𝓣𝓱𝓮 𝓗𝓸𝓼𝓽𝓪𝓰𝓮

Summary

Du bist gerade mit deiner besten Freundin unterwegs, um Geschenke zu besorgen bis eine unberuhigende Nachricht ertönt. Mehrere Personen sind in Gefangenschaft von der berüchtigten Tokyo Manji Gang und du sollst den Platz mit ihnen tauschen. Nun liegt es an dir alles wieder gerade zu biegen. Mikey x Reader. Die Rechte gehören alleine den Schöpfer von Tokyo Revengers! Nur die erfundenen Figuren und Handlungen gehören mir und dürfen nicht für eigene Zwecke verwendet werden!

Genre
Thriller
Author
Leonie
Status
Complete
Chapters
4
Rating
n/a
Age Rating
18+

Part 1

Es ist der 17.12.2017 und eine Woche vor Weihnachten, weshalb du dich mit deiner besten Freundin Nachmittags getroffen hast, um noch einige Geschenke zu besorgen. In einem nahegelegenen Einkaufscenter seid ihr gerade in der Kinderabteilung und du möchtest mit einem gezielten Griff nach eines der Spielzeuge greifen für dein Patenkind.

Du hältst in deiner Bewegung inne, da sich deine Aufmerksamkeit bereits auf den kleinen Fernseher, der an der weiß gestrichenen Decke hängt richtet und eine beunruhigende Nachricht verkündet.

»Die Tokyo Manji Gang hat seit heute Spätnachmittag das erfolgreiche Casino CoinChampion eingenommen. Laut Polizei werden aktuell 50 Personen als Geiseln gehalten. Grund für diesen Überfall ist noch unbekannt«, rattert die Reporterin das geschriebene von ihrem Zettel runter.

Geschockt hörst du dir die Nachricht an und spürst, wie sich dein Herzschlag abrupt verschnellerte. Immer wieder hallte das Wort ‘Tokyo Manji Gang’ in deinem Kopf. Das konnte nicht sein! Sie würden niemals-, die Stimme deiner Freundin riss dich aus deinen Gedanken. „(D/N) wir sollten hier weg.“, sagte (BF/N) zu dir und zieht leicht an deinen Ärmel, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Auch wenn sie versucht ruhig zu reden, kannst du genau das Zittern in ihrer Stimme heraushören. Du nickst ihr zu, um zu signalisieren, dass du verstanden hast. Gerade als ihr, genau wie viele anderen Kunden, aus dem Laden tretet hörst du den Klingelton deines Handy. (BF/N) blieb ungefähr einen halben Meter vor dir stehen und sah dich nervös als auch wartend an. „Ein Moment.“, sagst du zu ihr mit gehobenen Zeigefinger und ziehst dein Handy aus deiner Jackentasche heraus.

Ohne auf den Kontakt zu schauen nimmst du den Anruf entgegen und hältst dir dein Handy ans Ohr. „Hallo?“, fragst du.

„Spreche ich mit (D/N) (N/N)?“, fragt eine dir unbekannte männliche Stimme, die Hintergrundgeräusche beim Mann hörten sich an, wie entfernte Polizeisirenen, weshalb es dir schwer fällt ihn zu verstehen, dennoch antwortest du nach kurzem zögern. „Ja, das bin ich. Mit wem rede ich da?“, stellst du eine Gegenfrage. „Mein Name ist Naoto Tachibana. Ich bin Polizist und bin zuständig in der Abteilung für organisierte Kriminalität.“, stellte er sich dir vor.

Kurz hielst du inne. Organisierte Kriminalität, hast du etwa richtig gehört? „Was wollen Sie von mir?“, willst du wissen. Wieso ruft dieser Mann dich an? Gerade in dem Zeitpunkt in der die Gang ein Casino überfallen hat und 50 Personen gefangen hält? Da wird er doch eher gebraucht als dieses Telefonat, oder nicht?

„Sie haben bestimmt schon gehört, was gerade passiert. Ich bin sicher Sie kennen das nahegelegene Café Fellows?“, sagt er ohne auf deine Frage einzugehen.

„Ja”, sagst du und versuchst nicht angepisst zu klingen, da er nicht auf deine Frage geantwortet hat.

„Gut, kommen Sie bitte in 10 Minuten dort hin.“, meint der Polizist und bevor du etwas antworten kannst hat er bereits aufgelegt.

