Prolog
Prolog
Wie erstarrt saß ich im kühlen Gras, ihren Kopf in meinem Schoß gebettet. Die ersten Regentropfen perlten an ihrem Gesicht ab, ließen sie fast lebendig wirken. Doch das war sie nicht – und würde es auch nie wieder sein. Nicht heute, nicht morgen und auch sonst nicht. Sie war tot. Scheiße! Meine Freundin war tot! Die Worte hallten in meinem Kopf wider, aber ich konnte sie nicht fassen. Sacht strich ich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr, die sich aus ihrem Dutt gelöst hatte. Tränen brannten in meinen Augen, als ich flüsterte: "Wer hat dir das angetan?" Die Wut brodelte in mir, ein dunkler, tosender Strom. Wer auch immer sie umgebracht hatte, er war als nächstes dran. Sein Blut würde das nächste sein, das vergossen wurde. Das schwor ich mir, in diesem Moment, in diesem Regen...








