Kapitel 1 – Schweinekalt

Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 – Schweinekalt
Kapitel 2 – Blutiges Buffet
Kapitel 3 – Der Mutant
Kapitel 4 – Nach dem Einschlag
Kapitel 5 – K’Rath-Den: Flaschen, Flammen, Fremde
Kapitel 6 – Aufbruch ins Ungewisse
Kapitel 7 – Kurs auf den Schwarzmarkt
Kapitel 8 – Cnencwi
Kapitel 9 – Der unerwartete Passagier
Kapitel 10 – Landung im Verborgenen
Kapitel 11 – Der Gegenangriff
Kapitel 12 – Der Angriff
Kapitel 13 – Das trojanische Pferd
Kapitel 14 – Das Weiße Haus
Kapitel 15 – Wiederaufbau und Verschnaufpause
Kapitel 16 – Wieder unterwegs
Kapitel 17 – Der Sturm auf Myrralis
Kapitel 18 – Aufbruch nach Veyros
Kapitel 19 – Das verlassene Alienschiff
Kapitel 20 – Veyros
Kapitel 21 – Im Bauch des Feindes
Kapitel 22 – Die Überraschung
Kapitel 23 – Virtuelle Verbündete
Kapitel 24 – Neue Rüstung, neues Bündnis
Kapitel 25 – Das Erwachen in Cryovara
Kapitel 26 – Die Vorbereitung
Kapitel 27 – Das Ende oder der Anfang von Boarus
Kapitel 28 – Die Entscheidung
Kapitel 29 – Das Labor
Kapitel 30 – Der letzte Sturm
Epilog
Extras
Danksagung
Kapitel 1 – Schweinekalt
Valencia in Spanien – Juli 2030
Ich war alkoholisiert. Schon wieder.
Hatte das günstigste Bier genommen, das die Kneipe bot, und mich wie ein Zombie mit Restwürde auf die Straße geschleppt. Mein Shirt klebte am Rücken, weil die Luft stillstand. Valencia 2030 – heiß wie die Hölle und zerstört wie mein Gedächtnis.
Elias Grey ist mein Name. Im Alter von Mitte 40. Heller Haarfarbton. Blaue Augen, die einst gelächelt haben, bevor sie das Zielen lernten. Ehemaliger Soldat, danach Bodyguard für die, die ordentlich bezahlen. Heutzutage bin ich nur noch ein Mann mit scharfem Instinkt … und einem schlechten Gewissen.
Meine Ausbildung in Muay Thai und Krav Maga fand in Los Angeles, Kalifornien, statt, während ich Jiu-Jitsu hauptsächlich von meinem Vater gelernt habe. Gesichter vergesse ich nicht. Aber ich erinnere mich auch an keine Namen mehr. Abgesehen von meinen. Elias. Genügt.
Emotionen? Abgewöhnt worden. Liebe! Keine Zeit. Partnerschaften? Ich kann mir drei Methoden merken, um jemandem das Genick zu brechen – aber keine, um ein Gespräch zu führen. Daher trinke ich. Nicht um zu vergessen. Um nicht zu fühlen.
Nachts gleichen die Straßen Valencias einem schlafenden Tier – einem mit Raum und Hunger. Ich stapfte durch das Barrio El Cabanyal, das einst Küstenflair mit Hippie-Charme versprühte, heute aber eher von Drogendealern und rostigen Elektroscootern geprägt ist. Der Asphalt war klebrig, und die Luft war durch Frittieröl und Abfallgerüche verunreinigt.
Ein betagter Mann schlummerte unter einem zerbrochenen Werbeschild, das nach wie vor flackerte: „Die Zukunft beginnt heute.“ Ha. Natürlich. Ich nahm einen Schluck aus der Bierflasche, die ich hochhielt. Heißt nicht kalt. Abscheulich. Aufrichtig. Voll mein Geschmack.
Dann erschien das Licht.
Zunächst dachte ich, es sei ein Scheinwerfer. Vielleicht die Polizei, oder einer dieser Drohnen-Narren, die Partievideos machen. Doch es war zu hell. Zu unverblümt. Es schien, als kenne es mich.
