolen bestand. Diese war die übliche Schriftform. Langsam tickte der Sekundenzeiger über das Ziffernblatt. Die Zeiger waren kunstvoll ausgearbeitet und aus geschwungenen Drähten.
An den Wänden hingen Porträts von bekannten Autoren und Mangakas, welche mit Spotlights in Szene gesetzt wurden. Die Bilder wurden auch sorgfältig mit einem edlen und modernen Rahmen verarbeitet.
Auf dem Boden lag ein breiter Teppich mit einem eigenartigen Muster. Dieser zog seine Aufmerksamkeit durch das Blau und den Akzenten in Gold und Violett.
Eine Kommode aus rustikal Eiche stand an der rechten Wand. Polierte Eisengriffe machten das Möbelstück zu einem Ornament der Vergangenheit. Auf diesem stand eine Ladestation für ein schnurloses und modernes Telefon.
„Sag – wohnst du allein hier?“, fragte die Elfe wissbegierig, während sie neugierig das Bild eines berühmten Autors betrachtete. Ihr Blick wanderte erst über das Kunstwerk, dann über den eleganten Rahmen.
„Nein – es gibt noch eine Mitbewohnerin. Juli! Sie ist gerade auf Arbeit.“, Antwortete Vervain und schloss hinter sich die Tür.
„Oh, als was arbeitet sie den?“, harkte Aurae nach, die zum nächsten Porträt gegangen war und dieses betrachtete.
„Juli arbeitet momentan als Kellnerin in einem Imbiss. Ich glaub, das war eine Fast-Food-Kette. Zumindest riecht sie abends immer danach.“, erklärte Vervain. „Komm, ich zeig dir das Zimmer!“
„Ist gut!“, nickte Aurae und ließ Vervain vorbei gehen. Gemeinsam schritten sie den Flur entlang und unterhielten sich über die wichtigsten Angelegenheiten. Auch als sie vor dem Raum standen, klärten sie die notwendigen Formalitäten. Dann öffnete Vervain die Tür zu dem Zimmer und ein Geruch, der nach Zitrone roch, trat aus.
„Und hier haben wir dein neues Reich.“, lächelte sie Aurae zu und ging hinein. „Ich hoffe du fühlst dich Wohl.“
Das Zimmer war weitestgehend leer gewesen. Nur ein Teppich war in dem ausgerollt. Es gab ein Fenster. Die warme und frühe Sommersonne erhellte den Raum in sanften orangen Tönen.
„Danke, das ist sehr lieb von dir.“, erwiderte die Elfe mit einem sanften und ehrlichen Lächeln. „Ich freu mich schon sehr auf das zusammen leben mit dir und Juli.“
„Mir geht es genauso.“, schmunzelte Vervain, ihre Wangen verdunkelten sich etwas. „Wann willst du dein Raum beziehen?“
„Morgen wollte ich meine Sachen vorbeibringen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn ich sie heute hätte mitbringen können. Aber ich muss noch ein paar Sachen erledigen. Das dauert bis tief in die Nacht.“, begründete Aurae, während sie beschämt zu Boden blickte.
„Okay! Dann ist das so. Wenn du noch wichtige Sachen zu klären hast, dann will ich dir nicht im Wege stehen und dich aufhalten.“, sprach sie aufheiternd. Aurae nickte nur verstehend und verließ die Räumlichkeit. Sie und Vervain bewegten sich wieder zurück zur Haustür und verabschiedeten sich. Nachdem die Elfe weg war und die Dunkelhaarige die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte sie sich gegen die Wand und seufzte laut.
„Was für eine süße Elfe!“, flüsterte sie leise und legte ihre rechte Hand auf ihre Brust. Ihr Herz pochte so wild, als wolle es aus ihrem Brustkorb entfliehen. Sie schüttelte rasch ihren Kopf und stieß sich mit einem Ruck von der Wand ab und wanderte in die Küche.
