The Secret Of The World Key

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Summary

Celia Longrenn, ein junges Mädchen. Das wegen ihres, Mysteriösen Familien erbstückes. Gegen ihren Willen in andere Welten gezogen wird. Um das Schicksal der  Galaxien zu beschützen. Zusammen mit ihren besten Freundinnen, Liora Noctveil und Layla Starcrest, wird sich Celias einfaches, Leben komplett verändern. Wird sie ihre Bestimmung erfüllen können...?

Status
Ongoing
Chapters
14
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1: Das Erwachen Des Schlüssels

"World One Arc" (Anfang)

„Weißt du, Layla, wenn das hier wieder einer deiner ‚garantiert sicheren‘ Abkürzungen ist, die uns am Ende in einem Sumpf landen lassen, drehe ich um. Ehrlich.“

Ich wischte mir eine widerspenstige weiße Haarsträhne aus der Stirn und rückte den Riemen meiner Umhängetasche zurecht.

Die Nachmittagssonne brannte unbarmherzig auf uns herab, während wir uns durch das dichte Unterholz des Waldes am Rande unserer Heimatstadt schlugen.

Es war eigentlich ein friedlicher Tag, perfekt, um zu Hause zu sitzen und ein Buch zu lesen. Aber nein, Layla hatte andere Pläne gehabt. „Ach komm schon, Celia! Sei doch nicht so eine Spaßbremse!“

Layla Starcrest hüpfte förmlich über eine dicke Baumwurzel, ihre schwarzen Zöpfe, die von den auffälligen rosa Schleifen gehalten wurden, wippten bei jedem Schritt fröhlich auf und ab.

Sie drehte sich zu mir um, zwinkerte theatralisch und formte mit den Fingern ein Victory-Zeichen, als wären wir auf einem Ausflug und nicht mitten im Nirgendwo.

„Meine Oma hat gesagt, hier draußen gibt es alte Ruinen, die noch nie jemand gefunden hat. Stell dir vor, wir finden einen Schatz! Dann laden wir dich auch auf ein Eis ein. Großes Ehrenwort!“

„Du schuldest mir noch drei Eis vom letzten Mal“, brummte eine Stimme hinter mir. Liora Noctveil schob sich lautlos wie ein Schatten an mir vorbei. Im Gegensatz zu Laylas fast schon blendender Fröhlichkeit war Liora die personifizierte Ruhe.

Ihr langes, schwarzes Haar fiel glatt über ihre Schultern, und der kleine, stilisierte Totenkopf-Clip an der Seite ihres Kopfes glänzte matt im Sonnenlicht. Ihr Blick war wachsam, ihre violetten Augen scannten permanent die Umgebung, als würde sie einen Hinterhalt erwarten.

„Und ich habe ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Die Vögel haben aufgehört zu singen.“ Ich blieb stehen und lauschte. Liora hatte recht. Es war totenstill geworden.

Kein Zirpen, kein Rascheln, nur unser eigener Atem. Unwillkürlich griff meine Hand an meinen Hals, wo unter meiner Bluse das schwere Metall meines Erbstücks auf der Haut lag.

„Vielleicht sollten wir wirklich umkehren“, murmelte ich, doch Layla war bereits durch ein Dickicht aus Dornenbüschen gebrochen.

„Leute! Seht euch das an!“ Liora und ich tauschten einen kurzen Blick ihre Miene war wie immer unlesbar, aber ich sah das feine Zucken ihrer Augenbraue und folgten ihr.

Als wir durch das Gebüsch traten, verschlug es mir den Atem. Vor uns, halb in den Fels einer steilen Klippe gehauen und von jahrhundertealtem Efeu fast völlig verdeckt, ragte ein massiver steinerner Torbogen auf.

Er wirkte fehl am Platz, zu alt, zu majestätisch für diesen kleinen Wald. Seltsame, verwitterte Runen waren in den grauen Stein gemeißelt, und obwohl es draußen hell war, schien das Innere des Bogens Licht förmlich zu verschlucken.

„Ein Schrein“, flüsterte ich. Eine Gänsehaut jagte über meine Arme, die nichts mit der kühleren Luft hier im Schatten der Bäume zu tun hatte.

„Sag ich doch! Ruinen!“ Layla klatschte begeistert in die Hände und rannte auf den Eingang zu. „Warte! Fass nichts an, du Idiot!“ Liora schnellte vor, ihre Hand reflexartig an ihrer Hüfte, wo sie normalerweise wenn wir nicht gerade Schulschluss hätten nichts Gefährliches trug.

Doch ihre Körperhaltung war die einer Raubkatze kurz vor dem Sprung. Ich wollte ihnen hinterherrufen, sie stoppen, doch in dem Moment, als ich den ersten Schritt auf den überwucherten Vorplatz des Schreins setzte, geschah es.

Das Erbstück an meinem Hals der seltsame, altmodische Schlüssel, den mir meine Mutter vor ihrem Verschwinden gegeben hatte und den ich seit Jahren als Glücksbringer trug wurde heiß. Nicht nur warm, sondern glühend heiß.