Ungläubig siehst du dein Handy an. In 10 Minuten? Du würdest bei diesem Chaos, wenn du Glück hast mindestens 20 Minuten brauchen. Aber ablehnen kannst du jetzt auch nicht mehr und es klang wichtig.

„(D/N), alles ok?“, fragt dich (BF/N) und legt ihre Hand auf deine Schulter. Du siehst kurz zu ihr und steckst dein Handy wieder in die Tasche. „Ja, alles in Ordnung.“, antwortest du auf die Frage deiner besten Freundin. „Wer war dran?“, will sie wissen und legt den Kopf leicht schief. Du zögerst, ob du es ihr wirklich sagen kannst. Es ist nicht so als würdest du ihr nicht vertrauen, aber diesmal hast du das Gefühl es wäre besser es nicht zu sagen. Zumindest für jetzt.

„Ist nicht so wichtig. Ich muss jetzt los. Pass auf dich auf!“, verabschiedest du dich und sprintest los. Während du läufst denkst du über das Telefonat nach. Wer war dieser Mann und woher hatte er deine Nummer? Was ist, wenn das ein Betrüger war? Aber gerade jetzt würde es keinen Sinn machen, zumindest für dich.

Auch wenn du misstrauisch bist, hälst du die Augen nach dem Café offen. Du warst dort noch nie aber du weißt, wo das Café ist. Desto mehr du jedoch an das Café nachdenkst, desto klarer wird dir, dass das Café in der Nähe von dem eingenommenen Casino ist, doch jetzt war es zu spät zurück zu gehen, denn das Café war in deiner Sichtweite und vor diesem kannst du zwei Gestalten erkennen.

Mit langsameren Schritten kommst du näher und erkennst einen dunkelhaarigen Mann im Anzug, neben ihm steht ein weiterer Mann mit ebenfalls dunklenhaaren, doch anders als der andere Mann im Anzug trägt er eine einfache Jeans und ein T-Shirt mit einer Jacke drüber. Mit einem halben Meter Abstand bleibst du vor den beiden Männern stehen.

Der Mann im Anzug sieht dich an und dann zu dem anderen. „Ist sie das?“, fragt er und du erkennst die Stimme wieder, das war der Mann mit dem du vorher telefoniert hast. Der andere Mann blickt dich an und nickt dann. „Ja, das ist sie.“, antwortet er und aus irgendeinem Grund kommt dir diese Stimme auch bekannt vor. „Es tut uns leid, dass wir Sie so überrumpelt haben aber es ist wichtig.“, sagt Naoto.

Du nickst nur schweigend und verkneifst dir einen Kommentar. So viel Wahl hattest du auch nicht. „Es ist lange her (D/N)“, meint der Mann, der dir so bekannt vorkommt. Dein Blick weicht von Naoto zu dem anderen. „Sorry, aber ich habe wirklich keine Ahnung, wer du bist.“, gibst du zu. „Naja es wundert mich nicht es ist immerhin 12 Jahre her.“, lacht er nervös und kratzt sich den Hinterkopf.

Du legst dein Kopf schief und denkst nach, wo du ihn vor 12 Jahren gesehen hast. Als du an die Vergangenheit denkst kommen verschwommene Erinnerungslücken hoch, die du versuchst wieder abzuschütteln. Du hast deine Gründe, wieso du nicht mehr daran denken willst. „Ich denke ich nehme dir die Arbeit mal ab. Mein Name ist Takemichi Hanagaki.“, stellt er sich vor und wie Schuppen fiel es von deinen Augen. Stimmt, Takemichi war ein Freund von Draken und Mikey.

„Ja, ich erinnere mich an dich. Du hast dich kaum verändert.“, meinst du.

„Ähm.. Ist das gut oder schlecht?“, fragt er nervös und du musst lachen. Es tut gut, wieder jemanden zu treffen den man früher kannte und du konntest Takemichi schon immer gut leiden. Auch wenn die Wiedersehensfeier gerade sehr unpassend ist. „Das ist gut.“, meinst du. Auf deine Antwort erröten sich seine Wangen leicht und er wandt den Blick von dir ab. „D-Danke.“, stottert er und lächelt leicht.

