Kapitel 1
Dieser One Shot enthält Spoiler!
Wer sowas nicht lesen will, bitte ich an dieser Stelle nicht weiter zu lesen!
Für alle anderen viel Spaß!
Noch eine kleine Info:
(D/N) = Dein Name
(N/N) = Dein Nachname
(DV/N) = Dein Vater Name
(BF/N) = beste Freundin Name
(D/AF) = Deine Augenfarbe
(D/HF) = Deine Haarfarbe
Meine liebsten Gefährten,
Schon seit über 500 Jahren hat sich meine Familie es zur Tradition gemacht blutrünstige Dämonen zu jagen und Menschenleben zu retten. Vorallem den ersten von ihnen zu töten.
Ich schreibe jedoch diesen Brief, um euch mitzuteilen, dass ich vor mehr als 200 Jahren einen Fehler begangen habe. Um die Tradition Muzan Kibutsuji zu töten, erfüllen zu können habe ich mir dessen Blut injiziert. Zuvor habe ich sein Blut mit einer erforschten Methode - die ich selber entwickelt habe - so manipuliert, dass ich nicht zum Dämon werden kann sondern langsamer alter.
Selbst in meiner verlängerten Lebenszeit ist es mir leider nicht gelungen, diese Tradition zu erfüllen. Es frustriert mich, auch zu wissen das er weiterhin Menschen tötet, jedoch ist dies nicht meine größte Sorge. Meine größte Sorge gilt dem Kind, das ich auf dieser Erde alleine lassen werde nach meinem Tod. Meine Tochter.
Dadurch das ich über die Jahre hinweg mir regelmäßig Kibutsujis Blut injiziert habe, hatte dies schlechte Auswirkungen, die mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst waren. Im Gegensatz zu mir, wurde sein Blut kein fester Bestandteil von dem meinen, sondern von dem meiner Tochter. Ihres und seines haben sich unwiderruflich vermischt. Zuerst dachte ich, es wäre ein Vorteil, ich dachte damit könnte ich ihn leichter aufspüren.
Doch mit der Zeit bemerkte ich, wie leichtsinnig ich doch war. Ich mag recht gehabt haben, dass meine Tochter mit ihm verbunden war und es immer noch ist. Doch ich hatte nicht berücksichtigt, dass sie durch sein Blut als Halbdämon geboren wurde und somit in seinem Visier geraten würde. Keine Sorge, diese Seite ist solange, sie nicht in Kibutsujis Nähe kommt deaktiviert. Auch habe ich mit Hilfe einer Stammesältesten, die sich mit Ritualen auskennt, dafür gesorgt dass der Bund den beide teilen so geschwächt ist, das er kaum vorhanden ist.
Ich habe gedacht so wäre sie vor Muzan Kibutsuji und anderen Dämonen sicher. Ich irrte mich. Desto älter sie wurde, desto schwächer wurde die Wirkung des Rituals und desto näher kam uns Kibutsuji. Um meine Tochter weiterhin vor Kibutsuji und dessen Einfluss zu schützen habe ich mich nochmals mit der Stammesältesten zusammen gesetzt und nochmals gelang es uns, ihren Bund zu Schwächen. Doch ich habe die Befürchtung es hält nicht lange. Ihr Bund ist sehr stark, zu stark, zu stark, um diesen länger zu unterdrücken.
Aus diesem Grund schreibe ich diesen Brief. Ich bitte um Hilfe und Schutz. Es ist mir bewusst, dass ich schon viel früher die anderen Dämonenjäger und Säulen informieren sollte, doch ich dachte ich hätte es unter Kontrolle. Ebenso ist mir bewusst, dass ich hätte meine Tochter töten sollen, doch mein Eigensinn und die Liebe zu ihr ließen es nicht zu. Sie ist keine Gefahr für die Menschheit, also bitte ich euch ihr nichts anzutun. Also bitte ich darum sie vor Muzan Kibutsuji und anderen Dämonen zu beschützen. Ich sende diese Bitte an alle Dämonenjäger aus.
Ihr Name ist (D/N) (N/N). Ich würde sie selber beschützen, wenn ich noch die Kraft dazu hätte, jedoch besitze ich sie nicht mehr. Ich spüre wie sich mein letzter Atemzug und auch Muzan Kibutsuji nähert. Mit diesen Brief lege ich das Schicksal und den Schutz meiner Tochter in euren Händen.
In Liebe
(DV/N) (N/N)
•••
„(D/N), es ist aufzustehen!“, hörst du deine beste Freundin nach dir rufen. Müde reibst du dir die Augen und drehst dich auf die andere Seite. Bevor du wieder davon schlummern kannst, spürst du wie du etwas gegen den Kopf bekommst. Es war nichts hartes, es war dennoch unangenehm. Grummelnd richtest du dich auf, um deine Freundin böse ansehen zu können. „Steh schon auf Schlafmütze. Du bist schon spät dran.“, meint sie zu dir und verschränkt die Arme vor der Brust.
„Schon gut.“, murrst du und stehst von deinem gemütlichen Bett auf. Kurz streckst du dich und gehst zu deinem Kleiderschrank, um dir aus diesem deine Klamotten für den heutigen Tag zu nehmen. „Ich bin unten und mache schon mal das Frühstück.“, teilt dir deine Freundin mit, ehe sie ohne auf eine Antwort von dir zu warten nach unten geht. Mit finsteren Blick siehst du ihr hinterher. Du bist überhaupt kein Morgenmensch, du bist ein wahrhaftiger Morgenmuffel, der wie im Buche steht.
Fertig angezogen marschierst du die Treppen nach unten, um in die Küche zu gehen. „Hey (BF/N), weißt du wo ich mein-“, fragst du und wirst im laufe der Frage leiser bis du sie stoppst. Deine beste Freundin befindet sich nicht, wie sonst in der Küche und bereitet euer Frühstück zu. „(BF/N)?“, sagst du verwirrt und betrittst eure Küche. Suchend blickst du dich um, jedoch hältst du inne als du plötzlich starke Kopfschmerzen bekommst. Um sie irgendwie verzweifelt zu lindern, hältst du dein Kopf fest und schließt die Augen.
Zu deinem bedauern wurde es jedoch nicht besser. Es wurde kurz schlimmer und dann waren sie so plötzlich weg, wie sie plötzlich kamen. Als du eine starke Präsenz spürst öffnest du die Augen. Diese Präsenz kommt dir aus irgendeinem Grund vertraut vor. Auch wenn du dir sicher bist sie zum ersten Mal wahrzunehmen. Du drehst dich um, um zu sehen wem diese Präsenz gehört. Als ein dunkelhaariger Mann mit hellem Teint und roten Augen direkt vor dir steht, keuchst du erschrocken auf. War das nur ein Traum?
„Du existierst also wirklich, (D/N)“, sagt er mit einem leichten Lächeln und streckt seine Hand nach dir aus, um das zu entgehen machst du einen Schritt nach hinten und stolperst dabei über etwas. Mit einem gedämpften Ton fällst du auf deinen Hintern und stöhnst schmerzerfüllt. Du hörst schnelle Schritte und siehst in das besorgte Gesicht deiner Freundin. „Was ist passiert? Alles okay mit dir?“, bombardiert sie dich mit Fragen und geht neben dir in die Hocke. Du nickst leicht während du dir die schmerzende Stelle reibst.
(BF/N) reicht dir ihre Hand und zieht dich auf die Beine. „Sag schon, was ist passiert?“, fordert sie dich und schaut dich mit besorgten Blick an. „Ich bin über irgendwas gestolpert und-“, du hältst inne als dir dieser Mann wieder in den Sinn kommt. „Und?“, erkundigt sie sich. „Ich weiß auch nicht so recht.“, gibst du ehrlich zu und siehst dich um. Sie seufzt und streicht sich durch ihre Haare. „Wie auch immer, lass uns jetzt frühstücken. Das bringt dich bestimmt auf andere Gedanken.“, meint sie und du nickst leicht.
•••
Nachdem du gefrühstückt hast, hast du euer gemeinsames Haus verlassen und stolziert zum Bahnhof. Wie jeden Morgen ist kaum eine andere Person, um diese Uhrzeit am Bahnhof. Die meisten sind sicher noch am schlafen oder hatten eine andere Transportmöglichkeit. Gähnend stellst du dich an dem Bahngleis. Doch auch wenn du müde bist, bist du aufmerksam. Vorsicht ist besser als Nachsicht, das ist dir schon immer klar gewesen. Schweigend siehst du dir deine Umgebung an, zu deinem Pech kannst du aber nicht viel erkennen, da der Neben viel zu dicht ist.
Du seufzt leise und schüttelst leicht den Kopf. „Ich bin wohl doch nur paranoid.“, sagst du dir selber. Jedoch hältst inne als du Geräusche hörst und gehst ohne groß darüber nachzudenken in Kampfposition. Als nur ein Fußgänger an dir vorbei geht, der dir einen perplexen Blick zu wirft, löst du deine Kampfposition und siehst ihm hinterher. Wenn das nicht mal unangenehm war, denkst du dir. „Okay, (D/N) bleib ruhig.“, sagst du zu dir selber. Dein Blick richtet sich auf die Lokomotive, die vor dir zu stehen bleibt. Immer noch angespannt betrittst du eines der Waggons und setzt dich auf einem freien Platz.
•••
Dampfend hält die Lokomotive am Bahnhof an und du verlässt mit anderen, wenigen Passagieren die Bahn und läufst geradewegs in die kleine Stadt. Obwohl die Straßen recht leer sind hast du das Gefühl beobachtet zu werden, kurz bleibst du stehen und drehst dich um, doch wie du erwartet hast war nichts zu sehen. Immer noch skeptisch gehst du weiter zu deiner Arbeitsstelle.
Als du den kleinen Laden betrittst, wirst du bereits freundlich von deinen Arbeitskollegen begrüßt. Du erwiderst ihren Gruß und gehst in die Umkleiden, dort ziehst du dir deine Arbeitsuniform an, die aus einem dunkelroten Kimono mit einem schwarzen Obi. Deine (D/HF) langen Haare steckst du hoch, damit sie dich während deinem Job nicht störten. Eigentlich hasst du diese Arbeitskleidung und findest sie unnötig, vor allem für deinen Beruf oder eher Neben job als Buchhändlerin.
Gerade nimmst du eine Schachtel und läufst zu den passenden Regal. „Oh, du siehst aber fertig aus.“, hörst du die Stimme deiner Kollegin und zuckst desinteressiert die Schulter. „Hast du ein Geist gesehen?“, fragt sie weiter und du siehst sie kurz an, ehe du ein weiteres Buch ins Regal stellst. „Kann man so sagen, vor allem kann ich seit Wochen nicht mehr richtig schlafen ohne Alpträume zu haben.“, gibst du niedergeschlagen zu und hältst deine Hand vor den Mund als du gähnst. Mitleidig sieht sie dich an. „Was für Träume sind das, (D/N)?“, erkundigt sie dich und reicht dir ein weiteres Buch.
„Naja es sind oft dieselben.“, beginnst du ihr zu erzählen. „Oft sehe ich mich mit einem Mann.“, erzählst du und lässt bewusst das Aussehen, vorallem die rotfarbigen Augen aus. „Oho, heißt das es ist dein zukünftiger Traumprinz?“, grinst sie dich an, weshalb du die Augen schmunzelnd verdrehst. „Oder liegt es doch eher daran, dass du schon lange nicht mehr hattest? Schließlich liegt deine letzte Beziehung-“, du unterbrichst sie in dem du ihr spielerisch gegen den Oberarm boxt, weshalb sie lacht. „Hör auf, das ist es ganz sicher nicht. Es-”
Die laute Stimme deines Vorgesetzten unterbricht dich und ruft deine Arbeitskollegin zu sich. Leise seufzt sie und winkt dir kurz zu, ehe sie davon geht. Du siehst ihr kurz hinterher, ehe du dich deiner Arbeit wieder widmest. Als du mit dieser Aufgabe fertig bist, gehst du ins Lager und nimmst die Bücher, die in einem Stapel gelegt auf den Tisch liegen. „Könnt ihr die nicht einräumen?“, beschwerst du dich und nimmst den Stapel. Mit dem Stapel in den Händen kehrst du zurück in den Laden.
Innerlich beschwerst du dich weiter über deine anscheinend unfähigen Mitarbeiter. Als du gerade dabei ist das drittletzte Buch ins Regal zu stellen, hältst du inne. Ein merkwürdiges Gefühl macht sich breit und du drehst dich zur Seite. Deine (D/AF) Augen weiten sich vor Schreck als du dich in den Armen des Mannes siehst, den du heute morgen und in deinen Träumen gesehen hast. Aus Schock lässt du die Bücher fallen, wie auf Knopfdruck fingen deine Kopfschmerzen wieder an. Vor Schmerzen hast du dein Gesicht verzogen und kippst zur Seite, weswegen du gegen das Bücherregal stößt. Einige Bücher fallen durch den Stoß zu Boden und du gehst in die Knie.
„Komm zu mir, (D/N).“, hallt es in deinem Kopf immer wieder.
„Nein.“, zischst du zu dir selber mit zusammen gebissenen Zähnen.
„Du gehörst zu mir.”
„Nein, sei still.“, befiehlst du.
„Dein Platz ist an meiner Seite.”
„Halt die Klappe!“, sagst du laut und aufgebracht. Erst als du spürst, wie du an die Schulter gepackt wirst zuckst du erschrocken zusammen und deine Kopfschmerzen waren gänzlich weg. Es fühlt sich an als wärst du aus einem Fiebertraum erwacht. Langsam erkennst du wer neben dir hockt. (BF/N). „(BF/N).“, hauchst du und streichst dir niedergeschlagen durch deine Haare. „Alles okay? Komm steh auf.“, sagt sie und zieht dich auf die Beine. „Was ist los? Du bist ganz blass, (D/N).“, meint sie und mustert dich besorgt. „I-Ich... Mir geht es nicht gut. Ich glaube ich gehe nach Hause.“, murmelst du und legst deine Hand auf die Stirn, um diese abzutasten. „Mach das, meine Schicht beginnt sowieso jetzt.“, stimmt sie dir zu.
Mit einem leichten nicken, wendest du dich von deiner Freundin ab und läufst zurück in die Umkleide, in der du dir wieder deine Klamotten anziehst und ziehst die Spange aus deinen Haaren. Locker fielen deine (D/HF) über deinen Rücken und ziehst dir gleich danach deinen langen Mantel über. Bevor du deine Arbeitsstelle verlässt, sagst du deiner Freundin bescheid, dass du nun gehst. Da es noch ziemlich früh ist, ist es draußen noch dunkel und der Nebel ist noch nicht ganz verschwunden.
Während du in Gedanken versunken den Weg zum Bahnhof folgst hörst du ein Geräusch und bleibst stehen, um zu hören ob es keine Einbildung ist und woher dieses Geräusch kommt. Als du stehen bleibst hörst du nichts und willst gerade weitergehen als das Geräusch wieder aufkommt. Horchend bleibst du stehen und konntest das Geräusch genauer hören. Es war ein schluchzen und darauf folgte ein Hilferuf. Ohne zu zögern um klammerst du dein Nichirin-Schwert und stürmst in die Richtung des Geräusches. Du hast dieses Schwert ständig bei dir, da dein Vater dir ständig eingetrichtert hat niemals nachlässig zu sein, auch wenn es sicher wirkt.
Als du an dem Ursprung des Geräusches kommst siehst du ein kleines Mädchen an der Wand, der abgelegen Gasse hocken und vor Angst zittern, während ihre große Augen die Gestalt vor ihr schreckhaft ansehen. Die Gestalt vor ihr bemerkt dich und hat sich zu dir umgedreht, nun erkennst du es auch, um die Gestalt handelt es sich um einen Dämon.
„Sieh an, da verspeise ich wohl heute zwei Menschen.“, sagt er freudig. „Vergiss es.“, zischst du und ziehst dein Schwert hervor, bevor der Dämon noch irgendwas sagen kann bist du nach vorne geflitzt und hast mit einem einfachen hieb seinen Kopf vom Körper geschlagen. Einen halben Meter vor dem Mädchen bleibst du stehen und drehst dich zum Dämon um, der langsam in Asche verfällt. „Hmm, ich muss schon sagen, obwohl es schon lange her ist das ich zuletzt ein Dämon erledigt habe, habe ich es doch noch drauf.“, lobst du dich selber und klopfst dir innerlich vor Stolz auf die Schulter.
Schnell wirst du wieder ernst und steckst dein Schwert zurück. „Alles in Ordnung?“, fragst du und kniest dich zu dem Mädchen. Mit großen Augen sieht sie dich an, du erwiderst ihren Blick mit einem freundlichen Lächeln. „Alles in Ordnung, du bist jetzt in Sicherheit. Wie heißt du?“, fragst du und musterst das Mädchen. Sie scheint zum Glück nicht verletzt zu sein.