Ich wollte mich bücken. War nicht möglich. Mein Körper entsprach nicht mehr den Anforderungen. Die Beine fühlen sich taub an, die Hände sind schwer. Alles wurde nach oben gezogen – als hätte Gott mich an der Gurgel gepackt und gesagt: „Es ist Zeit, aufzuräumen.“
Dann gab es keinen Boden mehr. Es gibt nur noch Licht.
Und dann: Finsternis.
Ich erwachte nicht wirklich.
Es war eher so, als würde mein Verstand langsam wieder an die Oberfläche kommen. Wie nach einem Vollrausch, bei dem du erst dann merkst, dass du noch lebst, wenn die Schmerzen dir ins Gehirn beißen.
Ich nahm Platz. An einem Ort. Unter mir etwas Hartes, in mir etwas Kaltes. Meine Nackenhaare standen zu Berge. Mein Herz schlug ruhig – noch war es so. Mein Blick wurde klarer.
Ich befand mich in einer Glaskugel. Runder Bereich. Wände aus transparentem Material, darauf ein milchiger Schimmer. Wie ein futuristischer Sarg. Es hätte auch einer gewesen sein können.
Mit mir waren im Inneren: fünf Herren. Drei Damen. 2 Kinder. Alle munter. Alle in Panik. Obwohl ein Mann versuchte zu beten, zitterten seine Lippen zu sehr. Die Frauen schrien, während einer der Männer wie ein Wolf im Käfig heulte.
Ich unternahm nichts. Ich verharrte ruhig. Und beobachtete.
Das stellte den Unterschied zwischen uns dar. Sie waren auf der Suche nach einer Lösung. Ich forschte nach Informationen.
Die Umgebung war unbekannt. Steril. Zu makellos, um aus dieser Welt zu stammen. Überall Linien, die im Puls leuchteten. Es existiert kein Fenster. Kein Ausgang zu sehen. Nur wir allein. Eingeschlossen wie Vieh.
Ein Laut – ein metallisches Zischen, dann schwere Tritte. Die Luft wurde anders. Der Geruch war der von Dreck und Eisen.
Und dann kam es.
Ein Schwein.
Keine Tierart. Keine Person. Etwas dazwischen.
Mit einer Körpergröße von zwei Metern. Haut in Rosa, mit Glanz. Reißzähne, die dick sind und eine gelbliche Färbung aufweisen. Der Körper war muskulös, wie ein Bulldozer in einem Fleischanzug. Kleine, rote Augen. Der Blickwinkel? Frigid. Mit analytischen Fähigkeiten. Als würde er uns nicht sehen – sondern nur messen.
Er hatte eine blaue Dienstkleidung an. Irgendeine Art von Rangabzeichen auf der Schulter, aber alles sieht fremdartig und asymmetrisch aus. Kein Firlefanz – das Teil wirkte funktional. Militärisch geprägt.
Er deutete auf den Kerl, der neben mir stand. Ein junger Mann mit einem Kurzhaarschnitt. Eventuell Student. Eventuell als Kellner. Eventuell nichts.
Er begann augenblicklich zu wimmern.
„Bitte… Nein, bitte… Ich habe eine Familie … „Ich habe—“
Es traten zwei weitere Schweine ein. Dieses Mal in grünen Kampfanzügen. Ohne Dekoration. Sie bewegten sich synchron – wie Profis. Gingen auf den Mann ein, auch wenn er trat, schlug und schrie. Der Mann hatte keine Chance.
Sie zogen ihn zu einem Metallstuhl am Hallenrand. Wirkte wie ein höllischer Zahnarztstuhl. Der Mann wehrte sich, spuckte und bettelte.
Daraufhin wurde er fixiert.
Unter Verwendung von Laserbändern. Einer auf die Brust. Zwei auf den Beinen. Zwei an den Armen. Einer am Hals.
Ein Arm aus Metall bewegte sich aus der Decke heraus. Es war in Form eines Schlauches und hatte eine flexible schwarze Farbe.
Er drang in den offenen Mund des Mannes ein.
