Kapitel 1
Ein Demon Slayer Oneshot
Pairing: Sanemi Shinazugawa x OC (Akané Tanaka)
Genre: Romance – Mature – Emotional – Canon Divergence
Ich machte einen tiefen Atemzug. Mein Herz schlug mir bis zum Hals in diesem Moment. Mehrere Augenpaare richteten sich auf mich. Ihre Blicke, ruhig, wogen beinahe schwer auf meiner Haut. Sie versuchten herauszufinden, wer ich war. Sie studierten meine Körpergröße, welche im Übrigen bei 1,68m lag, mein feuerrotes Haar im hohen Zopf zusammengebunden, die einzelne türkisfarbene Strähne, die sich widerspenstig abhob und meine wasserblauen Augen, die meine Nervosität widerspiegelten. Sahen sich meine Uniform an, die aus dem klassischen Oberteil und einem Rock bestand. Dazu trug ich einen türkisfarbenen Haori, welcher ein Geburtstagsgeschenk meiner Zwillingsschwester war und meine schwarzen Stiefel waren eher uninteressant.Besonders trafen ihre Blicke auf meine Waffe, die ich in einer Hand hielt. Während die meisten Dämonenjäger ein Katana führten, lag in meinem Griff eine Waffe, die eher wie ein schlechtes Omen wirkte. Ich besaß eine Körpergroße Sense, deren schwarze Klinge knapp über dem Boden schwebte, als würde selbst sie den Kontakt zur Erde meiden wollen. Die Klinge zeigte natürlich von ihnen weg. Sie sollten sich nicht sofort bedroht von mir fühlen. Ich war schon nervös genug. Kagaya Ubuyashiki bemerkte meine Nervosität. Also stellte er mich möglichst zügig als eine Säule vor, um mein Leiden zu mindern. Ich beherrschte die Feueratmung und war damit die neue Säule des Feuers.
Es war Ende Oktober und Tengens Geburtstag stand an. Eine große Feier war für uns alle geplant und die veranstaltete er auch. Ich zog mir ein nettes, knappes Outfit an. Okay, nicht zu knapp. Ich wollte ungern wie eine Dirne rüberkommen, bzw. wollte ich nicht den Eindruck erwecken, dass jeder mich haben könnte. Heute Abend sollte nur ein einziger Blick zählen, denn so wie ich Tengen mittlerweile kannte, würde es bestimmt Sake geben. Und das nicht nur in knappen Mengen. Ich konnte nur hoffen, dass mein Plan auch aufging.
Ich zog mir einen kurzen und locker sitzenden Kimono an. Seine Farbe war pastellgrün und er hatte einen tiefen Ausschnitt, sodass man meine gewissen Vorzüge sehen konnte. Mein Haar ließ ich locker über meine Schulter fallen, nur meine türkisfarbene Strähne steckte ich mir mit einer Blumenspange seitlich hoch. Mitsuri Kanroji, die Liebessäule, klopfte bereits an meiner Tür. Ich machte ihr auf und sah mir ihre Kleidung an. Sie trug einen süßen rosafarbenen Kimono mit Kirschblütenmuster darauf. Wie immer machte sie direkt Druck, denn sie wollte unbedingt dorthin und sie mochte es nicht als letzte dort aufzukreuzen. Dies ließ mich nur schmunzeln - ich war so gut wie fertig.
“Komm schon – ich will nicht zu spät kommen!”, drängte die Liebessäule mich nun.
“Ja ja, ich bin ja so weit. Jetzt hetz mich nicht so”, seufzte ich, aber mein Lächeln verließ mein Gesicht nicht.
Ich richtete mir noch kurz mein Outfit und machte mich mit ihr auf den Weg. Wir liefen den langen Flur entlang zu unserem Gemeinschaftsraum. Es war wundervoll geschmückt. Ein langes reichhaltiges Buffet war aufgebaut und die ganzen Gläser versprachen, dass es reichlich zu trinken geben würde. Die Dekorationen waren ebenfalls passend gewählt. Alles ganz nach seinem Motto – glanzvoll.
