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Kapitel 1 – REVISIO – Wiedersehen
„...Ach, was macht übrigens Deine junge Zweite Frau?“ Ylanor elh-Anshar, der zusammen mit ihm die Ratssitzung verlassen hatte, klopfte ihm auf die Schulter und blickte ihn an. „Kann sie überhaupt noch laufen...?“ Er grinste anzüglich.
Carson Neapolis seufzte innerlich: Der völlig offene Umgang der Kh‘elvaner mit eindeutig privaten Themen wie Sex war für ihn immer noch gewöhnungsbedürftig... „Ylanor... Was glaubst Du, was ich bin? Ein Barbar...?“
„Auf jeden Fall kein Kostverächter,“ antwortete der Senator und lachte. „Bei Joy bist Du das doch auch nicht. - Du musst unbedingt mit Aleria bei uns vorbeischauen... Ich schicke Dir nachher die Einladung.“ Mit diesen Worten nickte er ihm zu und wandte sich zum Gehen.
Neapolis blickte ihm hinterher. Nun ja, die Aussicht auf einen Kurzurlaub auf elh-Anshar war vielleicht gar nicht so übel... Er hatte sowieso schon ein schlechtes Gewissen Aleria gegenüber, obwohl er sie bereits vor ihrer Hochzeit darüber informiert hatte, dass sie die nächsten 10 - 14 Tage ohne ihn auskommen müsste: So etwas wie Flitterwochen gab es hierzulande nicht, außerdem hatte er sich um die Verwaltungsarbeit und um Joy zu kümmern. Des weiteren brauchte seine junge Zweite Gemahlin nicht nur ein paar Tage der Ruhe, sondern auch ausreichend Zeit, um sich in Rhythmus und Gepflogenheiten der Festung einzufinden. Und sie würde bestimmt ihrem Wohnbereich ihre ganz persönliche Note verleihen wollen, auch wenn dieser bereits komplett eingerichtet war – sicherlich nur eine der Voraussetzungen, die gegeben sein mussten, um hier heimisch zu werden: Letzteres war wohl der schwierigste Part von allem, und es hing natürlich auch von ihm ab, wie gut sie Fuß fassen würde. Andererseits hatte er da wiederum wenig Bedenken, verfügte Aleria doch trotz ihres anerzogenen typisch kh‘elvanischen Gehorsams über so etwas wie eine gewisse innerliche Unabhängigkeit – sie war gebildet, hatte einen wachen Geist und eine rasche Auffassungsgabe, und sie war neugierig. Sie würde gut alleine zurechtkommen. Er war sogar davon überzeugt, dass sie ihr neues Zuhause alleine viel besser erkunden könnte, mal ganz abgesehen davon, dass da ja noch Suryi war, ihre Dienerin, die sich um alles kümmern würde, was ihre Herrin benötigte: Sie würde sie bei ihren ersten Schritten im neuen Heim begleiten und unterstützen.
Aleria...
Sofort musste er daran denken, wie sie am Morgen nach ihrer Hochzeit in seinen Armen aufgewacht war: Sie hatte ihn nicht nur verliebt angeschaut, sondern sich gleich vertrauensvoll wieder an ihn geschmiegt, so dass er gar nicht anders gekonnt hatte, als sie ausgiebig zu streicheln und zu küssen, bevor er erneut mit ihr geschlafen hatte... Bei dem Gedanken daran bekam er sofort wieder einen Steifen.
Ursprünglich hatte er befürchtet, dass es ihr nicht gefallen könnte – kh’elvanische Männer waren dafür bekannt, ruppig und egoistisch im Bett zu sein, weshalb dieses Thema für die Frauen hierzulande eher schwierig war. Seine Befürchtungen waren jedoch grundlos gewesen: Er hatte sie zum Höhepunkt bringen können, gleich bei ihrem ersten Mal und die beiden anschließenden Male ebenfalls – das hatte offenbar Eindruck auf sie gemacht und sie atemlos zurück gelassen.