„Okay, können wir uns bitte jetzt dem wichtigeren zu wenden?“, fragt Naoto etwas ungeduldig. Ach stimmt ja, er hat dich sicher nicht aus dem Grund angerufen Takemichi wieder zu treffen. „Sie haben recht also warum sollte ich hierhin kommen? Vorallem in der Nähe vom Casino CoinChampion und sollten Sie als Polizist nicht lieber vor Ort sein?“, willst du wissen und stemmst deine Hände an die Hüfte.

„Nun Takemichi hat erzählt, dass Sie und Manjiro Sano eine innige Verbindung hatten.“, begann er dir zu erzählen. „Ach hat er das?“, warfst du ein und siehst ihn an. Takemichi sah nervös auf seine Hände und nickt leicht. Er hatte nicht Unrecht. Mikey und du waren vor 12 Jahren ein Liebespaar, jedoch war es Vergangenheit. „Ja, weshalb wir dachten Sie könnten so leicht an ihn herankommen.“, fuhr er fort.

„Wie soll ich das denn machen? Ich habe ihn seit 12 Jahren nicht mehr gesehen und warum ich?“, fragst du aufgebracht. Mikey müsste dich dafür hassen, für das was vorgefallen war. „Das ist der Punkt, das ‘Wie’.“, sagt Naoto. Sein Blick sprach dabei Bände. Du weißt genau worauf er hinaus will, weshalb du wild mit dem Kopfschüttelst. „Oh nein. Ich mach das nicht! Das ist doch Selbstmord!“, beschwerst du dich.

„Es ist bis jetzt die einzige Möglichkeit.“, sagt der Polizist ernst und schaut dich erwartungsvoll an. „Die einzige Möglichkeit? Ich soll mit den Geiseln tauschen? Das ist nicht gerade die beste Möglichkeit und das als Polizist.“, maulst du und verschränkst trotzig die Arme. „Denken Sie nach es werden 50 unbeteiligte Menschen gefangen gehalten und bis jetzt scheint es keine Verhandlungsmöglichkeiten zu geben.“, erwidert der Polizist und bleibt genauso wie du stur.

Dennoch haben seine Worte dich zum Nachdenken gebracht und du kaust energisch auf deiner Unterlippe herum. Du könntest dich dafür selber erwürgen, dass du es in Betracht ziehst es zutun. Der Polizist hat recht, die unbeteiligten Menschen können nichts dafür, irgendwie muss man ihnen helfen. Aber zuerst willst du wissen, wieso gerade du es machen sollst. „Gut, ich mache es. Für die 50 Leute, aber zuerst will ich wissen, warum gerade ich?“, sagst du und siehst beide erwartungsvoll an. Die beiden schauen dich überrascht an. „Was ist? Denkt ihr ich mache sowas ohne etwa zu wissen, wieso ihr mich ausgesucht habt?“, fragst du ungeduldig.

„Wir gehen davon aus, dass Manjiro Sano noch Gefühle für Sie hat.“, antwortet Naoto nach einem kurzen räuspern. Aber du blickst ihn kritisch an. Als Takemichi begann zu reden, schaust du zu ihm. „Nicht nur das. Ich habe Naoto von dir und Mikey erzählt, dass ihr beide ein wirklich gutes Team wart und etwas kitschig ausgedrückt, aber so eine Liebe kann nicht erloschen sein.“, erzählt er und du schaust ihn schweigend an. „Als ich dann mitbekommen habe, dass du wieder zurück nach Japan gekommen bist habe ich Naoto umgehend informiert und ihm alles geschildert.”

Immer noch schweigend schaust du beide an. Super, jetzt hast du wohl ein Stalker, naja nicht nur ein sondern gleich zwei. Muss ja echt mein Glückstag sein, denkst du ironisch. Aber dass war nicht das Einzige, was dich aufregt sondern, dass sie dich durch eine Vermutung in die Höhle des Löwen laufen lassen wollen, jedoch hast du dich bereits entschieden und außerdem kannst du nicht diese Menschen im Stich lassen.

Dennoch konntest du das nicht einfach so stehen lassen und erwiderst auf Takemichis Aussage:„Es ist 12 Jahre her Takemichi und selbst wenn, Mikey muss mich dafür hassen, was vorgefallen war.” Als du die Worte aussprichst blickst betrübt zu Boden, unwillkürlich musstest du daran denken, was vor 12 Jahren geschah. Immer noch fragst du dich, weshalb du das getan hast.

