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Summary

Ein spontaner Kuss in einem Luxushotel, allerdings nur gespielt, um einen aufdringlichen Verehrer loszuwerden. Doch was als harmlose Rettungsaktion beginnt, entfacht plΓΆtzlich eine ungeahnte Anziehungskraft. Dumm nur, dass dieser Mann schneller wiederkommt, als lieb ist... ausgerechnet als neuer Boss! α΄‘α΄€κœ± α΄˜α΄€κœ±κœ±Ιͺᴇʀᴛ, ᴑᴇɴɴ α΄€α΄œκœ± ᴇΙͺɴᴇᴍ Κœα΄€Κ€α΄ΚŸα΄κœ±α΄‡Ι΄ ꜱᴘΙͺα΄‡ΚŸ α΄‡Κ€Ι΄κœ±α΄›Κœα΄€κœ°α΄›α΄‡ Ι’α΄‡κœ°ΓœΚœΚŸα΄‡ ᴑᴇʀᴅᴇɴ? ᴑᴇɴɴ α΄€Ι΄α΄’Ιͺα΄‡Κœα΄œΙ΄Ι’ α΄œΙ΄α΄… α΄ α΄‡Κ€Ι΄α΄œΙ΄κœ°α΄› α΄€α΄œκœ° α΄‹α΄ΚŸΚŸΙͺꜱΙͺα΄Ι΄κœ±α΄‹α΄œΚ€κœ± Ι’α΄‡Κœα΄‡Ι΄?

Status
Complete
Chapters
12
Rating
5.0 (4 reviews)
Age Rating
18+

>> 1 <<

Jaci Brookes-Lyon schritt mit erhobenem Kopf durch die Lobby des Forrester-Grantham Hotels in New York. Sie steuerte auf die AufzΓΌge zu. Neben den AufzΓΌgen standen lebensgroße Statuen von TΓ€nzerinnen. Jaci berΓΌhrte kurz eine kΓΌhle Marmorschulter. Ihr Blick wanderte zu ihrem Spiegelbild in der glΓ€nzenden AufzugstΓΌr. Ihr Kurzhaarschnitt lag im Trend, ihr Cocktailkleid war elegant. Zusammen mit ihren High Heels und dem perfekten Make-up sah sie aus wie eine selbstbewusste, weltgewandte Frau. β€žIch sehe gut ausβ€œ, entschied sie. Sie wirkte etwas ernst, doch das konnte sie Γ€ndern.

Wichtig war, dass niemand hinter ihre Maske schauen konnte. Hier in New York fΓΌhlte sie sich wie eine bessere, stΓ€rkere Version der englischen Jaci. Niemand wΓΌrde daran zweifeln, dass sie ihr Ziel erreichen wΓΌrde. Schade nur, dass das Bild trog.

Als sie im ersten Stock ausstieg, straffte Jaci die Schultern und ging auf die DoppeltΓΌr zum Ballsaal zu. β€žLΓ€chleβ€œ, befahl sie sich. Im Saal drΓ€ngten sich MΓ€nner im Frack oder Smoking und Frauen in Designer-Kleidung. Niemand sollte ahnen, dass diese Menschenmenge die HΓΆlle fΓΌr sie war. β€žLieber wΓΌrde ich nackt ΓΌber den Piccadilly Circus spazierenβ€œ, dachte sie. Sie beschloss, gleich wieder zu gehen, falls sie ihre Kollegen von Starfish nicht finden wΓΌrde.

Mit Wes und Shona, die ebenfalls als Drehbuchautoren arbeiteten, hatte sie sich angefreundet. Sie hatte mit ihnen am Nachmittag die lange Preisverleihung ΓΌberstanden. Jetzt sollte das Ganze mit einer Party enden. Jaci mochte solche Partys nicht, aber sie musste so tun, als amΓΌsiere sie sich.

Sie schaute sich um. Da stand die Schauspielerin Candice Bloom. Im echten Leben sah sie Γ€lter und nicht so schlank aus wie im Film. Ein Kellner drΓ€ngte sich vorbei, Jaci nahm ein Glas Champagner. Sie nippte daran und bahnte sich einen Weg zum Rand des Saals, um nach ihren Kollegen Ausschau zu halten. Sie gab sich noch zwanzig Minuten. Sie wollte nie wieder das MauerblΓΌmchen sein.

