Jeff Erbstein und die kaputte Zukunft – Das Chaos-Epos

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Summary

Jeff Erbstein und die kaputte Zukunft – Das Chaos-Epos Ein absurd anmutender Sci-Fi-Wahnsinn, der Zeitreisen, bürokratische Albträume und aufständische Kochlöffel miteinander verknüpft Jeff Erbstein plante ursprünglich nur, Reinigungstätigkeiten auszuführen. Er arbeitet dort als Hausmeister bei Veridien Dynamics. Er hielt sich aus allem heraus – bis eine lila Flüssigkeit eine geheime Maschine traf und ihn in eine Zukunft katapultierte, die kaputter war als eine defekte Mikrowelle in einer kaputten Kantine. Unerwartet wird Jeff der Auserwählte, ein unfreiwilliger Messias, und Mitglied der „Liga der Zeitentgleisten“ – einer Gruppe von skurrilen Figuren wie dem Actionhelden Seba Ohnegebiss, der Koch-Generalin Olga, Karl Kleinschritt, dem Spezialisten und einem größenwahnsinnigen Hamster. Sie reisen gemeinsam durch dystopische Städte wie Klepto 3, Nullburg, Pimmelgrad und Zentralkonfusion, kämpfen gegen Denkverbote, Zeitbanken und Logik-Tyrannei – und gegen eine Realität, die jeder Logik widerspricht. Dieses Buch ist ein Feuerwerk für alle, die Douglas Adams lieben, Kafka mal zum Lachen bringen wollten oder sich im Leben schon einmal gefragt haben: Was zur Hölle ist hier eigentlich los? Es bietet anarchischen Humor, abgedrehte Ideen und herrlich absurde Szenarien. Ein rasantes, satirisches Abenteuer für alle, die gerne lachen – und dabei nachdenken. Oder andersherum.

Status
Complete
Chapters
12
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kapitel 1 – Der Hausmeister, welcher die Wirklichkeit unbeabsichtigt zertrümmerte


Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1 – Der Hausmeister, welcher die Wirklichkeit unbeabsichtigt zertrümmerte

Kapitel 2 – Willkommen in Klepto 3 (bitte lassen Sie Ihr Gehirn am Eingang zurück)

Kapitel 3 – Die Liga der Zeitentgleisten

Kapitel 4 – Nullburg oder: Die Stadt, in der offiziell nie etwas passiert

Kapitel 5 – Pimmelgrad oder: Der Ort, an dem Gedanken kriminalisiert werden

Kapitel 6: Maultown – Wo jede Wahrheit gelogen ist, aber trotzdem stimmt

Kapitel 7 – Der Algorithmische Dschungel von Influenzia

Kapitel 8 – Die Bank der Zeitverbrechen

Kapitel 9 – Der Kalenderkrieg von Chronologika

Kapitel 10 – Die Stille Minute

Kapitel 11 – Zentralkonfusion

Kapitel 12 – „Die Orientierungslosigkeit in 37 Akten“

Kapitel 13 – Akte, Akten, Aktenkoller

Kapitel 14 – Zwischen Aktenstaub und Wahnsinn

Kapitel 15 – Die Klammer

Kapitel 16 – Die Dunkelkammer der Geschichte

Kapitel 17 – Der Speicher des Schweigens

Kapitel 18 – Zentrum absoluter Fakten

Kapitel 19 – Der Humor der Apokalypse

Kapitel 20 – Fahrt nach Bürkel-Bronkeln

Kapitel 21 – Die Stille von Schmirgelbrück

Kapitel 22 – Das Ministerium für Unerklärliches

Kapitel 23 – Der Pfad des Vergessens

Kapitel 24 – Die Pille und der Mann, der nicht war

Kapitel 25 – Die Realität schlägt zurück

Kapitel 26 – Der Weg nach Nirgendwo

Kapitel 27 – Dazwischen und danach

Kapitel 28 – Eintrittskarte ins Absurde

Kapitel 29 – Die Ordnung schlägt zurück

Kapitel 30 – Die Realitätsschleuse

Kapitel 31 – Die Verschwörung der Sinnlosen

Kapitel 32 – Willkommem in Schnarchfurt

Kapitel 33 – Zentrum für Formverlust

Kapitel 34 – Der Freizeitpark des Wahnsinns

Kapitel 35 – Frustland: Die Festung der gesüßten Diktatur

Kapitel 36 – Die Spalten in der Himmelsdecke

Kapitel 37 – Rechenherz

Kapitel 38 – Die Chronoschmiede

Kapitel 39 – Der Maschinenkern

Kapitel 40 – Turm des Letzten Protokolls

Epilog – Urlaub am Ende der Zeit

DANKSAGUNG – ODER: WER SCHULD IST

Kapitel 1 – Der Hausmeister, welcher die Wirklichkeit unbeabsichtigt zertrümmerte

Guten Tag.

Ich heiße Jeff Erbstein. Ich bin 35 Jahre alt, habe lange schwarze Haare, die ich meist zu einem Zopf binde, und blaue Augen – so ein Blau, das aussieht wie Glas, das einmal das Meer gesehen hat, aber dann in einem alten Klo gelandet ist.

Ich bin Hausmeister. Bei Veridien Dynamics.

