Schattenblume

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Summary

Wüste. Sand weit und breit. Zelte der Beduinen. Ein mächtiger Palast des Sultans ragt mitten in der Wüste empor. Elenoi die Tochter des Sultans trägt ein Geheimnis mit sich, doch eines Tages begegnet sie einem jungen Reiter mit einem weißen Ross das ihr Vertrauen gewinnt. Doch die Schattenblume ist stärker als die Wüste es je vermag. Was verbirgt Sie!

Genre
Romance
Author
S.M.Joan
Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
16+

Schattenblume


Zitat

Gesehen werden, ist eins.

Sich unsichtbar machen das andere.

Doch die Kunst liegt in beidem.

Abendland. Sanft ging die Sonne unter, der Dünensand brannte noch unter ihren Füßen. Doch Sie verstand es, dass er die schöne Blume nie verbrennen konnte. Unter Palmen verbarg sich immer ein wenig Schatten, dem ein kurzer sandiger Windhauch entweichen konnte. Elenoi war die Wüstenblume ihrer Savanne. Die Blume des Scheichs. Nur er allein durfte die Schönheit sehen, einen kurzen Moment ihrer Blicke erhaschen. Es war gefährlich, sich ihr zu nähern. Ihre Schönheit umwob ein Geheimnis. Sie war so mächtig. Wer zu viel abbekam, lief in Gefahr, sein Augenlicht zu verlieren. Eines Tages kam ein junger Reiter mit seinem anmutigen Ross am Palast der 7 Türme vorbei. In einem davon lebte Elenoi. An jenem Tag war es die Prinzessin, die fasziniert war. Das weiße Ross, so edel, rein, anmutig. Elenoi konnte keinen einzigen Blick mehr von ihm wenden. Wie verzaubert. So beschloss sie eines Nachts in den Stall zu schleichen, um es von nahem an zu sehen. Es wurde bewacht. Aber warum lässt man ein Pferd bewachen, dachte sie sich. Seltsam. So kostbar konnte es auch nicht sein. Elenoi versuchte die Wache abzulenken. So konnte sie einen kurzen Blick erhaschen. Ein ganz normales weißes Ross. Sie strich ihm kurz über das Fell und drehte sich zum Gehen um. Doch als Elenoi fast an der Stalltüre angekommen war, viel der Mond in einem noch helleren Licht als je zuvor hinab. Ein Glitzern erhellte alles ringsherum. Da war zu sehen, es war kein gewöhnliches Ross. Ein Einhorn. Jetzt verstand Elenoi, warum sie diese eigenartige Nähe spürte. Es war etwas Besonderes wie sie. War deshalb der junge Reiter hierher unterwegs! Konnte er es ahnen? Musste sie befürchten, dass ihr Geheimnis nicht mehr sicher ist! Der Dünen und der Scheich waren ihre Beschützer. Aber es schien sich verändert zu haben. Es gefiel ihr gar nicht. Niemand durfte es erfahren. Ihr Leben war in Gefahr. Nur das schöne Einhorn konnte es spüren. Würde es das Geheimnis an den jungen Reiter weiter geben! Wie konnte sich Elenoi dessen sicher sein? Sie musste vertrauen. Dann hob sie sich wieder ihren Schleier vor ihr Gesicht und verließ den Stall. In ihren Räumen angekommen legte sie sich seufzend zu Bett. In Gedanken war sie bei dem schönen Ross. So einzigartig, stolz und doch zerbrechlich. Es war zu ihr gekommen. Es ahnte davon. Anders konnte es kaum sein. Eines hatten sie gemeinsam, ihr wahres Ich blieb geheim. So sollte es vorerst so sein.

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