Prolog
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Prolog
Ich rannte.
Schneller. Ich musste noch schneller werden.
Meine Lunge brannte, jeder Atemzug schmerzte, aber ich zwang mich weiter. Meine Finger zitterten, als ich den Ärmel meines Hoodies hochriss. Das Tattoo leuchtete schwach. Ich sah auf den Timer.
02:13
Zu wenig Zeit.
„Scheiße…“
Ich beschleunigte meine Schritte. Meine Beine sie fühlten sich an wie Blei, aber ich durfte jetzt nicht nachlassen. Nicht jetzt.
Das Tor kam in Sicht.
Noch zehn Meter.
01:30
Ich biss die Zähne zusammen. Dies war meine Chance. Ein weiterer Blick über die Schulter.
FUCK
Samantha.
Zu weit hinten.
„Beeil dich, Sam!“ schrie ich ihr zu. Meine Stimme hallte durch das graue, leere Schlachtfeld, wo Leute schon lagen. Blutend, schwer atmend, verletzt.... tot.
Sie rannte. So schnell sie konnte.
Aber es würde nicht reichen.
01:00
„Komm schon… komm schon…“
Ich erreichte die Linie, stolperte fast und gelang in die sichere Zone. Kaum war ich drin, drehte ich mich um.
Sie war noch draußen.
Zu weit weg. Viel zu weit
Mein Herz zog sich zusammen. Der Angst Schweiß überkam mich.
„Nein…“
00:30
„Du schaffst das!“ log ich mit flehender Hoffnung in der Stimme.
Sie schüttelte den Kopf. Ich sah es in ihrem Gesicht.
Sie wusste es.
Ich wusste es.
Wir beide wussten es.
Ein tiefer Atemzug. Ich entschloss mich.
„Ich komm dich holen—“
Ich setzte einen Schritt nach vorn.
Rote Wand.
Direkt vor mir.
FUCK
Hart. Undurchdringlich.
Kein entkommen.
Ich schlug dagegen. Einmal. Zweimal.
Nichts.
„LASS MICH DURCH!“ schrie ich.
00:10
„SAMANTHA!“
Sie rannte weiter. Ihre Schritte wurden langsamer.
00:05
Meine Gedanken rasten.
Ich konnte nichts tun.
Gar nichts.
00:03
Sie sah zu mir.
00:02
Unsere Blicke trafen sich.
00:01
Und sie lächelte.
00:00
Knall.
Alles wurde weiß.
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