Tengen grüßte uns herzlichst und wir sollten weder beim Essen noch beim Sake sparen. Bei dem Wort Essen war Mitsuri nicht mehr zu bremsen. Sie schnappte meine Hand und zog mich mit dorthin. Während ich mir einen Teller vollmachte, griff die Rosahaarige gleich nach fünf Tellern. Ich wusste ja, dass sie körperlich sehr stark war und sie ihre Kalorien brauchte, aber das zu sehen, war immer wieder aufs Neue ein Highlight. Vollbepackt mit unserem Essen nahmen wir an einem der hohen Tische Platz. Ich hatte alles gut im Blick. Als ich anfing zu essen, neigte ich mich leicht zu ihr herüber.
“Hast du ihn schon gesehen?”, fragte ich kauend, mein Blick umherschweifend.
“Mh? Was?”, kurzer Moment, “Ach soo! Neee. Mach dir keine Sorgen, der kommt gleich noch. Ich hole mir mal eben einen Nachschlag”, kicherte sie und machte sich erneut auf den Weg zum Buffet. Ich hatte noch gar nicht richtig aufgegessen, da war sie schon fertig mit ihren Portionen, die locker für eine Besatzung ausgereicht hätten. So verblüfft ich darüber war, so frustriert war ich auch. Wo blieb Sanemi nur? Ich wurde langsam ungeduldig. In mir keimten Gedanken auf wie, wozu ich mich denn so fein gemacht hatte, wenn der werte Herr gar nicht aufkreuzte. Ich seufzte niedergeschlagen. Ich sah zu Mitsuri herüber, die mit ihren ganzen Schüsseln auf dem Arm mit Obanai quatschte und aß meine letzte Frühlingsrolle. Ich verschluckte mich fast. Da stand jemand neben mir. Sanemi.
“Du lässt dich zu leicht überraschen”, murmelte er neben mir – viel zu nah, viel zu plötzlich.
Ich schluckte mein Essen schwer herunter - rieb mir den Nasenrücken und atmete einmal tief durch.
“Was schleichst du dich auch so heran man?!”, gab ich leicht gereizt zurück. Er neigte seinen Kopf leicht, ehe sich ein kleines Grinsen in seinem Gesicht abzeichnete.
“Deine Sinne sollten immer geschärft sein, Akané. Gefahr lauert an jeder Ecke”, kam es von seiner melodischen Stimme. Erst jetzt bemerkte ich, dass er die ganze Zeit zwei Sake Schalen in der Hand hielt. Eine davon reichte er mir nun und ich nahm sie entgegen.
“Auf einen schönen Abend ”, er erhob die Schale und stieß mit mir an. Wir tranken den Sake sofort aus und seine Augen verließen nie mein Gesicht dabei. Sanemi stellte die Schale bei mir auf den Tisch ab und nutzte die Bewegung, um mir wieder so atemberaubend nah zu sein. Ich versteifte mich kurz, da er mir mit seiner Hand eine Strähne sanft hinters Ohr strich. Mein Atem stockte, als eben diese Hand langsam meinen Rücken hinabglitt. Noch etwas weiter und er würde mir an meinen wohlgeformten Pfirsich greifen. Seine blasslilanen Iriden bohrten sich fast schon in meine wasserblauen.
“Du siehst hübsch aus. Mir gefällt dein Kimono”, seine Stimme ruhig, beherrscht. Sein Blick glitt an mir herab und wieder herauf.Was macht dieser blöde Kerl nur mit mir? Meine Wangen wurden rosa und mein Puls nahm wieder Ausmaße an. Mir wurde warm und kalt gleichzeitig. Meine Handflächen waren dabei feucht zu werden und ehe ich etwas erwidern konnte, ließ er von mir ab und nickte Mitsuri zu, welche wieder zurückkam, und verließ uns erst einmal, um nach Tengen zu gehen. Ich blinzelte mehrfach und mein Blick schnellte zu meiner besten Freundin.