Spät am Abend öffnete sich die Haustür erneut. Zwei Personen betraten das Haus. Eine Rothaarige, mit fuchsähnlichen Ohren, einem dunklen Hoody, einer hautengen Jeans und Sneakers. Die andere Person war männlich, trug ein kurzärmliges Hemd, eine weite Cargohose und dunkelblaue Boots. Beide standen eng umschlungen im Flur. Umarmten sich und küssten sich heiß und innig.
Vervain lag in ihrem Bett und hielt ein Buch in der Hand. Doch sie lass keine einzige Zeile. Ihre Gedanken kreisten um Aurae. Sie starrte stur auf ihr Buch und immer wieder erschien das Gesicht der Elfe. Sie dachte immer wieder an die Bewegung, wie sie ging, wie sie atmete, wie ihre Stimme in ihrem Ohr hallte.
Ein Lärm an der Haustür riss sie aus ihren Gedanken. Das war nur möglich, weil ihre Zimmertür nur ein Spalt breit geöffnet war. Das unverkennbare Geräusch zweier Personen die sich wollten.
„Juli? Bist du das?“, rief sie von ihrem Bett aus.
„Ja -! Lars ist auch da!“, erwiderte sie und man konnte deutlich hören, dass sie nicht sonderlich darüber amüsiert war, dass man sie unterbrochen hatte.
„Oh - ich wollte nur sagen, dass Essen im Offen ist. Wenn ihr Hunger habt, könnt ihr euch gerne bedienen.“
„Ja, ja! Später!“, erklang es dumpf aus dem Flur. Kurze Zeit später hörte Vervain wie sich Juli und Lars erneut zu küssen begannen. Auch das beide hastig ein und ausatmeten, war ihr nicht entgangen.
„Na großartig – heute Nacht, bekomme ich wieder kein Auge zu.“, hallte ihre Stimme in ihrem Kopf. „Die werden wieder so laut sein, dass sich die Nachbarn beschweren werden.“
Die Geräusche, die die beiden im Flur machten, hielten noch eine ganze Weile an. Dann fiel eine Tür ins Schloss und der Lärm verstummte.
Die Schwarzhaarige schüttelte verlegen den Kopf, stand von ihrem Bett auf und ging auf die Tür zu. Vorsichtig hielt sie ihr Ohr an die Öffnung. Nichts!
„Nehmen sie Rücksicht auf mich?“, fragte sie sich in Gedanken selbst.
Dann richtete sie sich wieder auf, drückte die rechte Handfläche gegen die Tür und ließ diese mit einem Schwung ins Schloss fallen. Kaum war die Tür wieder ins Schloss gefallen, wand sie sich ab und schlurfte gähnend zu ihrem Bett. Müde fiel sie hinein und schlief sofort ein.
Mitten in der Nacht öffnete sie wieder die Augen. Sie lag seitlich in ihrer Decke eingewickelt. Es scheint, als habe sie sich im Schlaf in ihre Decke eingewickelt. Mehrfach blinzelte sie und richtete sich auf. Mit angewinkelten Beinen, auf ihren rechten Arm abgestützt saß sie auf ihrem Bett und starrte zur Tür.
Dann bemerkte sie, dass ihre Kehle trocken war und griff vor sich, um nach ihrem Trinken zu fassen. Gleich der erste Versuch war ein Glücksgriff, doch zu ihrer Ernüchterung war die Flasche leer gewesen.
„So ein Pech … Jetzt muss ich doch aufstehen.“, flüsterte sie leise und stieg aus ihrem Bett. Ohne groß darüber nachzudenken, ging sie auf den Eingang zu ihrem Reich zu, öffnete diese und trat hinaus. Es war überall dunkel gewesen. Nicht ein Funken Licht.
Da sie schon länger in dem Haus lebte, war das überhaupt keine Schwierigkeit für sie gewesen. Barfuß tapste sie durch den langen Korridor, in das Wohnzimmer und anschließend in die Küche.
Das Wohnzimmer war nicht sonderlich groß und grenzte an die Küche. Mitten im Raum stand eine L – Förmige Couch, davor ein kleiner Tisch und gegenüber der Couch ein kleines Sideboard mit einem Flachbildfernseher. Dieser wurde meistens dann genutzt, wenn Gäste da waren oder ein Film Abend anstand. Sonst war dieser meist aus gewesen.
