Ein Herz auf meinem Wunschzettel

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Summary

Ein Wunschzettel. Ein CEO. Eine Weihnachtswoche voller Chaos, Zimt und Herzklopfen. Keila Meridith jongliert zwei Jobs, eine sechsjährige Tochter und einen leeren Kühlschrank kurz vor Weihnachten. Von Liebe oder Wundern hat sie längst genug gehört. Ryder Ventura dagegen lebt strukturiert, kontrolliert und allein. Bis seine Eltern ihm ein festliches Ultimatum stellen: Entweder er taucht zu Weihnachten mit einer Partnerin auf, oder die Firma geht an seine Schwester. Ein Deal scheint die Lösung. Doch was passiert, wenn plötzlich echte Wärme zwischen Wunschzetteln, Kinderschuhen und Plätzchenkrümeln entsteht? Und wenn aus „nur für eine Woche“ mehr wird, als irgendjemand geplant hat?

Genre
Romance
Author
Sarah
Status
Complete
Chapters
24
Rating
5.0 5 reviews
Age Rating
13+

Prolog – Lucy

Wunschbaum Allee, drei Wochen vor Weihnachten


Ich hab mir was gewünscht.

So wie jedes Jahr.

Nur… diesmal hab ich es auch aufgeschrieben.

Mama sagt, Wünsche sind wie Sterne. Man darf sie nicht festhalten, sonst zerbrechen sie. Und wenn man sie zu laut rausschreit, fliegen sie weg.

Ich hab meinen lieber geflüstert.

Und dann trotzdem aufgeschrieben. Ganz klein. Ganz unten.

Oben hab ich angefangen mit normalen Sachen:


Plätzchen, die nicht anbrennen

Ein neuer Schal, rot oder lila

Und dass Mama wieder so richtig lacht. So wie früher. Nicht nur ein bisschen.


Und dann…

Dann hab ich geschrieben:


„Vielleicht… ein Papa.“


Nicht einer mit Cape oder Zauberstab. Ich brauch keinen Superhelden.

Nur einen, der uns mag. Und bleibt.

Ich hab meinen Zettel mit Glitzer verziert, nur ein bisschen, und dann den Daumen ganz fest in die Ecke gedrückt. Ein gemaltes Herz, ein echtes. Also so halb.

Vielleicht spürt das Christkind den Abdruck.

In Merrydale gibt’s diese Wunschbaum Allee. Da hängen alle Kinder ihre Zettel hin. Die Bäume sind voll mit bunten Blättern und Lichterketten, und es riecht nach Tanne, Schnee und irgendwie nach Vanille.

Mama redet gerade mit Vivivan. Ich tu so, als würde ich mir nur die anderen Zettel anschauen.

Einer wünscht sich ein Einhorn. Einer schreibt „Bitte, dass Papa aus dem Himmel winkt“. Ich les nicht laut. Das macht man nicht bei anderen Wünschen.

Ich nehm meinen Zettel, geh auf Zehenspitzen und häng ihn ganz oben hin, neben einen mit Glitzersternen.

Dann tret ich zurück.

Schau hoch.

Und flüster ganz leise:

„Ich wünsche mir keinen perfekten Papa. Nur einen, der bleibt.“

Dann lauf ich zu Mama zurück. Ganz normal.

So, als wär nichts gewesen.

Aber vielleicht… hat ja trotzdem jemand zugehört.