Die Substanz hatte eine violette Farbe. Langwierig. Strahlend. Während er würgte, zuckte und krampfte, floss sie in ihn hinein. Dann: Injektionen. Zwei, vier und acht. In den, im Oberschenkel, unter den Rippen. Der Körper zitterte.
Daraufhin verstummte er.
Nur für einen Augenblick.
Als Nächstes kam es zu einer Explosion.
Ein Druckpuls. Kein Geräusch. Nur auf einmal – der ganze Kerl platzte auf. Ein Dampf in Violett breitete sich aus. Fleisch, Knochen, Glibber. Wie Seifenblasen aus Organen. Ein Zahn schlug gegen die Innenseite der Glaskugel.
Die Kinder schrien. Die Frauen kreischten. Ein Mann erbrach sich auf den Boden. Langsam erhob ich mich.
Ich war nüchtern. Blitznüchtern.
Ich hielt die Flasche mit Bier hoch. Noch zur Hälfte voll. Wahre Qualität. Ich trat hervor. Der in Blau gekleidete Schweineoffizier drehte sich zu mir um.

„Hey!“, rief ich. Ich sprach mit ruhiger, tiefer Stimme.
Er starrte mich an. Die grünen Truppen formierten sich.
„Erlaubt mir, der Nächste zu sein…“ „Oder hast du Schiss, du mutierte Wurst vom Fleischer?“
Ich näherte mich. Keine Sorge. Keine Zögerlichkeit.
„Weißt du, was ich liebe?“, fragte ich, während ich die Flasche hob.
„Schweinerippchen“ – wirklich schön durchgegart. „Mit einer dunklen Kruste.“
Der Blaue hob die Pranke. Hielt die Grünen ab. Er wollte es persönlich haben. Eventuell eine Frage des Ansehens. Oder einfach unklug.
Die Glasscheibe zischte auf. Dicker, feuchter Nebel kroch wie vergammelter Atem in die Kugel.
Vor mir stand das Schwein in der blauen Uniform. Enorm. Schwabelig. Seine Haut schimmerte wie ein frisch gewaschener Hintern im Neonlicht. Es grunzte unverständlich und streckte seine fettigen Greifer nach mir aus. Vermutlich handelt es sich um eine Machtdemonstration. Oder Bereitschaft zur Paarung. Hab keinen Schimmer.
Ich grinste und gönnte mir noch einen Schluck aus meiner Bierflasche.
„Weißt du, wer du bist?“ „Der Grund, weshalb Vegetarier Albträume bekommen.“
Mein Blick verstand mich, das Schwein hingegen nicht. Ich machte einen halben Schritt nach vorn, lenkte mit meiner linken Hand seinen Blick auf mich – und dann…
Angriff.
Ich riss die Flasche mit der rechten Hand nach oben – sie zerbrach am dicken Schweinebein. Splitter des Glases flogen weg. Ich stach mit der scharfen Flasche in den Bauch, drehte sie und zog sie hoch – eine ekelerregende Mischung aus Schleim, rosa Fett und Blut lief mir über den Arm.
Das Schwein grunzte kreischend und legte seine Arme auf seinen Bauch.
Ich stach auf seinen Hals ein – ein, zwei, drei schnelle Stiche in die Adern – es spritzte überall Blut. Es fiel röchelnd zur Seite, und seine dicken Beine zuckten.
Die anderen Schweine draußen – zwei in grünen Uniformen – reagierten verzögert. Der eine wollte seinen Blaster ziehen, der andere deutete auf mich und brüllte etwas Grunzendes.
Ich war rascher.
Ich warf die Flasche und traf damit Schwein Nummer zwei genau auf die Schnauze. Splitter und Blut – röchelnd fiel er zu Boden.
Darauf hüpfte ich aus der Kugel heraus und kam unmittelbar vor dem noch lebenden Grünen zu stehen. Er war ein riesiges Ding, bestimmt zwei Meter breit, aber zu langsam. Ich ging tief in die Hüfte, Krav-Maga-Kombination:
1. Ellenbogenschlag gegen die Kehle.
2. Kniestoß in den Bauch des Schweins.
3. Sweep. Beide Beine entfernt.
Das Schwein prallte rücklings gegen die Wand, schnaufte und griff nach einer Waffe – seltsam gebogen, fremd und brummend.