„(D/N), was ist vor 12 Jahren vorgefallen?“, will Takemichi wissen.

Du blickst wieder auf und wolltest gerade antworten, jedoch kam ein uniformierter Mann zu euch gelaufen bevor du antworten konntest und blieb neben Naoto stehen. „Mr Tachibana Sie müssen sofort mitkommen! Wir haben Kontakt zu den Gangmitglieder erhalten.“, teilt er mit und sieht kurz verwirrt zu dir. „Gut, dann kommt mit.“, sagt Naoto.

Immernoch verwirrt sah der Polizist dich an aber nickt und folgt Naoto als er sich umdreht und geht. Takemichi und du folgt ihm.

•••

Ihr habt das Casino nach 15 Minuten erreicht, wie im Fernsehen standen um das Casino viele Einsatzwagen und Polizisten. Als du dich umdrehst siehst du, dass ein etwas älterer und kräftiger Mann auf euch zu gelaufen kam. „Mr Tachibana, da sind Sie ja. Es ist uns gelungen Kontakt zu den Geiselnehmern aufzunehmen”, teilt der Mann Naoto mit. Er nickt und schielt kurz zu dir mit einem leichten nicken zeigst du ihm somit das du bereit bist. Naja nicht wirklich bereit, denn du wirst mit den Geiseln tauschen, ob das gut geht, wahrscheinlich nicht.

Der ältere Mann schaut dich verwirrt an. „Entschuldigung, aber wer sind Sie, Miss?“, fragt er dich. „Das ist (D/N) (N/N) Sie hat sich dazu bereit erklärt den Geiselaustausch durchzuführen.“, antwortet der Polizist. Mit großen Augen sah der Beamte euch beiden an. „Wie.. Was Sie? Aber-“, bevor der Mann zu Ende sprechen kann, fällst du ihm ins Wort. „Ja, ich kenne den Anführer der Tokyo Manji Gang von früher und möchte helfen.“, erklärst du knapp. „Das ist sehr riskant, ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist.“, meinte der Beamte.

„Es ist in Ordnung und es ist die einzige Möglichkeit und außerdem haben wir nicht allzu viel Zeit, richtig? Da sollten wir uns beeilen.“, meinst du. Du möchtest das einfach so schnell, wie möglich hinter dir bringen.

„In Ordnung.“, stimmt er zögerlich zu. Er schien damit nicht ganz einverstanden zu sein, du ebenfalls nicht aber ein Rückzug wirst du jetzt nicht machen. „Ich werde es organisieren.“, fügt er noch hinzu, bevor er sich umdreht und weggeht.

„Ich hätte nicht erwartet, dass du so überzeugend bist.“, murmelt Naoto und du schaust ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Ich habe es dir doch gesagt, das es kein Wunder ist, weshalb sie mit Mikey zusammen war.“, meint Takemichi und du kannst sein selbstlob aus seiner Stimme heraushören, weshalb du die Augen verdrehst und dich räusperst.

Nun waren beide Augenpaare auf dich gerichtet. „Da ich gleich tauschen werde, will ich sichergehen, dass ihr beide ein Plan habt, wie ihr mich wieder rausbekommt.“, sagst du ernst. Beide schauen sich an und schauen kurz auf den Boden, um deinen Blick auszuweichen. „Ihr habt doch ein Plan, oder?“, willst du wissen.

„Ja, natürlich.“, bestätigt Naoto.

„Gut, will ich hoffen.“, meinst du und drehst dich um als der Polizist von eben, wieder zu euch kommt. „Wir haben Kontakt aufgenommen und sie haben zugestimmt.“, verkündet er euch. Etwas geschockt schaust du ihn an. So schnell? Aber wie?

„Kommen Sie bitte mit, Miss.“, murmelt der Mann und dreht sich wieder um. Bevor du ihm folgst wendest du dich an Takemichi und Naoto. „Übrigens, wenn ich sterben sollte und ihr mich nicht befreit, werde ich euch verklagen und ihr werdet meine Beerdigung bezahlen.”

„Wir werden Sie befreien, Miss (N/N).“, sagt der dunkelhaarige zuversichtlich. „Na hoffentlich.“, grummelst du und drehst dich weg, ehe du dem Polizist folgst. Wird schon schief gehen, denkst du dir, um dir selber etwas Mut zu machen. Paar Meter vor dem Haupteingang bleibst du neben dem Polizisten stehen. Bevor du etwas sagen wolltest, wurde die Tür bereits geöffnet und ein Mann mit einem Gewehr in der Hand tretet aus.

