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Broken Ice - Chasing Home

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Summary

„Manche Menschen kommen nicht in dein Leben, um dich zu retten. Manche bleiben einfach, während du langsam lernst, dich selbst wiederzufinden." Detroit ist kalt. Nicht nur im Winter. Zwischen Nachtschichten in der Notaufnahme, schlaflosen Nächten und Erinnerungen, über die Lisa niemals spricht, besteht ihr Leben nur noch aus Überleben. Abstand halten. Funktionieren. Nicht zusammenbrechen. Bis sie ihm begegnet. Matthew Collins ist der Starspieler der Detroit Red Wings. Selbstbewusst. Kontrolliert. Von außen wirkt sein Leben perfekt - ausverkaufte Arenen, Kameras, Ruhm. Doch hinter dem Eis verbergen sich Dinge, die niemand sieht. Was als zufällige Begegnung beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas, das beide niemals gesucht haben: Vertrauen. Nähe. Ein Gefühl von Zuhause. Aber manche Wunden verschwinden nicht einfach. Und manchmal ist Liebe nicht die Frage. Sondern ob man es schafft, sich trotz der Vergangenheit überhaupt lieben zu lassen. Broken Ice - Chasing Home Eine emotionale Hockey Romance über Trauma, Heilung, Found Family und die Menschen, die bleiben, wenn alles andere auseinanderfällt.

Genre
Drama
Author
Annika
Status
Complete
Chapters
21
Rating
5.0 3 reviews
Age Rating
16+

Prolog

Detroit River, zwei Jahre zuvor

Ich bekomme keine Luft.

Nicht dieses normale „Ich bin nervös"-Gefühl.

Nicht dieses kurze Stechen in der Brust.

Nein.

Es fühlt sich an, als würde jemand seine Hand um meine Lunge legen. Langsam. Fest. Immer fester.

Als würde mich etwas von innen zerdrücken.

Mein Herz schlägt viel zu schnell.

Zu laut.

Zu hart.

Jeder Atemzug brennt.

Scheiße.

Ich presse meine Finger so fest um das kalte Metallgeländer vor mir, dass meine Hände wehtun. Der Detroit River liegt schwarz und still unter mir, nur vereinzelt spiegeln sich die Lichter der Stadt auf der Wasseroberfläche. Es ist kalt. Eiskalt eigentlich. Trotzdem läuft mir Schweiß den Rücken hinunter.

Ich zittere.

Nicht wegen der Temperatur.

Wegen mir.

Falsche Entscheidung.

Falsches Land.

Falsches Leben.

Ich schaffe das nicht.

Mein Brustkorb hebt und senkt sich hektisch. Zu schnell. Viel zu schnell. Ich versuche Luft zu holen, aber meine Lunge macht einfach nicht mit. Alles verschwimmt. Die Geräusche der Stadt wirken dumpf, weit weg. Autos. Stimmen. Musik irgendwo in der Ferne.

Als würde ich unter Wasser stehen.

Ich presse die Augen zusammen.

Ein.

Aus.

Ein.

Aus.

Aber mein Körper hört nicht auf mich.

Verdammt.

Mir wird schlecht. Meine Knie fühlen sich weich an und für einen kurzen Moment habe ich Angst, einfach zusammenzuklappen. Hier. Mitten in Detroit. Allein.

Die Tränen kommen, bevor ich sie aufhalten kann. Lautlos laufen sie über mein Gesicht und ich hasse mich dafür.

Ich hasse das alles.

„Hey."

Ich zucke so heftig zusammen, dass ich fast den Halt verliere.

Neben mir stehen zwei Männer in Joggingklamotten. Wahrscheinlich vom Joggen. Der Ältere vielleicht Anfang dreißig. Groß. Breite Schultern. Dunkelblonde Haare. Tattoos ziehen sich über seine Unterarme.

Und neben ihm ein jüngerer Junge. Vielleicht sechzehn. Sie sehen sich ähnlich.

Familie.

Ich starre die beiden einfach nur an. Wortlos. Mein Kopf fühlt sich an wie Watte.

„Alles okay bei dir?", fragt der Ältere ruhig.

Nicht hektisch.

Nicht aufdringlich.

Einfach ruhig.

Und genau das macht es irgendwie schlimmer.

Ich nicke automatisch.

Obwohl offensichtlich absolut gar nichts okay ist.

Der Jüngere verzieht leicht das Gesicht. „Du atmest viel zu schnell."

Peinlich.

Gott, wie peinlich.

Ich wische mir hektisch über die Wangen, aber die Tränen hören einfach nicht auf.

„Mein Dad sagt immer, wenn ich Stress hab, soll ich langsamer atmen."

Der Ältere verdreht leicht die Augen. „James. Halt bitte einmal kurz die Klappe."

„Was denn?"

Zum ersten Mal mustere ich den Jungen richtig. Dunkle Haare. Blau-graue Augen. Die gleiche ruhige Ausstrahlung wie sein Vater. Aber jünger. Unfertiger.

Und trotzdem schaut er mich nicht komisch an.