Ja, Aleria schien es regelrecht genossen zu haben, was er in dieser Nacht mit ihr angestellt hatte, und er freute sich jetzt schon darauf, zu ihr zu gehen, nachher, wenn er wieder zuhause war… Und schon wieder kreisten seine Gedanken nur um das eine: Wie verzückt sie gestöhnt hatte – ein klares Zeichen, dass es angenehm für sie war und sie dem Ganzen positiv gegenüber stand. Ob das heute Abend auch so war?
Er blickte auf die Uhr: Wenn er sich beeilte, wäre er zur normalen Essenzeit der Festung daheim. Und danach...
Danach würde er sich Aleria vornehmen.
Zum Funkgerät greifen und Arka dementsprechend instruieren, damit dieser seine junge Frau vorwarnen konnte, war das Werk eine Augenblicks – er erledigte es auf dem Weg nach draußen, wo im Hof des Sitzungsgebäudes sein Gleiter auf ihn wartete: Voller Vorfreude beschleunigte er seine Schritte.
...Ob sie ihn vermisst hatte?
Nun denn, bald würde er es erfahren.
Als es an der Tür klopfte und sie öffnete („ich mache das schon, Suryi!“), war sie glücklich, ihn im Türrahmen zu sehen – die Zeit war ihr lang geworden, die letzten Tage vor seinem Besuch hatte sie nur schwer ertragen können. Er hatte ihr gefehlt... Sehr sogar.
Er trat ein, den Blick auf sie gerichtet. „Aleria…“
Jetzt, wo er da war, war sie selig. Hatte er vielleicht auch etwas länger für sie Zeit, nicht nur für eine Nacht?
Seine dunklen Augen ruhten auf ihr, schienen sie zu durchdringen, und sie spürte, wie ihr auf einmal sehr warm wurde: Ein heißer Schauer durchflutete sie, ein Prickeln, das sich zunehmend in ihrem Körper ausbreitete und ihre Brustwarzen hart und aufrecht werden ließ, so dass ihr auf einmal der Stoff ihrer Tunika schwer vorkam...
Einen Lidschlag später fand sich Aleria in seinen Armen wieder, froh, ihn zu spüren: Er hatte sie sofort an sich gezogen, hielt sie fest und beugte sich nun vor, um sie zu küssen – verlangend, begehrlich.
Wie lange hatten sie so verharrt, eng umschlungen? Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass sie unendlich froh war, dass er da war. Bei ihr war. Sie hatte sich nach ihm gesehnt, danach, ihm ganz nah zu sein, und nun, da er hier war, würde er bestimmt sein Recht bei ihr einfordern wollen… Ihre Hochzeitsnacht war jetzt etwas über zwei Wochen her, und was er dort mit ihr gemacht hatte, war wunderschön gewesen. Jetzt würde er es hoffentlich wiederholen: Sie konnte es kaum erwarten.
Irgendwann löste er sich von ihr, hob sie hoch und trug sie hinüber in ihr Wohnzimmer. Der Ausdruck in seinen Augen war eindeutig, als er sie auf einer der Klinen absetzte und sich sofort an seinem Gürtel zu schaffen machte.