β€žDas sieht aus wie ein gelungenes StΓΌck georgianischer Handwerkskunstβ€œ, sagte eine Stimme neben ihr.

Jaci wandte sich um. Ihr GegenΓΌber trug einen smaragdgrΓΌnen Smoking und erinnerte sie an einen Frosch. Sein Haar war dΓΌnn und fettig zu einem Pferdeschwanz gebunden. Sein BΓ€rtchen gab seinem Gesicht einen grausamen Zug. β€žWarum gerate immer ich an solche Typen?β€œ, dachte sie. Mr. Frosch griff nach ihrer Hand, um ihren Ring zu betrachten. Er hatte erstaunlich viel Kraft. β€žAhβ€œ, sagte er, β€žein außergewΓΆhnlicher Stein, ein Amethyst. Aus dem achtzehnten Jahrhundert, nicht wahr?β€œ

Jaci wollte nicht mit ihm ΓΌber ihren Ring sprechen. Sie entzog ihm die Hand und wollte sich die Finger abwischen. Der Frosch verursachte ihr GΓ€nsehaut. β€žWie sind Sie zu dem Ring gekommen?β€œ, fragte er und zeigte hΓ€ssliche gelbe ZΓ€hne.

β€žEin FamilienerbstΓΌckβ€œ, antwortete sie. Sie war zu gut erzogen, um den Mann einfach stehen zu lassen.

β€žIhr Akzent ist bezaubernd. Sie sind EnglΓ€nderin?β€œ – β€žJa.β€œ – β€žIch besitze eine Villa in den Cotswolds. Kennen Sie den Ort Arlingham?β€œ

Sie kannte den Ort, doch ihre Geduld war am Ende. β€žNeinβ€œ, sagte sie. β€žWenn Sie mich entschuldigen wΓΌrdenβ€¦β€œ

β€žIch besitze einen sehr hΓΌbschen DiamantanhΓ€nger, der sich wunderbar auf Ihrem DekolletΓ© machen wΓΌrdeβ€œ, unterbrach er sie und kam nΓ€her. β€žIch stelle mir gerade vor, wie umwerfend Sie aussehen wΓΌrden, wenn Sie nur diesen Schmuck und ein paar goldene High Heels trΓΌgen.β€œ

Ein kalter Schauer ΓΌberlief Jaci. Als er mit der Zunge ΓΌber die ZΓ€hne fuhr, wurde ihr ΓΌbel. Sie schob seine Hand von ihrer HΓΌfte. Sie wollte ihm sagen, was sie von ihm dachte, doch man hatte ihr beigebracht, stets hΓΆflich zu bleiben. Sie beherrschte die Kunst der diplomatischen Abfuhr. Wenn sie ihn nicht loswurde, musste sie abhauen.

β€žIch begleite Sie, wenn Sie aufbrechenβ€œ, verkΓΌndete er.

β€žSparen Sie sich die MΓΌheβ€œ, stieß sie hervor. β€žIch bin nicht interessiert.β€œ

β€žVielleicht sollte ich erwΓ€hnen, dass ich einen großen Film finanziere. Ich besitze ein Schloss in Deutschland und β€¦β€œ

Jaci kochte vor Zorn. Er konnte nicht ahnen, dass sie auf einem herrschaftlichen Landgut aufgewachsen war. β€žIch muss gehenβ€œ, murmelte sie, tauchte unter seinem Arm durch und eilte zum Ausgang.

Sie hatte die AufzΓΌge fast erreicht, als sie hΓΆrte, wie der Frosch hinter ihr jemandem den Weg befahl. Wenn er in denselben Aufzug stieg, war sie mit ihm eingesperrt. Die Vorstellung bereitete ihr Bauchschmerzen. Wahrscheinlich wΓΌrde er versuchen, sie zu kΓΌssen. Lieber wΓΌrde sie mit einem Laternenpfahl knutschen! Sie drehte sich Richtung Notausgang.

Bevor sie die TΓΌr ΓΆffnen konnte, sagte eine Stimme hinter ihr: β€žMeine Limousine wartet vor dem Hotel.β€œ

Mr. Aufdringlich war ihr dicht auf den Fersen. Er sah hungrig aus, und sie hatte Angst. In diesem Moment ΓΆffneten sich die AufzugstΓΌren, und ein hochgewachsener Mann im Smoking trat heraus. Breite Schultern, schmale HΓΌften, dunkles Haar, das zerzaust wirkte.