Das Kind scheint aus ihrem Schockzustand wieder aufzuwachen und nickt leicht, ehe sie sich langsam aufrichtet. „Dankeschön, dass Sie mein Leben gerettet haben.“, bedankt sie sich und lächelte dich an, auch wenn es ihr wohl sehr schwer fiel durch den Schock. „Ist schon in Ordnung. Ich begleite dich na-“, bevor du fortfahren kannst spürst du eine starke Präsenz, weshalb du das Mädchen zur Seite schubst und dein Schwert wieder hervor ziehst, um den Angriff abzublocken.
„Oh nicht schlecht. Das sind gute Reflexe für einen Menschen.“, hörst du die weibliche Stimme sagen und drehst dich in die Richtung, um den Dämon anzusehen. Sie hat lange Haare, trägt nur Reizwäsche und Schuhe mit einem großen Absatz. Außerdem scheint sie mit ihrem Gürtel anzugreifen. „Ihr Dämonen seid wirklich verdammt nervig.“, beschwerst du dich und verhinderst einen weiteren Angriff. „Sei still!“, keift die Dämonin. Als du ansetzt um einen weiteren Angriff abzublocken, hast du einen Band von ihrem Gürtel übersehen und wurdest gegen die Wand geschleudert.
Die Wand bekommt durch euren Kontakt eine Delle und einige Stücke der Mauer bröckelten von der Wand runter und auf dich drauf als du auf dem Boden liegst. Schmerzerfüllt keuchst du und rappelst dich auf, dabei tropft Blut von deiner Stirn auf einen deiner Hände mit der du dich auf den Boden abstützt. „Das tat weh.“, nuschelst du und wischst dir das Blut von deiner Stirn, ehe du die Dämonin mit bösen Blick anstarrst. Als du ein quiekendes Geräusch hörst, schaust du in die Richtung und siehst das Mädchen, das immer noch an Ort und Stelle sitzt und geschockt euch ansieht. Scheiße, du hättest fast vergessen, dass du nicht alleine bist. „Lauf weg!“, schreist du.
Das Mädchen blickte schockiert in deine Richtung. „Na los! Beweg dich!“, befiehlst du ihr. Geschockt sieht sie dich an, jedoch rappelt sich auf und läuft davon. „Oh, hast du etwa gedacht ich wäre hinter der Göre her?“, fragt sie und dreht ihren Kopf wieder zu ihr. „Dabei bin ich doch die ganze Zeit hinter dir her.”
„Was für eine Ehre. Aber das war mir irgendwie klar, ich dachte wäre doch besser, wenn wir ungestört sein könnten.“, erwiderst du und setzt ein gespieltes Lächeln auf. Dabei musterst du sie. Sie hat eine starke Aura, viel stärker als der Dämon von vorhin und zuvor hast du sie nicht bemerkt also muss sie ein zunehmender Mond sein. Selbst als aktive Dämonenjägerin bist du zuvor nie einem zunehmenden Mond begegnet. „Hey, bist du ein zunehmender Mond? Wenn ja musst du viele Menschen schon verschlungen haben, sag mal, wie ist das so unschuldige Menschen zu töten?”
Verwirrt sieht sie dich an. „Was redest du denn da? War der Aufprall etwa zu hart und deswegen hast du einen Dachschaden?“, erwiderte sie belustigt. Ein leichtes Lächeln bildet sich auf deinem Gesicht und du gehst in Kampfposition. „Vermutlich, aber ich dachte, ich frage einfach mal bevor ich dich vernichte.”
Sie lacht böse und legt den Kopf mit finsteren Blick schief. „Weißt du nicht wen du vor dir hast? Ich werde dich fressen aber keine Sorge, ich werde dich nie vergessen. So eine unverschämte Beute, wie dich hatte ich zuvor noch nie.“, erzählt sie dir. „Ach ja? Du bist ja ein sehr netter Dämon. Jedoch hast du einen Fehler gemacht...“, sagst du und konzentrierst dich auf deine Atmung. „Ach ja und der wäre?”
„Einen Dämonenjäger aus dem ruhestand zu holen.“, antwortest du und umgreifst dein Schwert fester. Flammen entspringen dein Schwert und lässt deine Aura etwas an Stärke zunehmen. Die Dämonin sieht dich geschockt an aber fasst sich schnell. „Du hast die ganze Zeit deine Aura so schwach wirken lassen? Was bist du?“, zischt sie empört und lässt die Bänder auf dich zischen, die du während du auf sie zugehst abwehrst. „Wie schaffst du das? Du bist keine Säule oder?”
„Nein, bin ich nicht. Auch wenn ich eine werden könnte. Eigentlich wollte ich nichts mehr mit euch Dämonen zutun haben, aber ihr scheint ja magisch von mir angezogen zu werden, da bleibt mir schlecht eine Wahl nicht weiter mit einem Schwert rumzurennen, nicht?“, erzählst du und durchtrennst mehrere Bänder mit einem Hieb. Da du dich zu überlegen fühlst, hast du einen weiteren Angriff übersehen und wirst auf eines der Dächer geschleudert. Durch den Aufprall lösten und bröckelten einige Dachplatten ab und fielen mit einem scheppernden Geräusch auf den Boden.
Kurz wurde dir schwarz vor Augen, doch du fängst dich schnell wieder und weichst auf die andere Seite als sie fast auf dich gelandet wäre. Dabei fielen wieder mehrere Dachplatten vom Dach. Zum Glück ist diese Gasse so gut wie verlassen und es leben kaum bis gar keine Menschen dort. Da kannst du dich ohne Rücksicht verteidigen, immerhin eine gute Sache. „Du hast wirklich gute Reflexe, glaube mir wenn ich das sage, dann kannst du dich geehrt fühlen.“, meinte sie und zieht ihre Hand zurück, ehe sie sich aufrichtet und ihre Hand bewegt, um die Stücke der Platten von ihrer Hand zu lösen.
„Sei still, dein Lob interessiert mich nicht.“, gibst du schwer atmend von dir. Dein Rücken schmerzt höllisch, eigentlich dein ganzer Körper und es fällt dir schwer überhaupt gerade zu stehen. Dazu die Wunde an deiner Stirn, die immer noch blutet, setzt dir zusätzlich zu. Du streichst dir wieder über die Stirn, um das Blut wegzuwischen, das über deine Augen geflossen ist. „Sei nicht so frech. Ein Vorschlag, wie wäre du kommst brav zu mir und ich töte dich schnell? Da ersparst du uns beiden diesen schon längst entschiedenen Kampf.”
„Es ist noch lange nichts entschieden.“, erwiderst du und stellst dich gerade hin. Die Dämonin lacht falsch. „Kannst du nicht einfach, wie meine andere Beute die Klappe halten und sterben?“, zischt sie angespannt. „Wäre doch zu langweilig.“, erwiderst du mit einem halbherzigen Lächeln. Alleine einen zunehmenden Dämonenmond zu töten ist wirklich schwierig, dazu kannst du auf Unterstützung verzichten immerhin bist du keine aktive Dämonenjägerin mehr. Da bleibt nur eins, genau die Methode, die du nie mehr machen wolltest aber wenn du lebend raus kommen willst, dann musst du es tun. Du musst deine ganze Aura freisetzen.
Du schließt deine Augen und konzentrierst dich auf deine Atmung, dabei umklammerst du dein Schwert noch fester, so fest das deine Fingerknöchel weiß erscheinen. Selbst du spürst, wie sich deine Aura verändert. Deine Aura hat sich in Flammen verwandelt, ausgebreitet und umgeben nun deinen ganzen Körper. Du öffnest deine Augen und siehst die Dämonin an. Selbst in deinen (D/AF) Augen spiegelt sich das Feuer deiner Aura wieder.
„Was... Deine Aura ist anders als vorher und...“, die Dämonin hält inne und sah dich mit gemischten Emotionen an. „Du bist also die ich suchen soll!“, schreit sie plötzlich, doch du lässt dich nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Innerlich bist du nicht sicher, weshalb ein zunehmender Mond dich sucht aber das kannst du immer noch später herausfinden. „Jetzt werde ich dich töten.“, verkündest du und sprintest auf sie zu. Mit großem Augen sieht sie dich an als du das Schwert hebst, um ihren Kopf abzuschlagen. Kurz bevor du das umsetzen kannst macht sich ein krampfartiger Schmerz in deiner Brust breit, weshalb du unaufmerksam bist und die Dämonin die Chance nutzt, um auszuweichen.
Du drückst dir deine Hand auf die Brust und gehst in die Knie. Noch nie zuvor hattest du solche Herzschmerzen. Was war los mit dir? Zuerst diese Kopfschmerzen und jetzt Herzschmerzen. Bekommst du etwa einen Herzinfarkt? Du musst dich zusammenreißen sonst bist du verloren, schließlich ist immer noch diese verdammte Dämonin da. „Interessant. Schon ironisch, ich dachte das wäre mein letzter Atemzug und jetzt hat sich wieder das Blatt gewendet.“, meint sie und kommt auf dich zu. „B-Bleib von mir fern.“, warnst du sie mühevoll. Es ist schwierig mit krampfartigen Schmerzen in der Brust überhaupt zu reden und sich zu konzentrieren.
„Genau, aus diesem Grund seid ihr Menschen uns nicht gewachsen.“, redet sie weiter und streckt seine Hand nach dir aus, trotz der Schmerzen hebst du dein Schwert wieder an und schaffst es beinahe ihr die Hand abzuschlagen. „Fass mich nicht an!“, keifst du schwer atmend und krümmst dich wieder vor Schmerzen. Bevor du reagieren kannst hat sie dich mit ihrem Gürtel umwickelt und somit dir deine Bewegungsfreiheit genommen. „So ist es doch gleich angenehmer oder?“, fragt sie dich und zog die Bänder enger zusammen, so dass du das Gefühl hast gleich zu ersticken. Du willst schmerzerfüllt aufschreien, da sie den Gürtel immer enger um dich zieht, jedoch kommt nur ein gedämpfter Ton aus deinem Mund raus durch das Band, das sie als Knebel benutzt.
Du wirfst ihr einen Todesblick zu, den sie mit einem sadistischen und triumphierend Lächeln erwidert. „Meister Muzan sagt er will dich lebend, aber er erwähnte nicht in welcher Verfassung er dich sehen möchte.“, meint sie und streicht mit ihrem Fingernagel über deine Wange und kratzt dabei deine Haut auf, du spürst wie dir dein warmes Blut bis hin zum Kinn läuft. Sauer umklammerst du dein Schwert fester, doch in deiner jetzigen Lage kannst du dein Schwert nicht benutzen. „Ich bringe dich dann jetzt zu meinem Meister und erhalte eine Belohnung für dich.“, meint sie freudig. Scheiße, was soll ich jetzt machen?, geht es dir panisch durch den Kopf.
Du kannst dich nicht bewegen und alleine befreien. Wenn du nur noch ein aktives Mitglied wärst und nach Verstärkung gebeten hättest, wäre es wohl nie so weit gekommen. Außerdem was meint sie damit ihren ‘Meister’ möchte dich sehen? Ist das etwa dieser Mann, den du in deinen Visionen siehst? Wenn ja, weshalb ist er hinter dir her?
Plötzlich geschieht alles so schnell, sodass du dir nicht sicher bist, ob es nur Einbildung ist als ein junger Mann die Bänder durchtrennt mit der sie dich gefangen hält und du kurz danach von einem Blondschopf aufgefangen wirst, ehe ihr auf den steinernen Boden landet. Schmerzerfüllt keuchst du auf, jedoch geht es dir besser als den blond haarigen Kerl, der unter dir auf den Boden liegt und sehr mitgenommen aussieht.
Wer sind diese Kerle? Während du dich aus den lockeren Bändern befreist, schaust du zu dem Jungen auf, der den Gürtel zerschnitten hat neben ihm ist mittlerweile ein anderer Mann aufgekreuzt mit einer Wildschweinmaske. Zu sehr du dich auch versuchst zu konzentrieren, wird dir zunehmend schlechter und schwarz vor den Augen. Du bist dir ganz sicher, dass das mit vorhin zutun hat. Wer weiß, was sie dir ein gequetscht hat, dennoch war das alles andere als ein guter Zeitpunkt. „Glaub mir ja nicht, dass du mir so schnell entkommst!“, hörst du noch ihre Stimme bevor du das Bewusstsein verlierst.
•••
Nach drei Versuchen öffnest du die Augen, jedoch schließt du sie wieder, da du verschwommen siehst und dir kurz wieder schwarz vor Augen wurde. Als du sie wieder öffnest kannst du klar sehen und zunehmend werden deine Gedanken wieder klarer. Automatisch willst du nach deinem Schwert greifen, doch statt das kühle Metall spürst du nur weichen Stoff. Verwirrt und nervös richtest du dich auf und siehst dich um. Du warst in einem freundlich gestalteten Raum, statt auf der Straße und deine Klamotten, genau sie dein Schwert lagen auf einem Holztisch.
Du schlägst die Decke zur Seite und stehst auf, dann läufst du langsam zu einem Spiegel. Lange musterst du dich in dem riesigen Spiegel, deine (D/HF) Haare fielen in sanften Wellen und du trägst ein knielanges Nachthemd, dazu wurden deine Wunden versorgt. Waren das etwa diese Jungen? Nein, du darfst nicht nachlässig sein. Wer weiß schon, wer diese Fremden sind? Da du immer noch angeschlagen bist und deine Rippen schmerzen tapst du langsam zum Holztisch und nimmst dir deine Anziehsachen, wie auch dein Schwert und legst dir alles wieder an.
Leise öffnest du die Tür des Zimmers und schleichst dich hinaus, dabei hältst du fest den Griff deines Schwertes. Du kannst dich nur an wenigen Bruchstücke erinnern und bist dir nicht sicher, wo du bist aber du wirst es noch herausfinden. Als du leise den Flur schleichst siehst du eine riesige Tür, hoffnungsvoll das es der Ausgang ist legst du deine Hand auf den Türgriff.
„Du solltest noch nicht aufstehen.“, hörst du eine weibliche Stimme, sofort lässt du den Griff los und drehst dich schnell um, dabei hältst du die Spitze der Klinge auf die Frau gerichtet. Eine Frau mit hellen Teint, langen hochgesteckten braunen Haaren und sanften lilanen Augen anschaute. Neben ihr taucht ein junger Mann mit hellen grünen und schwarz schattierten Haaren. „Ihr seid Dämonen, gibt mir einen guten Grund wieso ich euch jetzt nicht töten sollte?“, fragst du ernst und siehst abwechselnd zu beiden. „Bitte, beruhige dich bei deinem jetzigen Zustand ist das alles andere als fördernd.“, redet die Frau auf dich ein. Wütend stampfst du auf die zu und drückst die Seite an ihrem Hals. „Du hast mir gar nichts zu sagen.”
„Lass sofort meine Herrin in Ruhe!“, sagt der junge Mann und möchte dich packen, doch die Frau hält ihn zurück. „Yushiro, halt dich zurück.“, mahnt sie. Er nickt leicht und stellt sich wieder an seinem vorherigen Platz. Dir ist das Ganze viel zu suspekt und du bist kurz davor ihr den Kopf abzuschlagen. „Warte! Sie gehören zu uns!“, hörst du eine Stimme rufen. Du hältst inne und siehst zu dem jungen Mann, der mit zwei weiteren zu euch drei sprintet. Verwirrt Blick siehst du zu dem Jungen mit der riesigen Narbe auf der Stirn, einen blondhaarigen und einen halbnackten mit einer Schweinemaske über den Kopf gezogen. Du weißt nicht zurecht, was du von dem ganzen halten sollst.
„Bitte, nimm die Waffe runter.“, bittet dich der dunkel rothaarige Mann. An der Uniform und seiner Aura spürst du, dass er ein Dämonenjäger ist, weshalb du zögerlich das Schwert sinken lässt und es dann wieder wegsteckts. „Geht es dir gut?“, fragt er dich mit einem freundlichen Lächeln. „Wer seid ihr?“, erwiderst du seine Frage ignorierend und mustert die Gruppe. Wer hätte gedacht, dass du mal so eine Gruppe sehen würdest? „Mein Name ist Tanjiro Kamado.“, stellt er sich vor und deutet auf die Kiste, die er auf seinen Rücken trägt, „Und das ist Nezuko Kamado, meine Schwester.”
Verwirrt musterst du ihn. Weshalb trägt er seine Schwester auf den Rücken? Ist das etwa ein Trend geworden? „Mein Name ist Zenitsu Agatsuma.“, stellt sich der blondhaarige vor, weshalb dein Blick von Tanjiro zu ihm schweifte. „Und ich bin noch Single.“, fügt er noch hinzu und zwinkert, worauf du ihn verstört ansiehst. Was will der bitte von dir? „Ich bin Inosuke Hashibira und ich bin der Anführer.“, stellt er sich stolz vor. „Du bist nicht der Anführer!“, schreit Zenitsu aufgebracht. Mit einem leichten Schmunzeln beobachtest du den Streit der beiden und wie Kamado versucht sie zu beruhigen.
