Chapter 1
Vorgeschichte:
Anina und Elly kenne sich seit fünf Jahren. Und Anina weiß das Elly ADHS hat und findet es nicht schlimm. Anina ist 20 Jahre alt und Elly ist 15 Jahre alt.
Erzählerin:
Anina und Elly sitzten nachdem Training (Anina und Elly sind im Spielmannszug und Anina spielt Marimba und Elly spielt Cymbals) in Aninas Auto und als Anina einsteigt sieht sie das was mit Elly nicht stimmt. Doch sie ahnt nicht, dass das, was Elly beschäftigt, für diese eine große Überwindung bedeutet...
Aninas Sicht:
Das Training ist vor bei, und ich bin froh daß es vorbei ist, da es sehr anstrengenden war.
Ich steige in mein Auto ein und mir fällt sofort auf das mit Elly was nicht stimmt. "Hey, alles in Ordnung?" Frag ich sie und lege meine Hand auf ihren Oberschenkel um sie zu behruigen, "Ja alles gut..." Antwortet Elly mir leise und mit zitternder stimme während sie ihre Arme fest um ihren Bauch legt. Ich spüre wie sie lügt und mache mir Sorgen. Da sie die ganze Zeit beim Training schon so komisch drauf war und sie sehr blass ist.
Ellys Sicht:
„Hey, alles in Ordnung?", fragt Anina mich, und ich bringe gerade noch ein „Ja, alles gut!" heraus, während ich meine Hände um meinen Bauch lege.Ich weiß, dass ich schon wieder zu wenig gegessen habe... Aber ich spüre einfach kein Hungergefühl. Ich will es Anina gerne sagen...Aber ich weiß nicht wie. Nach einer kurzen stillen Pause fragt Anina „Bist du wirklich sicher, dass es dir gut geht?", ich spüre ihren besorgten Blick auf mir, während ich auf den Boden starre und ich merke, wie ich mich unruhig auf dem Sitz bewege. Ich nicke einfach nur zur Antwort.
Aninas Sicht:
„Warum bewegst du dich denn dann so unruhig?", frage ich sie sanft. „Du zappelst die ganze Zeit und hältst deine Arme um deinen Magen" füge ich noch besorgt hinzu. Ich sehe dich weiterhin besorgt an. „Warum sagst du mir denn nicht was los ist...? Du weißt doch du kannst mir alles erzählen was dich beunruhigt". Nach kurzem schweigen sagt Elly leise, ohne mich anzusehen „Mir geht es gut..."Ich sehe ihre Hände, wie sie sich ineinander krallen. Ihre Stimme klingt viel zu ruhig - so, als müsste sie sich zwingen, überhaupt zu sprechen.
Ich weiß, dass das nicht die Wahrheit ist. Aber ich will sie nicht drängen...Nicht, wenn sie noch nicht bereit ist.
Ellys Sicht:
Ich bleibe stumm und drücke meine Arme fester um meinen Bauch, als könnte ich damit das Gefühl wegschieben.Ich merke, wie Anina merkt, das ich meinen Bauch immer fester drücke. „Hey... Lass deine Hände mal kurz weg. Ich möchte was versuchen", sagt sie leise und
Ich zögere. Mein erster Impuls ist, mich zu verschließen aber irgendwas in ihrer Stimme hält mich zurück.Ich schüttel den Kopf und spüre, wie Anina ihre Hand sanft auf meine legt. „Komm, bitte. Tu mir den Gefallen. Ich möchte etwas ausschließen - und vielleicht kann ich dir dann besser helfen." Ihre Stimme ist ruhig, fast flehend. Aber ich kann nicht. Ich presse meine Arme noch fester an mich, und senke den Blick. Was, wenn sie es wirklich herausfindet? Was, wenn ich dann keine Ausrede mehr habe? Ich bleibe stumm.
Aninas Sicht:
Sie sagt nichts. Ich spüre, wie ihre Arme sich nur noch fester um ihren Bauch legen, als würde sie sich vor der Welt schützen wollen. Ich lasse meine Hand auf ihrer liegen, ganz ruhig und ohne Druck. Ich will ihr helfen. Aber ich habe keine Ahnung, wie ich an sie rankomme, wenn sie sich so verschließt. Vielleicht ist es gerade das Einzige, was sie braucht: dass jemand da ist und nicht weggeht. „Elly... bitte. Ich brauche nur einen Moment. Nimm die Hände kurz weg, ich verspreche, ich tu dir nicht weh." sage ich sanft aber auch bestimmt. „Bitte lass mich...." Flüstert Elly und ich kann hören das Elly Tränen in den Augen hat. „Ich will dir nur helfen", sage ich leise und sehe Elly an. „Bitte, vertrau mir. Nur ein einziges Mal... für mich."versuche ich Elly um zustimmen.
Ellys Sicht:
„Bitte, vertrau mir. Nur ein einziges Mal... für mich", höre ich Anina sagen, und ich will ihr gerne sagen, was los ist... aber was, wenn sie mich dann hasst? Ich spüre, wie mir die Tränen runterlaufen, und weiß nicht, was ich machen soll...
Aninas Sicht:
Ich spüre plötzlich die Tränen, die über Ellys Wangen fließen. Ich schnalle sie ab und ziehe sie auf meinen Schoß. „Alles wird gut... Kleines...", flüstere ich und drücke Elly eng an mich.
