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Hexen, Wölfe, Magie

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Summary

Irgendwas mit Magie.

Genre
Romance
Author
Jum T.
Status
Ongoing
Chapters
16
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1

Die Steinmauer fühlt sich unter meinen Fingern wie immer an. Kalt und nass vom ständigen Regen. Ich lehne mich zurück, lasse den Kopf gegen den rauen Stein sinken und beobachte, wie Ashridge erwacht.

Der Campus liegt vor mir, als wäre er nie wirklich aus meinem Leben verschwunden. Er ist schön genug, um jeden Fremden zu verführen. Gefährlich genug, dass man es besser wissen müsste.

Alte Steingebäude mit spitzen Türmen und hohen Fenstern. Die Tannen, die den Innenhof umrahmen, deren Nadeln dunkelgrün gegen den grauen Himmel leuchten. Im Norden ragen die Berge auf, die heute hinter einer Decke aus niedrig hängenden Wolken verborgen sind.

Ich sollte glücklich sein, wieder hier zu sein. Das sagt zumindest die Stimme in meinem Kopf, die wie die meines Großvaters Robert klingt.

„*Das ist eine Chance, Sena. Eine verdammte Chance*.“

„Eine verdammte Qual“, murmele ich und ziehe den Hoodie meines Großvaters enger um mich. Der Stoff hat den Duft von Old Spice Classic verloren.

Nach einem Jahr riecht er nur noch nach Mottenkugeln.

Die ersten Studenten strömen über den Hof. Sie lachen, umarmen sich, tauschen Sommergeschichten aus und formieren sich in Gruppen – genau wie immer.

Die Vampire versammeln sich nahe der Ostseite. Valen Crowe steht zwischen zwei anderen. Sein dunkelbraunes Haar fällt ihm in die Stirn, während er lacht. Als er mich bemerkt, hebt er die Hand und zwinkert mir mit seinen hellroten Augen zu.

Hinter Valen entdecke ich Cassian Drake. Er lehnt gegen eine Säule, sein dunkelblondes Haar perfekt unordentlich, als könnte er damit überspielen, dass er der lebende Beweis dafür ist, dass manche Leute die Akademie nie verlassen, wenn man sie lässt.

Cassian wendet den Kopf in meine Richtung, als ob er meine Gedanken hören könnte. Ein falsches Lächeln breitet sich langsam auf seinem Gesicht aus. Ich halte seinen Blick, bis Odette Vey neben ihm auftaucht.

Cassian wendet den Kopf in meine Richtung, als ob er meine Gedanken hören könnte. Ein falsches Lächeln breitet sich langsam auf seinem Gesicht aus. Ich halte seinen Blick, bis Odette Vey neben ihm auftaucht.

Sie begrüßen sich mit einer Umarmung, und ich könnte schwören, dass die Luft um sie herum wärmer wird. Odettes kupferrotes Haar fällt ihr in perfekten Locken über die Schultern. Ihr Outfit, eine Kombination aus Leder und Seide von einem Designer, sieht aus, als gehöre es auf den Laufsteg und nicht auf einen nassen Campus. Sie sagt etwas zu Cassian, er erwidert etwas und dann sieht sie zu mir rüber.

Wie erwartet, kippt ihr Blick, als wäre ich etwas, das den Boden beschmutzt.

Ich hebe eine Augenbraue, doch selbst Odette scheint es noch zu früh zu sein, die gewohnte Bitch rauszulassen. Viel lieber dreht sie sich um und geht mit Cassian zu einer Gruppe von Hexen, die sich nahe dem Springbrunnen versammelt haben.

Zwei von ihnen demonstrieren bereits ihre Magie. Eine junge Frau mit kurzen Haaren lässt Wasser zwischen ihren Fingern tanzen und formt es zu Figuren, die in der Luft schweben. Neben ihr formt ein Junge mit kantigem Gesicht eine kleine, kontrollierte Flamme in seiner Hand, die orange-rot leuchtet wie die eines Feruzeugs. Er lässt sie größer werden, bis die Flammen seine Finger umspielen, ohne ihn zu verbrennen.

