Somewhere in Manhattan

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Summary

In einer Stadt, die niemals stillsteht, treffen zwei Menschen aufeinander, die beide gelernt haben, weiterzugehen, ohne wirklich anzukommen. Zwischen Coffee Shops, nächtlichen Spaziergängen und unausgesprochenen Gefühlen entsteht etwas, das keiner von ihnen geplant hat. Langsam, Ehrlich. Gefährlich echt. Denn manchmal ist das schwerste nicht, jemanden zu finden - sondern ihn nicht wieder zu verlieren.

Genre
Romance
Author
Mary
Status
Ongoing
Chapters
12
Rating
n/a
Age Rating
13+

Chapter 1

Der Lärm reisst mich aus meinem Schlaf, ich schaue auf mein Handy: 07:30 Uhr zeigt es an. Was solls, dann steh ich halt schon auf... Ich stehe auf, gehe ins Bad und wasche mir mein Gesicht mit kaltem Wasser.

Ich mache mir einen Kaffee und setze mich an die Fensterbank, die Decke um mich geschlungen. Ich liebe es, hier zu sitzen und die Welt draussen zu beobachten, mit meiner warmen Tasse in den Händen. Ich nehme den ersten Schluck von meinem Kaffee, der noch viel zu heiss ist, aber genau das brauche ich gerade.

Unten auf der Strasse hupt ein Taxi, Irgendwo ruft jemand etwas Unverständliches, und ein paar Leute hasten mit Coffee to go Bechern aneinander vorbei. Alles wirkt gleichzeitig chaotisch und perfekt abgestimmt, als hätte die Stadt ihren eigenen Rhytmus, den man erst verstehen muss.

Ich liebe Manhattan, ich liebe die Leute hier, ich liebe die Aussicht aus meinem Apartment, das Cafe um die Ecke, mein Lieblingscafe. Ich liebe alles daran. Vor zwei Monaten, nachdem mein Vater gestorben ist, bin ich hierher gezogen, alleine. Ich brauche diese Zeit für mich, den Abstand und die Abwechslung, um mich selbst wieder zu finden.

Für einen Moment denke ich an früher, als ich ein Kind war, an das Haus in dem wir früher gelebt haben, der Garten in dem ich gespielt habe, an meinen Vater. Ich atme tief durch und stelle die Tasse auf die Fensterbank.

Heute ist mein Tag, keine Verpflichtungen, keine Arbeit, nur Zeit für mich. Vielleicht gehe ich nachher noch in das Cafe um die Ecke, oder joggen. Beim joggen bekomme ich den Kopf frei. Ich nehme den letzten Schluck Kaffee, stehe auf und ziehe die Vorhänge ganz auf. Das Licht flutet den Raum. "Okay, Manhattan", murmle ich. "Zeig mir, was du heute für mich hast"