„Ah!“ Ich zuckte zusammen und riss an der Kette, um das Metall von meiner Haut zu bekommen. Ich zog den Schlüssel unter meiner Kleidung hervor.

Er pulsierte. Ein sanftes, goldenes Licht ging von ihm aus, das im Takt meines Herzschlags heller wurde. „Celia?“ Layla war am Eingang stehen geblieben und starrte mich mit großen Augen an. „Leuchtet... leuchtet deine Halskette?“

„Ich... ich weiß es nicht“, stammelte ich. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. „Er hat das noch nie gemacht.“ Ein tiefes Grollen, wie das Knurren eines riesigen Tieres, vibrierte durch den Boden. Staub rieselte von dem steinernen Torbogen herab.

Liora war sofort an meiner Seite, ihren Arm schützend vor mich gestreckt. „Wir gehen. Jetzt“, befahl sie mit einer Schärfe in der Stimme, die keinen Widerspruch duldete. „Das hier ist keine normale Ruine.“

Doch es war zu spät. Ein blauer Lichtstrahl schoss aus dem Inneren des Schreins hervor, traf genau den Schlüssel in meiner Hand und hüllte uns drei in ein flirrendes Feld aus Energie.

Ich versuchte, zurückzuweichen, aber meine Füße gehorchten mir nicht mehr. Es war, als würde eine unsichtbare Kraft mich festhalten, mich zwingen, hier zu sein.

„Identifikation bestätigt“, dröhnte eine Stimme. Sie klang nicht menschlich. Sie klang wie das Mahlen von Steinen und das Rauschen des Windes zugleich. Sie kam von überall und nirgends. „Trägerin des Welten-Schlüssels erkannt. Willkommen, Wächterin Celia Lonngrenn.“

„Was? Woher kennt das Ding meinen Namen?“ Panik stieg in mir auf. Ich umklammerte den Schlüssel so fest, dass die Kanten in meine Handfläche schnitten.

„Celia!“ Layla versuchte, zu mir zu gelangen, aber die blaue Energie bildete eine Wand. Sie hieb mit der Faust dagegen.

„Lass sie los, du gruseliger Steinhaufen!“ „Die Barriere zwischen den Welten ist dünn. Das Gleichgewicht wankt. Aktivierung des Notfall-Protokolls: Transfer zur Welt Eins.“

Der Boden unter uns begann zu leuchten. Komplizierte geometrische Muster, ähnlich denen auf dem Schlüssel, brannten sich in das Gras.

„Wächterin? Welten? Wovon redet es?“ Ich schrie gegen das dröhnende Geräusch an, das immer lauter wurde. „Ich habe dem nicht zugestimmt! Ich will keine Wächterin sein!“

Liora zog einen kleinen Taschenmesser aus ihrer Tasche natürlich hatte sie eines dabei und rammte es in die unsichtbare Barriere, doch die Klinge zerbrach einfach. „Es lässt uns nicht raus!“ „Begleiter identifiziert. Seele: Der Sternenkamm. Seele: Der Nachtschleier.

Transfer wird initiiert.“ „Warte! Nein!“ Ich streckte meine Hand aus, versuchte verzweifelt, nach meinen Freundinnen zu greifen. Wenn ich schon hier weggerissen wurde, wollte ich sie nicht in diese Sache mit reinziehen. Oder... wollte ich nicht allein sein?

„Lauft weg!“ Aber sie liefen nicht. Layla, trotz ihrer Angst, presste ihre Hände gegen die Barriere, als wollte sie sie mit purer Willenskraft zerdrücken.

„Wir lassen dich nicht allein, Celia! Niemals!“ Liora nickte nur, ihr Gesicht bleich, aber ihre Augen voller wilder Entschlossenheit. „Zusammen rein, zusammen raus. Das war die Abmachung.“

Das Licht wurde blendend weiß. Die Welt um uns herum der Wald, der blaue Himmel, das Zwitschern der Vögel, das gerade erst wieder eingesetzt hatte begann sich aufzulösen wie Tinte im Wasser.

Ein Gefühl der Schwerelosigkeit erfasste mich, gefolgt von einem brutalen Ruck, als würde ein Haken hinter meinem Bauchnabel mich mit rasender Geschwindigkeit nach hinten ziehen.

„Suche die zwanzig Splitter. Öffne das Tor. Das Geheime Zeitalter wartet.“ Die Stimme verhallte in einem schrillen Pfeifen.

„AAAHHHH!“ Laylas Schrei war das Letzte, was ich hörte, bevor die Schwärze mich verschluckte. Ich presste den Schlüssel an meine Brust und betete. Ich betete, dass das nur ein böser Traum war. Dass wir gleich in meinem Zimmer aufwachen würden.

Doch als ich das Bewusstsein verlor, wusste ich tief in meinem Inneren, dass mein normales Leben in diesem Moment vorbei war. Ich war eine Wächterin wider Willen, und ich hatte meine beiden besten Freundinnen mit in den Abgrund gerissen.

Die Dunkelheit hielt nicht lange an. Sie wich dem Gefühl von hartem, kaltem Stein unter meiner Wange und dem Geruch von Ozon und uraltem Staub.