Und irgendeine Erstsemesterin hält natürlich schon ihr Handy drauf. Die Grundlagen der Hexerei – die Elemente – präsentiert für Social-Media.

„Gott, bist du deprimierend.“

Hände packen meine Schultern, ich drehe mich halb um und sehe Corvus, der von oben auf mich herabblickt. Seine bernsteinfarbenen Augen lachen mich an, während sein Grinsen sich bis zu den kleinen schwarzen Hörnern erstreckt, die aus seinem schwarzen, struppigen Haar ragen.

„Deine Hörner“, sage ich und tippe gegen eines davon. Es fühlt sich hart an, glatt wie polierter Stein. „Die sind gewachsen. Beeindruckend.“

Ein tiefes, selbstsicheres Lachen verlässt ihn. „Ich habe im Sommer spezielle Shampoos benutzt. Hörnerwachstum plus Volumen. Zwei-in-Eins.“

„Waren deine Sprüche schon immer so schlecht?“

„Deine falschen Komplimente waren auch schon mal besser“, feixte er zurück. „Aber bevor du weitergiftest, erklär mir besser, wieso du aussiehst, als hättest du den letzten Flug aus Arkansas genommen und dann die ganze Nacht geweint.“

„Ich habe den letzten Flug genommen“, gebe ich zu. „Aber ich habe nicht geweint.“

Corvus’ Hand gleitet von meiner Schulter und streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Ich hatte Angst, du machst einen Rückzieher. Nach allem, was passiert ist.“

„Nichts ist passiert.“

„Du hast also keinen alten reichen Mann gefunden, der kurz davor ist, ins Grab zu beißen?“

Ich stoße ihn in die Rippen, doch er fängt grinsend mein Handgelenk ab, bevor ich ihn treffe. „Immer noch bissig. Gut zu wissen, dass sich manche Dinge nie ändern.“

„Und du bist immer noch ein Arschloch.“

„Dein *Lieblingsarschloch*.“

„Asena!“

Der Schrei kommt von links, schrill und enthusiastisch. Ich muss nicht hinsehen, um zu wissen, dass Nevi auf uns zugerannt kommt. Ihr goldblondes Haar fliegt ihr wie ein Banner hinterher, ihre türkisfarbenen Augen leuchten, als sie mich erreicht und mich in eine Umarmung zwingt, die mich fast umwirft.

„Du bist da! Du bist wirklich da! Ich habe es Elian gesagt, aber er hat mir nicht geglaubt. Ich habe gesagt, ich kann es fühlen, und –“

„Atme, Nevi“, sagt eine ruhigere Stimme hinter ihr.

Elian steht da, die Hände in den Taschen seines dunklen Pullovers. Sein goldblondes Haar ist ordentlicher als das seiner Zwillingsschwester, hat aber denselben natürlichen Glanz, um den ich beide beneide. Seine türkisfarbenen Augen betrachten mich mit der Ruhe, die ich an ihm liebe. Keine Umarmung. Nur ein Nicken, das mehr sagt als tausend Worte.

„Willkommen zurück.“

„Schön, wieder hier zu sein.“

Nevi lässt mich los, tritt einen Schritt zurück und hebt beide Hände. „Moment. Still stehen. Ich muss etwas testen.“

„Nevi, nicht schon wieder –“, beginnt Elian.

„Shh! Ich konzentriere mich!“

Sie schließt die Augen, legt die Hände an die Schläfen und macht ein Gesicht, als würde sie versuchen, eine Aufgabe mit Zahlen zu lösen – darin ist sie katastrophal. Nach ein paar zu vielen Sekunden öffnet sie die Augen wieder – triumphierend.