Sie blickte gebannt auf ihn, wie er die Gürtelschnalle löste, sich anschliessend die Tunika über den Kopf zog und sich von seinen Schuhen befreite. Dann stand er völlig unbekleidet vor ihr: Auch er hatte sich offenbar nach ihr gesehnt, denn er war, genau wie in ihrer Hochzeitsnacht, schon bereit für sie – irritiert und fasziniert zugleich starrte sie auf seinen bestes Stück, das groß und steif zwischen seinen Beinen empor ragte, auf den prallen, leicht geäderten Schaft mit der Eichel, deren dunklere, rötlichere Farbe und kragenartigen Ränder eine deutliche Zäsur zum Rest seines Glieds bildeten. In der Hochzeitsnacht war es halbdunkel gewesen, und vor lauter Aufregung hatte sie ihn damals nicht wirklich anschauen können…
Sie überlegte: Vor etwa eins, zwei Jahren hatte sie mal heimlich ihren Vater nackt gesehen, als versteckte Beobachterin und durch einen eher unglücklichen Zufall, doch im Vergleich zu ihm schien ihr Mann irgendwie größer gebaut zu sein – oder bildete sie sich das nur ein? Und obwohl ihr im ersten Moment jetzt doch ein wenig mulmig zumute war, war sie doch auf eine seltsame Art und Weise erregt, und sie fragte sich auch dieses Mal, wie er dieses Ding jemals in sie hineinbekommen konnte. Andererseits... Es hatte ja bereits schon funktioniert: Es hatte sich unfassbar gut angefühlt in ihrer Hochzeitsnacht, ihn in sich zu spüren, wie er sich in ihr auf- und ab bewegt und ihr dabei die unglaublichsten Empfindungen bereitet hatte... Sie hatte gemeint, gleich sterben zu müssen vor Lust, bevor der allererste Orgasmus ihres Lebens sie mitgerissen und von ihrer schier unerträglichen, doch oh so köstlichen Qual erlöst hatte, und darum konnte sie es kaum erwarten, dass das jetzt wieder geschah: Wenn Ehe bedeutete, dass er ihr immer und immer wieder solche Höhepunkte bereiten würde, ja, dann wollte sie nichts anderes als Ehefrau sein. Und sich ihm hingeben, denn verfallen war sie ihm schon längst – er war mit einer Wucht in ihr Leben getreten, die sie völlig überwältigt hatte: Sie war sein. Sie gehörte ihm. War das nicht normal für eine kh’elvanischen Fürstin? Sie war glücklich, dass es so war: Er hatte sie komplettiert, fand sie, obwohl ihr vorher nicht bewusst war, dass ihr irgendetwas fehlte... Doch er war ihr Gegenpart. Der Halt, den sie suchte. Die Basis, auf der sie stand. Sie brauchte ihn inzwischen mehr, als sie sich eingestehen mochte.
Fast gleichzeitig wurde ihr bewusst, dass sie ihn anstarrte: Das war so unschicklich für eine Ehefrau! Verlegen blickte sie sofort zu Boden.
Er schmunzelte. Im selben Moment spürte sie zu allem Unglück auch noch eine Feuchte zwischen ihren Schenkeln hervorsickern, und unwillkürlich schoss ihr die Röte ins Gesicht. Beim Großen Auge… Er würde es sicherlich bemerken! Doch stattdessen schaute er sie einfach nur an. Seine dunklen Augen ruhten auf ihr, hielten sie fest, drangen bis in ihr Innerstes, und sie verstand die stumme Aufforderung darin und beeilte sich, ihm zu gehorchen, indem sie sich wortlos ihrer Tunika entledigte: Schließlich saß sie ebenfalls völlig nackt vor ihm.
Jetzt lächelte er. „Aleria…“
Sein Lächeln, im Verbund mit seinem Blick, verursachten ihr einen erneuten Schauer und ließen sie innerlich erbeben, doch viel Zeit zum Nachdenken blieb ihr nicht: Schon trat er vor sie, beugte sich hinab zu ihr, um sie zu streicheln und zu küssen, dann war er über ihr, und sie ließ sich rückwärts gegen die Lehne sinken, während ihre Schenkel sich bereitwillig für ihn öffneten: Sie wollte ihn so sehr...
„Kh’andarh...“ wisperte sie kaum hörbar.