“Was hast du getan??? Wieso musstest du denn jetzt hier auftauchen?!”, entkam es mir aufgebracht. Mitsuri quiekte auf. “Waass?? Habe ich gestört???”, jetzt bemerkte sie wie Sanemi sich weiter von uns wegbewegte. “Ohhh neiin!! Es tut mir sooo leid, ehrlich!! Ich wusste das nicht! Ich... ich mach das wieder gut!”, sie geriet in Panik.
Ich hob meine Hände, da ich merkte, dass ich etwas überreagierte.“Mitsuri - es ist alles gut. Dich trifft keine Schuld”, ich versuchte sie zu beruhigen. “Neiin! Ich habe es versaut. Es - es kommt bestimmt nochmal eine Situation... Warte nur ab!”, sie war so süß, wenn sie versuchte es zu retten.
Ich beruhigte sie und versicherte ihr, dass alles in Ordnung war. Sie konnte nichts dazu und ich wollte mit ihr einen schönen Abend haben. Also vergaßen wir die Situation schnell und wendeten uns anderen Dingen zu.
Im Laufe des Abends floss immer wieder Sake und ich unterhielt mich mit den anderen Säulen. Nur mit einem nicht. Wenn Sanemi nicht selbst in einem Gespräch vertieft war, dann stand er hier und mal da und beobachtete mich. Mir entging dies nicht. Ich spielte dieses Spielchen mit. Sobald ich in seinem Blickfeld war und mich unterhielt, stellte ich mich so zur Show, dass man meine Vorzüge sehen konnte. Denn so ein dünnes und karges Mädchen war ich jetzt nicht gerade. Ich hatte genauso schöne Kurven wie Mitsuri und war auch sehr stolz darauf. Meine Taktik schien zu funktionieren, denn ich spürte seinen Blick ganz fest auf mir. Der Weißhaarige zog mich förmlich aus mit seinen Augen.
Später, nachdem ich mit allen angestoßen hatte und Tengen nochmals eine Runde spendiert hatte, setzte ich mich angetrunken auf das Sofa in unserem Gemeinschaftsraum. Ich wurde langsam müde und die Welt schien sich allmählich zu drehen – so hatte ich zumindest das Gefühl. Die Liebessäule war nicht weit weg und kam bereits angelaufen. Sie setzte sich neben mich und sah mich an mit ihren hübschen grünen Augen.
“Alles okay? Du siehst angeheitert aus~”, kicherte sie. “Ja, es ist alles gut ... ich muss mich nur etwas ausruhen und mal ein Wasser trinken”, seufzte ich.“Okay~ Ich verkrümel mich nun. Die Party ist langsam vorbei und ich werde ziemlich müde. Mach bitte auch nicht mehr so lange und schlaf später gut, Akané~. Wir sehen uns dann beim Frühstück”, die Rosahaarige umarmte mich noch bevor sie anschließend mit Obanai ihres Weges ging.
Ich sah ihr noch kurz hinterher und beschloss dann in die Küche zu gehen. Wollte auskundschaften, was noch alles vom Buffet über war. Ich stand also leicht träge auf und tapste in die Küche. Mein Kimono hing mir halb über der Schulter, da fiel mein Blick auf köstlich gutaussehende Reisbällchen. Ich näherte mich ihnen und griff nach einem. Biss hinein und stöhnte wohlwollend. So leckere Reisbällchen hatte ich lange nicht mehr. Gerade griff ich nach dem nächsten, da schlängelten sich zwei Arme um meine Taille. Ich stoppte abrupt in meinem Vorhaben und spürte warme, weiche Lippen auf meiner Schulter. Hitze breitete sich unter meiner Haut aus, schnell und unaufhaltsam, als hätte jemand eine Flamme entfacht. Ich schluckte schwer und legte das angebissene Reisbällchen erst einmal beiseite, ehe ich sachte über meine Schulter blickte. Meine wasserblauen Augen trafen auf blasslilane während seine Lippen meine Schulter streiften. Es waren hauchzarte Berührungen und doch jagten sie mir eine Gänsehaut über den Rücken.