Die Küche war um einiges kleiner als der Wohnraum. Es hatte jedoch alles, was man zum Leben brauchte. Eine Kaffeemaschine, die mit gerösteten Bohnen gefüllt war, eine Mikrowelle, ein großer Kühlschrank mit einem Gefrierfach und alles andere, was in eine Küche gehörte.
Neben dem Eingang vom Wohnzimmer in die Küche, gab es in dem Raum noch eine weitere Tür. Diese führte zu einer kleinen Abstellkammer. In dieser stand ein großes, massives Regal. In diesem waren die Vorräte gelagert, die nicht gekühlt werden mussten. Somit waren auch Getränke, Einweggläser, Knabberkram und andere Nahrungsmittel in dem Regal verstaut.
Vervain griff in einer der Kisten und nahm sich eine Wasserflasche. Sie öffnete diese, führte die Öffnung zu ihrem Mund und nahm einen großen Schluck. Sie unterschätzte die Masse an Flüssigkeit, die aus der Öffnung gelangte und sabberte sich selbst voll. Einige Tropfen rannen an ihrem Mundwinkel zum Kinn herab, liefen weiter über ihren Hals und verschwanden in ihrem weiten Ausschnitt.
„Super … nicht mal trinken kann ich.“, fluchte sie leise, stellte die Flasche auf die Anrichte, nachdem sie den Vorratsraum verlassen hatte und die Küche betrat. Hastig wischte sie sich mit der linken Handfläche die feuchte Stelle weg. Nach dem sie sich getrocknet hatte, verschloss sie mit dem Drehverschluss die Flasche, nahm sie an sich und verließ die Küche über das Wohnzimmer.
Kaum hatte sie die Wohnstube verlassen, weckte ein Geräusch ihre Neugierde. Auf Zehnspitzen schlich sie sich durch den Flur, bis sie zu einer Tür gelangte, woher das Geräusch herkam. Ein Spaltbreit stand diese offen. Vervain blickte in das Innere des Raumes und riss die Augenlider weit auf.
Juli, die rothaarige, saß nackt und breitbeinig auf der Kante ihres Bettes. Vor ihr kniete der junge Mann, den sie am Abend mitgebracht hatte. Dieser hatte sich vorgebeugt und schien etwas zwischen den Beinen der Rothaarigen zu machen. Ihr Kopf hatte sie in den Nacken gelegt, die rechte Hand ruhte auf dem Hinterkopf. Ihre Finger waren tief in seine Haare vergraben. Auf dem linken Arm schien sie sich abzustützen.
Erst jetzt erkannte Vervain, dass der Mann, den Juli Lars nannte, völlig nackt war. Das war nur möglich gewesen, weil der Mond das Zimmer erleuchtete. Juli stöhnte leise vor sich her, während sie aus der Richtung des Mannes leises schmatzen vernahm.
Die Augenlider weiteten sich noch um einiges mehr, als ihr bewusst wurde, was er dort tat. Sie zuckte innerlich zusammen. Sie kauerte sich auf die Knie und starrte mit wachsender Begeisterung in den Raum hinein. Sie presste ihre Oberschenkel fest zusammen, als von dort aus, ein warmes Gefühl herkam. Die freie Hand schob sie zwischen ihre Schenkel und presste die Handfläche auf ihren Scham.
Lars war noch einige Zeit mit seinem Kopf zwischen den Beinen von Juli, ehe er sich dann aufrichtete. Wieder gab der Mondschein das Preis, was die Dunkelheit verheimlicht hätte. Das Gemächt des jungen Mannes, stand in voller Pracht aufrecht. Juli, die bis vor wenigen Momenten noch ihren Kopf in den Nacken gelegt hatte, beugte sich vor und kniete sich vor ihn. Mit der linken Hand griff sie nach dem Phallus und umklammerte ihn. Sacht bewegte sie ihre Hand vor und zurück. Lars, der seine Hände in seine Hüfte gelegt hatte, neigt sein Haupt in den Nacken und schloss die Augenlider.
