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Der Osterhase hat verschlafen

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Summary

Fuchsie, der Waschbär, und Victoria, das rosa Schaf, retten Ostern. Wie sie das machen? Sie wecken den Osterhasen auf und überzeugen ihn, dass Ostern heuer etwas anders sein darf.

Genre
Humor
Author
Luckymeer
Status
Complete
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kurzgeschichte

Der Osterhase hat verschlafen





https://at.pinterest.com/pin/538813542938132659/ Foto Titelbild

Fuchsie, der Waschbär, saß in der Dämmerung gemeinsam mit seiner besten Freundin, dem pinken Schaf Victora, gemütlich beim Fluss.

Victoria hatte die alte Eiche, wo er göttlich in seiner Baumhöhle geschlafen hatte, so stark angestoßen, dass er gemeinsam mit dem Schnee fast aus seinem Schlafplatz gefallen wäre. Es war ein ungewöhnlich langer, kalter Winter mit viel Schnee. „Fuchsie, wo bleibst du?“ hörte er Victoria. Sie war seine beste Freundin, und jeden Tag, wenn es dämmerte, trafen sie sich beim Fluss. Es war ihre Freundschaftszeit, da er tagsüber meistens schlief, so wie Waschbären das machen, und Victoriain der Nacht schlief, so wie Schafe das üblicherweise tun. Nur in Ausnahmefällen blieb er tagsüber oder blieb Victoria in der Nacht auf. „Ich komme schon,“ rief Fuchsie und kletterte rasch nach unten. Er hatte so tief geschlafen, dass er seinen Wecker überhört hatte. „Was ist los mit dir, ich habe beim Fluss auf dich gewartet?“ sagte Victoria mit einem leicht beleidigten Ton. „Es tut mir leid, Victoria, ich habe vom Osterhasen geträumt unddabei den Wecker überhört.“ Sie schlenderten gemütlich zu ihrem Lieblingsplatz am Fluss. „Was war das für ein Traum?“ fragte Victoria. „Ich habe geträumt, dass das Osterfest ausgefallen ist. Es war so traurig.“ Victoria lachte laut auf. „Ostern ist doch erst in einem Monat, und der Osterhase war immer pünktlich.“ „Das stimmt, aber mir kommt vor, dass heuer etwas nicht stimmt. Seit einigen Jahren helfe ich doch dem Osterhasen gemeinsam mit den Feldhasen undden Hühnern die Eier zu färben und zu bemalen, weil ich mit meinem Pfoten das besonders gut kann.“ Victoria nickte, sie wusste das ohnehin. „Wir haben die letzten Jahre immer mindestens zwei Monate vor Ostern mit den Vorbereitungen begonnen. Heuer meldet sich der Osterhase nicht.“ „Dann frag ihn doch,“ sagte Victoria „Das habe ich schon überlegt, aber der Osterhase mag es überhaupt nicht, wenn jemand Stress macht. Da kann er so richtig grantig werden. Er ist davon überzeugt, dass dann die Ostereier nicht so schön werden. Vielleicht frage ich morgen die Feldhasen und die Hühner.“ „Gute Idee!“ sagte Victora, „und jetzt lass uns eine Runde im Eiswasser schwimmen.“ Wir spielten so lange im Wasser, bis es dunkel war und Victoria nach Hause musste. In den nächsten Tagen fragte ich einige Feldhasen, aber sie zuckten nur mit den Schultern und sagten; „Ach, der wird sich schon melden.“ Die Hühner gackerten aufgeregt: „Wir brauchen Zeit zum Eier legen. Wenn er uns nicht rechtzeitig fragt, dann wird das nichts mit dem Osterfest heuer.“ Allerdings wollten auch sie nicht zum Osterhasen gehen. „Wenn du so beunruhigt bist, dann solltest du auf alle Fälle beim Osterhasen vorbeischauen,“ sagte Victoria zwei Wochen später. „Komm schon, sei kein Feigling, Ich begleite dich, wenn du willst,“ schlug Victoria vor.Sie hatte recht. Wir liefen einige Stunden durch den Wald bis wir beim Waldrand, wo man einen herrlichen Blick auf die Felder und Wiesen hat, ankamen. Dort war die Tür zum großen, unterirdischen Osterhasenbau mit einem großen Türklopfer in der Form eines Hasenkopfes. Vorsichtig nahm ich den Türklopferund ließ ihn auf die Tür fallen. Es blieb alles still. „Das hört er nicht einmal, wenn er wach ist,“ sagte Victoria. So schnell, dass ich es nicht verhindern konnte, warf sie sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen die Tür. „Oh, du liebe Güte!“ Am liebsten wäre ich schnell davongelaufen. Es blieb ruhig. Victoria setzte gerade zu einem erneuten Wurf an, als die Tür aufging und der Osterhase in Pyjama und Socken vor uns stand. „Seid ihr verrückt geworden, mich in meinen Träumen zu stören!“ schimpfte er laut. Wütend schaute er uns an. Ich nahm all meinen Mut zusammen und stammelte: „Wir wollten nur schauen, ob alles o.k. ist, da doch bald Ostern ist.“ „Wollt ihr vielleicht besser als ich wissen, wann Ostern ist? Schaut euch den vielen Schnee an und die großenEiszapfen, die von den Bäumen hängen. Es ist noch tiefer Winter,“ sagte er grantig und war dabei die Tür zuzuwerfen. Da sprang Victoria vor und rief: „Hallo, schon etwas von Kalender gehört.