“Sanemi~”, leise sagte ich seinen Namen. Seine Augen schmälerten sich leicht und er presste seinen Körper enger an meinen. Seine Finger hoben mein Kinn an – langsam – sein Blick fixierte mich. Der warme Atem traf auf meine Haut und ich wusste nicht mehr, ob mein Herz noch schlug oder ich bereits im Himmel war.
“Du bist ein böses Mädchen, mh? Meinst du, ich habe das nicht bemerkt, was du die ganze Zeit gemacht hast? Wie du dich zur Show gestellt hast?!”, dieser Unterton in seiner Stimme ließ mich erneut erschaudern. Dennoch konnte ich mir ein amüsantes Grinsen nicht verkneifen.
“Dann hast du es also bemerkt”, gab ich spielerisch provokant zurück. Dies ließ ihn leicht knurren. Ich drehte mich langsam in seiner Umarmung und mein Blick fixierte ihn regelrecht. Durch den Alkohol war ich nun auch etwas mutiger und ließ ihn nicht gehen. Ich packte ihn am Kragen und er stoppte mich sofort.
“Vorsichtig. Ich glaube, du weißt nicht, auf was du dich hier einlässt, kleines Feuerblümchen”, bei seinem Kommentar zog ich eine Augenbraue hoch. “Glaubst du, ja? Ich denke, ich weiß, worauf ich mich hier einlasse”, gab ich mutig zurück.
“Sicher? Nicht dass dein wundervolles Feuer erlischt in dem Sturm, der auf dich wartet~”, seine Hand wanderte an meine Wange und er streichelte sie, für seine Verhältnisse, sanft mit seinem Daumen.
Ich wich seinem durchdringenden Blick nicht einmal aus. Ich schüttelte langsam meinen Kopf.
“Mein Feuer wird weiter leuchten~”, somit wanderte meine Hand in seinen Nacken und ich zog ihn zu mir hin. Ich schloss die Lücke zwischen uns und legte meine Lippen auf seine. Ein wenig überfordert von meiner spontanen Aktion, fing Sanemi sich schnell wieder und küsste mich mit genauso einer Leidenschaft wie ich ihn. Seine Hände wanderten um meine Taille und bahnten sich ihren Weg zu meinem wohlgeformten Pfirsich. Er ergriff die Backen und hob mich in einem Ruck hoch. Aus Reflex wickelte ich meine Beine um seine Hüfte und ich spürte es ganz deutlich. Sein Verlangen, seine Begierde, wie sie sich an mich presste. Es war so klar wie ein kristallklarer See im Sonnenlicht, bei dem man bis auf den Grund schauen konnte. Sanemi Shinazugawa wollte mich. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche. Er setzte mich auf der Küchenzeile ab und ich spürte es noch viel deutlicher.
Er unterbrach den Kuss, um seine Aufmerksamkeit dann meinem Hals zu schenken. Ich legte diesen frei und der Weißhaarige begann sofort seine Zähne über meine weiche Haut zu streifen und er saugte an meiner empfindlichen Stelle unterhalb meines Ohres. Er hinterließ einen schönen Knutschfleck an besagter Stelle. Ich seufzte wohlwollend. Legte meinen Kopf in den Nacken. Seine Hände massierten meine Oberschenkel und wanderten langsam unter meinen Kimono. Das Ziel war klar, aber ich stoppte ihn vorher.
“Hier?? Wir - kochen und essen alle hier”, sagte ich leicht atemlos.
“Es wird niemand erfahren”, murmelte er und küsste weiter meinen Hals herunter zu meiner Schulter. Ich stoppte ihn erneut. “Aber ich weiß es und das gefällt mir nicht”, jetzt sah er mich dezent genervt an, aber gab schließlich nach. Der Weißhaarige rollte mit seinen Augen.