β€žIch kenne ihnβ€œ, dachte Jaci. β€žIst das Ryan?β€œ

Ja, es war Ryan! Er wirkte erwachsener und beeindruckender als frΓΌher. Er war durchsetzungsfΓ€hig, sexy, stark. Ein Mann im wahrsten Sinne des Wortes. Jacis Herz machte einen Sprung und ihre Knie wurden weich, als ein elektrischer Schlag sie durchfuhr. Sie fΓΌhlte sich heftig zu ihm hingezogen.

β€žRyan!β€œ, rief sie.

β€žMeine Limousine wartet draußenβ€œ, sagte der Frosch hinter ihr.

Jaci wusste, dass der Frosch sie nicht in Ruhe lassen wΓΌrde, bis er sein Ziel erreicht hatte. Dazu wΓΌrde es nicht kommen. Sie brauchte eine LΓΆsung.

β€žRyan, Schatz!β€œ, rief sie, eilte zu ihm und schlang ihre Arme um seinen Nacken. Ryan weitete die Augen vor Erstaunen. Ehe er etwas sagen konnte, verschloss Jaci seinen Mund mit ihrem. Sie schickte ein Gebet zum Himmel: Bitte lass ihn mich nicht wegstoßen!

Seine Lippen waren warm und fest. Als Jaci mit den Fingern seinen Nacken liebkoste, spürte sie, wie Ryan erschauerte. Er lâste seinen Mund von ihrem und sah sie tief in die Augen. Doch dann zog er sie wieder zu sich heran und küsste sie drÀngend und leidenschaftlich. Jaci âffnete die Lippen. Ein Arm um ihre Taille ließ ihren Kârper mit seinem verschmelzen, sodass ihre Brüste gegen Ryans muskulâsen Oberkârper und ihr Bauch gegen - huch! - seine harte Erektion gepresst wurden.

Jaci hÀtte nicht sagen kânnen, ob der Kuss Sekunden oder Minuten dauerte. Ihr Herz klopfte zum Zerspringen, ihr Atem ging viel zu schnell. Als Ryan ihren Mund schließlich freigab, hielt er sie noch immer umschlungen. Sie barg den Kopf an seiner Schulter. Das alles war so unwirklich. Nie zuvor hatte sie so leidenschaftlich für jemanden empfunden.

β€žLeroy, wie schΓΆn dich zu sehenβ€œ, sagte Ryan ruhig. β€žIch hatte gehofft, dich hier zu treffen.β€œ

Da sie nicht ewig so stehen bleiben konnte, wollte sie sich umdrehen. Doch Ryan hielt sie fest. β€žWie ich sehe, hast du mein MΓ€dchen schon kennengelernt.β€œ

Sie biss sich auf die Unterlippe. Offenbar erinnerte er sich nicht an ihren Namen. β€žVerflixt, er hat keine Ahnung, wer ich bin!β€œ, dachte sie.

Mr. Gruselig zog eine Zigarre aus seiner Tasche. β€žIhr seid ein Paar?β€œ

Jaci wollte eine bΓΆse Erwiderung bringen, doch als Ryan sie leicht kniff, schwieg sie.

β€žJaβ€œ, sagte Ryan, β€žsie ist meine Freundin. Wir haben uns ein paar Wochen nicht gesehen, weil ich außerhalb der Stadt zu tun hatte.β€œ

Auch Leroy war skeptisch. β€žIch dachte, sie sei im Begriff zu gehen.β€œ

β€žWir wollten uns unten in der Lobby treffenβ€œ, sagte Ryan, wΓ€hrend sein Kinn auf Jacis Scheitel lag. Ein gutes GefΓΌhl! β€žHast du meine Nachricht, dass ich auf dem Weg nach oben bin, gar nicht bekommen, Schatz?β€œ

Schatz? Er wusste tatsΓ€chlich nicht, wer sie war. Das gute GefΓΌhl verschwand.

β€žWollen wir nicht in den Ballsaal gehen?β€œ, schlug Ryan vor.

β€žIch nichtβ€œ, stellte Leroy fest.