Noch immer beobachtete die Schwarzhaarige das Treiben. Unbewusst hatte sie sich auf die Knie begeben und rieb ihre Handfläche sacht über ihren bedeckten Scham. Dabei biss sie sich auf die Unterlippe, um kein Geräusch zu machen. Die Flasche trug sie noch immer in ihrer anderen Hand.
Juli streckte sich, währenddessen ein wenig und nahm die Spitze seines Gemächts, nachdem sie einige Mal mit der Zunge darüber geleckt hatte, in den Mund. Langsam bewegte sie ihren Kopf vor und zurück. Ein leises, aber doch deutliches Schmatzen erklang bei jeder Bewegung. Auch Lars keuchte bei jeder Bewegung.
Da sie völlig vom Treiben der beiden abgedriftet war, entglitt ihr die Flasche. Diese fiel ihr auf Unterschenkel, auf dem sie teilweise hockte. Sofort war sie wieder im hier und jetzt gewesen. Mit Mühe und einem kleinen Levitationszauber gelang es ihr Lärm zu verhindern und das Paar nicht zu stören. Sie erhob sich, nach dem sie ihre Flasche wieder fest im Griff hatte und hastete in ihr Zimmer.
Kaum war ihre Zimmertür verschlossen gewesen eilte sie in ihr Bett und zog sich die Decke über den Kopf. Ihr Herz raste, ihr Atem war heiß und sie spürte die Hitze, die aus ihrem Unterleib strahlte. Die Flasche, die sie mitgebracht hatte, hatte sie bereits vor ihr Bett gestellt.
Kaum war sie unter ihre Decke verschwunden, spreizte sie die Beine etwas, ihre rechte Hand wanderte unter den Bund ihrer Trainingshose und ihrem String. Sinnlich berührte sie sich mit ihren Fingern an ihren Venushügel bis hin zu dem Spalt. Langsam tastete sie sich immer weiter vorwärts, wanderte zwischen ihren vor Lust geschwollenen Lippen hindurch. Schnell war eine warme Feuchtigkeit zwischen der Hautfalte vorzufinden. Bereits jetzt keuchte sie schwer.
Ihre Brust hob und senkte sich bei jedem ein und ausatmen. Mit der freien Hand berührte sie sacht ihren nackten Bauch und schob diese sacht unter ihr T-Shirt. Langsam wanderte diese aufwärts, bis sie ihre Brust erreichte. Zärtlich umfasste sie mit der Hand die Oberweite und drückte diese zusammen. Ihre Brustwarzen standen vor Erregung.
Zeitgleich umkreiste sie mit dem Zeigefinger ihre Klitoris. Sacht rieb sie ihre Oberschenkel aneinander. Ihren Kopf wand sie, während sie sich es selbst machte, behutsam hin und her. Um kein Lärm zu machen, schnaufte sie mit geschlossenen Augen aus. Dabei wälzte sie sich in ihrem Bett, drückte abwechselnd ihren Unterleib und ihren Oberkörper empor. Schweißperlen drangen aus ihren Poren und rannen an ihr herunter und verloren sich auf ihrem Laken.
Langsam und unaufhaltbar näherte sie sich ihrem Höhepunkt. Dabei trat immer mehr von ihrer Lust aus ihrem Inneren. Selbst ihr Sting konnte die Feuchtigkeit und die Masse nicht mehr bewältigen.
Es dauerte auch nicht mehr lange, bis sie dann ihren Höhepunkt erreichte. Ihr Leib, der vor Erregung bebte, bäumte sie sich auf und ein stummer Aufschrei zeugte von dem Überwältigen Gefühl, der durch Vervains Mark und Bein fuhr.
Erschöpft und befriedigt, sank sie dann ins Kissen zurück. Ihre Atmung war schnell, als wäre sie ein Marathon gelaufen. Schwer atmend schlug sie die Decke zurück und umklammerte sie. Dabei wand sie sich auf die Seite, legte das rechte Bein über die Decke und umarmte sie. Es dauerte nicht lange bis sie wieder einschlief.