Ich war bereits oben auf ihm.
Sauber angesetzter Jiu-Jitsu-Würgegriff – ich drückte, bis die Augen rot anliefen. Danach war es still.
Allein das Grunzen der Verwundeten und das panische Keuchen der anderen Menschen in der Kugel.
Ich erhob mich. Überall Blut. Flaschensplitter lagen im Raum herum. Die Luft war durch den Geruch von Alien-Innereien und verbranntem Gummi verunreinigt.
Hinter mir gab es ein Winseln.
Ein Mann höheren Alters, sein Gesicht ist von Tränen gezeichnet: „Bitte…“ „Bitte helfen Sie uns.“
Ich drehte mich um. Vier Männer, zwei Kinder und drei Frauen – alle wurden mitgenommen, zittern jedoch am Leben.
Ich atmete schwer.
„Wir brechen bald auf.“ „Vorher allerdings…“
Ich beugte mich vor, um die Waffe des Schweins zu fassen – sie war schwer und kalt und hatte merkwürdige Rillen.
„…lassen wir uns mal überraschen, was das Teil so draufhat.“
Ich hielt die unbekannte Waffe immer noch in der Hand. Sie war schwerer als gedacht, kühl, und ihre Oberfläche schien leicht zu vibrieren. Ich wusste nicht, wie das Ding genau funktionierte, aber ich hatte gelernt: Wenn man in der Patsche sitzt, einfach mal auf den Abzug drücken und hoffen, dass es nicht gleich explodiert. Der alte Mann, der um Hilfe gefleht hatte, blickte mich mit zitternden Augen an. An seiner Seite die Frauen und Kinder, sämtlich zusammengepfercht in diesem gläsernen Käfig der Hölle.
„Keine Sorge“, murmelte ich, „ich schaffe es, euch da herauszubekommen.“
Die massive Glastür war mit einem Schloss verriegelt. Es gibt keine Möglichkeit, sie einfach aufzudrücken. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach dem Steuerpult, das irgendwo diese verfluchte Tür steuern musste.
Nachdem ich eine Weile im Raum herumtastete, entdeckte ich ein großes Bedienfeld – es sah aus wie das Produkt der Fantasie eines hyperaktiven Raumfahrtingenieurs unter Drogen. Eine Vielzahl an Knöpfen, Schaltern und blinkenden Anzeigen. Farben, die laut riefen: „Betätige mich, wenn du dich traust!“
Ich betrachtete das Teil eingehend.
Rot, Blau, Grün und Lila.
Ohne Symbole. Ohne Beschriftung. Keine verdammte Gebrauchsanweisung. Na klar. „Wer braucht schon eine Anleitung, wenn man ein intergalaktischer Schweineclown ist?“, murmelte ich.
Als ich den ersten Knopf vorsichtig drückte, ertönte ein Quietschen und in der Ferne heulte eine Sirene.
„Ups“, äußerte ich. „Das könnte möglicherweise die Selbstzerstörung gewesen sein.“ „Das wäre mal was anderes.“
Nächster Knopf – eine Klappe öffnete sich, ein seltsamer Alien-Pudding quoll heraus und dampfte bedrohlich.
„Okay, das stellte sich wohl als die Kantine heraus.“
Als ich den dritten Knopf drückte, kam ein mechanischer Arm aus der Decke hervor, der mir beinahe die Waffe aus der Hand schlug, bevor er wieder verschwand.
„Vermutlich das intergalaktische High-Five.“
Nachdem ich durchgeatmet und die Stirn gerunzelt hatte, betätigte ich lila.
Das Bedienfeld strahlte in der Farbe Grün, ein Summen erfüllte den Gang – und hinter mir vernahm ich das markante Zischen der Glaskapseln.
„Sieh mal einer an, das klappt ja.“ „Warum nicht gleich ‚Enter drücken zum Entkommen‘?“, sprach ich leise, bevor ich mich zu den anderen wandte.