„Wie wäre es ihr würdet mir mal verraten, weshalb ich überhaupt hier bin?“, fragst du und siehst alle auffordernd an. Es ist zwar lustig, den Streit zu zuschauen aber du willst auch eine Antwort haben. Die drei hören auf zu streiten und die zwei Dämonen drehen sich zu dir um. „Wir sind hier, um dich zu beschützen, (D/N).“, antwortet Tanjiro. Blinzelnd siehst du sie an. Hast du dich etwa verhört? Vor Allem diese drei wollen dich beschützen? „Ihr wollt mich beschützen? Vor was denn?“, willst du wissen und legst den Kopf etwas schief.
Die drei scheinen stark zu sein und wirken als hätten sie schon viele Erfahrungen gesammelt, was einen Kampf gegen Dämonen angeht. „Nun ja. Es ist schwer zu sagen.“, murmelt Tanjiro und kratzt sich den Hinterkopf. „Du trägst das Blut von dem ersten Dämon in dir.“, sagt der halbnackte Wildschweinjunge. Verwirrt über die Antwort siehst du die drei an. „Inosuke, wir wollten ihr das schonend sagen!“, schimpft Tanjiro. „Wieso denn? Wir sollten sie auf der Stelle bekämpfen, Kamaboko Gonpachiro.“, erwidert er. „Ich heiße Tanjiro! Wie oft denn noch? Und nein wir wollen sie beschützen!”
„Beruhigt euch beide!“, mischt sich der blonde ein. Daraufhin versucht die Dämonin und ihr Begleiter sich einzumischen. Du nimmst tief Luft und schließt die Augen, genau das ist einer der Gründe, weshalb du alleine arbeitest. Außerdem was reden sie da? „Schnauze!“, schreist du. Weshalb alle still sind und dich anschauen. „Was fällt dir ein, sowas zu meiner Herrin zu sagen?“, zischt der Dämon und erdolcht dich mit seinem Blick. „Entschuldige aber diese Situation ist einfach gerade zu verrückt und ich will antworten also still jetzt.“, meinst du mit ernsten Blick.
Bevor dir jemand anderes ins Wort fallen kann, beginnst du schnell zu sprechen. „Also was hat dieser halbnackte Wildschweinjunge da gesagt?“, fragst du und siehst alle abwechselnd an. „Ich schätze wir sollten es in Ruhe klären und das in einem anderen Raum.“, sagt die Frau, weshalb alle nicken und ihr folgen. Du zögert aber folgst ihr dann ebenfalls in einem gemütlichen Raum und siehst das Tanjiro seine Kiste abstellt und darauf ein Mädchen mit langen dunklen Haaren herausklettert. Auch eine Dämonin und das muss wohl Nezuko sein, seine Schwester, geht es dir durch den Kopf und du setzt dich, wie alle anderen auf den Boden.
„Also?“, fragst du in die Runde und schaust alle auffordernd an. „Was meint der halbnackte Wildschweinjunge mit vorhin?“, fragst du. „Mein Name ist Inosuke und nicht ‘halbnackte Wildschweinjunge’!“, schimpft er mit erhobenem Zeigefinger und ist dir dabei nahe gekommen. Mit neutralen und unbeeindruckten Gesicht schaust du ihn an. „Ich heiße Inosuke Hashibira!“, fügt er aufgebracht hinzu. „Inaske?“, fragst du gespielt als hättest du seinen Namen vergessen. „Inosuke!”
„Sag ich ja, Inaske”, wiederholst du mit einem leichten schmunzeln, was ihn nur noch mehr aufregt. „War nur Spaß. Im Gegensatz zu dir kann ich mir gut Namen merken.“, erwiderst du gelassen und nippst an die Tasse Tee, die Tamayo zuvor zubereitet hat. Kurz sieht er dich stumm an, zumindest vermutest du es, da du durch die Maske nicht siehst wohin er schaut. Schneller als du reagieren kannst ist er zwischen seine Freunde gehuscht und hat sie um Zenitsu und Tanjiro gelegt und presst sie an sich. Dabei macht Zenitsu ein gequältes Gesicht und Tanjiro lacht. „Kanjiro und Zeni, ich kann mir eure Namen sehr gut merken, nicht wahr?”
„Lass los du erdrückst mich!“, schnauft Zenitsu und läuft rot an. Mit gekräuselter Stirn schaust du die drei an. Hat man entweder drei Idioten zu deinem Schutz geschickt? Wenn das nicht mal dein Todesurteil ist. Inosuke lässt die beiden los und richtet sich auf, dabei drückt er seine Brust raus und schaut dich wohl triumphierend an. Du verdrehst leicht deine Augen. „Du bist vom besonderen Blute.“, meint die Dämonin plötzlich und du siehst sie an.
„Ihr meint weil ich aus einer alten Dämonenjäger Familie stamme?“, fragst du und hoffst innerlich, dass es das ist, was sie meint. „Nein, wie ich sagte, du bis-“, sagt Inosuke und wurde unterbrochen als ihn Zenitsu zum Verstummen bringt, indem er ihn den Mund zuhält oder es eher versucht. „Ich finde dieser Zettel ist aufklärender.“, meint Tanjiro und zieht einen verschlissenen gefalteten Zettel hervor und überreicht ihn dir. Zögerlich nimmst du ihn an dich und faltest diesen auf. Die Schrift kommt dir sehr bekannt vor. Langsam beginnst du dir den Brief durch zu lesen.
Bei jedem weiteren Wort verkrampfen sich deine Hände fester um das Papier und du liest es immer wieder durch. Nein, das darf nicht wahr sein! Das muss einfach ein Scherz sein aber jetzt macht es Sinn. Alles was passiert ist macht jetzt Sinn! Dir wird bei dem Gedanken schlecht und du kannst spüren und hören, wie dein Herz schneller schlägt und dein Blut rauschend durch deine Adern fließt. Es ist als wäre deine Welt in sich zusammengebrochen, jedoch ist sie zusammengebrochen und du kannst wohl nie wieder zurückkehren. Mit gesenkten Blick und schweigend gibst du dem Zettel Tanjiro wieder, der dich mit mitleidigen und traurigen Gesichtsausdruck ansieht.
„Deshalb seid ihr also hier?“, fragst du und hebst deinen Blick wieder. „Ja, das sind wir. Jedoch wissen wir nicht, wie es deinem Vater geht und andere Dämonenjäger müssten den Brief mittlerweile auch erreicht haben.“, erzählt dir Tanjiro und du nickst leicht. „Keine Sorge, wir werden dich beschützen.“, sagt Tanjiro zuverlässig und streicht kurz über den Kopf seiner Schwester. Du seufzt leise und stützt deinen Kopf auf deine Hand ab. Du hast da so deine Zweifel. „Außerdem... Nun ja, wir haben uns gedacht du kannst uns helfen.“, murmelt Tanjiro und du setzt dich wieder gerade hin. „Worum geht es denn?”
Tanjiro zögert und sieht kurz zu Nezuko. „Komm schon, sag es ruhig. Ich bin mit dem Ultrabösen verbunden und alle sind hinter mir her als hätte ich eine Zielscheibe auf den Rücken, da kann es doch nicht schlimmer werden.“, scherzt du und schüttelst leicht den Kopf. Verdammt, du sollst mit diesen Scherzen aufhören, gerade jetzt brauchst du einen klaren Verstand. „Wir haben die Vermutung, dass wir durch Muzan Kibutsuji ein Heilmittel entwickeln könnten, das aus Dämonen wieder Menschen macht.“, meint die Dämonin und du schaust zu ihr.
„Naja, das kommt unerwartet.“, murmelst du und leerst mit einem zug die Tasse Tee. „Wäre das denn möglich?“, zögerst du und schaust zu ihr. Sie nickt. „Ja, wenn wir dein Blut genauestens untersuchen.“, antwortet sie dir und du hälst inne. „Mein Blut? Aber ich dachte-”
„(D/N), hast du ab und zu starke Kopfschmerzen, abwechselnd oder gleichzeitig mit starken Schmerzen in der Brust?“, fragt dich Tamayo. Mit großen Augen siehst du sie an. Woher weiß sie das? Nur (BF/N) weiß davon und bei ihr hast du bisher nie etwas erwähnt. Bist du vielleicht auch einfach zu naiv? Jedoch nickst du leicht zur Antwort.
„Das ist dein Bund, den du mit Muzan Kibutsuji teilst. Deine Dämonenseite und das Blut, das durch deine Adern fließt spürt seine Nähe und sehnt sich nach ihm. Es will die Verbindung und deine Macht ausgeschöpft haben. Ihr beide seid praktisch, wie zwei Puzzleteile, die einander brauchen um vollständig zu sein. Dazu dass ihr beide das identische Blut habt, bist du ihm näher als jeder andere Dämon zuvor, egal wie viel Blut man von ihm bekommt, du übertrifft es vom weiten und dazu das du damit geboren bist, ist ein Phänomen. Ihr beide seid euch ähnlich, vielleicht ähnlicher als du denkst.“, erklärt sie.
Mit geweiteten Augen siehst du die Dämonin an. Er und du sollen sich ähnlich sein? Du spürst seine Nähe? Nein, das kann nicht sein. Obwohl auf deiner Arbeitsstelle, diese Stimme, was das etwa seine? „Ich habe wohl wirklich eine Verbindung zu ihm.“, sagst du und siehst sie an, „Jedoch bin ich auf keinen Fall wie er. Er tötet Menschen, nicht nur als Nahrung sondern auch, weil es ihm wahrscheinlich Spaß macht. Ich töte Dämonen zum Schutz von Menschen, nicht weil es mir Spaß macht.“, fügst du ernst hinzu, jedoch hältst du inne.
„Darauf wollten wir nicht hinaus. Es tut uns leid, wenn für dich beleidigend rüber kam.“, entschuldigt sie sich aufrichtig. Du bist dir selber nicht sicher, wieso du so gerzeit reagiert hast. Denn normalerweise wirst du nicht so schnell wütend und du weißt das sie nicht darauf hinaus wollten. Liegt das vielleicht an die Verbindung oder etwas anderes. „Schon in Ordnung. Ich hätte mich nicht so aufregen sollen. Worum geht es denn?“, winkst du ab und wechselst das Thema. „Wir denken das wir aus deinem Blut ein Heilmittel gegen Dämonismus schöpfen können, (D/N).“, antwortet Tanjiro und sieht kurz zu Nezuko und dann wieder zu dir.
„Aus meinem Blut?”
„Ja, wie schon erwähnt fließt durch deine Adern Muzan Kibutsujis Blut, da ist die Wahrscheinlichkeit höher dass wir Ergebnisse erzielen als bei Dämonen, die viel von seinem Blut bekommen.“, erklärt Tamayo mit ruhiger Stimme. „Wäre das wirklich möglich?“, willst du wissen. Das wäre wirklich unglaublich und vor allem hätte Tanjiro seine Schwester wieder zurück, denkst du dir und siehst zu den beiden Geschwistern. Nezuko hat ihren Kopf an seine Schulter abgelegt und Tanjiro streicht ihr durch ihre Haare. Ein leichtes Lächeln macht sich auf deinem Gesicht breit. Immerhin hätten diese beiden ein Happy end.
„Ich gebe euch einen Teil meines Blutes und bitte darum das ihr mich auf den laufenden haltet.“, sagst du entschlossen. „Wir danken dir. Ich würde dir dann jetzt Blut abnehmen, sofern es immer noch in Ordnung ist?“, fragt sie dich, um sicher zu gehen dass dein Wort noch steht. Zustimmend nickst du und stehst auf. „Gut, dann folge mir. Ich nehme dir in einem Praxisraum Blut ab.“, erklärt sie und du nickst wieder. Während du zu ihr gehst macht sich ein mulmiges Gefühl in dir breit und deine Kopfschmerzen sowie Herzschmerzen machen sich wieder bemerkbar, doch diesmal war es anders. Sie waren stärker und ein fremdes Gefühl macht sich breit.
Du bist so überfordert, dass du zu Seite kippst und dich an die Wand abstützen musst. Nur flüchtig im Augenwinkel siehst du, wie die anderen zu dir laufen, um dich aufzufangen als dir schwarz vor die Augen wird.
•••
Es ist dunkel und fühlt sich auf seltsame Weise angenehm warm an. Was ist passiert? Verwirrt blinzelst du und siehst dich um. Du kennst diese Umgebung. Aber woher? Konzentriert siehst du dich genauer um. Dann fiel es dir wie Schuppen von den Augen, das ist deine Arbeitsstelle! Aber was machst du hier? Du bist doch nachhause gegangen, weil es dir nicht gut ging. Perplex drehst du dich um und sieht (BF/N) im Gang stehen und einige Bücher aussortieren. Träumst du etwa?, geht es dir durch den Kopf. Ohne weiter drüber nachzudenken gehst du auf sie zu, jedoch hältst du inne und drehst dich in die Richtung als sich Schritte näherten. Deine (D/AF) weiten sich vor Schreck als du die Person erkennst.
„Entschuldigen Sie bitte.“, erregt die Person die Aufmerksamkeit deiner Freundin. (BF/N) dreht sich um. „Ja, wie kann ich Ihnen helfen?“, fragt sie den Mann freundlich. Dein Herz klopft vor Aufregung in deiner Brust, während du die beiden sprechenden ansiehst. Das ist er. Das ist Muzan Kibutsuji. „(BF/N), rede nicht mit ihm! Du musst weg laufen.“, versuchst du sie zu warnen dabei willst du ihr Arm packen, dich deine Hand ergreift nichts. Verwirrt siehst du deine Hand und dann sie an. Bist du etwa ein Geist? Oder ist das eine Vision. Du siehst auf die große Wanduhr. 7:24 Uhr. Dann siehst du auf deine Armbanduhr. Sie zeigt 7:04 Uhr an. Moment, das ist doch die Uhrzeit an der du Tamayo folgen wolltest. Ist deine Uhr stehen geblieben?
„Ich suche (D/N)”
„(D/N)?“, fragt sie verwundert und sieht sich kurz um. „Es tut mir leid, aber sie ist schon nach hause ihr ging es nicht sonderlich gut.“, antwortet deine Mitbewohnerin. Auf seine Antwort wendet er mit einem enttäuscht wirkenden Gesichtsausdruck ab. „Aber ich kann Ihnen helfen oder ihr etwas ausrichten, wenn Sie es wollen.“, schlägt sie vor und erlangt somit wieder seine Aufmerksamkeit. „(BF/N), bist du bescheuert?“, fluchst du und siehst sie böse an, obwohl du weißt das sie dich weder sehen noch hören kann und das sie nichtmal weiß wer er ist.
„Wenn das geht, würde es mich sehr freuen.“, antwortet er ihr mit einem freundlichen Lächeln. „In Ordnung. Ich habe sowieso später ein Arzttermin.“, sagt sie und entfernt sich mit ihm von dir. Moment, was hat (BF/N) vor? Sie will ihn doch nicht etwa mit zu euch nach Hause nehmen!? Gerade willst du zu ihr sprinten als sie mit Kibutsuji den Laden verlässt. Bevor du sie erreichst beginnt dein Kopf wieder zu dröhnen und dir wurde wieder schwindelig, ehe alles wieder schwarz vor den Augen wurde.
Schreckhaft und perplex reißt du deine (D/AF) Augen auf. Dein Atem geht stoßweise und nervös siehst du dich um. Als du in die bekannten Gesichter von Tanjiro, Inosuke und Zenitsu, wie auch Tamayo und Yushiro siehst entspannst du dich langsam wieder. „(D/N), was ist los? Alles in Ordnung?“, fragt dich Tanjiro besorgt. Immer noch etwas außer Atem siehst du ihn an und erhebst dich vom Boden. „Was hast du gesehen?“, will Tamayo wissen und legt eine Hand auf deine Schulter, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. „I-Ich muss zu (BF/N)“, ist das einzige was du über deine Lippen bekommst. „Was? Aber du kannst nicht gehen! Denke doch an deine Verletzung.“, erwidert Tamayo ernst.
Du hältst inne und siehst sie an. Verletzungen? Stimmt, die Schnittwunde in deinem Gesicht und die wahrscheinlich angebrochenen Rippen oder was auch immer es war. Schließlich bist du keine Ärztin und außerdem hast du gerade andere Sorgen. „Darum kümmere ich mich später. Jetzt muss ich zu meiner besten Freundin.“, meinst du und bist dabei den Raum zu verlassen. „Lass uns dich begleiten!“, erwidert Tanjiro. „Nein.“, sagst du und drehst dich zu ihm. „Ich danke euch für eure Hilfe aber es ist meine Freundin und meine Angelegenheit.”
„Wir kommen mit Dämonenmädchen.“, beharrt Inosuke stur darauf. „Wie hast du mich genannt?“, fragst du angepisst. Was fällt ihm eigentlich ein? Du bist immer noch ein Mensch. „Ich sagte: Wir kommen mit Dämonenmä-“, wiederholt er wurde aber von Zenitsu unterbrochen indem er ihn nach hinten gezogen hat. „Wir werden dich begleiten. A-Außerdem alleine gegen einen Dämonen zu kämpfen ist keine Idee.”