Am nächsten Tag war es die frühe Mittagssonne gewesen, die in den Raum eindrang und diesen mit Licht füllte. Durch das Erhellen des Zimmers wurde auch die Schwarzhaarige geweckt. Verschlafen reib sie sich die Augenlider und öffnete diese. Langsam richtete sie sich auf, hob beide Arme empor und gähnte ausgiebig.
Schon wieder hab` ich mich davon hinreißen lassen. erklang ihre Stimme im Kopf. Schon wieder war es eine Soloaktion. Mit halbgeöffneten Augen starrte sie trübselig auf ihre Decke, die irgendwie verknotet zwischen ihren Beinen lag.
„Jammern hilft nichts, erst mal frühstücken.“, entschloss sie, warf die Decke neben sich und rutschte aus ihrem Bett raus. Sie schwang ihre Beine über die Bettkante und stand mit einem kraftvollen Schwung aufrecht. Umgehend verließ sie ihr Zimmer und begab sich in die Küche.
Schnell war der Kaffee aufgesetzt, eine Scheibe Brot belegt und etwas Gemüse zurechtgeschnitten. Ebenso schnell, war ein kleiner Teller dekoriert und bereit verschleppt zu werden.
In den Moment, wo Vervain ihren Teller und ihre Tasse schnappte und sich zur Tür gedreht hatte, stand auch schon Juli in der Tür. Diese grinste bis über beide Ohren. Ihre Haare, welche immer ordentlich waren, sahen zerzaust aus, als hätte sie diese Tagelang nicht gekämmt. Ein großes dunkelblaues Shirt, was ihr bis zu den Knien ging, bedeckte den Großteil ihres Körpers. Diese betrat die Küche und ging an einem der Hängeschränke und versucht von oben etwas herunterzuholen. Dabei rutschte ihr Oberteil etwa hoch und Vervain konnte einen Blick auf ihr nicht vorhandenes Höschen erhaschen.
Sie trug also nichts… flüsterte ihre Stimme im Kopf.
„Wann kommt die Neue?“, fragte Juli beiläufig, während sie immer noch damit beschäftigt war, etwas von der obersten Reihe zu fischen.
„S – sie kommt heute.“, antwortete Vervain leise.
„Bist du den heute da oder muss du heute auch arbeiten?“, harkte die Rothaarige nach, mittlerweile hatte sie eine Tasse aus dem Schrank geholt und war dabei Kaffee vorzubereiten.
„Nein – ich bin heute noch zu Hause.“, erwiderte die Schwarzhaarige, wobei sie ihren Teller und ihren dampfenden Kaffee betrachtete.
„Ist gut – du solltest duschen gehen … du riechst, als hättest du eine Orgie gefeiert letzte Nacht.“, lachte sie. „Aber vorher geh ich!“
Vervain nickte nur und verließ mit dunklen Wangen die Küche, um sich in ihrem Zimmer einzuschließen.
Einige Stunden vergingen und ehe die Nachmittagszeit anbrach, schellte jemand an der Tür. Juli war in der Zwischenzeit wieder zur Arbeit aufgebrochen. Vervain hatte, nach dem Juli und Lars das Haus verlassen hatte, sich ein erholsames Bad eingelassen und gereinigt. Den Rest der Zeit, war sie damit beschäftigt an ihrem Laptop ein paar Arbeiten zu erledigen. Doch nun war jemand gekommen und bat um Einlass ins Haus.
Vervain erhob sich von ihrem Schreibtisch, verließ das Zimmer und machte die Haustür auf.
„Hi!“, grinste sie Aurae an. „Ich bin jetzt zu Hause!“ Berichtete sie freudig, wobei sie auf der Stelle einen Sprung machte und Vervain freudig anlächelte.
Erst jetzt bemerkte die Gehörnte ein etwas größeres Fahrzeug, welches an der Straße auf dem Fußweg parkte. Das Gefährt war ein wenig größer als ein Familienauto, aber wesentlich kleiner als ein Pick Up.