Veridien Dynamics ist so geheim, dass du bei deiner Bewerbung nicht einmal weißt, wofür. Es steht nur Folgendes: „Technischer Dienst im Bereich Gebäudestrukturpflege“. Hört sich unbedenklich an. Ist es ebenfalls. Solange du keine Fragen einreichst.

Das hat Bedeutung.

Meine Aufgabe ist einfach:

– Keine Fragen stellen. – Sprich mit niemandem. – Berühre nichts.

Wenn dir das nicht gelingt, bist du raus. Oder, noch schlimmer: Du bist weg. Ganz einfach. Wie derjenige, der die Kaffeemaschine in den „roten Raum“ gebracht hat. Ich hörte ihn noch pfeifen. Danach war er verschwunden. Er ist ein Tabuthema. Seinen Namen weiß ich nicht einmal mehr.

Seit sechs Jahren bin ich hier tätig. Keinen meiner Kollegen kenne ich beim Namen. Auch mit niemandem spreche ich. Korridore, Gänge und Labore putze ich. Gelegentlich Wände mit merkwürdigen Kratzmarken. Manchmal Räume, von denen gesagt wird, dass sie nicht existieren.

Mein Wohnort ist der Sektor B-12 der Anlage. Das Frühstück wird automatisch bereitgestellt. Die Dusche wurde sterilisiert. Keine Fensteraussparung. Lediglich ein Monitor mit meteorologischen Nachrichten aus „Zone 17“. Ob es die Zonen 1 bis 16 überhaupt gibt, ist mir nicht einmal bekannt.

Nach der Arbeit gehe ich meist in die Bar „Milde Reaktanz“ am Rand von Sektor G. Es gibt Bier, das lauwarm ist, und aus Automaten erklingt Musik von „Elvis“ – so glauben diese jedenfalls. Ich spreche da nicht viel. Ich sitze, ich nehme einen Schluck und schaue zu.

Hin und wieder stelle ich mir die Frage, ob das alles tatsächlich so ist.

Aber dann kommt der Putzroboter vorbei und piept beleidigt, weil ich es wieder vergessen habe, den Mopp zu desinfizieren. Also: Realität, in der Tat. Nur kurz … kaputt.

Die Nacht, die alles veränderte, begann wie jede andere.

Ich wischtete einen Gang im Bereich „Forschung Gamma-7“. Drei Forscher befanden sich in einem Labor. Der eine war klein und trug zwei Brillen übereinander, als hätte er Angst, die Realität doppelt zu sehen. Der andere war glatzköpfig und kaute unruhig auf einem bunten Klemmbrett. Der dritte – keine Ahnung. Entweder war ich sehr jung oder sehr müde.

Sie waren an einer Maschine tätig. Ich habe ihr den Namen „die Glimmerbombe“ gegeben, weil sie wie ein Wasserspender wirkte, der von innen leuchtete. Der Geruch war der von Strom und frisch geschmolzenem Zucker.

Der Feierabend war schon lange vorbei. Doch die drei waren noch da. Bei Veridien ist es notwendig, Überstunden genehmigen zu lassen. In der Regel handelt es sich um ein 28-seitiges Formular, das von einem „Bevollmächtigten der Ebene C“ zu unterzeichnen ist. Es bedeutete also, dass ihre Anwesenheit entweder nicht rechtens war oder von großer Bedeutung. Mein Vorhaben war es, lediglich am Labor vorbeizugehen. Aber dann… Daraufhin fiel etwas.

Der Glatzenträger warf ein Glas um. Der Inhalt – eine schimmernde, violette Flüssigkeit – traf die Maschine direkt im Kern. Es zuckte. Die Luft schien zu vibrieren. Farben hörte ich.

Ich schwöre, ich hörte Farben.

Blau kreischte laut. Heulen in Grün. Violett summte, ähnlich einer diplomierten Mücke.


Daraufhin: Ruhe.

Dann: Beleuchtung.

Später: Ich selbst. An einem anderen Ort.

Ich befand mich auf einem Felsen.

Der Himmel erstrahlte in Orange, durchzogen von zitternden schwarzen Linien. Mehrere Autos wurden geworfen. Unähnlich Raumschiffen. Eher wie alkoholisierten Waschmaschinen mit Jettriebwerk. Manche fielen aus der Höhe. Ein Flieger prallte rückwärts gegen eine Wand des Hauses und detonierte, wobei sich ein Geräusch wie ein Hupen entfaltete.

Die Stadt, die ich von oben sah, war… Ruiniert. Gebäude, deren Konstruktion schief war. Eins war ein Hochhaus, auf dessen oberster Etage sich ein Baumhaus befand. Dazwischen befanden sich Automaten, die Pommes in Kisten schichteten. Müllhalden, ausgedörrtes Moos, Schilder mit absolut lächerlichen Bezeichnungen.

Ich blinzelte kurz. Rechts neben mir steht ein Schild: „Willkommen in Klepto 3 – Bezirk von Transaktionnero“

Ich stellte mir die Frage, ob ich tot bin, fantasierte oder einfach überarbeitet bin.

Aber dann ging ein Kerl vorbei.

Er war verkleidet als Ziege, fuhr auf einem dreirädrigen Hoverbike und rief:


„DER MESSIAS IST ENDLICH DA! RUF OLGA AN!“

Ich äußerte lediglich: „Scheiße.“

Und so nahm es seinen Anfang.