„Zuerst sie!“, brüllt der Mann und zeigt mit dem Finger auf dich. Wie auf Kommando beginnt dein Herz zu rasen und du spürst, wie deine Knie beginnen zu schlottern. Verdammt! Ich darf nicht panisch werden, sonst ist alles vorbei, denkst du und versuchst dich wieder zu entspannen. Innerlich bist du aufgewühlt und panisch, äußerlich lässt du dir jedoch nichts anmerken. Gut, dass du dir mit der Zeit angewöhnt hast, deine wahren Gefühle zu verbergen.

„Nein, erst die Geiseln!“, brüllt der Polizist zurück. Der Mann auf der anderen Seite wirkt alles andere als begeistert und macht eine Handbewegung zur Tür, kurzdarauf erschienen vereinzelte Personen, die eingeschüchtert und langsam auf euch zu marschieren. Man kann ihnen den Schock in ihren Gesichtern genau ansehen. „Jetzt sie!“, sagt der Mann und zeigt wieder auf dich. Nach kurzem zögern gehst du an die Menge vorbei, die sich mittlerweile zur Schlange gebildet hat. Immer noch treten vereinzelte Personen aus dem Casino.

Ungefähr einen halben Meter bleibst du vor dem Mann stehen und drehst dich um. Die befreiten Personen wurden von der Polizei geborgen und vom Casino weggeführt. Während du das Geschehen vor dir beobachtest macht sich ein Gefühl von Stolz in dir breit, du hast all diese Menschen gerade gerettet, das war es wert. Dein Stolz hält nicht lange als du spürst, wie der Mann mit festen Griff deinen Oberarm packt und dich näher zu ihm zieht. Sofort drehst du dein Kopf zu ihm und versuchst dich aus seinen Griff zu befreien.

Bevor der Mann dich vollständig in das Casino gezogen hat, hast du den letzten Blickkontakt mit Takemichi und Naoto, bevor er die Tür hinter euch zu schlägt. Die beiden Schulden dir was und das nicht wenig. Ohne dich weiter zu wehren folgst du ihm in die große Halle, die mit vielen Möglichkeiten ausgestattet war, um durch spielen viel Geld zu verdienen und gleichzeitig Schulden zu machen. Andere Mitglieder waren in der Halle und mustern dich argwöhnisch. Keiner von ihnen kommt dir bekannt vor, wie auch? Immerhin hattest du zuletzt vor 12 Jahren Kontakt zu Toman, da war es klar, dass neue Mitglieder dazu gekommen sind.

Als der Mann dich immer noch hinter sich her schleift und vor einem anderen Mann stehen bleibt und dich immer noch nicht los lässt, reicht es dir. „Lass mich jetzt los, du Pisser.“, fauchst du und entziehst deinen Arm aus seinem Griff. Mit einem Todesblick blickt er dich an. „Wie war das, du Schlampe?“, zischt er und nähert sich dir. Oh scheiße, geht es dir panisch durch den Kopf und du machst ein Schritt nach hinten. Bevor er dir noch näher kommen kann wird er an seinem Oberarm gepackt und zurück gezogen, so wie er es zuvor bei dir gemacht hat.

„Beruhig dich, Ruki. Du weißt, was deine Aufgabe ist.“, sagt ein anderer Mann zu ihm und schaut ihm eindringlich in die Augen. Mit einem kurzen finsteren Blick in deine Richtung nickt er kurz und wendet sich von euch ab, ehe er davon stampft. Du verfolgst ihm mit deinen Augen und verfluchst ihn innerlich. „Sie sind also (D/N) (N/N)?“, fragt der eine Mann und du schaust von dem Mann, der immer weiter weggeht, zu dem anderen vor dir.

Zögerlich nickst du zur Antwort. Ist das nicht klar? Schließlich wurdest du angeboten als Austausch zu dienen. Oder denken sie sie wurden reingelegt und du wärst eine Spionin? Könnte wahrscheinlich sein, schließlich bist du diesen Männern nie begegnet und sie waren auch nicht vor 12 Jahren dabei, da konnten sie schlecht wissen, wie du aussiehst. Dennoch hältst du ausschau nach einer Fluchmöglichkeit, jedoch richtest du deine Aufmerksamkeit schnell wieder auf den Mann, als er begann zu sprechen.