„Du bist genervt. Und müde. Und – hm. Etwas traurig? Nein, nicht traurig. Frustriert. Du willst nicht hier sein, bist es aber trotzdem und das macht dich wütend, aber auch irgendwie –“

„Sie hat einen Jetlag“, unterbricht Elian sie stirnrunzelnd. „Sie ist gestern Nacht angekommen, hat wahrscheinlich drei Stunden geschlafen und jetzt stehst du hier und analysierst sie wie eine Jahrmarkthexe.“

„Ich bin keine *Jahrmarkthexe*! Ich habe den Herzensblick! Professor McCarthy hat gesagt –“

„Professor McCarthy hat dir sicher nicht gesagt, dass du den ganzen Sommer über deine Familie und alle anderen als deine Testkaninchen benutzen sollst.“

Ich kann nicht anders, ich muss lachen. Der Klang meiner Stimme überrascht mich selbst: rau und ein bisschen heiser, aber echt. „Es ist okay. Sie hat recht. Ich bin genervt und müde. Der letzte Flug aus Little Rock war eine Katastrophe. Erst konnten wir nicht abheben, dann nicht direkt landen. Ein Baby hat die ganze Zeit geschrien und der Pilot meinte, er wäre ein Comedian.“

„Du hättest mit uns kommen können“, sagt Nevi und nimmt meine Hand. „Wir sind vor drei Tagen gefahren. Wir hätten einen Roadtrip daraus machen können.“

„Mit deiner Fahrweise? Danke, nein. Ich mag mein Leben.“

Corvus grinst. „Ich wäre dabei gewesen. Ich hätte mich zwischen euch gesetzt und Popcorn gegessen, während ihr euch streitet.“

„Du wärst die ganze Zeit betrunken gewesen“, meint Elian und schüttelt den Kopf.

„Das ist der Sinn eines Roadtrips, Eli.“

Die Art, wie Corvus Elian seinen Spitznamen gibt – langgezogen und mit einem besonders auffälligen süßen Unterton – lässt Elian die Augen rollen. Aber ich sehe, wie ein Mundwinkel zuckt.

„Hast du noch dein Zimmer?“, fragt Nevi und springt zurück zum Thema, wie sie es immer tut. Kein Gespräch mit ihr bleibt länger als dreißig Sekunden auf einer Spur.

„Ja, Pinecrest. Zweite Etage. Raum 214.“

„Ist dir klar, dass sie es das ganze Jahr über leer gelassen haben?“, fragt Elian.

„Muss wohl. Meine Sachen waren sogar noch da.“

Corvus pfeift durch die Zähne. „Das ist … dekadent.“

„Ist es nicht“, erwidere ich. „Es war doch klar, dass sie alles tun würden, um den Prinzen zufriedenzustellen.“

Nevi beißt sich auf die Unterlippe. Elian betrachtet einen Punkt über meiner Schulter. Für einen Moment verhärtet sich Corvus’ Gesicht, so kurz, dass ich es fast verpasst hätte.

Dann ist es vorbei. Er grinst wieder, schlingt einen Arm um meine Schultern und zieht mich von der Mauer weg. „Vergiss den Prinzen. Wir haben Wichtigeres zu besprechen. Und zwar dein praktisches Training dieses Jahr. Bist du bereit?“

Der Schlag trifft mich genau dort, wo er soll.

Praktisches Training.

Der Grund, warum ich überhaupt hier bin.

Der Grund für das Stipendium, das mich mit fünfzehn nach Ashridge gebracht hat, als ich noch nichts von Magie wusste, außer der Tatsache, dass ich sie angeblich besaß.

„*Eine seltene Begabung*“, hatten sie gesagt. „*Wert, gefördert zu werden*.“

Sie haben nicht gesagt, wie schwach diese Begabung im Vergleich zu all den anderen ist.

