Weihnachtsbäckerei by PragDoma at Inkitt
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Weihnachtsbäckerei

Summary

Weihnachtliche Kekse backen ist nicht schwer. Scheinbar auch beim Wölkchen Verein Akatsuki, die sich dafür sogar aufteilen.

Genre
Humor
Author
PragDoma
Status
Complete
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
13+

Oh, du heiliger Bimbam

Außerhalb der Akatzuki Organisation tanzten die ersten Schneeflocken, veranlassten so manchen sich die Nase an den Fenstern plattzudrücken und zu schauen, wann endlich genug Schnee lag, um darin Schabernack zu betreiben.

Zwei ganz besonders. Deidara und Hidan, die es kaum erwarten konnten, endlich die all jährig wiederkehrende Schneeballschlacht einzuläuten. Itachi hingegen wusste noch nicht, ob er sich freuen oder doch lieber eingraben sollte. Darüber hinaus führte Kakuzu eine Diskussion mit Sasori darüber, wie viel Geld sie für Weihnachtsdekorationen ausgeben durften. Umgerechnet etwa fünfzig Euro. Ein knappes Budget, wenn man bedachte, dass Konan dieses Jahr dafür zuständig war und einkaufen ging.

Sasori stand noch in den Verhandlungen, diskutierte hier, ermahnte da und zack hatte er eine umfassende Summe herausschlagen können. Sage und schreibe etwa 400 Euro. Konan war außer sich vor Freude, als sie hörte, dass sie eine großzügige Summe zum Shoppen bekam. „Alleine möchte ich aber nicht gehen“, murrte sie und bevor sie jemanden aussuchen konnte, waren bis auf Hidan, Tobi und Deidara bereits alle geflüchtet.

„Perfekt“, stieß sie erfreut aus. „Drei Helfer.“

„Was?“ Deidara fiel die Kinnlade herunter, Hidan hingegen fluchte und Tobi sprang herum, wie ein Flummi auf Kokain.

„Aus gehts, Jungs.“ Konan hakte sich bei Deidara unter, zog Hidan mit sich, der wiederum Tobi unter seine Fittiche nahm, damit dieser nicht verloren ging.

„Perfekt, sie sind weg und alle, die etwas ausplaudern können, ebenfalls.“ Erfreut rieb er sich die Hände, wartete geduldig ab, bis sie außer Sichtweite waren und betrat eilig die Küche.

Viel Zeit hatte er nicht, dafür helfende Hände, die aus Itachi, Pain und Kisame bestanden. Kakuzu hatte sich selbst das Amt des Aufpassers aufgedrückt und schlug sofort Alarm, sollte Konan früher als geplant zurückkommen.

Um in Stimmung zu kommen, wurde sogar weihnachtliche Musik angemacht, durchflutete wie ein ansteckender Schleier die Küche und Gemüter der Akatzuki Mitglieder. Kaum zu glauben, das Kisame mitsang, sogar gut sang und Itachi beinahe vergessen ließ, dass er ein Trauma mit Eiern hatte. Dementsprechend weigerte er sich diese anzufassen, trieb somit den ungeduldigen Sasori beinahe in den Wahnsinn und ließ ihn wie einst Rumpelstilzchen toben und fluchen. Mit dem kleinen Unterschied, dass er um den Ofen herumsprang und sich ärgerte.

„Warum gibt es kein Jutsu für Kekse backen? Es gibt für jeden verdammten Scheißdreck ein Jutsu. Sogar eines, was Deidara kurzzeitig in ein Weib verwandelt!“ Während er so sprach, blickte er argwöhnisch über den Türrahmen. „Wo kommt das jetzt her?“

„Was?“ Itachi drehte sich um, verfolgte Sasoris Blick und runzelte die Stirn. Er hatte gar nicht mitbekommen, wer den Mistelzweig aufgehängt hatte. Sicher aber war es Pain, der sich einen Kuss von Konan erhoffte.