Nicht dieses mitleidige „Oh Gott, die Frau heult gleich"-Schauen.

Einfach aufmerksam.

Der Ältere sieht mich wieder an. „Panikattacke?"

Ich nicke leicht.

Mehr schaffe ich gerade nicht.

„Okay", sagt er ruhig. „Dann machen wir das jetzt zusammen, okay?"

Seine Stimme bleibt unglaublich entspannt.

Als wäre das nichts Schlimmes.

Als wäre ich nicht komplett kaputt.

Er hebt langsam seine Hand. „Einatmen. Vier Sekunden."

Und dann zählt er.

Eins.

Zwei.

Drei.

Vier.

Ich versuche automatisch mitzuhalten.

„Und ausatmen."

Noch einmal.

Und noch einmal.

Langsam.

Ruhig.

Mit jedem Atemzug wird das Zittern ein kleines bisschen schwächer. Mein Herz rast immer noch viel zu schnell, aber wenigstens fühlt es sich nicht mehr an, als würde ich gleich ersticken.

Die Tränen laufen trotzdem weiter.

Scheiße.

„So", murmelt er nach einer Weile. „Besser?"

„Ja", flüstere ich heiser.

Meine Stimme klingt fremd.

„Danke."

Er nickt nur leicht, als wäre das nichts Besonderes gewesen.

„Neu in der Stadt?"

Ich schlucke und nicke. „Gestern angekommen."

„Dann willkommen in Detroit."

Ein kleines schiefes Grinsen erscheint auf seinem Gesicht.

„Ich bin Mike. Und das ist mein Sohn James."

„Lisa."

Meine Stimme ist immer noch leise.

„Deutschland?", fragt James sofort.

Ich blinzle überrascht. „Woher weißt du das?"

Er zuckt mit den Schultern. „Akzent."

Zum ersten Mal seit Tagen muss ich ganz leicht lächeln.

Nur kurz.

Aber trotzdem.

Mike bemerkt es sofort. Irgendwie wirkt er wie jemand, der generell alles bemerkt.

„Willst du einen Kaffee oder Tee?", fragt er dann. „Nach einer Panikattacke hilft das meistens."

Ich zögere.

Eigentlich sollte ich Nein sagen.

Das wären die vernünftige Entscheidung. Ich bin allein in einer fremden Stadt. In einem fremden Land. Mit zwei Männern, die ich nicht kenne.

Aber gleichzeitig...

...bin ich müde.

So unfassbar müde davon, alleine zu sein.

Mike deutet auf ein kleines Café an der Ecke. Warmes Licht scheint durch die Fenster. Menschen sitzen drinnen. Nichts Gefährliches. Nichts Bedrohliches.

Trotzdem hämmert mein Herz wieder schneller.

Nicht vor Angst diesmal.

Sondern wegen diesem seltsamen Gefühl in meiner Brust.

Dieses Gefühl, gerade nicht ganz unsichtbar zu sein.

Ich nicke leicht. „Gerne."

Gemeinsam laufen wir langsam los.

Der Wind vom Fluss ist eisig und ich ziehe meine Jacke enger um meinen Körper. Detroit leuchtet vor uns in kalten Farben. Grau. Blau. Weiß.

Schön auf eine traurige Art.

„Was bringt dich nach Detroit?", fragt Mike irgendwann.

Ich sehe wieder zum Wasser hinüber.

Zum schwarzen Fluss.

Zum anderen Ufer.

Zu diesem riesigen Chaos, das jetzt mein neues Leben sein soll.

„Neuanfang", sage ich leise.

Mike nickt nur.

Nicht dieses neugierige Nachfragen. Kein unangenehmes Bohren.

Als würde er verstehen, dass manche Geschichten wehtun.

„Dann hast du dir echt eine beschissene Stadt für einen Neuanfang ausgesucht", meint James trocken.

„James."

„Was? Ist doch wahr."

Ein leises Lachen rutscht aus mir heraus.

Ehrlich diesmal.

Und genau dort, zwischen kaltem Wind, dunklem Wasser und zwei fremden Menschen, passiert etwas, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstehe.

Zum ersten Mal seit langer Zeit...

...fühle ich mich nicht komplett allein.

Ich wusste damals noch nicht, dass diese Begegnung mein ganzes Leben verändern würde.

Dass Mike irgendwann einer der wichtigsten Menschen meines Lebens werden würde.

Dass seine Tochter Lydia mich Jahre später nachts anrufen würde, wenn ihr Herz gebrochen wurde.

Dass James irgendwann betrunken an meiner Bar sitzen und so tun würde, als hätte er seine Gefühle unter Kontrolle.

Und ich wusste noch nicht, dass diese Familie mich eines Tages zu ihm führen würde.

Zu dem Mann, der mein Herz erst zerstören...

...und es danach langsam wieder zusammensetzen würde.

Matthew Collins.

Matt.

Und damals, am Detroit River, begann alles.

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Good Writing

5

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Compelling Plot

2

Compelling Plot

Great Character

1

Great Character

Strong Dialog

2

Strong Dialog

author

Danke 🙈

25 days
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