“Schön...”, damit packte Sanemi mich und trug mich in sein Zimmer. Irgendwie schafften wir es die Tür zu öffnen und mit seiner Ferse kickte er sie wieder zu. Die Säule des Windes lief herüber zu seinem Bett und legte mich dort ab. Ich sah zu ihm herauf und beobachtete ihn wie er mich betrachtete. Mein Kimono saß immer lockerer und gab langsam aber sicher mehr und mehr von meiner Haut frei.In seinen Augen blitzte ein Funke von Lust und Verlangen auf. Er leckte sich über die Lippen. Dieser Anblick ließ mich erschaudern, denn ich spürte deutlich mein immer größer werdendes Verlangen. Erneut küsste die Windsäule mich. Stürmisch und verlangend. Seine Hände wanderten meine Kurven entlang, als würde er sie auskundschaften. Sie sich einprägen wollen, damit er sich später daran erinnern könnte. Meine eigenen Hände fanden ihren Weg in sein weiches, weißes Haar. Ich ließ meine Fingernägel über seine Kopfhaut fahren und entlockte ihm ein kehliges Knurren. Die Hitze zwischen unserer beider Körper stieg stetig an. Die Gefühle kochten über. Ich seufzte gegen seine Lippen, als er meine Beine um seine Hüfte legte. Mein Kopf war völlig benebelt von den ganzen Emotionen und Empfindungen, die reihenweise auf mich einschlugen. Sein Mund fand den Weg meinen Hals hinab zu meinem Schlüsselbein. Meine Hände fuhren seinen Rücken entlang und ergriffen sein Oberteil und zogen es hoch. Sanemi richtete sich kurz auf, um es sich abzustreifen und auf den Boden neben dem Bett zu werfen.
Ich erhaschte einen Blick auf seinen durchtrainierten Oberkörper. Auf seine Narben – seine Muskeln - auf alles eben. Nicht, dass man es schon kannte. Er lief schließlich ständig mit offenem Oberkörper herum, da er ziemlich stolz auf seinen Körperbau und die Narben war. Aber das alles nochmal in seiner Vollkommenheit zu sehen war etwas ganz anderes. Und erst recht in dieser Situation.
Ich fuhr mit meinen Fingerspitzen jede einzelne Kontur – jede Unebenheit nach. Die Windsäule erschauderte und zuckte unter meinen Berührungen. Es gefiel ihm anscheinend, wenn ich ihn so anfasste. Sanemi schloss seine Augen und genoss in vollen Zügen wie meine Hand immer weiter runterwanderte. Über seine massiven Bauchmuskeln. Zwischendurch fühlte ich die angeraute und vernarbte Haut und dann war sie wieder unfassbar weich und heiß. Seine Finger spielten derweil mit meinen Haarsträhnen, während meine Hand seinen Hosenbund erreichte. Sanemi hielt mich auf und sah mich erneut an. So viele Emotionen in seinem Blick. Soll ich oder soll ich nicht, Unbehagen, aber auch diese entfachte Lust und Begierde mich zu haben. Das pure Verlangen, nach dem er die ganze Zeit so strebte, aber sich ständig zurückhielt.
“Bist du dir wirklich sicher?”, fragte er nochmals und ja ich war mir sicher. Ziemlich sicher sogar. Ich wollte ihn genauso sehr wie er mich und ich fand, es war ein wenig zu spät, um nun aufzuhören. Die Windsäule ließ meine Hand los und ich fuhr fort mit meiner Aktion. Ich öffnete seine Hose und versuchte sie so gut es ging hinunterzuschieben. Versuchte sie ihm auszuziehen. Sanemi half mir schließlich dabei und schmiss sie unachtsam auf den Boden. Nebenbei öffnete er meinen, ohnehin schon locker sitzenden, Kimono. Entblößte mein Eva-Kostüm und in seinen Augen entfachte noch mehr Lust und Begierde. Ein Wirbelsturm, welcher mich vollkommen verschlingen wird. Ohne Aussicht auf ein Entkommen. Er wird mich erst aus seinen Klauen freilassen, wenn er mich komplett verschlungen hat.
Sanemi fing an, meinen Hals zu küssen. Seine Hände wanderten erneut über meinen Körper. Dieses Mal waren sie noch heißer als zuvor. Seine Berührungen waren wie scharfe Windschnitte, die drohten meine Haut einzuritzen. Sie jagten durch meinen Körper und schenkten mir noch mehr Besinnlichkeit. Er fing an, mit meinen Brüsten zu spielen und ich keuchte vor Vergnügen. Eine seiner Hände wanderte langsam herunter zu meinem Oberschenkel, ergriff ihn und legte ihn erneut um seine Hüfte. Ein tiefes Seufzen entkam meinen Lippen, als ich mein anderes Bein aus Reflex ebenfalls um seine Hüfte legte.