„Du hast aber viele Klamotten!“, bemerkte die Schwarzhaarige, ein sanftes Lächeln umspielte ihre weichen Lippen.
„Ach was … das sind doch nur ein paar Sachen. Das meiste hab` ich … zurückgelassen. Ich brauch nicht viel, außer ein Bett, ein Tisch mit Stuhl und meine Klamotten.“, entgegnete Aurae lächelnd. „Magst du mir helfen? Dann wären wir schneller fertig.“
Vervain nickte ihr lächelnd zu und beide fingen an, das Fahrzeug zu entladen und die Möbel, welche Aurae mitgebracht hatte aufzustellen.
Am frühen Abend war der Umzug geschafft und das Zimmer eingeräumt. Während Aurae ihrem Reich den letzten Schliff gab, war Vervain dabei gewesen das Abendessen zu kochen. Nach dem sie dann fertig war mit kochen, rief sie Aurae zum Essen fassen.
„Ich bin gleich da!“, rief sie aus ihrem Zimmer. Es dauerte nicht mal fünf Minuten, da stand sie schon in einem recht legeren Outfit. Eine Trainingsjacke und eine Trainingshose aus Baumwolle in einem satten Grün. Ihr langes brünettes Haar fiel offen herab. Vervains Wangen wurden schlagartig dunkel und sie spürte, wie ihr Herz ihr bis zum Hals schlug.
Das mich sogar ihr Alltagsoutfit so aus der Fassung bringen würde. Was ist mit mir? erklang ihre innere Stimme fragend, während sie den Kochlöffel fest in der Hand hielt. Vor nicht mal einem halben Augenblick hatte sie noch den Inhalt umgerührt. Sacht schüttelte sie ihre Gedanken aus dem Kopf und klopfte den Löffel am Rand des Topfes ab.
Vervain legte den Löffel in die Spüle und angelte aus der Schublade eine Kehle heraus. Behutsam tauchte sie die Kelle in das Essen, rührte noch einmal um und verteilte das Essen auf die Teller.
„Lass uns im Wohnzimmer essen. Juli müssen auch bald kommen.“, schlug Vervain vor, während sie jedem von ihnen einen Teller vorbereitet. „Du kannst dich ja schon mal setzen, ich bring Besteck und das Essen mit.“
Gesagt getan, beiden setzen sich an den kleinen Tisch, der vor der Couch stand und fingen an, ihr Essen zu verzehren. Es dauerte, so wie Vervain es vorhergesehen hatte, nicht lange und auch Juli kehrte in das Haus zurück. Doch heute kam sie allein nach Hause. Sie holte sich, nach dem sie sich ihrer Arbeitskleidung entledigt und etwas Bequemes angezogen hatte, ebenfalls etwas zum Abendbrot und schloss sich den Beiden an. Es schien, dass die Drei, sich wunderbar verstanden und zu Freundinnen wurden.
Selbst nach dem sie ihr Abendessen zu sich genommen hatten, unterhielten sie sich noch eine ganze Weile, bis Juli Aurae vorschlug, ein heißes Bad zu nehmen. Sie selbst und Vervain kümmerten sich dabei um den Abwasch. Dann verabschiedete sich auch Juli und ließ Vervain allein in der Küche zurück. Sie räumte das letzte Geschirr weg und begab sich ebenfalls auf ihr Zimmer.
Als sie die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ, holten sie tief Luft und atmete lang aus.
Sie ist wirklich süß. hauchte die Stimme in ihrem Kopf. Vervain schloss die Augenlider und lehnte sich an die Zimmertür. Ihre Gedanken kreisten und immer wieder tauchten die goldenen Irden der Elfe, vor ihrem geistigen Auge auf, welche sie immer wieder anstrahlten. Diese süßen Augen! Ich versteh nicht, wieso ich muss ich ständig an sie denken. Es hilft nichts … Ich sollte ins Bett und schlafen. Morgen ist ein anstrengender Tag.