Wortlos nahm er seinen Platz zwischen ihren gespreizten Beinen ein. Ihm gefiel, was er da sehen konnte: Ihre zierlichen labia, die durch die nun stärkere Durchblutung an Größe gewonnen hatten und ihm – vor Nässe glitzernd – den Weg zu ihrem Innersten wiesen. Die zarte Knospe ihrer Clit. So wunderschön war sie, seine Aleria, und so bereit für ihn... Darum wollte er keine Zeit mehr verlieren und küsste sie erneut: Gleich darauf spürte sie seine Lippen auf ihren Brüsten. Auf ihrem Bauch. Auf der Innenseite ihrer Oberschenkel und schließlich an ihrer empfindlichsten Stelle... Sein Blick war liebevoll, seine Küsse jedoch fordernd. Sie ließen keinerlei Zweifel über seine Absichten aufkommen, sie jedoch vor Erregung zittern.
Und schon stützte er sich mit der Linken auf, während er mit seiner Rechten seine Härte zwischen ihre Schamlippen dirigierte: Aleria seufzte wohlig, als sie ihn an ihrem Eingang spürte.
Ruhig, aber bestimmt begann er, sein bestes Stück dort sanft an ihr zu reiben, was sie nach Luft schnappen ließ.
Dann drang er schon in sie ein, wie in Zeitlupe, ruhig, stetig, indem er sein Becken langsam vorwärts schob, und sie konnte nicht anders, als zu seufzen, als sie spürte, wie er sie Zentimeter für Zentimeter vereinnahmte und sie dabei dehnte. Warum fühlte sich das nur so verdammt gut an…?!
Schließlich war er zur Gänze in ihr. Und über ihr. Die Präsenz seines Glieds in ihr war intensiv: Es füllte sie komplett aus und war jetzt schon mehr als angenehm... Es fühlte sich nicht fremd an, nein, es hatte etwas völlig vertrautes, natürliches – es war genau so, wie es sein sollte... Und sie stellte in diesem Moment fest, dass sie diese Art Empfindung nicht mehr missen wollte.
Sie blickte in seine Augen über sich, als er inne hielt, sie betrachtete. Er beugte sich herab zu ihr, um sie abermals zu küssen, während er sich gleichzeitig abstützte und sich dann ganz plötzlich und ohne Vorwarnung ein wenig zurückzog, um sofort wieder in sie zu stoßen, tief und fest, bis ihre hintere Scheidenwand seine Bewegung stoppte und er aufgrund der Verengung zum Muttermund nicht mehr weiter kam, was seine Hoden gegen ihre Haut klatschen ließ.
Der Stoß sandte eine Schockwelle der Lust durch ihren Körper. Aleria keuchte unwillkürlich. Sie war hin und weg: Dieses unglaubliche Gefühl… Es hatte bereits angefangen, sich bemerkbar zu machen, als er in sie eingedrungen war, doch jetzt durchzog es nicht nur ihren Unterleib, sondern breitete sich zunehmends in ihrem Körper aus. So wie beim letzten Mal auch. Es war unbeschreiblich gut...
Und es schlug sie völlig in seinen Bann.
In diesem Moment küsste er sie abermals, diesmal jedoch besitzergreifend, leidenschaftlich. Jetzt, wo er nicht nur zwischen ihren Schenkeln war, sondern gleichzeitig auch tief in ihr, war er in seinem Element: Seine Küsse brannten auf ihren Lippen, und sie war froh darüber, wie selbstverständlich seine Zunge ihren Mund eroberte – so wie er gerade eben ihren Schoß in Besitz genommen und für sich beansprucht hatte, als sei es das Normalste von der Welt…
Ja, sie gehörte ihm. Sie war sein. Seine Stöße, nun Tempo aufnehmend, ließen sie erschauern, und sie wollte nichts anderes, als sich ihm hinzugeben, ihm, ihrem Ehemann. Ihrem Geliebten... Ihrem Ein und Alles, denn ja, sie liebte ihn bereits mit aller Kraft ihrer Seele, voller Verzweiflung und voller Sehnsucht.