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Summary

Er sucht keinen Ärger. Aber er beendet ihn. Mit einem Lächeln. ​Ein Zwischenstopp an der Ostsee, ein Snickers am Bahnhofsautomaten und den Kopf vom Wind freipusten lassen – mehr wollte Liam Voss nicht. Doch der ehemalige KSK-Soldat kommt nicht mal bis zum Strand. Ein Anruf von seinem alten Heimbruder Henry, der jetzt beim LKA ermittelt, zieht ihn mitten in ein Wespennest an der Küste. ​Auf dem Rasen des Dorfvereins liegt die Nummer 10. Herzversagen, heißt es offiziell. Mord, sagt Liams Instinkt. Jemand hat den Mann lautlos und hochprofessionell ausgeschaltet – und das LKA will die Akte schließen, bevor sie überhaupt geöffnet wurde. ​Die Fährte führt Liam hinter den Deich, direkt in das staubige Revier einer brutalen Biker-Gang. Die Fronten sind verhärtet, das Dorf schweigt aus Angst. Doch die Drahtzieher im Schatten haben eine Rechnung ohne den Fremden gemacht. ​Ein verdammt schlechter Tag für die Unterwelt. Denn Niemand ist so hart wie Liam Voss. ​„Abpfiff“ – Der kompromisslose Auftakt der neuen Action-Thriller-Reihe. Wer sich ihm in den Weg stellt, hat schon verloren!

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1

Anmerkungen

Jeden Sonntag erscheint ein neues Kapitel. Ich wünsche ihnen viel Freude und freue mich auf das feedback.



Kapitel 1

Mit einem Lauten Quietschen und einem mürrischen brummen und zischen kam der Zug langsam zum Stehen. Die Türen öffneten sich und bis auf einen Mann stieg niemand aus. Liam Voss, war dieser Mann. Er stieg aus und schaute sich kurz auf dem Bahnsteig um. Niemand außer ihm war dort. Die kühle Ostseeluft streichelte sein Gesicht und er nahm einen Tiefen Atemzug dieser leicht Salzigen Meeresluft. Er ging schnurstracks auf einen Snackautomaten zu. Er schaute durch die Glasige Abdeckung und studierte was drin war.

Das war eigentlich unnötig, weil er wusste was er wollte. Doch genaues beobachten lag in seiner Natur. Er steckte einen Euro und 80 in das Münzfach, er lächelte als er die Tasten 2 und 4 drückte und ein Snickers in das Ausgabefach plumpste, er genoß den ersten bissen mit geschlossenen Augen.

Sein Telefeon vibrierte in der Hosentasche, er hatte erst die hälfte des Snickers verspeist, deswegen stöhnte er genervt und zog sein Telefon.

Er hatte nur ein Klapphandy. Ein Nokia. Das reichte ihm. Er war ein Minimalisticher Mensch der kein Internet brauchte. Auf dem Bildschirm des Nokia leuchtete der Name, Henry, auf.

"Was gibt's?", fragte Liam.

"Du bist in Steilhagen?"

"Kann sein. Ich hatte Hunger. Woher weißt du das?"

"Ich hab dich geortet, weil ich dich brauche", Henrys Stimme wurde leiser, "hier ist jemand gestorben. Der Gerichtsmediziner sagt es sei ein Natürlicher Tod. Wahrscheinlich Herzstillstand."

"Und was ist das Problem?" Fragte Liam.

"Das Problem ist das ich keinen Partner mehr habe. Wegen

Personalmangel

und außerdem kommt mir das Opfer sehr bekannt vor."

Liam lachte laut auf.

"Wegen Personalmangel ? So ein Quatsch! Die sache stinkt von hier bis Tokyo. Naja, ich habe nix zu tun. Wo treffen wir uns?"

Am anderen Ende der Leitung hörte er Henry reden, allerdings Verstand er ihn kaum. Wahrscheinlich hatte er das Handy vom Ohr genommen und sprach mit jemandem am Tatort. Eine Minute verging.

"Was hast du gesagt?"

Jetzt verstand er ihn wieder besser. Klar und deutlich.

"Wo treffen wir uns?"

"Achso...im Apartment Peters. Um 18 Uhr. Ich muss schluss machen." Henry legte auf.

Liam spürte ein Vertrautes kribbeln in seinem Körper aufsteigen. Nachdem er jahrelang beim KSK in der Bundeswehr gedient hatte, ist er vor achtzehn Monaten ausgetreten . Seitdem war er als Privatermittler tätig. Allerdings ohne festes Büro. Er ist nur per Telefonanruf auf seinem Nokia zu erreichen, da er durchs Land zieht, weil er die Freiheit, nach Jahren in der Armee genießen will.

Er konnte dieses Kribbeln einfach nicht abstellen und dieser Anruf von seinem alten Freund, Henry machte ihn Neugierig.

Liam aß sein Snickers auf und verließ den Hauptbahnhof Steilhagen, er ging zu einem Taxi und stieg ein.

"Hallo, ich würde gerne an den Strand", sagte Liam.

"Ok. Kein Problem, junger Mann. Ich bringe sie hin."

Der Taxifahrer war ein Kleiner Südländischer Mann mit einem grauen Haarkranz auf seinem Kopf, sein dicker Bauch spannte sein Hemd. Liam schätzte sein alter auf etwa 60 Jahre.