Du runzelst die Stirn und siehst sie unüberzeugt an. „Nein.“, sagst du nochmals, ehe du davon flitzt. Es ist schon praktisch, wenn man aus einer alten Dämonenjäger Familie stammt und dein Vater dich trainiert hat über Jahre hinweg. Etwas außer Atem bleibst du vor eurem gemeinsamen Haus stehen. Du solltest öfters deine Schnelligkeit als den Zug benutzen, denkst du dir. Jedoch wirst du sofort wieder konzentrierter. Auf der Hut läufst du langsam zu eurer Haustür und ziehst deinen klappernden Schlüssel hervor. Das wars wohl mit anschleichen, denkst du seufzend und öffnest mit einem leisen klicken die Tür.
Auf leisen Sohlen betrittst du euer gemeinsames Haus und hält kurz inne. Kein einziges Geräusch. Du schließt die Augen und konzentrierst dich auf einen auffälligen Geruch. Ebenfalls nichts. Du bist dir nicht sicher, ob es dich beruhigen oder nervös machen soll. Zur Sicherheit umgreifst du den Griff deines Schwertes und läufst langsam zur Treppe. Innerhalb von 10 Minuten hast du alle Zimmer ausgekundschaftet, jedoch weder (BF/N) noch Muzan und andere Auffälligkeiten gefunden. Das beruhigt dich zu einem Teil sehr, jedoch macht es dich auch gleichzeitig nervös.
Seufzend gehst du in eure mittelgroße Küche und holst dir etwas zu trinken. Während du einen Schluck zu dir nimmst siehst du einen weißen Zettel auf den kleinen Küchentisch liegen. Du läufst zum Holztisch und nimmst dir das Papier:
Liebe (D/N),
ich wollte dir nur bescheid sagen, dass ich nach meinem Arzttermin zu meinem Freund gehe. Ich werde wohl später oder erst morgen wieder zuhause sein. Übrigens wurde ich heute im Laden von einem Mann angesprochen - der übrigens wirklich gut aussieht - er hat nach dir gefragt. Ich hoffe du verrätst mir sobald ich zurück bin, wer er ist.
Bin schon tierisch gespannt, wer der geheimnisvolle gutaussehende Fremde ist und lass ja kein Detail aus, verstanden?
Bis Bald
(BF/N)
Erleichtert seufzt du auf. Ihr geht es also gut, denkst du dir und legst den Zettel zurück auf den Tisch. Dann fährst du dir durch die Haare, auch wenn du beruhigt bist das sie in Sicherheit ist setzt es dir ganz schön zu, zu wissen das diese Vision wirklich echt war. Du bist also wirklich mit dem ersten Dämon verbunden und dieser ist hinter dir her. Was sollst du tun? Sollst du untertauchen? Das Land verlassen und so weit weg, wie möglich von Japan? Frustriert streichst du dir durch deine (D/HF) Haare. Selbst wenn du das machen würdest, könnte er und andere Dämonen dich immer noch aufspüren. Wenn schon dieses Ritual, was dir dein Vater verpasst hat nicht funktioniert, wie sollst du dann einfach untertauchen?
Als du ein lautes Geräusch hörst richtest du dich sofort auf und umklammerst dein Schwert. Was war das? Haben sie, hat er dich gefunden? Vor Aufregung schlägt dein Herz schneller und du hörst deinen Puls in deinen Ohren widerhallen. Du darfst jetzt nicht in Panik verfallen! Schließlich bist du eine Dämonenjägerin. Du atmest tief ein und schließt dabei die Augen. Als du sie wieder öffnest, ziehst du dein Schwert aus der Scheide heraus und gehst langsam zur Treppe. Kurz auf der Treppe hältst du inne und höchst. Tatsächlich hörst du, wie das Holz des Fußbodens über dir knarzt. Schritte. Also ist wirklich jemand in eurem Haus eingedrungen.
Mit schnellen Schritten gehst du die letzten Stufen hoch und hörst ein weiteres knarzen, diesmal in deinem Zimmer. Du sprintest schon fast und ziehst die Tür auf, bevor die Gestalt reagieren kann hast du rasch die Klinge an dessen Hals gelegt. „Ahhh! Bitte töte mich nicht, (D/N)”
Verwirrt ziehst du dein Schwert zurück und siehst dir den Eindringling genauer an. „Zenitsu?“, fragst du den blonden verwirrt, der dich mit Kulleraugen ansieht. „Was zur Hölle machst du in meinem Haus?“, fragst du aufgebracht und steckst dein Schwert zurück. „Hey Dämonenmädchen! Wir haben gesagt, dass wir auf dich aufpassen! Weil du selber nicht auf dich aufpassen kannst.“, hörst du Inosuke und drehst dich um. Wie auf Abruf kommt Tanjiro ebenfalls in deinem Zimmer. „Aufpassen? Ihr seid in meinem Zuhause und Zimmer eingebrochen!“, schimpfst du. Immerhin kommt (BF/N) noch nicht nach Hause, solange hast du Zeit eine Lüge zu erfinden.
„Das tut uns wirklich leid aber du bist so schnell abgehauen und-“, beginnt Tanjiro zu sagen. „Was auch immer.“, murmelst du und unterbrichst ihm dabei, dann siehst du aus deinem Fenster. Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Dunkelheit, was den Beginn des Tages einleitet. So wird dich sowieso kein Dämon suchen, oder? Du drehst dich zu deinen drei Beschützer um. „Der Tag bricht nun an also wird mich in der Zeit kein Dämon aufsuchen.“, sagst du überlegend. Was sollst du jetzt mit den dreien machen? „Ja, nur ist nicht für immer Tag, Dämonenmädchen.“, erwidert Inosuke. Du wirfst ihm einen giftigen Blick zu. „Ich habe einen Namen und der ist ganz sicher nicht ‘Dämonenmädchen’!“, keifst du.
„Du bist doch ein Dämonenmädchen! Immerhin wirst du von denen gesucht und trägst das Blut eines Dämons in dir also Dämonenmädchen.”
„Ich gebe dir gleich Dämonenmädchen, Wildschweinjunge.“, drohst du und kommst ihm näher, er tut es dir gleich. „Für dich bin ich ‘Inosuke-sama’“, erwidert er. Ihr beide liefert euch einen Blickduell, der einige Sekunden geht, da du darauf kein Interesse mehr hast wendest du dich ab und siehst die drei an. Was sollst du jetzt bitte mit ihnen machen? Du seufzt. „Na schön, ihr drei könnt hier bleiben. Aber geht runter ins Wohnzimmer und kommt nicht mehr hier hoch, ja? Ich gehe mich derzeit umziehen.“, erklärst du und siehst sie auffordern an, damit sie endlich dein Zimmer verlassen
„Ja, natürlich.“, meint Tanjiro und ist dabei das Zimmer zu verlassen, doch verwirrt dreht er sich zu seinen Gefährten, die alles andere als Anstalten zu machen, den Raum zu verlassen. Zenitsu sieht dich mit großen Augen an, was dich ziemlich beunruhigt. „(D/N), darf ich dabei sein?“, fragt Zenitsu. Moment, was hat er gesagt? Du hast dich doch nicht verhört oder? „(D/N)-lein, bitte darf ich dabei sein?“, wiederholt er mit glitzernden Augen und sieht dich bettelnd an. Ohne mit der Wimper zu zucken hast du ausgeholt und ihn geohrfeigt.
Zuerst sieht er doch geschockt an und flüchtet dann zu Tanjiro. Überrascht sieht er auf Zenitsu runter, der sich an seinem Bein geklammert hat und zu heulen anfängt. „Tanjiro, (D/N) hat mich geohrfeigt dabei wollte ich nur zusehen!“, flennt er. „Zenitsu, du bist da selber Schuld.“, erwidert Tanjiro und befreit sich aus den klammernden Griff des blonden. Als ein tiefes schallendes lachen ertönt, dreht ihr euch zu der Ursache. Inosuke liegt vor Lachen auf den Boden und richtet sich dann auf. „Du gefällst mir immer besser, Dämonenmädchen.“, bringt er mühsam ohne dabei zu lachen hervor. Sofort ist Zenitsu aufgesprungen und hat sich vor ihm aufgebaut. „Wie kannst du es wagen, dämlicher Muskelprotz?
Inosuke sieht zu ihm auf und muss noch weiter lachen. „Wie kann man mir das verübeln? Wann hat man denn wieder so eine Gelegenheit?“, fragt er und sieht abwechselnd zu seinen Begleitern. Mit finsteren Blick beobachtest du die drei. Wieso müssen die ausgerechnet auf dich acht geben? Da gehst du ja schon fast freiwillig zu den Dämonen. „Jetzt raus mit euch!“, herrschst du sie an und schneller als erwartet sind sie aus dem Raum, wobei Zenitsu eher geflüchtet ist. Erleichtert atmest du aus und gehst zu deinem Kleiderschrank und öffnest diesen. Während du nach frischer Kleidung ausschau hälst, fällt dein Blick auf deiner Dämonenjäger Uniform.
Du ziehst die Uniform raus und siehst sie dir an. Sie besteht aus einem dunkelblauen fast schwarzen body mit einem weißen Gürtel, darüber hängt eine rot weiße Weste, die dir deine Mutter gehäkelt hat bevor sie verstorben ist. In Erinnerungen schwegelnd streichst du über den Stoff. Du hast es schon fast verdrängt, dass du deine Uniform noch besitzt. Nachdenklich musterst du diese, schnell hängst du sie zurück in den Schrank. Seufzend reibst du dir deine Schläfe, beinahe wolltest du sie wieder anziehen, dabei hast du geschworen sie nie wieder anzuziehen. Mit schnellen Griff nimmst du dir deine andere Kleidung und schließt mit einem letzten Blick zur Uniform deine Schranktür.
Frisch geduscht und angezogen läufst du runter ins Wohnzimmer. Sechs Augenpaare starren dich an, was mehr als unangenehm ist. „Wollt ihr etwas essen oder trinken?“, fragst du nach kurzem Überlegen. Wenn du sie nicht loswerden kannst, dann kannst du immerhin versuchen Gastfreundlich zu sein, oder? „Für mich bitte etwas Wasser.“, bittet Tanjiro. Du nickst leicht und entscheidest dich für die anderen zwei ebenfalls etwas zu trinken zu holen.
Schweigend sitzt ihr an dem kleinen Holztisch im Wohnzimmer. Mittlerweile ist Nezuko aus der Box geklettert und hat sich neben ihren Bruder gesetzt. Du beneidest sie beide, schon immer hast du dir ein Geschwisterchen gewünscht aber deine Eltern wollten keine weiteren Kinder, weshalb du dich immer sehr einsam gefühlt hast. „Sag mal, (D/N). Du stammst aus einer Dämonenjäger Familie aber jagst selber nicht. Warum?“, fragt Tanjiro und streicht kurz über den Kopf seiner Schwester.
„Ich jage nicht mehr. Genauso wie du und Zenitsu, habe ich an der Prüfung teilgenommen und bestanden, danach habe ich eine zeitlang Dämonen gejagt aber das war nicht das Leben, was ich haben wollte. Deshalb habe ich mich von den Dämonenjäger und Dämonen abgewendet und ein normales Leben gefühlt. Bis jetzt hat es ja recht gut geklappt.“, erzählst du und nimmst einen Schluck Wasser. „Das tut mir leid für dich.“, murmelt Tanjiro. „Schon gut. Als die Tochter eines Dämonenjägers ist man so einiges gewöhnt.“, erwiderst du. „Wirst du immer noch Blut von dir abgeben?”
Du nickst leicht. „Ja, das werde ich. Ich werde dir und deiner Schwester helfen. Immerhin hätte einer von uns wieder ein normales Leben.“, antwortest du und streichst dir übers Gesicht. Um dich selber machst du dir keine großen Sorgen, jedoch um (BF/N). Was würde aus ihr werden? „Könntet ihr bitte, wenn ich ein Dämon werde oder sterbe, meine Freundin beschützen? Ich habe sie so lange versucht aus der ganzen Sache rauszuhalten, das soll nicht umsonst gewesen sein.“, erklärst du. Gott, das klingt wie ein Abschied. Naja, zum Teil ist es auch irgendwie einer. „Natürlich werden wir das.“, sagt Tanjiro zuversichtlich. „Dazu wird es nicht kommen, Dämonenmädchen. Schließlich bin ich hier und werde dich beschützen.“, erwidert Inosuke stolz und du verdrehst die Augen.
„(D/N), tut mir leid wegen eben. Ich habe mich wirklich daneben benommen.“, entschuldigt sich Zenitsu und sieht auf den Boden, ehe er den Kopf hebt und dich ansieht. Erst jetzt konntest du auf seiner Wange einen roten Handabdruck von dir erkennen. Er hat es verdient aber immerhin zeigt er jetzt Einsicht. „Außerdem du bist wirklich hübsch, aber ich liebe Nezuko. Es tut mir leid, wenn ich deine Gefühle verletze. Du bist mir auch wirklich-”
„Moment mal! Wir können uns doch erst paar Stunden. Was redest du denn da?“, erwiderst du aufgebracht. Was stimmt mit diesem Bengel bitte nicht? „Ich weiß, dass das ein wirklicher-“, bevor der Blonde weiter reden kann unterbricht ihn Tanjiro. „Zenitsu, ist schon okay. Du musst nicht weiter reden, ja?” Dankbar siehst du den rothaarigen an.
•••
Ihr habt bis zur Dämmerung geredet. Deine Meinung über deine Beschützer hast du zum Teil geändert. Du hast dich wohl doch in ihnen geirrt, dafür das sie noch recht jung sind sind sie wirklich nett und zum Teil ziemlich tollpatschig. Dein Blick schweift von den vieren zum Fenster. Der Himmel glüht in malerischen orange, gelb und rot Tönen und leitet somit die Dämmerung und folgende Nacht ein. „Wir sollten uns vorbereiten.“, riss dich Tanjiros Stimme aus deinen Gedanken und du nickst leicht. Zwar bist du dir nicht ganz sicher, ob überhaupt ein Dämon zu dir kommen würde aber man muss es auch nicht darauf anlegen, richtig?
Während die drei Dämonenjäger sich absprechen, wer von ihnen wache schieben möchte möchtest du hoch in dein Zimmer gehen, doch ein merkwürdiges Gefühl macht sich in dir breit. Du hältst inne und spürst die darauf folgenden krampfartigen Schmerzen in deiner Brust. Mit Schmerzverzerrtem Gesicht und keuchen gehst du in die Hocke und drückst deine zur Faus gebildeten Hand auf deine Brust. Diesmal ist der Schmerz anders. Stärker.
„(D/N), was ist los?“, fragt Tanjiro besorgt und legt seine Hand auf deine Schulter. Vor deinem inneren Auge kannst du ihn sehen, wie er elegant auf dich zu geht. Sind die Schmerzen etwa deswegen so stark? Ist er etwa schon so nah an dich gekommen? So schnell die Schmerzen auch gekommen sind, sind sie schnell wieder verschwunden, erleichtert keuchst du auf und fällst zurück. Tanjiro hockt immer noch neben dir und sieht die forschend an. „E-Es geht schon wie-“, mit einer schnellen Reaktion hast du Tanjiro von dir weggestoßen und wolltest nach deinem Katana greifen, doch bevor du das erreichen konntest haben sich bereits pinkfarbene Bänder um deinen Körper geschlungen und eng gezogen, sodass du dich nicht mehr bewegen kannst.
Sofort richtet sich Tanjiro auf und die anderen beiden zücken ihre Katana hervor. Im Gegensatz zu Tanjiro und Inosuke, wirkt Zenitsu sehr mitgenommen und verängstigt. Innerlich war es dir schon klar, als du ihn zum ersten Mal gesehen hast. „Hast du wirklich geglaubt, du könntest mir entkommen?”
Als du die Stimme erkennst, ist dir sofort klar in welcher schwierigen Lage du dich befindest. Dein Blick huscht zu den drei Dämonenjägerin. Sie sind stark aber nicht soweit, um es gegen einen Dämonenmond aufzunehmen. Du könntest es zwar mit einem aufnehmen - schließlich wurde dir nicht umsonst ein Angebot gemacht zur Säule zu werden - jedoch kannst du dich nicht bewegen und dein Katana liegt auf dem Boden, weshalb du nicht dran kommst. Dich selber kannst du nicht retten, aber immerhin sie.
„Ich habe nicht nur dich, sondern auch noch drei hässliche Bengel, die ich fressen kann.“, sagt die Dämonin mit einem selbstgefälligen grinsen. Miststück, geht es dir durch den Kopf. „Du frisst niemanden, Würmerfrau!“, erwidert Inosuke und macht sich bereit sie anzugreifen, jedoch wird er von Tanjiro aufgehalten. Diese drei haben großes Potenzial zu Säulen zu werden, sie dürfen ihr Talent nicht hier verschwenden. „Tanjiro!“, sagst du und verzeihst vor Schmerz dein Gesicht, weil sie ihren Gürtel weiter um dich schnürt. „(D/N)”
„Verschwindet von hier!”