“Sie hielt ihm ihren Kalender vor die Hasennase und rief: „Ostern ist in zwei Wochen.“ Der Osterhase war wegen ihrer Unerschrockenheit so perplex, dass er vergaß, dass er die Tür zuknallen wollte. Er starrte auf den Kalender. Dann zog er eine Brille aus seiner Pyjamahose und fixierte den Kalender. „Das kann doch nicht sein! Das gibt es doch nicht, es ist noch viel zu kalt für Ostern,“ murmelte er vor sich hin. Plötzlich schaute er uns entsetzt an und rief: „Um Hasenswillen, in zwei Wochen ist Ostern, ich habe verschlafen. Es ist zu spät, ich muss Ostern ausfallen lassen,“ jammerte er. „Ich habe einen Plan!“ rief Victoria. Ich schaute sie überrascht an: „Du hast einen Plan??“ Woher und wieso hatte Victoria einen Plan? „Ich habe sehr viele Schaffreundinnen und Schaffreunde In Irland und in Island, die ich einladen könnte. Es gibt dort mehr Schafe, als man sich vorstellen kann.“ „Das geht auf keinen Fall,“ rief der Osterhase, „Ostereier müssen perfekt bemalt sein, und das können nur ich, die Feldhasen und Fuchsie. Jedes Ei muss symmetrisch sein.“ „Na gut, dann eben nicht,“ sagte Victoria lässig, „dann fällt Ostern halt aus. Komm Fuchsie, wir gehen zum Fluss.“Sie war schon am Weggehen, als der Osterhase zögerlich rief: „Warte, so habe ich das nicht gemeint. Vielleicht könnten diesmal ausnahmsweise auch Schafe die Ostereier bemalen.“ Victoria war noch immer am Gehen. „Bitte!“ sagte der Osterhase laut. Victoria drehte sich um und rief erfreut: „Wann beginnen wir?“ „Am besten sofort. Ich informiere alle Feldhasen und die Hühner. Fuchsie, kannst du in der Zwischenzeit alle Malutensilien in meinem Bau herrichten?“ sagte der Osterhase aufgeregt. Ich nickte. Victoria war schon am Telefonieren mit Irland und Island, um möglichst viele Schafe zur Mitarbeit anzuwerben. Binnen von wenigen Stunden war im und außerhalb des Osterhasenbaus ein geschäftiges und emsiges Treiben. Die Hühner gackerten laut: „Wie kann man nur verschlafen! Das wäre uns nicht passiert!“ aber sie legten ein Ei nach dem anderen, um zu helfen. Die Feldhasen, die Schafe und Fuchsie malten und malten und malten. Es wird euch nicht verwundern, dass dieses Jahr besonders viele Schafe auf den Ostereiern zu sehen waren. Fuchsie hatte auch noch einige Waschbärfreundinnen und -freunde um Mithilfe gebeten. Diese bereiteten gemeinsam mit dem Osterhasen die Osternester vor. Es wurde Tag und Nacht gearbeitet. In der Nacht zum Ostersonntag halfen alle mit die Osternester in den Gärten zu verstecken. Marie, ein Mädchen aus dem Dorf, schaute gerade aus dem Fenster. „Papa, ein pinkes Schaf war gerade in unserem Garten!“ rief sie. „Das kann nicht sein, Schafe sind weiß oder schwarz, und außerdem ist heute nur der Osterhase unterwegs, um die Osternester zu verstecken,“ gab der Papa zur Antwort. Er konnte nicht wissen, dass dieses Mal alles anders war als geplant. Am frühen Morgen des Ostersonntags waren alle Osternester versteckt, und alle Feldhasen, Schafe, Hühner und ich setzten und legten uns vor dem Bau des Osterhasen müde ins Gras. Da kam auch der Osterhase zurück vom Osternester verstecken. Er zog einen großen Sack hinter sich her und schaute ein bisschen so aus wie Santa Claus. Was war das? Als er bei uns angekommen war, öffnete er den riesigen Sack, und alle erhielten ein wunderschönes, großes Osternest mit vielen Köstlichkeiten darin.

„Ich danke euch allen so sehr, dass ihr mir geholfen habt, das Osterfest zu retten!“ sagte er fast zu Tränen gerührt. „Mein zusätzlicher Dank geht an Fuchsie und Victoria, die mich zum Glück aufgeweckt haben. Ihr wisst, wie grantig ich leider sein kann, wenn mich jemand beim Schlafen stört,“ sagte er und zwinkerte uns zu. Viele verdrehten die Augen und nickten wissend. „Umso mehr danke ich den beiden, dass sie es trotzdem gemacht haben! Sie und ihr alle habt Ostern gerettet! Danke!! Er setzte sich zu uns, und wir feierten ein wunderschönes Osterfest. Die Schafe aus Irland und Island blieben zum Spaß noch eine Woche und machten Urlaub. Der Osterhase hatte ihnen angeboten, dass sie bei ihm wohnen konnten.„Bis zum nächsten Osterfest“, riefen sie, als sie in ihr Schiff stiegen, um nachhause zu segeln. „Bis zum nächsten Osterfest!“ riefen wir alle, und winkten und winkten, bis das Schiff nicht mehr zu sehen war.

Frohe Ostern wünschen wir dir!!!

Erzählt, von Fuchsie, dem Waschbären

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