Mit diesem Satz beendete sie die geistige Konversation mit sich selbst, trat vor ihrem Spiegel und zog sich ihre Sachen an, welche sie zum Schlafen nutzte. Nachdem sie sich umgezogen hatte, verließ sie noch einmal ihr Zimmer, suchte das Badezimmer auf, um schlussendlich dann wieder in ihrem Zimmer das Bett zu besteigen.
Obwohl sie sehr müde war, wälzte sich Vervain in ihrem Bett hin und her. Sie fand kein Schlaf. Ihre Gedanken kreisten die ganze Zeit um Aurae. Sie griff mit der rechten Hand nach der Wasserflasche. Es war mittlerweile stockfinster geworden, und sie konnte nicht sehen, wo sie hin fasste. Nicht einmal der Mond, der sonst immer durch das Fenster schien und die Finsternis vertrieb, war heute zu sehen. Leise trommelte der Regen gegen die Fensterscheibe.
Plötzlich erhellte ein Blitz den Raum. Ein greller Lichtstrahl durchzog das Zimmer, und Vervain erschrak, zuckte innerlich zusammen. Sie hielt inne, blinzelte und versuchte, ihre Sinne zu ordnen. Nach einigen Momenten schien sie sich wieder gefasst zu haben und griff erneut nach der Wasserflasche. Doch als ihre Hand endlich die Flasche erreichte, stellte sie enttäuscht fest, dass sie leer war.
So ein Mist... hallte ihre Stimme in ihrem Kopf. Dann muss ich wohl aufstehen. Seufzend richtete sie sich auf, warf die Decke zu ihren Füßen und schwang sich mit einer fließenden Bewegung aus dem Bett. Ihre Füße berührten den Boden, und mit einem Ruck stand sie. Leise schlich sie zur Tür, drückte vorsichtig die Klinke hinab und schlich sich in die Küche.
Erneut fuhr ein greller Lichtstrahl durch den Raum, als sie in der Küche ankam. So unverhofft wie der Blitz den Raum erhellte, erschrak Vervain erneut. Doch anders wie vor einigen Minuten zuvor, war es nur von kurzer Dauer gewesen. Vervain betrat die Küche, ohne das Licht anzuschalten.
Zielsicher steuerte Vervain auf den Kühlschrank zu. Sie griff mit der rechten Hand nach dem Griff und öffnete die Tür mit einem sanften Ruck. Ihre Augenlider schlossen sich, als das grelle Licht sie blendete. Ein Moment der Dunkelheit, bevor sich ihre Augen an die Helligkeit gewöhnten. Erst dann griff sie nach der Karaffe mit dem gekühlten Tee.
Mit der Karaffe in der Hand drehte sie sich zur Arbeitsfläche. Die Kühlschranktür schloss sich mit einem Hüftschwung. Aus dem Hängeschrank nahm sie ein kleines Glas, goss sich behutsam etwas Tee ein und stellte die Karaffe vorsichtig auf die Anrichte.
Plötzlich weiteten sich ihre Augenlider. Etwas – oder besser gesagt, jemand – berührte ihren Rücken. Etwas Weiches. Etwas Rundes, das sie sowohl an der rechten als auch an der linken Seite spürte. Das, was sie berührte, presste ihr Shirt fest an ihren Rücken.
Vervain drehte leicht ihren Kopf zur Seite, um über ihre Schulter zu blicken. Doch in dem Moment, wo sie über ihre Schulter blickte, sah sie – nichts.
Vervain blinzelte, dann schüttele sie nur mit dem Kopf. Wieder wand sie sich ihrem Glas zu. Dann auf einmal spürte sie wieder an ihrem Rücken etwas. Wieder war es dieses Runde und Weiche etwas. Als hätte man ihr weiche Bälle gegen ihren Rücken gedrückt.
Erneut erschrak Vervain und riss dabei die Augenlider weit auf. Wieder drehte sie ihren Kopf so, dass sie über ihre Schulter blicken konnte. Nichts! Wieder war nichts zu sehen. Vervain hob die Augenbrauen an und starrte in die Leere. Niemand war hinter ihr. Niemand war da gewesen, um das mit ihr zu tun, was sie verspürt hatte.
