Ashford college Break away

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Summary

Emma Carter hat ihr Leben perfekt im Griff. Ihr Studium, ihre Zukunft, ihre WG, alles folgt einem Plan. Chaos? Braucht sie nicht. Gefühle, die alles durcheinanderbringen? Erst recht nicht. Bis Jake Sullivan auftaucht. Stürmer im College-Hockeyteam, Dauergrinser und wandelndes Chaos. Jake nimmt nichts ernst… außer die Dinge, die wirklich zählen. Und aus irgendeinem Grund gehört Emma plötzlich dazu. Was als harmloses Flirten beginnt, wird schnell zu einem Spiel, bei dem keiner mehr genau weiß, wo die Regeln sind. Denn während Jake immer tiefer in Emmas sorgfältig geordnetes Leben eindringt, merkt sie, dass hinter seinem Lächeln mehr steckt, als sie erwartet hat. Und Jake? Der ist längst gefallen. Doch Emma hat gelernt, sich nicht auf etwas einzulassen, das sie nicht kontrollieren kann. Und Jake ist das genaue Gegenteil von Kontrolle. Zwischen Hockeyspielen, WG-Abenden und zu vielen unausgesprochenen Gefühlen stellt sich bald die Frage: Was passiert, wenn man sich ausgerechnet in den Menschen verliebt, der alles durcheinanderbringt? Und ist man bereit, dafür die eigene Komfortzone zu verlassen?

Genre
Romance
Author
Lunaris
Status
Ongoing
Chapters
8
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1

Mein erstes Jahr am Ashford College ist vorbei. 365 Tage im Studentenwohnheim – ich kann es wirklich niemandem empfehlen. Zu laut, zu chaotisch, zu viele Menschen auf zu wenig Raum. Ein Ort, an dem man nie wirklich zur Ruhe kommt. Umso mehr freue ich mich darauf, bald mit meinen zwei besten Freundinnen zusammenzuziehen. Chloe und Lily.

Ich habe die beiden durch Lily kennengelernt. Letztes Jahr besuchten wir den gleichen Kurs, was wenig überraschend ist, wenn man bedenkt, dass ich Physiotherapie und Lily Medizin studiert. So hatten wir das Fach „Grundlegende menschliche Anatomie“ zusammen und verstanden uns von Anfang an prima. Dann stellte Lily mir ihre Freundin Chloe vor, und von da an machten wir viel zusammen zu dritt. Es fühlte sich schnell selbstverständlich an, als hätte es uns schon immer als Gruppe gegeben. Irgendwann stellten wir fest, dass wir alle drei das Studentenwohnheim nicht mögen. Zu wenig Privatsphäre, zu viel Chaos, zu wenig Kontrolle. Also beschlossen wir, gemeinsam eine Wohnung zu suchen. Tja… und jetzt ziehen wir zusammen.

In zwei Tagen ist es so weit. Und obwohl ich mich riesig darauf freue, bin ich gleichzeitig total gestresst. Umziehen mag ich einfach nicht. Dieses ständige Einpacken, Aussortieren, wieder Auspacken und das am besten alles so schnell und effizient wie möglich. Es ist unordentlich, unstrukturiert und absolut nicht mein Ding.

Genau deshalb hetze ich jetzt auch über den Campus, die Tasche fest an mich gedrückt, den Blick immer wieder auf die Uhr gerichtet. Ich bin spät dran für meinen nächsten Kurs, und mein Kopf ist voll mit To-do-Listen. Kisten, Organisation, Zeitpläne. Alles muss funktionieren.

Plötzlich merke ich, dass jemand mich beobachtet.

Der Gedanke trifft mich unerwartet und lässt mich langsamer werden. Fast automatisch hebe ich den Blick. Warum starrt er nur so? Ich weiß, dass ich nicht die Hübscheste auf dem Campus bin. Mit meinen glatten, mittellangen blonden Haaren und den eher unauffälligen grauen Augen gehe ich meistens einfach in der Menge unter. Bei meiner Größe von 1,60 Meter ist das auch nicht besonders schwer. Aber dieser Typ scheint mich mit Argusaugen zu mustern.

Das fühlt sich unangenehm an. Und ungewohnt.

Ich bleibe stehen, obwohl ich eigentlich keine Zeit habe, und sehe ihn mir genauer an. Ich will nicht sagen, dass er nicht gut aussieht, das wäre schlichtweg gelogen. Er ist breit gebaut, hat hellbraunes Haar und strahlend blaue Augen. Doch noch mehr als das fällt sein Lächeln auf. Es ist breit, offen, ansteckend, noch unterstrichen von lächerlich hübschen Sommersprossen. Sein Lachen ist laut und unüberhörbar, während er offensichtlich mit seinen Freunden scherzt. Doch seine Augen lassen mich nicht los. Sie sind direkt auf mich gerichtet. Und sie bleiben da.

Ich weiß nicht, was er von mir will, aber eins weiß ich sicher: Er ist absolut nicht mein Typ. Ich mag ruhige Männer, die nicht auffallen, so wie ich. Und dieser Kerl schreit förmlich: „Schaut mich alle an!“

Erst jetzt bemerke ich, dass ich mitten auf dem Campus stehen geblieben bin und ihn anstarre. Großartig. Offensichtlich hat er das auch gemerkt, denn sein Lächeln wird noch breiter. Er lächelt mich an.

Warum tut er das?

Ein plötzlicher Stich aus Unsicherheit durchzieht mich, und ich drehe mich hastig um. Mein Herz schlägt schneller, während ich meinen Schritt beschleunige. Ich habe ein Ziel: meine nächste Vorlesung. Ohne noch einmal zurückzusehen, gehe ich weiter und zwinge mich, mich wieder auf meinen Weg zu konzentrieren.

Schnell erreiche ich das Gebäude und schlüpfe durch die Tür.

Und der letzte Gedanke, bevor ich eintrete, ist: Bitte nicht so ein Typ in meinem Leben.