Ryan streckte dem Frosch die Hand hin. β€žDann bis bald, Leroy. Ich freue mich auf unser nΓ€chstes Treffen, um unseren Vertrag unter Dach und Fach zu kriegen.β€œ

Mr. Gruselig ignorierte die Hand. β€žIch bin mir gar nicht sicher, ob ich noch Interesse an dem Projekt habe.β€œ

Jaci verstand nicht, worΓΌber sie sprachen. Sie spΓΌrte, dass Ryan verΓ€rgert war, doch seine Miene verriet nichts.

β€žDa du etwas von mir willstβ€œ, sagte Leroy, β€žerwarte ich, dass du tust, was ich von dir verlange. Wenn ich dich also auffordere zu springen, dann fragst du: β€šWie hoch?β€˜β€œ

Jaci stieg das Blut in die Wangen. Ryans Muskeln spannten sich an.

β€žHΓΆr zu, Ryanβ€œ, meinte Leroy. β€žDu willst Geld von mir. Deshalb mΓΆchte ich in den nΓ€chsten Tagen gern mehr Zeit mit dir verbringen. Mit dir und deiner süßen Freundin. Weiterhin wΓ€re es gut, wenn ich ein paar deiner wichtigsten Mitarbeiter kennenlernen wΓΌrde.β€œ Er schob sich die Zigarre wieder zwischen die Lippen. β€žMein SekretΓ€r wird dich anrufen.β€œ

Damit ging er zum Aufzug. Als sich die TΓΌr schloss, entzog Jaci Ryan ihre Hand. β€žZur HΓΆlle mit diesem manipulativen Idioten!β€œ, stieß Ryan hervor.

Jaci trat zurΓΌck. β€žGlaub mir, ich bin dir sehr dankbar. Aber dir ist schon klar, dass ich das nicht mitmachen kann, oder?β€œ

Stirnrunzelnd betrachtete er sie. β€žDu meinst, du kannst nicht meine Freundin sein?β€œ – β€žJa.β€œ – β€žNatΓΌrlich nicht. Es wΓΌrde niemals funktionieren.β€œ

Jaci musste an seine HΓ€rte denken, die sie beim Kuss so deutlich gespΓΌrt hatte. Er schien nicht uninteressiert.

β€žLeroy war nur sauerβ€œ, fuhr Ryan fort. β€žIn ein paar Tagen sage ich ihm einfach, dass wir einen riesigen Streit hatten.β€œ

β€žTu, was du fΓΌr richtig hΓ€ltstβ€œ, sagte sie und schenkte ihm ein kΓΌhles LΓ€cheln. β€žAlso … tschΓΌss.β€œ

β€žLeroy ist vielleicht noch in der Lobbyβ€œ, sagte Ryan. β€žWarte noch ein paar Minuten und nimm dann einen Seitenausgang.β€œ

β€žIch habe nicht vor, schon zu gehenβ€œ, erklΓ€rte sie. β€žIch glaube, ich mische mich noch einmal unters Volk.β€œ

Überraschung blitzte in seinen Augen auf. β€žIch hatte nicht erwartet, dich hier wiederzusehen, Ryan.β€œ

Er runzelte die Stirn. β€žWie wΓ€r’s: Sollen wir bei einer Tasse Kaffee die letzten Neuigkeiten austauschen?β€œ

β€žNein, Schatzβ€œ, gab sie kΓΌhl zurΓΌck. β€žDas wΓ€re wohl sinnlos, da du ja noch nicht einmal weißt, wer ich bin. Leb wohl, Ryan.β€œ

β€žOkay, du hast mich erwischt. Wer bist du? Ich weiß, dass ich dich kenne β€¦β€œ

β€žEs wird dir wieder einfallen.β€œ Damit wandte sie sich ab und ging. Sie hΓΆrte, wie Ryan leise fluchte.

β€žVielleicht kannst du meinem GedΓ€chtnis mit einem weiteren Kuss auf die SprΓΌnge helfen?β€œ, hΓΆrte sie Ryans Stimme.

Sie wandte sich um. β€žWohl eher nichtβ€œ, sagte sie und verschwand durch die TΓΌr. TatsΓ€chlich aber war die Vorstellung, noch einmal in seinen Armen zu liegen, verlockend.

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