“Mh.. Da ist jemand ungeduldig”, ich quittierte seine Aussage mit einem verführerischen Schnurren. Sanemi schmunzelte und startete mit einer leichten Massage meines Oberschenkels. Dabei führte er seine starke Hand in kreisenden Bewegungen immer weiter Richtung meiner goldenen Mitte. Die Windsäule machte mich wahnsinnig mit seinen langsamen und quälenden Bewegungen. Er wusste, dass ich ungeduldig wurde, und es machte ihm zu viel Spaß. Doch anscheinend fasste er sich ein Herz und endlich, fanden seine Finger meine unglaubliche Hitze. Augenblicklich stöhnte ich auf und verdrehte fast schon meine Augen. Solch eine besinnliche und fast schon zaghafte Empfindung. Als hätte er Angst, ich würde sofort zerbrechen. Seine Fingerspitzen tänzelten über meine empfindlichsten Stellen und stimulierten mich. Sanemi ließ sie durch meine heiße Nässe gleiten – spielte mit meiner Perle und meinem feuchten Eingang. Bevor er endlich – endlich – mit zwei Fingern in mich eindrang. Augenblicklich stöhnte ich auf und spreizte meine Beine etwas weiter. Mein Kopf fiel zurück auf das Kissen, während mein Körper alles gierig aufsaugte. Viel zu lange ist es schon her, dass mich jemand so anfasste. Ich hatte das Gefühl - ich würde jeden Moment schon kommen, aber ich gab mein Bestes und hielt länger durch. Das sollte nicht jetzt enden – nicht so – nicht auf diese Weise!
Sanemi biss sich in meinem Hals fest, seine Finger waren dabei sich zu krümmen, um meine sensible Stelle zu treffen. Ich drückte meinen Rücken leicht durch und mein Stöhnen war Bestätigung genug. Bei den Vorfahren – er machte es mir wirklich nicht einfach. Ich konnte meinen Höhepunkt kaum zurückhalten. Immer weiter trieb er mich zur Kante – bis ich schlussendlich nachgab und der Orgasmus erschütterte meinen Körper. Meine Wände zogen sich um seine Finger zusammen, während diese unzähligen Farbbomben explodierten und mich auf Wolke 7 beförderten.
Meine Gliedmaßen entspannten sich und Sanemi zog seine Finger aus mir heraus. Brachte sie an seine Lippen und leckte sie sich sauber. Ich musste kurz durchschnaufen. Seine blasslilanen Iriden hingen an meinem leicht erröteten Gesicht.
“Entschuldige...”, entkam es mir atemlos.
“Mhm - warum entschuldigst du dich? Wir sind noch lange nicht fertig”, raunte der Weißhaarige und neigte sich wieder zu mir herab. Er küsste meinen Hals erneut und verteilte weitere Liebesbisse darauf. Ich kam gar nicht dazu mich zu erholen, da wanderten seine Hände aufs Neue über meinen Körper. Entflammten neues Verlangen. Ich keuchte und stöhnte. Sanemi ergriff meine Beine und spreizte sie. Ein tiefer Atemzug und ich schluckte schwer. Jetzt war er doch ungeduldig. Mein Herz hämmerte in meiner Brust und drohte fast schon herauszuspringen.
Mein Blick wanderte herunter und ich richtete meine Aufmerksamkeit endlich auf seinen besten Part. Meine Augen weiteten sich etwas, da ich erst jetzt bemerkte, wie gut bestückt er doch war. Natürlich hatte die Windsäule einen ordentlichen Schwanz und ich staunte nicht schlecht. Und selbstverständlich bemerkte der Weißhaarige das.