„Was?! Auf keinen Fall wir haben gesagt, dass wird dich beschützen!“, lehnt er ab und sieht zu Inosuke und Zenitsu, die einige Bänder abwehren. „T-Tut es! Mich werden sie nicht t-töten, euch hingegen schon.“, bringst du mühsam über deine Lippen. Es fällt dir schwer in ganzen Sätzen zu reden, während die zunehmende sechs dir deinen Sauerstoff abdrückt. „Ihr solltet auf sie hören.”
„Wir lassen dich nicht bei der Würmerfrau, Dämonenmädchen.“, behaart er stur. Verdammt, wieso muss er so stur sein? Immer mehr schnürt sie dir deine Luft ab und du siehst wie kleine schwarze Punkte sich immer weiter ausbreiten. „Tanjiro, bitte.“, bringst du mühsam über deine Lippen. Bevor dir die Augenlider zu fallen, siehst du wie Tanjiro sich abwendet, noch irgendetwas sagt und sich dann mit Inosuke und Zenitsu zurück zieht. Mit einem leichten Gefühl von Erleichterung fällst du in Ohnmacht.
•••
Statt Dunkelheit siehst du deine Umgebung verschwommen und Stimmen gedämpft. Es ist fast so als befindest du dich unter Wasser. Ist das ein Traum? Nein, du erinnerst dich. Dieses verdammte Miststück hat dir die Luft abgedrückt bis du bewusstlos wurdest. Also musstest du noch bewusstlos sein.
Du versuchst deine Augen zu öffnen, was dir zuerst nicht gelingt, da deine Augenlider sich schwer wie Blei anfühlen. Nach einem weiteren Versuch gelingt es dir deine (D/AF) Augen zu öffnen, doch im nächsten Moment hast du dir gewünscht sie nicht geöffnet zu haben. Als du in roten Augen siehst hast du dir gerade so noch einen Aufschrei unterdrückt, statt zu schreien bist du vom Bett gesprungen und ausgewichen. Automatisch stellst du dich in Kampfposition und greifst automatisch zur Seite, um dein Katana zu ziehen, doch stattdessen fühlst du nur leere. Mit einem verwirrten und panischen aufgerissenen Augen siehst du zur Seite, an der du normalerweise dein Schwert befestigt hast.
Wie kann das sein? Vorher hattest du es auch noch. Hat diese Dämonin dir etwa dein Katana abgenommen als du bewusstlos warst? „Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, (D/N)“, lenkt die ruhige Stimme des Mannes, deine Aufmerksamkeit wieder zu ihm. „Ich werde dir nichts tun.”
„Ach ja? Das soll ich einem Dämon glauben?“, erwiderst du misstrauisch und suchst mit deinen (D/AF) Augen nach einer Waffe oder besser nach deinem Katana ab. „Ich rate dir ab, zu fliehen oder nach einer Waffe zu suchen.“, meint er und erhebt sich von dem Bett, während er langsam auf dich zu geht. „Selbst wenn du eine Waffe hättest, hättest du keine Chance gegen mich. Denn es gibt kaum etwas, was mich töten kann. Also lass uns reden, (D/N).”
Du machst ein verächtliches Geräusch. „Du erwartest doch nicht ernsthaft, dass ich mich mit dir so hinsetze als würden wir Kaffee trinken und normal mit dir plaudern.“, erwiderst du. „Ich verstehe, wenn diese Situation dir fremd vorkommt aber-”
„Fremd? Sie ist nicht nur fremd. Ich werde mich bestimmt nicht mit dem ersten Dämon unterhalten, der zahllose Menschen getötet hat.“, unterbrichst du ihn aufgebracht und willst zur Tür gehen, doch plötzlich steht er vor dir und du weichst zurück. „(D/N), du weißt nicht wie es ist. Seit Jahrhunderten suche ich jemanden, der mir gleich ist. Jemand der nicht durch meinen Blut verwandelt ist.“, sagt er. „Sondern jemand der damit geboren ist. Du gehörst zu mir, (D/N).“, fügt Muzan hinzu mit einem Lächeln und streckt seine Hand nach dir aus. Wieder weichst du zurück. „Fass mich nicht an!“, keifst du. Tatsächlich ließ er seine Hand wieder sinken. „Egal, wie sehr du dich auch dagegen wehrst. Du kannst es nicht leugnen, dass wir eine Verbundenheit haben.”
„Diese Verbundenheit ist nicht echt! Das ist nicht mein eigener Wille, das ist nur das Blut, das sich mein Vater gespritzt hat und auf mich übergegangen ist. “, erwiderst du stur. Dabei ignorierst du seinen finster wirkenden Blick. „(D/N), hör zu ich gebe dir diese letzte Chance, dass wir reden ansonsten ziehe ich andere Seiten auf.“, warnt er dich und du siehst ihn finster an. Von einem Dämon lass ich mir gewiss nichts befehlen, denkst du dir angepisst. „Ich werde jetzt verschwinden und wenn wir uns wiedersehen, werde ich dich umbringen.“, drohst du und läufst an ihm vorbei zur Tür.
Gerade willst du den Türgriff greifen als du spürst, wie du mit festen schmerzhaften Griff, wie eine Katze im Nacken gepackt wirst und gleich darauf einen stechenden Schmerz spürst als Muzan seine Fingernägel zusätzlich in dein Fleisch bohrt. Dir wurde schwindelig und dein Herzschlag nimmt zu. Deine Sicht ist verschwommen und du blinzelst, um deine Sicht wieder zu klären, jedoch gelingt es dir nicht. Dein Körper fühlt sich an als würde er glühen und ist gleichzeitig mit seinen Kräften am Ende.
Erschöpft und überfordert gibt dein Körper nach und du kippst nach hinten, jedoch wirst du aufgefangen und siehst in die rot glühenden Augen von dem König der Dämonen.„Ich werde dir, das zeigen, was niemand zuvor gesehen hat, (D/N).“, hörst du ihn weit weg sagen bevor dir die Augenlider zu fallen. Als du deine Augen aufschlägst bemerkst du, dass du an einem ganz anderen Ort bist als zuvor. Du siehst neben dir und erkennst Muzan. Ihr beide befindet euch in einem weißen Himmelbett, dessen ebenso weiße Gardinen, wild hin und her flatterte. Dazu sitzt Muzan mit nacktem Oberkörper neben dir und du hast die weiße Decke verdeckend um deinen Oberkörper gebunden. Ist dies etwa ein Traum? Bevor du überhaupt nachdenken kannst setzt dich der Dämon auf und strich mit seinen Nagel über seinen Hals kurz danach schimmert ein Blutstropfen durch die kleine Schnittwunde. Wie gebannt siehst das auf die rote Flüssigkeit.
„Blut von meinem Blut, Fleisch von meinem Fleisch. Gehöre zu mir, (D/N)“, raunt er dir zu und du näherst dich seinem Hals, dabei hält Muzan seine Hand an deinen Hinterkopf und drückt dich zusätzlich in die Richtung. Etwas zögerlich aber auch gleichzeitig verlangend fährst du mit deiner Zunge über die Wunde und nimmst das Blut somit auf.
•••
Du öffnest deine Augen und siehst dich verwirrt um. Dieser Ort. Diese Umgebung. Diese Zeit, all das ist dir unfassbar fremd. Als du zwei Gestalten siehst, gehst du näher auf diese zu. Ein schwarzhaariger junger Mann redet mit einem anderen Mann, der im weißen Kittel vor ihm steht. „Tut mir leid, es Ihnen sagen zu müssen aber sie haben eine unheilbare Krankheit und diese wird sie wahrscheinlich umbringen bevor sie ihr 20 Lebensalter erreicht haben.“, erklärt er und du siehst ihn dir genauer an. Dann weiten sich deine Augen vor Schreck. Ist dieser junge Mann etwa Muzan?, geht es dir erschreckend durch den Kopf.
Mit erschrecken siehst du das weitere Geschehen an, wie Muzan sich ein Mittel nach dem anderen verabreicht und sich zunehmend verändert. Dann der Höhepunkt als er den Arzt aus Frustration getötet hat und wie ein Wahnsinniger nach der Medizin sucht. „Die blaue Spinnenlilie, eine Blume sucht er also. Mit dieser könnte er also wieder in die Sonne”, murmelst du nachdenklich und drehst dich um, als du ein raschelndes Geräusch hörst. Was ist das hier? Ist das sowas wie eine Zeitreise? Mit bedachten Schritten näherst du dich dem Geräusch und starrst geschockt auf die Situation.
Vor dir im Sternen versehenen Nachthimmel im Wald, sitzt du ungefähr im Alter von 9 Jahren auf einem Baumstamm und vor dir ein junger Mann in eleganter Kleidung. Beim genaueren hinsehen, erkennst du das es sich um diesen Mann, um Kibutsuji handelt. Wie kann das sein? Du kannst dich an diese Situation nicht erinnern. „Ich finde es schade, dass wir uns nicht am Tag treffen können, Herr Kibutsuji.“, schmollst du und beißt ein Stück von dem Keks ab, den du in deiner kleinen Hand hälst. „Das finde ich auch. Aber ich habe dir bereits gesagt, dass du mich ruhig mit meinem Vornamen ansprechen kannst, (D/N)“, meint er und streicht dir über deinen Kopf. Zur Antwort zuckst du mit deiner Schulter und knabberst weiter an der Süßigkeit.
Immer noch grübelnd beobachtest du deine jüngere Version und Muzan. Wann ist das passiert? Hast du etwa einen Filmriss? Aber nicht mit 9 Jahren. Frustriert seufzt du auf und siehst zu dem Dämon als er beginnt zu reden. „Hast du denn keine Angst hier alleine im Dunkeln zu sein, Kleines?“, will er wissen und sieht dich fragend an. Du schüttelst den Kopf. „Aber nein du bist doch da. Ich habe keinen Grund mich zu fürchten, außerdem sind Papa und Mama in der Nähe.“, antwortest du. Kurz hältst du inne und senkst bedrückt deinen Blick. „Was ist denn los, (D/N)?“, erkundigt er sich verwirrt. „Ich glaube ich werde dich bald nicht mehr sehen können. Dabei mag ich dich so sehr, Muzan. Mama und Papa haben sich gestritten und ich höre immer das Mama Papa verlassen will.“, erzählst du.
Stimmt. Du hast deine Mutter und Vater oft Nachts streiten gehört, wenn du im Bett lagst. Früher konntest du nicht verstehen, weshalb das so war. Aber älter und mit deinem jetzigen Wissen kannst du dir denken, warum. Sehr wahrscheinlich hat deine Mutter das mit deinem Blut herausgefunden und will ihren Mann verlassen, um dich zu beschützen. Nur weißt du, dass es leider nicht so geklappt hat, wie erhofft. Mit traurigen Blick siehst du zu der Szene aus deiner Vergangenheit.
„Ich mag dich auch, (D/N). Aber weißt du manchmal ist das so, wenn sich Erwachsene streiten.“, erklärt er deinem jüngeren ich. Mit traurigen Blick stehst du auf und legst deine kleinen Arme, um seinen Oberkörper und bettest deinen Kopf auf seinem Brustkorb. „Ich will aber nicht von hier weg, von Papa und nicht von dir. Du bist doch mein bester Freund.“, erzählst du traurig und siehst mit Tränen im Gesicht, immer noch an seiner Brust gepresst, zu ihm auf. Er lächelt dich freundlich an und streicht dir sanft die Tränen weg. „Habe keine Angst, (D/N). Ich werde dich nicht verlassen.“, verspricht er.
Einen Hoffnungsschimmer leuchtet in deinen (D/AF) Augen auf. „Wirklich?“, will deine jüngere Version wissen. Zur Antwort nickt er. „Ja und ich verspreche es dir.” Mit einem Lächeln schmiegst du dich wieder an seiner Brust. Als von weit entfernt Stimmen zu hören sind, drehst du dich in die Richtung. „Diese Stimme.“, murmelst du und siehst zu Muzan als er beginnt mit deinem 9 Jahre alten ich zu reden. „Er fasst dir sanft an die Schulter und bringt dich somit dazu ihn loszulassen und zu ihm auf zu sehen. „Du solltest jetzt nach Hause gehen. Deine Eltern suchen dich schon, (D/N).”
„Schon? Aber willst du nicht meine Eltern kennenlernen? Sie werden dich bestimmt mögen, wenn ich ihnen sage, dass du mein bester Freund bist.“, sagst du mit einem bettelnden Gesichtsausdruck. „Entschuldige, aber ich glaube sie werden mich nicht so ganz mögen, wie du es dir wünschst.“, erklärt er und bevor du ihm eine Frage stellen kannst, drehst du dich zu der Stimme deines Vaters. „(D/N)!“, schreit er besorgt und beruhigt sich als er dich sieht.
Schneller als du schauen kannst hat er dich an der Schulter gepackt und an sich gepresst. „(D/N), ich hatte solche Angst um dich! Was machst du hier alleine im Dunkeln?“, fragt er dich und du sieht ihn verwirrt an. „Papa, aber ich bin nicht all-“, sagst du und drehst dich um, jedoch blickst du verwirrt auf dem leeren Platz. „Lass uns nach Hause gehen, vergiss niemals, (D/N) die Dunkelheit ist unser Feind.“, erklärt dir dein Vater während er dich hinter sich her zieht. Immer noch siehst du dabei auf den leeren Platz.
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Als würdest du aus einem Traum aufwachen öffnest du die Augen. Nur der Unterschied ist, dass das kein Traum war. Du bist dir auch nicht sicher, was das war und was es bedeutet. Aber du weißt, dass sich was geändert hat. Du fühlst dich verändert. Stärker, kraftvoller und hungrig. Immer noch perplex siehst du dich um, um deine Orientierung wieder zurück zu bekommen. Du befindest dich immer noch in dem Schlafzimmer, nur Muzan ist nicht mehr da. Wie in trance stehst du vom Bett auf und siehst dich um.
Mit langsamen Schritten gehst du auf den Wandspiegel zu und musterst dich. Du siehst immer noch so aus wie vorher, der einzige Unterschied den du erblickt hast sind deine Augen. Um deine Iris ist ein roter Farbton, bei deiner Pupille ist deine Augenfarbe immer noch (D/AF) und die Form deiner Pupille hat sich geändert, sie ähnelt der Form einer Katze. Immer noch siehst du dir in die Augen und versuchst das, was du siehst zu verarbeiten. Doch irgendwas in dir will, das du deinen Blick abwendest und den Raum verlässt. Als du den Raum verlässt betrittst du einen riesigen Raum, der einen Saal ähnelt. In diesem Saal waren überall Treppen verteilt, die ins Leere zu führen scheinen und einigen Podesten.
Was ist das für ein Ort?, geht es dir fragend durch den Kopf und du gehst mehr in die Mitte, des mit Holzbalken versehenen Holzboden, des Saals. Du siehst dich um, doch niemand außer dir und den merkwürdigen Treppen scheint hier zu sein. Wo bist du und wo ist Muzan?, geht es dir fraglich durch den Kopf. Zusätzlich fühlst du dich merkwürdig. Dieses ungewohnte Gefühl und diesen starken Hunger macht dir zu schaffen, dazu diese leichten Kopfschmerzen. Was ist los mit dir? Sonst hast du nur Kopfschmerzen bei einer Erkältung oder wenn du zu wenig gegessen hast. Das mit der Verbindung ist eine Ausnahme gewesen.
Als du einen fremden Geruch wahrnimmst, möchtest du dich umdrehen, doch bevor du das machen kannst, wurdest du gepackt. Dein Kinn wurde gepackt und zur Seite gedreht, so dass dein Hals freigelegt und überstreckt ist. Du erschauderst als du den warmen Atem der fremden Person an deiner zarten Haut spürst. „Oh, was für ein verführerischer Geruch, da bekomme ich schon fast wieder Appetit.“, raunt dir die fremde Person ins Ohr. Nach seinen Worten spürst du m, wie er mit seinen langen Fingernägel über die Haut deines entblößten Halses streicht. Als du einen leichtes brennendes Gefühl und gleich danach etwas warmes und feuchtes auf deiner Haut spürst weiten sich deine Augen. Hat er dich etwa verletzt?
„Lass sie los, Douma.“, hörst du eine männliche Stimme warnend sagen. Tatsächlich spürst du wie der Griff sich um deinen Kiefer lockert und du dich zur Person umdrehst. Ein junger muskulöser Mann mit pinkem Haar sieht euch beide an. „Akaza, du bist immer noch so langweilig, wie zuvor.“, meint er und lockert seinen Griff, um deinen Kiefer. „Lass sie los. Meister Muzan wird dich umbringen, wenn er davon erfährt.“, erwidert der pinkhaarige. „Ich verstehe.“, meint der Dämon, der wohl Douma ist. Kaum hat er diese Worte ausgesprochen, spürst du wie sich der Druck um deinen Kinn vollständig löst und der Dämon mit den Regenbogen Augen vor dir gestellt hat und immer noch deine Hand hält.