Sie verharrte eine Weile so und starrte hinter sich. Zumindest so gut sie konnte. Dann ein heller Lichtstrahl der durch den Raum schoss. Das Zimmer wurde schlagartig erhellt und da stand sie. Eine dunkle Gestalt. Eine Gestallt die sich am Türrahmen lehnte und die Arme unter der Brust verschränkt hatte. Wieder ein Lichtstrahl und wieder erhellte sich der Raum.
Aurae! Aurae stand in er Tür. Vervain sah, wie sie die Hand zum Lichtschalter führte. Klick! Mit einem Schlag flutete das Licht den gesamten Raum.
„Was machst du denn hier mitten in der Nacht?“, fragte Aurae mit sanfter und hoher Stimme. Sie trug ein weißes langes Shirt, was bis knapp zu den Oberschenkeln reichte. Das Shirt war hauteng und definierte ihren sportlichen Körper. Auch ihre weiblichen Rundungen, wie ihre Brüste und ihren Po schmeichelte es sehr. Ihre brünetten Haare, waren etwas zerzaust. Sie schien bereits im Bett gewesen zu sein.
„Bitte entschuldige. Hab` ich dich geweckt? Ich bin wach geworden und wollte nur was trinken, aber dann hab` ich gemerkt das meine Flasche leer war.“, erwiderte Vervain mit leiser Stimme. Vervain nahm ihr Glas zur Hand und führte diese zu ihrem Mund. Sie trank einen kleinen Schluck.
„Ah … ich dachte du kannst bei Gewitter auch nicht schlafen.“, sprach Aurae sanftmütig lächelnd. Kaum hatte sie das ausgesprochen, rollte ein Donner über das Haus. Ein sanftes Beben erschütterte das Haus. Aurae zuckte zusammen. Sie zitterte einen Moment lang, dann schien sie wieder ihre Fassung wieder erlangt zu haben.
„Ein wenig habe ich schon Angst bei Gewitter. Es ist unheimlich, aber auf eine andere Art und Weise auch romantisch.“, gestand Vervain.
„Romantisch, sagst du?“, lächelte Aurae vielsagend. Dabei war in ihren Augen ein sanftes Strahlen zu sehen. Jedoch war es so schnell verflogen, wie es erschienen war.
„Ja, irgendwie schon. Ich mein, so ein Naturschauspiel ist doch was Schönes. Wenn man das auch noch mit jemanden teilen kann, könnte es doch was großartiges sein.“, erklärte Vervain mit einem verlegenen Lächeln. Darauf antwortete Aurae nicht direkt, sondern nickte ihr verstehend zu.
„Gibt es den jemand mit dem so ein schönes Naturschauspiel gemeinsam genießen kannst?“, unterbrach Aurae die Stille, die sich zwischen den Beiden eingeschlichen hatte. Aurae schien sich anzustrengen so natürlich wie möglich zu wirken. Doch selbst die Mühe die sie sich machte viel Vervain nicht auf.
„Ähm … Nein. Leider habe ich niemanden mit dem ich solches Ereignis erleben kann.“, flüsterte Vervain mit leiser Stimme, wobei sie den Kopf etwas senkte.
„Ich verstehe.“, meinte Aurae mit ruhiger Stimme. „Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Wir sehen uns morgen Früh.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Aurae und verschwand in der Dunkelheit. Vervain blickte Aurae hinterher und sah, wie sie aus dem Wohnzimmer ging und im dunklen Flur verschwand.
Vervain seufzte leise und senkte die Augenlider zur Hälfte. Ein langes und tiefes Seufzen entglitt ihr. Dann leerte sie ihr Glas und stellte dieses in das Spülbecken. Vervain schaltete das Licht aus, als sie die Küche verließ und schlich sich wieder in ihr Schlafzimmer.
Schnell sprang sie in ihr Bett, legte sich hin und zog ihre Bettdecke über ihren Kopf. Wieder schwirrten Gedanken. Wieder dachte sie nur noch an Aurae. Sie lag lange Zeit wach, dann schlief sie vor Erschöpfung ein.