Prolog
⚠️ Inhaltswarnung:
Diese Geschichte enthält Darstellungen von Gewalt, Blut, Krankheit, Tod sowie emotionale und düstere Themen.
Ich starrte in den dunklen, wolkenverhangenen Himmel. Dicke Schneeflocken fielen auf mich herab und begruben meinen eiskalten Körper unter einer weißen Decke.
Meine Atmung war flach, langsam.
.„Floria!“
Jynns Stimme hallte laut durch den Wald. Ich wollte ihm antworten. Wollte aufstehen, zu ihm laufen, mich in seine Arme werfen und seine Wärme spüren. Doch ich konnte mich nicht bewegen. Kein Laut verließ meine Lippen.
Nur ein gehauchtes „Jynn.“, verließ meine Lippen.
Eine Träne rann aus meinem Augenwinkel und gefror auf meiner Haut, noch bevor sie den Boden erreichte.
Sollte es so enden? Sollte ich hier ganz allein einschlafen, ohne ihm jemals gesagt zu haben, was ich nie auszusprechen wagte? Dass ich ihn liebe.
Plötzlich brach seine große Gestalt zwischen den Bäumen hervor.
„Floria!“
Er war bei mir, im nächsten Moment schon auf den Knien, zog mich an sich, als könnte er mich allein durch seine Nähe festhalten. Vorsichtig wischte er mir den Schnee aus dem Gesicht, küsste meine Stirn immer wieder, während er leise, fast verzweifelt auf mich einredete.
„Ich bin bei dir. Es wird alles gut.“
„Jynn…“ Ich versuchte, meine Hand zu heben. Meine Finger zuckten nur schwach.Sofort griff er danach, schloss sie fest in seine und drückte einen Kuss auf meine Haut. Dann beugte er sich zu mir hinunter und legte vorsichtig seine Lippen auf meine – warm, lebendig, im völligen Gegensatz zu mir. Er zog mich enger an sich und hob mich hoch.
„Ich bringe dich nach Hause. Alles wird gut“, flüsterte er, während eine Träne auf meine Wange fiel. Ich spürte sie kaum noch.
„Jynn… Ich l—“