„Bitte, entschuldigt mein Verhalten. Ich wusste ja nicht, dass ihr die Auserwählte von Meister Muzan seid.“, sagt er mit einem leichten Lächeln. Perplex siehst du ihn an und siehst das in seinen Augen die Wörter ‘Zunehmende zwei’ eingraviert sind. „Schon gut.“, erwiderst du etwas überfordert, genau weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst entziehst du deine Hand aus seinem Griff, dabei siehst du auf deine Hand und betrachtest deine Nägel, die ungefähr 2 cm länger sind und einen bläulichen Farbton angenommen haben. Du wendest deinen Blick von deiner Hand ab und siehst dich um.
Auf einem Podest sitzt eine blasse Frau, ihre schwarzen Haare hängen ihr ins Gesicht und verdecken es zur Hälfte, dazu hält sie eine Biwa in ihren Händen. Du lässt deine Augen schweifen und siehst eine groteske Gestalt an. Seine helle Haut ähnelt eher Schuppen und an den Stellen der Augen sind zwei grüne Münder. Ein Auge befindet sich in der Mitte seiner Stirn und das andere an der Position des Mundes.
In der Nähe ist ein Mann mit sechs Augen. Er trägt einen schwarz-lilanen Gewandt und ein Katana. Deine Augen wurden groß, so ein Katana besitzt du auch. Ist er etwa ein Dämonenjäger. Nein, darüber kannst du dir später Gedanken machen, denkst du dir und schüttelt unmerklich den Kopf. Dein Blick wandert weiter und bleibt an einem relativ großen Mann mit etwas muskulöser Statur und einem schwarz gepunkteten, blass grauen Teint dessen Taille unnatürlich dünn ist. Als dein Blick auf die Person neben ihm wandert, wirst du von unglaublicher Wut gepackt, jedoch bist du dir nicht mehr ganz sicher weshalb.
Die junge Frau neben ihm ist groß, kurvenreich, blass häutig und schlank. Ihre langen Haare sind in einem Pferdeschwanz hochgesteckt und trägt ein rosafarbenes blumen ähnliches Dämonenwappen auf ihrem Gesicht. Sie kennst du irgendwo her, nur bist du nicht sicher woher. Jedoch haben sie alle eine Gemeinsamkeit, sie haben alle ihren Rang und Zugehörigkeit in ihren Augen eingraviert.
Was du weißt und daraus schließen kannst ist, dass sie die zunehmenden Monde sind. Wie auf Knopfdruck, erinnerst du dich an die Worte deines Vaters: Die zunehmenden Monde unterstehen direkt Kibutsuji und sind nach ihm die stärksten Dämonen. Denke immer daran, wenn du ihnen begegnest den Rückzug anzutreten, denn alleine hast du kaum bis gar keine Chance gegen sie.
Schon ironisch, dass du nun ihnen gegenüber stehst und dann alle an einem Ort versammelt. Mein Leben hat wirklich einen interessanten Sinn für Humor, denkst du dir. „Worüber denkst du nach?“, wirst du aus deinen Gedanken gerissen und siehst zu der Person. Douma. Lächelnd sieht er dich an, jedoch wendest du den Blick ab und siehst wieder zur Dämonin. Du ballst deine Hände zur Faust und rammt deine Nägel in deinen Handballen. Die ganze Situation und Gefühle überfordern dich, es fühlt sich viel stärker ab und dazu weißt du nicht mal, wieso du nicht gut auf sie zu sprechen bist.
Im Augenwinkel siehst du, wie Douma dich aufmerksam ansieht und seinen Blick zu Daki wendet. „Du bist nicht besonders gut auf Daki zu sprechen, richtig?“, sagt er nachdenklich und du ignorierst ihn. Du kannst ihn nicht einschätzen. Er ist sehr stark, das weißt du da er dich vor nicht mal 5 Minuten fest im Griff hatte und dazu die zunehmende zwei ist. „Bist du sauer, weil ich dich so überrumpelt habe?“, fragt er etwas enttäuscht und legt nachdenklich den Kopf schief und sieht dich mit seinen bunten Augen forschend an. Was will er von dir? „Lass uns Freunde sein!“, meint er euphorisch mit strahlenden Augen.
Perplex siehst du ihn an und weichst einen Schritt nach hinten. „Wir kennen uns nicht mal.“, meinst du. „Keine Sorge, meine Liebe. Das lässt sich ändern.“, lächelt er dich an. Immer noch perplex siehst du ihn an. Als du dich gefasst hast, willst du auf seine Aussage antworten, jedoch hältst du inne und spürst im nächsten Moment einen Arm um deine Taille und die Aura, die dir in der kurzen Zeit schon mehr als vertraut ist. Du drehst deinen Kopf etwas zur Seite und siehst etwas zu Muzan auf, da er ungefähr einen Kopf größer als du bist.
„Ich habe euch hierher holen lassen, da ihr wie ihr seht, ich meine Auserwählte und Königin endlich an meiner Seite habe.“, erzählt der erste der Dämonen. „Deshalb erwarte ich, dass ihr sie mit Respekt behandelt.“, sein stechender Blick wandert zu Douma. „Vor Allem du Douma.” Muzans Stimme ist während er seinen Namen ausspricht so eiskalt, dass es dir eine Gänsehaut beschert.
Er kann ihn wohl nicht besonders leiden, oder bildest du es dir ein? Mit deinen rot (D/AF) Augen siehst du zu Douma, der sich mindestens zwei oder drei Meter von dir entfernt hat. Jedoch hat einen goldfarbigen Fächer geöffnet und versteckt die untere Hälfte seines Gesicht hinter diesem. Dann schließt er diesen mit einer Bewegung. „Das tue ich, Meister Muzan. Außerdem haben wir uns schon angefreundet.“, verkündet die zunehmende zwei mit einem stolzen Lächeln. Muzan sieht ihn jedoch alles andere als überzeugt an, er sieht ihn mit einem emotionslosen Gesichtsausdruck und eiskalt an.
„Wie auch immer ihr könnt nun gehen.“, erwidert er. Seine Hand löst sich von deiner Taille und nimmt deine Hand in seine, so zieht er dich mit sich hinter her. Ohne dich zu wehren gehst du mit ihm, da du sowieso keine Ahnung hast, wo der Eingang oder eher Ausgang ist. Mit einem kurzen Blick über deine Schulter siehst du, dass alle zunehmende Monde verschwunden sind. „Das waren also die zunehmenden Monde?“, fragst du, um ein Gespräch zu führen. „Ja, das waren sie. Ich habe sie hergerufen, damit sie dich sehen und respektieren.“, antwortet er. „Werden sie das?“, willst du wissen. Er lächelt leicht. Anscheinend amüsiert ihn deine Frage. „Das werden sie. Sie unterstehen mir direkt und sind gehorsam. Also mach dir darüber keine Gedanken, (D/N).“, erklärt er dir und du nickst leicht.
Ihr betretet das Zimmer, in dem du zuvor wach geworden bist und Muzan zum ersten Mal begegnet bist. Er ließ dich los, nur um sich zu dir umzudrehen und seine Hand an deine Wange zu legen. „Wie fühlst du dich?“, will er wissen und streicht mit seinem Daumen über die weiche Haut deiner Wange. Du senkst deinen Blick und siehst deine immer noch langen und bläulichen Nägel an. „Ich fühle mich stärker aber aber auch sehr hungrig.“, antwortest du und hebst wieder deinen Blick. „Das ist normal.“, sagt er dir und du nickst leicht. Seine Hand an deiner Wange löst in dir ein kribbelndes Gefühl aus. Liegt es an eurer Verbindung und dem selben Blut oder dadurch das du jetzt ein Dämon bist?
„(D/N), dein Vater ist hier und auf der Suche nach dir.“, erzählt dir Muzan und du siehst ihn überrascht an. Dein Vater? Von dem Brief her, den Tanjiro dir gezeigt hat, hat es sich so angehört als wäre er schon längst gestorben. Kurz denkst du nach. Du kennst deinen Vater, nicht nur weil er dein Vater ist sondern auch dein Lehrmeister war, kennst du seine Tricks, sein Vorgehen und wo er sich wohl am ehesten aufhalten würde. Ihn zu finden, wäre keine Schwierigkeit für dich. Außerdem hattest du so oder so etwas mit ihm zu klären. Wieso also solltest du dich nicht persönlich um dein Vater kümmern?
„Muzan”, beginnst du zu reden und kommst einen Schritt auf ihn zu, ehe du deine Hände an seine Wangen legst. Überrascht über deine Geste sieht er dich mit seinen roten Augen an. „Lass mich, mich um meinen Vater kümmern.“, meinst du mit einem leichten Lächeln. „Ich weiß, dass du mir nicht vollständig vertraust. Deshalb sehe es als vertrauensbeweis. Außerdem habe ich sowieso etwas mit meinem Vater zu klären und du hast bestimmt nichts dagegen, wenn ich stärker werde, richtig?“, versuchst du ihn zu überzeugen.
Sein überraschten Gesichtsausdruck wechselte zu einem eher erfreuten. Er nimmt deine Hände von seinem Gesicht und hielt sie in seinen Händen. „Ich hätte nichts dagegen. Nur pass auf dich auf.“, stimmt er deinem Vorschlag zu. „Das werde ich.“, versprichst du und legst deine Lippen auf die von Muzans.
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Du hörst im dunkeln, wie sich Schritte näherten und dann das knarren von Holz. Als die Tür mit einem quietschen geöffnet wurde und gleich danach das Licht angezündet wurde sieht der Mann dich geschockt an. „Hallo Vater. Lange nicht mehr gesehen.“, begrüßt du ihn mit einem Lächeln und legst den Kopf schief. Mit einer immer noch erschrockenen Gesichtsausdruck und angespannter Haltung lässt er sein Katana sinken. „(D/N), was machst du hier? Ich habe dich überall gesucht. Geht es dir gut?“, will er wissen, hält jedoch die Distanz zu dir. Clever, er ist immer noch so scharfsinnig, wie früher, geht es dir durch den Kopf.
Du stehst von dem Stuhl auf und gehst einen Schritt auf ihn zu. „Naja, besser als vorher. Was führt dich eigentlich hier her? Habe ich dir nicht gesagt, dass du dich von mir fernhalten sollst?“, fragst du gereizt und siehst ihn finster an. „Du weißt nicht in welcher Gefahr du bist, Kind.“, erwidert er und macht einen Schritt auf dich zu, ehe er nach dir greifen möchte doch dann inne hält. „Was... Du bist..”
Ein Lächeln bildet sich auf deinem Gesicht. „Ich fürchte du bist etwas zu spät, Vater.“, erwiderst du mit einem amüsierten Unterton. „Das kann nicht sein. Du bist also mit Kibutsuji in Berührung gekommen.“, murmelt er. „Ja, scheint so.“, sagst du und streichst dir durch deine (D/HF) Haare. „Es fühlt sich wirklich ungewohnt an aber auch gleichzeitig sehr gut. Nur nervt dieser Hunger.“, teilst du ihm mit und siehst in dem starr geschickten Gesicht deines Vaters. „Er kontrolliert dich, (D/N). Du kannst dich befreien. Lass mich dir helfen, Kind.”
„So wie du Mutter geholfen hast und mich ausgenutzt hast?“, murmelst du gespielt nachdenklich. „Nein, danke.“, sagst du ernst und mit finsteren Blick. „Es tut mir leid. Alles. Wirklich alles.“, entschuldigt er sich wehmütig, doch du siehst ihn weiter finster an. „Ich bitte dich, (D/N).“, bittet er und reicht dir seine Hand. „Noch kannst du dich aus seinem Griff befreien.”
Du siehst auf die entgegengestreckte Hand und ergreifst sie. Ein Hoffnungsvolles Lächeln umspielt die Lippen deines Vaters. „Ich danke dir-“, bevor er seinen Dank zu ende aussprechen kann, hast du ihn zu dir gezogen und deinen Arm in seinen Brustkorb gerammt, dabei hast du sein Herz ergriffen und siehst in das Gesicht deines Vaters. Mit weit aufgerissenen Augen sieht er dich an und Blut quillt über seine Lippen. Du legst eine Hand an die Wange deines Vaters.
„Weißt du Vater. Du hättest mich töten sollen aber hast es nicht getan. Warum? Weil du mich liebst oder nicht eher um mich auszunutzen?“, fragst du eher dich selber und drehst etwas deinen Arm in seiner Brust, weshalb ein schmerzerfülltes keuchen über seine Lippen kommt. „Dazu hast du Mutter in Gefahr gebracht. Du bist wirklich der schlimmste Vater den man haben kann.“, gibst du von dir. „E-Es... T-Tut mir leid.“, bringt er mühevoll über die Lippen. „Ich weiß. Aber keine Sorge, Vater. Du wirst als Held in Erinnerung bleiben, wie du es immer wolltest und ich werde durch dein Opfer stärker.”
Er hustet und ein Schwall von Blut kommt aus seinem Mund. „Ich sollte dich wohl von deinem elend erlösen.“, denkst du laut und siehst mit einem letzten Blick zu seinem Vater. „Wir sehen uns wohl in der Hölle wieder.“, verabschiedest du dich und hauchst ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe du mit samt seinem Herzen dein Arm aus seiner Brust ziehst und er mit einem stumpfen Geräusch auf den Boden fällt. Du betrachtest deinen Blut beschmiert Arm und das Herz in deiner Hand. „Hätte nicht gedacht, dass du wirklich ein Herz hast.“, sagst du und betrachtest das Organ. „Aber ich muss sagen, dass war ein sehr herzlicher Abschied.“, murmelst und beißt in das Herz rein.
•••
Schon einige Monate sind seit deiner Verwandlung zum Dämon vergangen und unzählige Menschen hast du bereits verschlungen und somit an Stärke gewonnen. Dabei hast du keinerlei Reue empfunden, vor allem da du dir nur Opfer ausgesucht hast, die deiner Meinung nach das Leben nicht verdient haben. Dabei hast du dich sogar mit der zunehmenden drei Akaza angefreundet und auch zum Teil hast du Kontakt zu Douma aufgebaut, auch wenn Muzan nicht ganz damit zufrieden ist. Jedoch ist er aktuell nicht da und du sollst im Schloss der Unendlichkeit mit Nakime bleiben, so sein Befehl.
Mit überschlagenen Beinen sitzt du auf dem Sofa und blätterst durch das Buch, das du für dein Studium brauchst. Es ist nicht uninteressant aber wenn man es schon gefühlt zu tausenden Mal gelesen hat ist es mehr als langweilig. Gelangweilt gähnst du und legst das Buch zurück auf den hölzernen Tisch. Dabei macht Nakime keine einzige Bewegung. „Wie ist es eigentlich die zunehmende vier zu sein?“, fragst du und setzt dich auf, um irgendwie mit der Dämonin ins Gespräch zu kommen. Jedoch erhältst du keine Antwort auf deine Frage. „Du redest nicht viel, hm?“, murmelst du und lässt dich zurückfallen. Immer noch keine Antwort.
Wenn du schon nicht raus darfst und jemand auf dich aufpasst, wieso dann nicht Akaza oder Douma? Sie reden zumindest mit dir. Innerlich verfluchst du Muzan dafür, dass er die beiden so weit weg, wie möglich geschickt hat, um in seinen Namen nach der blaue Spinnenlilie zu suchen. Allerdings glaubst du nicht, dass Douma diesen Befehl nachgeht. „Mir ist langweilig.“, seufzt du und steckst dich. Dann siehst du wieder zur schwarzhaarigen. „Ich verstehe wohl, weshalb Muzan dich zu schätzen weißt. Du redest nicht viel bis gar nicht und deine Fähigkeiten sind praktisch.”
„Ich spreche nur, wenn ich es muss.“, antwortet Nakime mit ruhiger Stimme. Vor Überraschung weiten sich deine roten (D/AF) Augen. Zum ersten Mal hast du sie reden gehört. „Wenn das so ist, wieso antwortest du mir dann nicht?“, willst du wissen. „Meister Muzan hat mir befohlen auf Sie aufzupassen und nicht mit euch zu reden.“, meint sie und du siehst sie mit hoch gezogener Augenbraue an. „Achso? Und du tust alles, was er dir befiehlt? Auch wenn er sagen würde spring von der Brücke?”
Sie nickt und du siehst sie ungläubig an. Ist sie entweder sehr loyal oder eher wie ein Roboter. „Wenn Meister Muzan es mir befiehlt, würde ich es tun.“, fügt sie hinzu. Ohne etwas noch zu sagen, stehst du auf. „Wo wollt ihr hin?“, fragt sie mit einem ruhigen Unterton. „Spazieren gehen.“, erwiderst du ohne dich zu ihr umzudrehen. „Das dürft ihr nicht, Meister Muz-“, du fällst ihr ins Wort. „Hat befohlen dass ich hier bleiben soll. Ja, ich weiß aber ich bin nicht so wie du Nakime, die auf die Befehle ihres Meisters hört.”