„Ich kann es kaum erwarten“, murmele ich, während wir die Mauer hinter uns lassen und uns über den Hof in Richtung der Hauptgebäude bewegen.

Vom Regen bleibt nur feiner Nebel übrig, der meine Haut benetzt und meine Haare noch krauser werden lässt, als sie ohnehin schon sind. Die schwarzen Strähnen unter dem Weiß kleben an meinen Wangen und ich schiebe sie zurück.

„Du lügst schlimmer als Corvus“, sagt Elian.

„Höre ich da *Neid* in deiner Stimme, Amarin?“

„Oder höre ich da *Angst* in deiner, Hobbs?“

Um uns herum strömen Gruppen von Studenten in alle Richtungen, sie lachen und rufen sich zu. Ich sehe einen jungen Gestaltwandler. Ich erkenne seine Art zu gehen, seine breiten Schultern und die Art, wie er den Kopf hebt, als würde er die Luft inhalieren. Er diskutiert mit zwei anderen, seine Hände gestikulieren wild. In der Ferne öffnet sich die Tür zur Bibliothek und eine ältere Professorin tritt heraus. Sie hält einen Stapel Papier im Arm und wird von einem eindeutig älteren Studenten gefolgt, der hastig Notizen macht.

Alles wie immer. Und doch –

„Also.“ Corvus zieht mich näher an sich. „Was habt ihr alle im Sommer gemacht, außer mich schmerzlich zu vermissen?“

„Ich habe an meinem Herzensblick gearbeitet.“ Nevi strahlt. „So, wie Professor McCarthy es mir geraten hat.“

„Sie hat YouTube-Videos über Aura-Lesen geschaut und behauptet, es wäre Fae-Magie“, korrigiert Elian. „Ist es nicht.“

„Es ist dasselbe Prinzip!“

„Ist es absolut nicht.“

„Ich war in Vancouver“, erklärt Corvus. Wie ich erwartet habe, wollte er nur auf seine Geschichte hinaus. „Bei meinem Cousin. Der Club, in dem er arbeitet – Gott, die Geschichten, die ich euch erzählen könnte.“

„Wir wollen sie nicht hören“, stellt Elian schnell klar. „Genau wie letztes Jahr.“

Valen winkt uns vom anderen Ende des Hofs zu. Er hat ein flirty Grinsen im Gesicht, das Corvus mit einem Mittelfinger erwidert. Sie tauschen ein Zeichen aus, das ich nicht deuten kann – irgendein Insider-Witz aus dem letzten Jahr, den ich verpasst habe.

„Weiterlaufen“, erinnert Elian. „Die Begrüßungszeremonie fängt in zehn Minuten an. Direktorin Lee hasst es, wenn Leute zu spät kommen.“

„Direktorin Lee hasst alles“, erwidere ich.

„Besonders dich“, sagt Corvus und zwinkert mir zu.

„Eine Auszeichnung, die ich mit Stolz trage.“

Nevi betrachtet den Himmel, während sich die Wolken immer tiefer zusammenschieben. „Es wird wieder regnen.“

„Es regnet immer“, murmel ich vor mich hin, während wir uns auf das Hauptgebäude zubewegen. Vor uns erhebt sich das alte Steingebäude mit seinen hohen Fenstern und Türmen – und wirkt genauso einschüchternd wie an meinem ersten Tag hier.

„Du gehörst hierher“, sagte mein Großvater, „auch wenn du es nicht glauben willst.“

Ich schiebe den Gedanken beiseite, stecke die Hände in die Taschen meines Hoodies und folge meinen Freunden durch die hohen Holztüren zurück in eine Welt, die ich mir nicht ausgesucht habe.

Ein Jahr – ein Jahr weg von all dem – und ich habe nichts davon vermisst.

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Good Writing

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Great Character

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Strong Dialog

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author

Der Anfang ist sehr interessant, sie war ein Jahr weg, warum? Was hat sie mit dem Prinzen zu tun?

a month

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