“Gefällt dir, was du siehst?”, fragte er neckisch. Mein Blick klebte förmlich an seiner harten Männlichkeit, aus der die Lusttropfen bereits kamen. Er zuckte gelegentlich etwas vor Erregung. “Gefallen? Das ist eine maßlose Untertreibung”, meine Augen ruhten immer noch auf diesem Dingen. Sanemi packte meinen Kiefer sanft und sorgte dafür, dass ich ihn ansah und nicht sein gutes Stück. Seine blasslilanen Augen fixierten mich und machten mir klar – wo meine Aufmerksamkeit zu liegen hatte. Ich schluckte mal wieder schwer und biss mir auf die untere Lippe. Sein Gesicht kam meinem gefährlich näher. Seine warmen Lippen streiften meinen Mund.
“Bereit für den Sturm?”, flüsterte er und ich nickte kaum merklich. Zu fasziniert war ich von ihm. Wie er es schaffte, mich abzulenken. Der Weißhaarige setzte an und küsste mich zeitgleich. Meine Augen schlossen sich und mit dem Eindringen seiner Zunge in meinen Mund – so drang er auch in meine Hitze ein. Ich stöhnte in unsere heißen Küsse. Die Windsäule verlor keine Zeit und fing sogleich an sich zu bewegen. Langsam und sanft zu Beginn. Änderte sich kurz darauf. Er stieß mit kräftigen und tiefen Stößen zu und entlockte mir mehr und mehr lusterfüllte Laute. Sie waren wie Musik für seine Ohren. Genug bekam er davon noch lange nicht.
Mittlerweile hatte er den Kuss unterbrochen - liebkoste meine Schulter. Mit einer Hand pinnte er meine Handgelenke über meinen Kopf in die Matratze. Seine andere Hand hielt meinen Oberschenkel genau dort, wo er ihn haben wollte. Unsere Körper verschmolzen zu einem und wir gaben uns vollkommen dem Moment hin. Diesem endlosen Moment. Ich wusste nicht wie viel Zeit verging, aber das war mir auch völlig egal. Ich wollte nicht, dass das hier endet. Es war zu gut. Er war zu gut. Wie er mich bis zum Anschlag ausfüllte und mir das gab, was ich brauchte.
Meine Wahrnehmung verschwamm mehr und mehr. Mein Gestöhne wurde lauter und lauter. Ich erreichte erneut meinen Höhepunkt. Sanemi stieß unnachgiebig zu, denn er spürte, dass ich wieder so weit war. Jedoch war er auch nicht mehr weit entfernt von seiner Erlösung. Er ließ meine Handgelenke frei, damit er mit seinem Daumen mein Nervenbündel massieren konnte. Der Kerl wusste einfach, welche Knöpfe er drücken musste. Und damit schubste er mich erneut über die Klippe – direkt in den Wirbelsturm hinein. Das Gefühl vom endlosen Fallen ergriff mich und ich wurde vollkommen in den Bann hineingezogen. Der Sturm zerriss mich in meine Einzelteile und wirbelte sie hin und her. Er brachte alles durcheinander.
Sanemi sank erschöpft neben mir aufs Bett. Ich rang vergeblich nach Atem. Das war der – Wahnsinn! Verdammt. Ich schaute ihn an, er hatte zu kämpfen nicht sofort in den Schlaf zu fallen. Ich musste schmunzeln und strich ihm noch über seine Brust und hauchte ihm ein paar sinnliche Worte ins Ohr, bevor ich mich, mit wackligen Beinen, zurück in mein Zimmer begab. Ich wollte keine unnötige Aufmerksamkeit erregen, wenn ich morgen früh aus seinem Zimmer stolzierte und einige der anderen Hashiras mich sahen.