Die Fahrt war sehr angenehm. Es war 12 Uhr Mittags, kein Berufsverkehr aber auch sonst war nicht viel los. Steilhagen ist nur eine Kleinstadt die sich zwischen Rostock und Kühlungsborn befindet, direkt an der Ostsee.

Der Taxifahrer erzählte, dass es in der DDR ein blühender Ort für den Fischhandel war und das die FDJ einen Riesigen Gebäudekomplex am Stadtrand nutzte.

Der Fischmarkt ist auch heute noch der größte in Mecklenburg-Vorpommern.

Als sie ankamen hielt der Taxifahrer, dessen Name Leonid war, auf einem Parkplatz direkt an einer Promenade. Vom Parkplatz aus sah man schon den sauberen Strand und das Meer.

Liam, spürte ein kribbeln am ganzen Körper. Nicht unangenehm. Sondern voller Vorfreude.

Er war seit Jahren nicht am Meer gewesen. Zumindest nicht zum Vergnüngen. Er bezahlte Leonid und stieg aus dem Wagen. Er ging geradewegs auf den Strand zu. Der Wind war am Meer nochmal stärker und frischer die Möwen zogen kreischend Kreise am Horizont und die Sonne schien heller zu strahlen als sonst irgendwo. Liam liebte das Meer und diese Kleinstadt hier war so unglaublich schön und ruhig.

Er merkte schnell das er mit seiner dünnen Jacke hier nicht richtig war, er drehte um und suchte einen Laden, wo er sich ein Buntes Hawaihemd aussuchen wollte.

Liam war 1,80 groß. Es war nicht schwer für ihn, ein Hawaihemd zu finden das passte.

Er ging in eine kleine Umkleide Kabine und zog sich um, dabei betrachtete er sich im Spiegel. Sein kurzhaarschnitt der oben leicht zur seite gegeelt war sah noch gut aus. Das war Liam wichtig. Schließlich konnte man nie wissen wer einem über dem Weg läuft. Sein athletischer Körper stellte kein Problem dar. Sodass ihm ein blaues Hawaihemd, sein erster griff, direkt passte.

Er ließ seine Jacke in der Umkleide liegen, weil er es hasste Gepäck zu haben. Sein Bargeld und das Telefon steckte er in seine Graue Jeans. Er zahlte und ging wieder an den Strand wo er bis Abends in der Sonne liegen blieb.

Um 17:30 Uhr nahm sich Liam wieder ein Taxi und ließ sich zum Apartment Peters fahren. Auf der Fahrt fragte er sich einige dinge. Er fragte sich wer das Opfer war und wenn er getötet wurde...WARUM???

Und wieso, klingt es so als will da jemand etwas unter den Tisch kehren? Wobei der Typ auch wirklich einfach ein Herzstillstand haben konnte...Liam löste sich aus seinem Gedankenstrom und schaute aus dem Fenster. Er entschied sich Ruhe zu bewahren.

Als er beim Apartment Peters ankam war es 18 Uhr. Er zahlte und beeilte sich schnell in das Restaurant zu kommen.

Apartment Peters war von außen ein Großes einfamilien Haus. Lediglich die oberen Zwei Zimmer konnte man Mieten. Unten war das Restaurant und ein Wintergarten wo auch Gäste des Restaurants sitzen konnten.

Liam betrat das Haus. Es war altmodisch aber Charmant eingerichtet mit Teppichböden und Holzvertäfelungen. An der Wand hingen Ölgemälde von Steilhagen. Eine kleiner Tisch diente als Empfangstheke. Hinter dem Tisch stand eine junge Frau. Sie hatte braune Haare zu einem Ordentlichen Zopf gebunden und ein Hübsches Gesicht. Ihre Roten Lippen und die Bernstein farbenen Augen zogen Liam an.

Er schätzte das sie zirka 1,60 Meter groß war. Sie trug eine weiße Bluße, die einen Blick auf ihren Bußen freigab, und um die Taille eine Schwarze Schürze.

Sie lächelte offen.

Liam lächelte offen.

Er sagte: "Guten Abend, ein Freund von mir müsste schon hier sein. Er sieht immer aus-"

"Er sieht immer aus wie ein Cop",sagte sie.

Und Liam hatte das Gefühl das ihre Augen begannen zu strahlen.

Wegen mir? Fragte er sich.

"Er sagte mir, - Wenn jemand das sagt, ist es Mein Freund Liam-", fuhr sie fort.

"Kluger Mann," Antwortete Liam.

Sie brachte ihn durch das gut besuchte Restaurant zu einem runden Tisch in der Hinteren Ecke des Wintergartens.

Es regnete jetzt. Liam hatte den Wetterumschwung kaum bemerkt, aber das Prasseln des Regens war hier nicht zu überhören. Und es passte zu der Szenerie die sich ihm bot.

Henry saß in seinem zerknitterten Anzug und mit einer Zigarette im Mund auf dem Stuhl. Zwei Gläßer, ein Bier und ein Whiskeyglas, standen vor ihm auf dem Tisch. Liam setzte sich. Doch Henrys blick wirkte verloren, er schaute an Liam vorbei und reagierte nicht.

Erst als Liam sich räusperte, schaute er auf.

Seine Auge waren feucht und rot als hätte er geweint.

"Es wurde noch jemand getötet", sagte er, "und mir sind einfach die Scheiß Hände gebunden!"