Als ich zur Kugel zurückkam, bemerkte ich, dass sich die Tür allmählich öffnete. Die Überlebenden traten vorsichtig hervor, sie zitterten und waren blass vor Erschöpfung. Eine der Frauen stach sofort ins Auge: Sie war schlank, hatte zerzaustes dunkles Haar und tiefgrüne Augen, die trotz der Angst einen entschlossenen Funken ausstrahlten.

Sie trat vor und stellte leise die Frage: „Wo sind wir?“
Mit der Alien-Waffe in der Hand nickte ich nur und antwortete kurz: „Ist mir egal.“ „Entweder finden wir hier raus oder wir sterben dabei.“
Es knackte hinter uns. Bewegungen im Dunkeln.
Aus dem Seitengang traten zwei blaue Unteroffiziere – Waffen im Anschlag, ihre Schweinsnasen zitterten vor Aggression. Wie Presslufthämmer, die grunzen. Es schien, als hätten sie vor, mir den Tag zu verderben.
Ich grinste vor mich hin.
„Endlich mal ein wenig Gesellschaft.“
Der Erste begab sich auf den Weg – direkt auf mich zu. Ein Amateur. Ich wich zur Seite aus, versetzte ihm einen kräftigen Kniestoß und sorgte so dafür, dass er ins Reich der Träume gelangte. Er schlug heftig auf, ließ einen langen Grunzlaut hören – und dann herrschte Stille.
Der Zweite richtete seine Waffe auf. Keine gute Idee. Ich war rascher.
Ich riss den Alien-Blaster empor – mein Finger zuckte.
KZSSHHH!
Ein gleißendes Licht blitzte im Flur auf – es traf ihn unmittelbar in die Brust. Das Schwein wurde rückwärts gegen die Wand geworfen, knallte auf den Boden… Und zeigte keine Regung mehr. In seiner Uniform schmorte ein rauchiges Loch.
Langsam senkte ich die Waffe, warf ihr einen kurzen Blick zu und danach der dampfenden Wand.
„Für Schweinetechnologie ist das nicht schlecht.“
Dann blickte ich auf den Bewusstlosen und den Verdampften.
„Das macht so Spaß.“
Es gibt keinen Grund, eine Pause einzulegen. Das Schiff war enorm, und irgendwo da draußen warteten noch weitere Schweine. Aber ich war vorbereitet.
Ich wandte mich den Überlebenden zu und sprach: „Kommt mit mir.“ Wir finden es hier heraus. „Falls dem nicht so ist, sorgt wenigstens dafür, dass die Schweine euch nicht lebend kriegen.“
Die Frauen hielten die Kinder eng bei sich, während sie nickten. Während wir weitergingen, griff die Frau mit den tiefgrünen Augen am Ende des Gangs nach einer zurückgelassenen Alien-Waffe. Entschlossen, aber unsicher, hielt sie sie fest in den Händen.
Wir begaben uns zusammen in den stählernen Dschungel des Raumschiffs.
Wir setzten unseren Weg fort. Der Gang war so breit, dass zwei Lkw nebeneinander Platz hatten, und überall flackerte es in einem ungesunden Neonblau. Die Wände schienen wie ein lebendiger Organismus zu atmen. Das Schiff summte, als ob es Albträume hätte.
Ich ging an der Spitze. Im Hintergrund die übrigen – drei Frauen, vier Männer und zwei Kinder. Ich glaube, einer der Typen hieß Rafael. Sprach viel. Über das Maß.
„Was denkst du, wo wir sind?“ Raumflugzeug? Militärposten? „Vielleicht eine Simulation?“, hauchte er mir zu.
Ich warf ihm einen Blick zu. „Sollte dies eine Simulation sein, ist der Humor desjenigen, der sie entworfen hat, sehr krankhaft.“
Plötzlich öffnete sich eine Tür – mit zischendem Dampf, versteht sich – und ein bestialischer Gestank traf uns.
Sofort hob ich die Hand. „Rückwärts.“ „Alle ruhig bleiben.“ Aber es war zu spät, natürlich stolperte einer nach vorn. „Boah.“ „Was ist das denn? Sprach ich – wir standen am Rand einer riesigen Halle.“