Nach unserer nächtlichen Aktion an Tengens Geburtstag – nahm Sanemi mich, wo und wann es nur ging. Wir waren in meinem Zimmer, beim nächsten Mal wieder in seinem. Herrgott – selbst in dem großen Garten hatten wir uns in die Büsche geschlagen und es sogar im Waschkeller getrieben, wenn alle auf Missionen waren. Dieser roch sogar noch Tage später nach Seife und ihm. Er gab mir das Gefühl begehrt zu sein. Es war wunderschön und ich genoss es in vollen Zügen. Bis mir klar wurde, dass ich mehr wollte. Ich entwickelte gewisse Gefühle für ihn und hatte Angst es ihm zu sagen. Ich wusste nicht, wie und ob er es gut aufnehmen würde. Gedanken konnte ich mir immer noch machen. Jetzt stand eine Mission für mich an. Die kam mir gerade gelegen. So konnte ich mir den Kopf zerbrechen und bekam Abstand von der ganzen Sache.
Nach guten zwei Wochen war ich wieder zurück im Anwesen. Hatte einige Schrammen davongetragen, aber im Großen und Ganzen kam ich mit einem blauen Auge davon. Ich machte den Bericht für unseren Meister fertig und meldete mich bei den anderen, dass ich wieder da sei.
Natürlich sah ich mich nach Sanemi um. Fand ihn schließlich im Garten. Er trainierte wie ein Wilder. Ich beobachtete ihn. Ertappte mich dabei, wie ich ihn anschmachtete. So oberkörperfrei - die Schweißperlen zierten ihn nicht nur, sie glitzerten in der untergehenden Sonne auch noch. Dieser Anblick sollte verboten werden. Ich ließ ihn noch zu Ende trainieren, ehe ich mich ihm näherte.
“Sanemi..?”Er nahm sich gerade ein Tuch, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Er sah mich an.
“Du bist zurück. Wie war die Mission??”, wollte er wissen.
“Ganz gut. War nicht allzu schwer für mich.”, prahlte ich ein wenig. “Können wir ... reden?”, fragte ich nun etwas zaghaft. Er merkte die Anspannung in meiner Stimme.
“Na klar – was gibt es?”
Ich nahm einen tiefen Atemzug und versuchte herunterzukommen. Er neigte seinen Kopf leicht und hörte mir gespannt zu.
“Ich -”, ich spielte nervös mit meinen Fingern herum. Der Weißschopf seufzte genervt.
“Spuk es aus, Akané!”, forderte er mich auf.
“Stress mich nicht! Ich versuche hier gerade die richtigen Worte zu finden!”, zickte ich zurück.
“Sag einfach, wie es ist”, er schnaubte leise, als wäre Geduld nie seine Stärke gewesen. “Sag doch einfach, dass du Gefühle für mich hast.”
Meine Augen weiteten sich. Das ließ mich stocken. Woher? Woher wusste- war es so offensichtlich??
“Woher...?”, mehr kam nicht heraus. Er lachte leicht amüsiert.
“Akané - ich bin nicht blöd. Meinst du, ich habe das nicht gemerkt, bevor du zur Mission aufgebrochen bist?”, er grinste mich frech an. Ich blinkte nur mit den Augen. Verstand ich das jetzt richtig?
“Du - hast es gemerkt? Dann ...”, ich seufzte. “Dann weißt du ja nun, wie es um mich steht”.
Die Windsäule kam mir näher und schlängelte einen Arm um meine Taille und zog mich an ihn heran. Ich schaute etwas verdutzt.
“Schau nicht so. Find ich gut”, murmelte er und war dabei mich zu küssen - da stoppte ich ihn und lehnte mich leicht zurück.
“Was??”, kam es ungläubig von mir.
“Manchmal bist du echt schwer von Begriff – nochmal zum Mitschreiben: Ich habe auch Gefühle für dich!”, und küsste mich. Ich starrte noch einen Moment länger in seine Augen, ehe ich ihn endlich zurückküsste und meine Arme um seinen Hals schlang. Mein Herz sprang aus meiner Brust. Wer hätte gedacht, dass die Windsäule Sanemi Shinazugawa etwas für mich empfinden würde?
Er schmiss das Tuch beiseite und hob mich hoch. Ich umklammerte automatisch seine Hüfte mit meinen Beinen. Seine Stirn lehnte an meiner. Der Wind wehte sanft durch den Garten und verwirbelte sachte mein feuerrotes Haar. Und in diesem Moment verstand ich es.
Ich war wie eine Kerze in seinem Wind.