„Wird Pain in aller Stille hin gehangen haben“, murmelte der Uchiha.

„Sicher? Am Ende war es der Fischkopf oder schlimmer noch Kakuzu.“ Angewidert schüttelte sich der Puppenspieler und wühlte kaum eine Minute später in den Schubladen nach dem Nudelholz.

„Verdammt, wo ist es?“ Man sah ihm an, er hatte schon keine Lust mehr weiter Kekse zu backen, doch er wollte Deidara nicht enttäuschen, ihm die Freude auf Weihnachten kaputtmachen. Er öffnete daher jede Schublade, drehte jeden Stein in der Küche um und fand endlich die Teigrolle hinter den Kochtöpfen unter der Spüle. Wie und wann es dort hingekommen war, erschloss sich Sasori nicht. Die Hauptsache war, es war da und er konnte endlich den Teig ausrollen, der ohne Kisames Zutun entstanden wäre. Itachis Eiertrauma saß demnach wohl tiefer als gedacht.

Sasori ließ einen tiefen Seufzer verlauten, während sein Blick auf der Küchenuhr verweilte. Langsam sollte er sich sputen, den Teig ausrollen, Plätzchen ausstechen und dekorieren. Hastig lief Sasori durch die Küche, scheuchte Kisame, trommelte Itachi herbei und selbst Pain wurde nun dazu verdonnert, nicht nur zu gucken.

Wer den Mistelzweig aufgehängt hatte, war noch immer unklar und wirklich zugeben wollte es der Übeltäter auch nicht. Sasori gab es daher auf, hakte das Thema ab und dekorierte liebevoll weiter einen Keks, der irgendwie nach Deidara aussah. Mit viel Fantasie. Ansonsten sah es eher aus wie ein verunglückter Teigklumpen. Wie der Ton von Deidara, nur ohne Bums dahinter. Kunstvoll war es … Sasori schüttelte den Kopf, die Gedanken an das Balg und dessen Kunst ab. Es galt immer noch Kekse zu backen, es weihnachtlich zu gestalten. Alles andere hatte Zeit oder aber keinen Platz. Mehr noch keinen Platz. Jedenfalls bei Sasori.

Bei Pain sah das anders aus, ebenso bei Kakuzu und sogar Itachi hatte Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Selbst Tobi. Deswegen hatte Konan ihn auch mitgenommen. Mit Sicherheit sogar. Hidan, damit er sich nicht doch noch verplapperte. Sasori dekorierte mittlerweile den letzten Keks, sah, wie Kisame bereits saubermachen und Itachi sogar begann, die Küche zu fegen. Nötig war es. Der Boden glich beinahe einem Schlachtfeld, wie eine von Deidaras unnötigen Explosionen, nur mit Mehl und Eierschalen.

Und da war er wieder, der Gedanke an dieses Balg, an seinen Partner, der Kekse über alles liebte. Den Sasori liebte und sich fragte, wann genau das Überhand genommen hatte.

„Denk nicht so viel nach. Genieß es und lass es auf dich zukommen.“ Weise Worte von einem Kerl, der seine gesamte Familie ermordet und nur den kleinen Bruder verschont hatte.

Beeindruckt war der Puppenkünstler dennoch, nickte Itachi sogar zu und räumte die letzten verräterischen Spuren von der Arbeitsfläche. Gerade rechtzeitig, wie es schien.

„Bleib gefälligst stehen, hm.“ Fluchend rannte Deidara hinter Tobi her und blieb direkt unter dem Mistelzweig stehen. „Wenn du noch einmal …“

Weiter kam der blonde Künstler nicht mehr. Sasori hatte die Chance genutzt, seinen Partner mit einem Kuss zum Schweigen und Konan zum Staunen gebracht.

„Na dann kann Heiligabend ja kommen“, murmelte sie und stellte die vielen Tüten auf dem Tresen ab.

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