„Meister Muzan wird euch für euren Ungehorsam bestrafen, (D/N).“, sagt sie und versucht dich so zu überreden, es nicht zu tun. Du lächelst sie amüsiert an. „Mag wohl sein. Aber no risk no fun, nicht wahr?“, erwiderst du mit einem leichten provokanten Unterton. Ehe Nakime ihre Biwa benutzen kann, bist du aus dem Schloss der Unendlichkeit gestürmt und in den düsteren Wald. Ohne weiter darüber nachzudenken verschleierst du deinen Geruch, damit du dich praktisch unsichtbar bewegen kannst.
Als du in die mit Lichtern versehenen Kleinstadt gehst, gehst du in eine Gasse. Du willst Kontakt mit Personen, die du kennst so gut, wie möglich vermeiden. Deine Schritte hallen in der Gasse wieder und du gehst unbeirrt weiter als sich mehrere Stimmen und Schritte näherten. Eine Gruppe von Männern kommen dir entgegen. Du ignorierst sie und willst an ihnen vorbei gehen, doch einer von ihnen stellt sich dir absichtlich in den Weg. „Na wohin des Weges, Süße?“, lallt er und grinst dich an. Er und die anderen riechen bestiallisch nach Alkohol, weswegen du angeekelst die Nase rümpfst. Widerlich, denkst du dir. „Geh mir aus dem Weg.”
Überrascht sieht er dich an und du gehst einfach an ihm vorbei, doch dann wirst du an deinem Oberarm gepackt und somit ans weitergehen gehindert. „Warte doch mal. Willst du nicht mit uns abhängen?“, fragt er dich und seine Freunde lachen dreckig. Du reißt dich aus seinem Griff und willst weiter gehen, jedoch packt er dich wieder am Arm und rammt dich gegen die Mauer. „Jetz hab dich nicht so, Süße. Lass uns etwas Spaß haben.“, erwidert er und streckt seine Hand nach deinem Oberteil aus. Mit festen Griff packst du das Handgelenk deines Gegenüber und drückst feste zu. Ein knackendes Geräusch ertönt und der Mann fällt schreiend auf den Boden, dabei hält er sein Handgelenk hoch.
Mit weit aufgerissenen Augen sieht die Gruppe dich an und du gehst an den knienden Mann vorbei, der wimmernd auf den Boden liegt und siehst seine Begleiter an. „Was ist los? Wollt ihr etwa keinen Spaß mehr haben?“, sagst du gespielt enttäuscht. „Du Miststück, was fällt dir ein?!“, brüllt der eine Mann und läuft auf dich zu, dabei nimmt er mit seiner Faust aus.
Statt er dich trifft weichst du aus und packst seinen Arm, den du mit einem reißenden Geräusch abreißt und gleich danach mit deinen langen Fingernnägeln die Kehle durchschneidest. „Eigentlich wollte ich mich zurück halten. Aber egal ob betrunken oder nüchtern seid ihr Menschen wirklich dumm.“, meinst du und siehst deine Blut befleckte Hand an. Mit einem genüsslichen Blick leckst du die Blutspur ab, die sich auf deinem Unterarm gezogen hat und siehst die vor Angst geweiteten Augen der Männer mit einem sadistischen an. „Wofür zurückhalten, wenn es solche Kerle, wie euch gibt, die ein ‘Nein’ nicht akzeptieren?“, fragst du eher dich selber.
Innerhalb von wenigen Minuten hast du die Männer getötet und sie zum Teil gefressen. Der Boden ist übersät mit Blutlachen, aber auch die Steinmauer der Gebäude sind nicht verschont geblieben. Als wäre nie etwas gewesen gehst du aus der Gasse und über den schmalen gepflasterten Weg. Dieses kleine toben hat dir wirklich gut getan. Außerdem was interessieren dich schon wertlose Menschenleben? Als du ein leises schluchzen hörst hältst du inne und eine darauf folgende Stimme. Sie kommt dir bekannt vor. Wieder hörst du ein gequältes schluchzen, wie gesteuert gehst du auf die Geräusche zu und siehst den Umriss einer Person. „Wieso?“, schluchzt sie.
Ein dröhnendes Gefühl macht sich in deinem Kopf bemerkbar und du weichst von ihr zurück. Was ist das? Was ist los mit dir? Du kneifst die Augen vor Schmerzen zu und drückst deine Handflächen gegen deinen Kopf, so als würde es die Schmerzen lindern. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel sind die Kopfschmerzen weg und du fühlst dich als wärst du im Gleichgewicht.
•••
Mit einem klickenden Geräusch und darauf folgenden knarrenden Boden schleift sich die Person in den Raum und entzündet die Lichter. „Wo bist du, (D/N)?“, flüstert (BF/N) zu sich selber und streicht sich die Tränen weg. Schleppend geht deine Freundin in die Küche und weicht erschrocken zurück, sodass sie gegen die Wand stößt. „(D/N), w-was... Wie?“, stottert sie und sieht dich schockiert an m. Verwirrt siehst du sie an und rührst im Topf rum. „Ich dachte mir, dass ich mal für uns koche.“, erwiderst du und siehst auf deine Nägel, die immer noch länglich und blau sind. Mit Konzentration ziehst du deine Nägel zurück, damit sie kürzer sind und eine natürliche Farbe haben. „Das meine ich nicht.“, erwidert sie und du drehst dich zu ihr.
„Du bist einige Monate verschwunden und plötzlich stehst du vor mir als wäre nie etwas gewesen. Also, wo warst du?“, will sie wissen und sieht dich ernst mit vor der Brust verschränkten Armen an. „Hat es etwas mit dem Mann zu tun, der vor paar Monaten nach dir gefragt hat?“, hakt sie weiter. Du hältst inne und beißt dir auf die Unterlippe. So gesehen liegt sie gar nicht mal daneben, denkst du dir. „Also doch!”
Erschrocken über ihre Reaktion zuckst du zusammen und siehst sie schockiert an. „Sag mir alles!“, deine beste Freundin wirkt nicht mehr so niedergeschlagen, wie sie eure WG betreten hat. Du würdest den Grund noch herausfinden. „Naja, so ist es nicht. I-Ich habe uns etwas zu essen gemacht. Sollen wir dann etwas ess-“, versuchst du dich rauszureden, jedoch wirst du von (BF/N) unterbrochen. „Ha! Ich wusste es. Er ist deine Affäre, nicht wahr? Sonst würdest du dich nicht rausreden.“, schreit sie fast euphorisch. „Wie romantisch! Eine verbotene und geheime Liebe. Er kommt zu dir u-”
„Er ist nicht meine Affäre.“, unterbrichst du sie und seufzt. „Lass uns essen, dann kannst du mir verraten, weshalb du so niedergeschlagen bist.“, fügst du hinzu und sie sieht dich schweigend an. „Woher...?“, murmelt sie fragend. „Ich kenne dich seit 9 Jahren. Also komm.“, erwiderst du und nimmst den Topf an dich.
Nachdem ihr gegessen habt, habt ihr auch zusammen auf das Bett von (BF/N) gesetzt. „Also verrat mir, was passiert ist.“, verlangst du von ihr und siehst sie auffordernd an. Sie wendet ihren Blick von dir ab und seufzt. „Mein Freund.“, bringt sie mühevoll raus. Schweigend hörst du ihr zu als sie fort fährt:„Er hat mich verlassen. Er sagte, dass er mich nie geliebt hat. Sondern nur mit mir zusammen war, weil meine Familie einflussreich ist, wir viel Geld haben und ich seine Bedürfnisse stillen konnte. Ich war nicht mehr als sein Spielzeug.“, heult sie und wischt sich die immer mehr werdenden Tränen von der Wange. Du nimmst deine beste Freundin in den Arm und tätschelst ihre Schulter.
„Er hat dich nicht verdient, (BF/N).“, redest du beruhigend auf sie ein. An ihrer Atmung merkst du, wie sich deine Freundin langsam beruhigt und sich wieder aufsetzt. Du beugst dich zum kleinen Nachtschrank und ziehst ein Tuch hervor, das reichst du an deine Freundin. Sie schnieft und wischt sich damit die Tränen weg. Mit einem leichten Lächeln und geröteten Augen sieht sie dich an.
„Du hast mir so gefehlt.“, haucht sie und du erwiderst ihr Lächeln. „Du mir auch.“, sagst du. Vor Schock weiten sich deine rot (D/AF) Augen als du spürst, wie sich die Arme deiner Mitbewohnerin um deine Schultern legen. „Ich habe dich lieb.“, murmelt sie in deine Schulter und du erwiderst die Umarmung. „Ich dich auch.“, nuschelst du. Nachdem deine Freundin neben dir eingeschlafen ist, hast du dich davon geschlichen, um deinen Plan in die Tat umzusetzen.
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Es sind seit dem du das Schloss der Unendlichkeit verlassen hast fast 5 Monate vergangen. Zudem hast du seitdem du mit deiner Freundin gesprochen hast, deine Menschlichkeit zur Hälfte zurück. Sowohl deine dämonische als auch menschliche Seite hast du nun vollständig unter kontrolle. Es ist ein atemberaubendes Gefühl, du fühlst dich stärker denn je.
Außerdem hast du einige Fähigkeiten von deiner dämonischen Seite kennengelernt, eine davon ist deinen Geruch und deine Aura vollständig zu verschleiern und sie sogar ändern für Menschen als auch Dämonen. Als Mensch konntest du deine Anwesenheit nur für eine kurze Zeit verschleiern, jedoch gelang es dir nur bei Menschen und es war extrem Kräfte zerrend. Zusätzlich hast du rausgefunden, dass du andere Menschen, um dich herum mit Augenkontakt manipulieren und steuern kannst. Doch dies sind nur wenige Fähigkeiten, die deine dämonische Seite mitbringt.
Da du weder Nakime noch einen anderen zunehmenden Mond siehst, bewegst du dich schnell in das Schlafzimmer von dir und Muzan. Entspannt mit einem leichten Lächeln landest du geschickt auf den dunklen Holzboden. Das war schon fast zu einfach. „Schön, dass du mich auch wieder mit deiner Anwesenheit beehrst, (D/N)“, hörst du die eiskalte Stimme mit wütenden Unterton von Muzan. Da du damit nicht gerechnet hast zuckst du erschrocken zusammen und siehst ruckartig auf.
Mit einem ausdruckslosen Gesichtsausdruck sitzt er mit überschlagenen Beinen elegant auf dem Sessel und stützt seinen Ellenbogen an die Lehne ab und mit seinem Handrücken seinen Kopf ab. Seine roten Augen scheinen dich förmlich zu durchbohren. Scheiße. Was sollst du sagen? „I-Ich wusste nicht, dass du bereits zurück bist.“, sammelst du und stellst dich gerade hin. „Ich dachte du wolltest dein Kommen ankündigen.“, versuchst du das Thema zu wechseln. „Das habe ich, wenn du hier gewesen wärst wüsstest du es.“, erwidert er mit durchdringender Stimme und sieht dich immer noch kalt an.
Was sollst du machen? Er ist mehr als sauer. Andere hätte er wahrscheinlich jetzt schon getötet. „Ich kann das erkl-“, sagst du, wirst jedoch von deinem Gegenüber unterbrochen. „Deine Ausreden interessieren mich nicht, (D/N). Ich bin eher enttäuscht von dir, dass du nicht auf mich gehört hast.“, meint er und du siehst kurz zu Boden, ehe du wieder zu ihm aufsiehst. „Du legst es ständig darauf an meine Geduld zu strapazieren, was erhoffst du dir davon? Macht es dir vielleicht Freude oder sogar Spaß?“, will er wissen und steht auf.
„Ganz und gar nicht. Es tut mir leid, wirklich.“, entschuldigst du dich. „Nakime hat versucht mich aufzuhalten, jedoch wollte ich nicht hören und außerdem..“, erklärst du und gehst auf ihn zu. Als du direkt vor ihm stehst, hast du deine Hand an seine Wange gelegt. „Außerdem hast du mir gefehlt.“, beendest du den offen gebliebenen Satz.
Sein kalter Gesichtsausdruck wechselte zu einem Lächeln und nimmt deine Hand von seiner Wange, hält sie stattdessen in seiner fest. „Ich bin immer noch wütend auf dich, dass du nicht auf mich gehört hast. Andere Dämonen hätte ich nicht davon kommen lassen. Es würde ihnen viel schlimmer jetzt gehen als dir.“, erzählt er dir und du nickst zur Antwort. Dir ist ziemlich bewusst, was du für ein Glück hast. „Jedoch bin ich stolz auf dich, dass du viel stärker bist als vor 5 Monaten.“, lobt er dich.
„Danke?“, sagst du überrascht über seinen Lob, aber es klang viel eher wie eine Frage. Angespannt wartest du darauf, ob er dich darauf anspricht, dass du dich von seiner Kontrolle befreien konntest und er deine Gedanken nicht mehr lesen kann. Das musste ihn bestimmt ziemlich nerven. „Auch wenn es beeindruckend ist, wiege dich nicht zu sehr in Sicherheit, nur weil du denkst ich könnte deine Gedanken nicht mehr lesen.“, raunt er dir mit einem drohenden Unterton ins Ohr und du bekommst eine Gänsehaut.
„Also kannst du sie doch lesen?“, murmelst du. Was sagst du denn da? Das war mehr als die falsche Antwort. Innerlich könntest du dich dafür Ohrfeigen. Als du plötzlich hochgehoben wirst, quiekst du erschrocken und gleich darauf auf das große, weiche Bett gelegt wirst. Mit seinem Armen neben deinen Kopf stützt er sich über dich ab. „Wer weiß. Aber wie wärs, wenn du mir verrätst, wer dieser junge Mann war mit dem du dich die letzten 5 Monate regelmäßig getroffen hast?”
„Woher weißt du das?“, fragst du geschockt. Rausreden kannst du dich nicht mehr, Scheiße. „Ich kann zwar deine Gedanken nicht lesen, aber ich kann durch deine Augen sehen, was du gemacht hast.“, erwidert er und durchlöchert dich mit seinen rotglühenden Augen. „Und mir gefällt es gar nicht, dass meine Frau sich mit einem anderen Mann statt mir trifft.”
Moment. Hast du dich etwa verhört? Nein, oder? „Deine was?“, kommt es über deine Lippen, bevor du wirklich nachdenken kannst. Er kräuselt die Stirn und mustert dich argwöhnisch. Was er wohl denkt? Schon unfair, dass er deine Gedanken lesen konnte bevor deine Freundin dir geholfen hat aus diesem Rausch zu kommen, aber du seine nicht lesen kannst. „Bitte, sag es nochmal.“, bittest du. Dabei richtest du dich etwa auf und stützt dich mit deinem Unterarmen ab, damit du und Muzan auf Augenhöhe sind.
Irritiert über deine Worte und Reaktion sieht er dir in die rot (D/AF) Augen an. „Ich habe dich meine Frau genannt.“, sagt er mit einem kurzen zögern und zurückhaltend. Wer hätte mal gedacht, dass du Muzan Kibutsuji, der erste Dämon und König der Dämonen zurückhaltend erleben würdest? Du steckst deine Hand nach ihm aus und berührst seine Wange. „Genau, das wollte ich hören.“, hauchst du ihm zu und siehst ihm in die roten Augen.
„Verspricht mir, dass du das nächste Mal auf mich hörst, (D/N).“, meint er ernst. „Das verspreche ich.“, erwiderst du auf seine Bitte. „Das will ich hören.“, meint er mit einem zufriedenen Lächeln und streicht dir durch deine (D/HF) Haare. Du schließt genüsslich deine Augen und schmiegst dich an seine Hand, die immer noch sanft durch deine Haare streichelt. Plötzlich packt er dich im Nacken und zieht dich zu ihm heran, sodass du seinen warmen Atem auf deinem Gesicht spürst und eure Lippen sich fast berühren. Etwas unsicher und fragend siehst du zu ihm auf. Hast du irgendwas falsch gemacht? „Ich will dich nie wieder mit jemand anderen sehen, hörst du? Du gehörst mir, (D/N).“, raunt er und streift dabei gegen deine Lippen.
Statt auf seine Aussage zu antworten schließt du den kleinen Abstand zwischen euren Lippen. Es passierte schon fast automatisch. Lag es an eurer Verbindung? An eurem Blut? Oder waren es doch echte Gefühle? Du weißt es nicht, aber du weißt dass du dich nach seiner Nähe sehnst und ihn willst. Deine Hand streicht durch seine schwarzen Haare zu seinem Nacken und dann zu seiner Brust.
Er zieht dich enger an sich heran und drückt dich dabei auf die Matratze. Muzan beugt sich über dich und legt, genau wie du vorher, seine Hand an deine Wange. „Ich liebe dich.“, gibt er mit einem leichten Lächeln zu. Du hast mit dieser Ehrlichkeit nicht gerechnet, weshalb du ihn erst sprachlos ansiehst. „Ich dich auch.“, erwiderst du lächelnd. Muzan beugt sich über dich und streicht mit seinen Fingerspitzen von deiner Wange zu deinem Schlüsselbein. „Bist du bereit für das folgende?“, will er wissen und sieht dir verlangend in die Augen.