„Ma’am, bitte trinken Sie das.“, bittet der Mann dich höflich und reicht dir ein Glas. Misstrauisch musterst du dieses, nimmst es aber trotzdem entgegen und schaust es noch immer an. „Wieso sollte ich das trinken?“, fragst du skeptisch und blickst ihn an. Erst ein Geiselaustausch und jetzt sollst du plötzlich etwas trinken? Da stimmt doch etwas nicht und Gastfreundschaft ist es sicherlich auch nicht. „Wir wissen nicht, wie lange wir noch hier bleiben und Sie müssen auch durstig sein. Schließlich wollen wir nicht, dass Sie verdursten.”

Kurz denkst du nach, du bist eigentlich tatsächlich durstig, aber da du schon von Natur aus misstrauisch bist, überlegst du ständig hin und her, ob du es trinken sollst. „Und wenn ich kein Durst habe?“, willst du wissen und schaust ihn prüfend an. Wenn etwas darin ist, würden sie dich sicherlich zwingen es zu trinken. Zumindest gehst du davon aus.

„Dann ist es eben so, Miss.“, antwortet er dir ruhig. Eine recht normale Reaktion. Vielleicht reagierst du einfach über? Naja, man kann es dir nicht sonderlich verübeln, schließlich wurdest du mit den Geiseln ausgetauscht und ein Glas zu trinken, was von den Geiselnehmern angeboten wurde ist nicht gerade normal. Nach einem zögern nickst du leicht und setzt das Glas an deinen Lippen an mit einem Zug hast du das Glas geleert und wurde dir abgenommen.

Der selbe Mann, der dir das Glas gereicht und abgenommen hat entfernt sich von dir und redet mit zwei anderen Männer. Einer von ihnen war Ruki, jetzt schon ein dir unsympathischer Kerl. Während du dir drei beobachtest, setzt du dich auf einen der Barhocker und lehnst dich an die Theke. Was die wohl reden?, geht es dir durch den Kopf. Seufzend lässt du deinen Blick schweifen. Du kennst wirklich keinen dieser Mitglieder von Toman. Wann die wohl dazu gekommen sind? Und wie groß Toman jetzt ist? Du hast wohl viel verpasst in den letzten 12 Jahren.

Mit den verstrichenen Minuten wird es dir immer schwummriger, da dir zunehmend schlecht wurde, stehst du langsam vom Hocker auf. Was war plötzlich los mit dir? Dir wurde es immer schlechter und schwindliger, vielleicht liegt es daran, dass du heute zu wenig gegessen hast? Zumindest hoffst du es. Wankend läufst du in die Richtung der Toiletten, dabei stützt du dich an der Wand ab, um nicht umzukippen.

„Ma’am?“, hörst du und siehst wie Schuhe in dein Blickfeld treten. Mit viel Mühe schaust du auf. „Was... Was ist los mit mir?“, hauchst du langsam. „Es scheint doch schneller zu wirken als erwartet.“, sagt der Mann und dreht sich zu Ruki um, der hinter ihm tretet. „Nimm Kontakt zu ihm auf und sag Bescheid, dass wir bald ankommen.“, befehlt der Mann und Ruki nickt kurz, ehe er sich wieder abwendet und davon geht.

„Was hast du getan?“, bringst du mit viel Mühe über deine Lippen und sinkst an der Wand herab. Alles dreht sich um dich und deine Augenlider werden schwerer. Haben sie dich vergiftet? Aber wann? Während du versuchst ein klaren Gedanken zu fassen, fiel dein Blick auf dem Glas. Das Glas, sie haben dir damit etwas untergejubelt. „Nehmen Sie es nicht persönlich, Ma’am. Das ist nur unsere Aufgabe.“, sagt der Mann und sah auf dich herab. Bevor du noch etwas sagen kannst fielen deine Augen zu.

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>Auswahl<

Option 1: Du wachst gefesselt in einem Zimmer auf

Option 2: Du wachst nicht gefesselt in einem Zimmer auf

Ps: Ich empfehle euch eine der gegebenen Optionen zu wählen, da es zum Teil doppelt ist ;)