Ellys Sicht:
Ich spüre, wie ich auf Aninas Schoß sitze und mich weinend an sie drücke. Ich merke, dass ich gerade gar keine Kraft mehr habe. Und ich will Anina nur erzählen, was los ist... aber ich kann nicht...
Aninas Sicht:
Nach knapp fünf Minuten spüre ich, wie Elly sich wieder beruhigt, und ich küsse sanft ihre Stirn. „Alles gut... ich bin für dich da... Kleines..."
Ellys Sicht:
Ich nicke. Ich weiß, dass ich Anina das sagen muss, aber ich habe Angst... Sollte ich es einfach machen?
„Anina... ich... es...", fange ich stotternd an. Ich Versuche ihr es zu sagen aber schaffe es nicht...ich will es Anina unbedingt sagen ...aber weiß nicht wie.
Aninas Sicht:
„Hey...ganz ruhig...." Fange ich an, als ich Ellys stottern höre. „Lass dir Zeit....du musst es mir nicht jetzt erzählen..." Spreche ich ruhig weiter, während ich Ellys rücken streichel. Ich drücke Elly eng an mich und merke jetzt erst wie dünn sie eigentlich ist. Ich verteile ihr kleine küsse auf den kopf. „aber...ich...m-mö...möchte..." Höre ich Elly leise flüstern. „ich weiß...aber du bist am Ende deiner Kräfte....Elly...." Versuche ich ihr zu sagen, „ wenn es dir besser geht ... Kannst du mir alles in Ruhe erzählen..." Füge ich noch hinzu.
Ellys Sicht:
Als ich die Worte von Anina höre, weiß ich, dass sie recht hat... Ich bin zu schwach, um zu reden... Ich lasse meinen Kopf gegen ihre Brust fallen und atme tief durch. Ich schließe meine Augen. Ich atme tief durch, um mich weiter zu beruhigen. Als ich mich wieder so gut wie beruhigt habe, setze ich mich aufrecht auf Aninas Schoß. „Ich... bin bereit... zu sprechen..."
Aninas Sicht:
Als ich ihre Worte höre, schaue ich sie immer noch unsicher an... „Bist du dir sicher?" frage ich Elly, da ich immer noch Angst habe, dass sie noch zu schwach ist. Elly nickt und ich schaue noch etwas besorgt...
Ellys Sicht:
"ich...ich..." Fange ich an. „Anina ich habe... Eine..." Versuche ich es und merke wie schwer es mir fällt. „ich habe... Bin... Ich esse gar nichts mehr..." Sage ich endlich, und schaue auf Aninas Schloß.
Aninas Sicht:
Als ich höre, dass sie sagt, dass sie gar nichts mehr ist schaue überrascht und besorgt. „warum? " Frage ich besorgt, „ich... Es... Ich bin zu fett... " Höre ich sie leise sagen. „Was?! Du bist nicht fett! Du bist so schön... So wunderschön! " Sage ich Elly und frag mich woher sie es hat
Ellys Sicht:
„Aber sie sagen es alle! Und es stimmt ich bin zu fett! Ich muss abnehmen... " Sage ich verzweifelt und fange mit den Händen zu zittern an ...
Aninas Sicht:
Ich nehme ihre Hände in meiner , um sie zu beruhigen. „Wer Elly? Wer sagt es..." , „alle! Alle sagen es... " Höre ich Ellys Worte. „ Elly du bist nicht fett!"
Elly's Sicht:
„Du bist wunderschön! So schön dass ich mich in dich verliebt habe Elly..." Höre ich Aninas Worte... Sagte sie, sie liebt mich? „du liebst mich, warum? "Frage ich verwirrt.
Aninas Sicht:
„Ja ich liebe dich! Ich liebe deine Art zu lachen, ich liebe deinen Körper, deinen Geruch. Ich liebe dich, auch mit deinem ADHS... Ich will dich schon so lange küssen... "sage ich und schaue Elly liebevoll und verliebt an.
Ellys Sicht:
Ich kann nicht glauben was sie sagt..
wie soll man jemanden wie mich lieben? Ich liebe Alina auch schon seit zwei Jahren. „ ich liebe dich auch, schon seit zwei Jahren..."
Aninas Sicht:
Ich kann nicht anders und küsse Elly. Ihre Lippen sind so weich und so wunderschön... ich könnte alle ewig küssen.
Ellys Sicht:
Aninas Lippen sind so weich. „ Anina... "flüstere ich, „ja?" „ist es normal dass ich gar nicht esse? "Frage ich ängstlich und füge hinzu „ich will nicht in eine Klinik..."
Aninas Sicht:
„Elly... Das ist überhaupt nicht normal! Du musst auch nicht in eine Klinik ...Therapie geht auch!" Antworte ich ihr. „ich liebe dich Elly! Und du bist nicht alleine wir machen das zusammen.'' Elly nickt zögerlich und ich küsse sanft ihre Stirn.
Erzählerin:
Seit dem Tag sind Anina und Elly zusammen. Elly ist in einer Therapie, wegen ihrer Essstörung und Anina hilft ihr so gut sie kann. Elly geht es immer besser aber sie hat oft rückfälle.