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Seit dem du und Muzan zusammen eine Nacht verbracht habt sind schon fast 5 Wochen vergangen und melden tut er sich auch nicht. Das ist doch typisch Mann, oder? Du schaust frustriert auf dem Buch, das aufgeklappt auf deinem Schoß liegt. Außerdem hast du mehr oder weniger Hausarrest bekommen, da er deinem Wort nicht ganz so vertraut. Nerven tut es dich alle mal. Vorallem hat er dir nicht verraten, wie er ein recht abgelegenes Anwesen finden konnte und gleich darauf Personal. Jedoch ist dieses nur tagsüber da, was wohl besser ist.
Frustriert seufzt du und nippst an deinem Wasser, ehe du aufstehst und das Buch zurück ins Regal stellst. „Was willst du? Meister Muzan ist nicht hier, Daki.“, sagst du ohne sie anzusehen und streichst mit deinen Fingern über die angereihten Buchrücken. „Ich weiß. Ich bin jedoch, wegen euch her gekommen.“, meint sie und du kannst an ihrer Stimme hören, wie schwer es ihr fällt dich mit Respekt anzusprechen. „Ach ja? Warum?“, erwiderst du und nimmst ein Buch mit einem braunen Umschlag in die Hand. „Ich wollte mich dafür entschuldigen, wie ich Euch behandelt habe bevor ihr zum Dämon wurdet.“, nennt sie ihren Grund.
„Stimmt, du hast mich wirklich sehr schlecht behandelt. Du kommst also jetzt zu mir, weil du Angst vor den Konsequenzen hast?“, sagst du eher zu dir selber, ehe du dich zu ihr drehst. Seit du deine Menschlichkeit zurück bekommen hast, kannst du dich wieder an alles erinnern. Nach deiner Verwandlung hattest du das meiste vergessen oder konntest dich nur an Bruchstücke erinnern. „Ja, es tut mir wirklich leid.“, meint sie und sieht auf den Boden. „Daki...“, beginnst du und sie sieht zu dir auf. „Wie willst du sterben?“, fragst du sie und siehst sie mit rotglühenden Augen ernst an.
Mit weit aufgerissenen Augen sieht sie dich an. „Bitte, es tut mir leid. Wirklich! I-Ich-“, brabbelt sie und hält dann inne als sie sieht, wie du lachst. „Was...?“, fragt sie und du fängst an dich zu beruhigen. „Nur ein Scherz. Entschuldige, aber ich konnte es mir nicht verkneifen.“, erklärst du und fängst wieder an zu lachen. Immer noch perplex sieht sie dich an. „Ein Scherz? Ihr willst mich nicht umbringen?“, murmelt sie und du nickst.
„Natürlich nicht. Muzan würde es tun. Aber ich bin nicht so wie er, der seine Untergebene eiskalt ermordet. Das ist nicht so mein Stil.“, erwiderst du und drehst dich wieder weg von ihr. „Du kannst gehen.“, meinst du und siehst im Augenwinkel, wie Daki sich wegdreht. „Aber noch eine Sache.“, meinst du und drehst dich wieder zu ihr um. Sie bleibt stehen und dreht sich wieder zu dir um. „Schleim dich nicht bei meinem Mann ein, verstanden? Wenn ich das mitbekommen sollte, dann reiß ich dich in Stücke. Ich bin sehr anpassungsfähig.“, meinst du und siehst sie mit einem durchdringenden todesblick an. Sie senkt ihren Blick eingeschüchtert und nickt. „Gut, dann verschwinde.“, meinst du und wendest dich ab.
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Seit dem Daki zu dir gekommen ist sind 4 Stunden vergangen. Du stehst mit deinem Notizbuch und einen der Bücher aus dem Regal an einem Holztisch. Mit einer Spritze hast du dir etwas Blut abgenommen und dieses dann angefangen zu erforschen mit einigen anderen Flüssigkeiten. Deine Ergebnisse und wie es sich verhält hast du notiert und würdest diese an Tamayo schicken. Muzan weiß nichts davon, dass du mit Tamayo gemeinsame Sache machst und ihr hilfst ein Heilmittel aus deinem Blut herzustellen. Schließlich hast du Tanjiro versprochen ihm zu helfen, Nezuko zu heilen und dieses würdest du halten.
„Das sieht interessant aus.“, hörst du plötzlich Douma neben deinem Ohr sagen und lässt geschockt das Reagenzglas fallen, dass mit einem klirrenden Geräusch auf dem Boden zerbricht. Sauer siehst du zum Glas und dann zu ihm. „Was willst du hier? Musst du dich nicht um deinem Harem kümmern?“, meinst du und nimmst dir ein Tuch. „Sei doch nicht so fies zu mir.“, schmollt er und sieht zu dir runter als du die Flüssigkeit und das Glas entsorgst. „Wir sind schließlich Freunde und ich war in der Nähe.“, erklärt er die und lächelt dich charmant an. Schweigend siehst du ihn an, ehe du dich abwendest und dir das Reagenzglas mit der Ersatzflüssigkeit greifst.
„Ist dir nicht langweilig so alleine?“, will er wissen und liegt den Kopf schief. „Es war angenehmer bevor du mich so erschreckt hast.“, erwiderst du mürrisch. „Tut mir leid.“, meint er und sieht dich wieder schmollend an. Du seufzt leise und streichst dir eine (D/HF) Strähne hinters Ohr. „Schon gut.“, seufzt du. Gott, dieser Kerl macht dich fertig. „Kann ich irgendwas für dich tun?“, willst du wissen und entnimmst eine Probe, von deinem Blut und der trüben Flüssigkeit. „Nein. Ich bin nur gerne in deiner Nähe und ich war gerade in der Gegend, wieso dann nicht vorbei schauen?”
Du antwortest nicht darauf und nimmst eine Pipette in die Hand mit der du eine Probe entnimmst. „Das sieht ja spannend aus. Brauchst du vielleicht etwas?“, plappert Douma und zeigt dann mit einem grinsen auf einen seiner Augen. „Ich könnte dir mein Augapfel geben.“, schlägt er enthusiastisch vor. Etwas verstört siehst du ihn an, ehe du den Kopf schüttelst. „Nein. Außerdem musst du nicht gehen? Nicht das jemand aus deinem Harem flieht.“, meinst du. „Stimmt schon, dabei bin ich so gerne bei dir. Aber wir sehen uns bestimmt bald wieder.“, meint er und grinst dir zu, ehe er winkt und plötzlich verschwunden ist. Du siehst ihm nach und streichst dir durch deine (D/HF) Haare. Du wirst wohl nie schlau aus diesem Dämon.
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„Bitte, bringen Sie das zu Frau Tamayo und sagen Sie nichts zum Herren des Hauses, sobald er wieder hier ist, verstanden?“, fragst du einer der Angestellten im Haushalt und hältst ihr eine kleine Box mit deinem jetzigen Ergebnis und deinen Befunden als Brief auf der Box hin. Die junge Frau nickt und nimmt die Box und den Brief an sich. „Ja, ich verstehe. Sie können auf mich zählen.“, sagt sie und nimmt sich einen Mantel, ehe sie das Anwesen verlässt. Du siehst ihr nachdenklich hinterher. Diesmal musste es doch geklappt haben ein Heilmittel zu entwickeln. Was ist daran so schwer?
Du kehrt zurück in deinem Labor und setzt dich auf dem Holzstuhl. Dabei liegt dein Blick auf deinen Utensilien. Solltest du nochmal etwas ausprobieren? Schaden kann das nicht und außerdem ist außer dir sowieso niemand da. Seit Douma da war müssten schon ungefähr 2 Wochen vergangen sein und von Muzan hast du immer noch nichts gehört. Du fühlst dich schon einsam. Nicht mal in Kontakt kannst du mit deinem Mann bleiben, da die Dämonenjäger nach wie vor hinter ihm her sind und er sich vor ihnen verstecken muss. Trotzdem frustriert es dich.
Du stehst du von deinem Stuhl auf und krempelst den Ärmel deines Kimonos nach oben. Dann greifst du nach der Spritze und setzt sie an deiner Haut an, jedoch wird dir kurz schwarz vor Augen und du kippst zur Seite als dein Kreislauf nachgibt. Verdammt, was ist los mit dir? Bevor du bekanntschaft mit den Boden machen kannst, spürst du wie jemand dich auffängt und zurück auf den Holzstuhl setzt. „Danke, es geht schon.“, murmelst du und schließt kurz die Augen. Hoffnungsvoll, dass es sich um Muzan handelt siehst du auf. Jedoch steht Akaza neben deinem Stuhl und sieht dich besorgt an.
„Akaza.“, bringst du nur raus. Damit hast du nicht gerechnet. „Was machst du hier?“, fragst du verwirrt. „Meister Muzan, sagte mir ich solle nach dir sehen, da ich in der Nähe war.“, erklärt er dir und du siehst ihn wieder an. Er hat es ihm also gesagt? „Und wo ist er?“, willst du wissen. Akaza schickt er vorbei aber persönlich kommt er nicht vorbei? Was fällt ihm eigentlich ein? Musst du jetzt extra ein Termin mit ihm ausmachen? Wütend ballst du deine Hand zur Faust und spielst mit den Gedanken ihn bei eurem nächsten Treffen in die Sonne zu zerren. „Geht es dir besser?“, fragt die zunehmende Drei dich.
„Es geht schon. Ich bin nur dezent sauer auf Muzan.“, antwortest du und stehst auf. „Hast du oft diesen Schwindel?“, will er wissen. „Manchmal ist mir nur kurz schwarz vor den Augen oder übel. Liegt wohl daran, dass ich seit über einem Monat keinen Menschen mehr verschlungen oder Blut zu mir genommen habe.“, antwortest du und nimmst die Spritze wieder.
„Möglicherweise liegt es auch daran, dass du zur Hälfte immer noch ein Mensch bist und an deinen Experimenten.“, meint er und deutet auf deine Utensilien. Überlegend siehst du die diese an. Du hast dir auch oft in letzter Zeit und mehrmals am Tag Blut abgenommen. Vielleicht kommt das deinem Körper wirklich nicht gut? Schon bevor du eine Dämonin wurdest hattest du Blutarmut, wieso dann nicht?
„Vielleicht , ich glaube dann sollte ich mir mal eine Pause gönnen.“, meinst du eher zu dir selber und streckst dich. Akaza mustert dich dabei und du ziehst eine Augenbraue in die Höhe. Was schaut er dich so an? „Ist irgendwas? Ich kippe schon nicht wieder um.“, sagst du und stehst auf, dabei streichst du über dein Bauch und glättest somit deine Kleidung.
„Ich frage mich nur, wer von uns beiden stärker wäre, wenn ich gegen dich als Mensch und Dämonenjägerin gekämpft hätte. Du sollst angeblich Daki fast getötet haben und allgemein ziemlich starke Dämonen.“, erzählt dir Akaza und du schmunzelst. „Ich weiß, wer gewonnen hätte.“, sagst du und gehst zur Tür. „Ach ja. Wer denn?“, will er wissen. Dabei beobachtet er, wie du zur Tür gehst und deine Hand auf den Griff legst. Mit einem überzeugenden Grinsen drehst du dich wieder zu ihm um. „Ich. Ich hätte gewonnen.”
Überrascht von deiner Antwort sieht er dich mit geweiteten Augen an, ehe er ebenfalls grinst und dann den Kopf schüttelt. „Das glaube ich eher nicht.“, erwidert er. Zuvor hast du Akaza nicht so gesehen, so unbeschwert und gleichzeitig fröhlich. Sonst ist er eher so ernst und darauf fixiert stärker zu werden. „Tja, ich schätze das bleibt wohl für immer ein Mysterium. Man sieht sich, Akaza.“, verabschiedest du dich und winkst ihm zu, bevor du die Tür hinter dir schließt.
In eurem gemeinsamen Schlafzimmer setzt du dich auf das Bett und ziehst die Nadeln aus deinen hoch gesteckten Haaren. In sanften Wellen fallen deine (D/HF) Haare über deinen Rücken und umrahmen dein Gesicht. Nachdenklich siehst du zur gegenüberliegenden Wand. Sollst du nicht lieber zurück gehen und weiter an einem Heilmittel forschen?
Du überlegst weiter. Nein, du bist gerade zu jeden Tag in dem Labor und erforschst eine neue Methode. Dein jetziges Ergebnis ist schon viel weiter als das letzte und Tamayo kann sicher daraus mehr entwickeln und wenn es soweit ist schickt sie dir ihre Ergebnisse. Du hast genug getan, da kannst du dir eine Pause gönnen.
Du gehst dich bettfertig machen und schminkst dich ab, auch wenn dein Make up hauptsächlich aus dem roten Lippenstift besteht. Bevor du dich in dein Bett legst, wird dir kurz schwarz vor Augen, weshalb du dich an die Wand abstützt.
Wer hätte gedacht, dass deine Blutarmut sich selbst als Halbdämon noch bemerkbar machen würde? Wie ätzend. Um dich etwas besser zu fühlen, gehst du in das Gemeinschaftszimmer und öffnest einen Schrank. Wie du gewünscht hast, oder eher wie du eine Angestellte manipuliert hast etwas von ihrem Blut in einem Behälter zutun. Denn seitdem du deine Menschlichkeit zum Teil zurück hast musst du keine Menschen mehr fressen und kannst dich von normalen Nahrungsmitteln ernähren, jedoch musst du dies mit Blut ausgleichen. Mit einem Zug trinkst du den Becher aus.
Nach einigen Sekunden fühlst du dich viel besser als vorher. Du stellst den hölzernen Becher zurück und wischst dir mit deinem Arm über den Mund, ehe du wieder zurück ins Schlafzimmer gehst. Nachdem du die Tür hinter dir schließt läufst du zum Bett und legst dich hin. Es dauert nicht lange bis du eingeschlafen bist.
Bevor du deine Dämonen Seite erweckt hast, konntest du selten so beruhigt schlafen, denn die Angst vor einem Angriff der Dämonen während (BF/N) und du schliefen, ließ dich immer wachsam bleiben. Umso beruhigender ist es nun für dich, dass du selber zur Hälfte eine Dämonin bist. Zudem hast du für deine Mitbewohnerin, vor einigen Monaten auch eine Maßnahme ergriffen, seitdem du zu Muzan zurück gekommen bist, damit die Dämonen sie bloß nicht anfassen.
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Mitten in der Nacht spürst du eine dir bekannte Präsenz, obwohl du zuvor im Tiefschlaf warst. Du spürst das sie sich nähert und desto näher sie kommt, desto wacher wirst du. Jedoch behält du deine Augen vorerst geschlossen. Die Präsenz ist dir jetzt sehr nahe und du spürst, wie sich neben dir die Matratze absenkt und gleich danach eine (D/HF) Strähne aus dem Gesicht gestrichen wird. „Ich bin wieder da, (D/N). Verzeihe mir, dass ich solange fort war ohne mich zwischenzeitlich bei dir zu melden.“, flüstert dir Muzan ins Ohr.
Du öffnest deine Augen und drehst dein Gesicht zu deinem Ehemann um. „Du bist wirklich zurück.“, sagst du mit einem Unterton der Erleichterung und setzt dich auf. „War die Suche erfolgreich?“, willst du wissen und lehnst deinen Kopf an seine Hand, die er an deine Wange gelegt hat. „Leider nein. Ich würde gerne mit dir auch am Tag rausgehen-”
„Wieso versuchen wir es dann nicht mit meinem Blut? Ich bin die einzige, die bis jetzt dazu in der Lage ist. Wir könnten es doch versuchen.“, unterbrichst du ihn. Muzan lächelt leicht und nimmt seine Hand von deiner Wange, ehe er eine Hand von dir nimmt und sie an seine Lippen führt. „Akaza hat mir erzählt, dass es dir seit einiger Zeit nicht ganz so gut geht, weshalb ich dein Angebot ablehne und du wirst dich schonen. Ich weiß zwar nicht, was du hinter meinem Rücken erforschst aber ich will, dass du von nun an vorsichtiger agierst. Außerdem werde ich sie schon finden, mache dir darum nicht allzu große Sorgen.“, erwidert er ruhig, jedoch kannst du den ernsten Ton in seiner Stimme hören.
Etwas eingeschüchtert nickst du. „Ich verstehe. Wirst du dann wieder weggehen?“, murmelst du. „Nein, ich werde die zunehmenden Dämonenmonde wieder auf die Suche schicken. Ich bleibe bei dir und sorge dafür, dass du wieder gesund wirst.“, meint er. „Du verlässt mich also dann nicht?“, fragst du hoffnungsvoll. Wenn es so ist wie du denkst, dann würden du und dein Mann wieder endlich gemeinsame Zweisamkeit genießen können.
„Das werde ich.“, antwortet er und du fällst ihm in die Arme. Er erwidert deine Umarmung mit einem Lächeln und streicht über deinen Rücken. „Keine Angst, (D/N). Ich werde dich nicht wieder verlassen. Vorallem wenn ich daran denke, was noch vor uns kommt.“, flüstert er dir ins Ohr. Doch das ist dir gerade egal, zu glücklich bist du, dass Muzan bei dir bleiben wird als das du dir über die Zukunft Gedanken machst.