Bitte Komm Morgen Wieder! by AlexWhitmore at Inkitt
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Bitte komm morgen wieder!

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Summary

Chris hat gelernt, sich hinter einer Rolle zu verstecken. In seinem Beruf kann ein einziger Fehler tödlich sein. Doch manche Gefahren erkennt man erst, wenn es längst zu spät ist. Eine Geschichte über Angst, Hoffnung und vier Worte, die alles verändern. „Bitte komm morgen wieder.“

Status
Complete
Chapters
25
Rating
5.0 2 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1 - Blue

Ein verregneter Abend lag über Los Angeles. Die Luft war heiß und drückend, und der feine Nieselregen brachte nicht die geringste Abkühlung. Er legte sich wie ein dünner Film auf Asphalt, Hausfassaden und Kleidung.

Blue stand im Schutz eines Hauseingangs und versuchte, der Nässe so gut wie möglich zu entgehen. Sein Blick wanderte aufmerksam die Straße entlang.

Ein dunkler Wagen bog langsam um die Ecke und rollte mit gedrosseltem Tempo die Straße hinunter. Schon aus der Entfernung war zu erkennen, dass der Fahrer nicht einfach vorbeifuhr. Sein Kopf bewegte sich suchend von einer Straßenseite zur anderen.

Als das Fahrzeug auf seiner Höhe war, trat Blue aus dem Hauseingang und ging langsam an den Straßenrand. Kaum war er sichtbar, bremste der Wagen und kam neben ihm zum Stehen. Das Fenster auf der Beifahrerseite glitt herunter.

„Wie viel?“

Die Stimme verriet mehr als das Gesicht, das im Halbdunkel verborgen blieb. Sie klang heiser, als hätte der Mann jahrelang zu viel geraucht. Nicht besonders tief, aber auch längst nicht mehr jung. Blue konnte seine Züge kaum erkennen. Nur die schmale Gestalt fiel ihm auf, ebenso der verknitterte Anzug, der aussah, als wäre er von der Stange und schon seit Stunden getragen worden.

„Zweihundert mit, vierhundert ohne. Kein Küssen.“

Blue ließ seine Stimme bewusst weich und verführerisch klingen. Der Effekt blieb nicht aus, denn der Mann entriegelte die Beifahrertür.

„Steig ein. Ich kenne einen Ort, wo’s gemütlich ist.“

Blue ließ den Blick unauffällig über die Straße schweifen. Dann hustete er auffällig laut, bevor er einstieg und die Tür hinter sich schloss.

Kaum hatte er sich angeschnallt, musterte ihn der Fahrer misstrauisch.

„Bist du krank?“

„Nein.“ Blue schüttelte den Kopf. „Ich hatte nur etwas im Hals.“ Ein schmales Lächeln huschte über sein Gesicht. „Und wohin geht’s, Darling?“ Er ließ seine Stimme verführerisch seuseln.

Der Wagen setzte sich langsam in Bewegung. Lautlos glitt er die Straße hinunter, bevor der Fahrer auf die Hauptstraße einbog. Um diese Uhrzeit war kaum noch Verkehr unterwegs. Nur vereinzelt kamen ihnen Autos entgegen, deren Scheinwerfer durch den feinen Regen schnitten.

Blue lehnte sich scheinbar entspannt im Sitz zurück. Tatsächlich wanderte sein Blick immer wieder so unauffällig wie möglich in den Rückspiegel. Gleichzeitig bemühte er sich, das Gespräch am Laufen zu halten.

„Du hast mir immer noch nicht verraten, wo es hingeht.“ Er schenkte dem Fahrer ein zuckersüßes Lächeln, das sein attraktives Gesicht noch jugendlicher wirken ließ.

Der Mann warf ihm einen kurzen Seitenblick zu.

„Ist das wichtig für dich? Es ist nicht weit. Und dort ist es trocken.“

Mehr sagte er nicht.

Blue ließ sich seine Enttäuschung nicht anmerken. Der Mann wirkte angespannt. Seine Hände umklammerten das Lenkrad fester, als es nötig gewesen wäre, und seine Blicke huschten immer wieder zwischen Straße und Rückspiegel hin und her.

„Wie heißt du eigentlich?“

„Kevin. Aber du darfst mich Blue nennen.“ Er ließ ein charmantes Grinsen folgen. „Und wie darf ich dich nennen?“

„Joe.“

Wieder nur eine knappe Antwort.

Nach wenigen Minuten verließ Joe die Hauptstraße. Der Wagen bog in ein abgelegenes Industriegebiet ein und kam schließlich vor einem alten Lagerhaus zum Stehen.

Blue ließ den Blick langsam über das Gebäude schweifen.

„Okay, Joe. Das hier sieht … gemütlich aus.“

Ein kurzes Schmunzeln spielte um seine Lippen, ehe er den Mann wieder ansah.

„Kannst du mir denn auch sagen, was du genau von mir möchtest?“

„Das würde ich dir lieber zeigen“, knurrte Joe. In seiner Stimme lag nun ein gieriger Unterton. Er packte Blue am Oberarm und dirigierte ihn auf das alte Lagerhaus zu.

„Hey, hey. Immer langsam, okay?“ Blue entzog sich seinem Griff. „In dem Geschäft gibt es Regeln. Erst wird besprochen, was läuft. Sonst bin ich raus.“

Für einen Moment spiegelten sich Verwirrung und extreme Lust zugleich auf seinem Gesicht. Die Nervosität, die Joe noch während der Fahrt ausgestrahlt hatte, war verschwunden.

„Also gut, wenn du darauf bestehst.“ Seine Stimme wurde schärfer. „Ich will, dass du mir einen bläst. Und zwar ordentlich. Danach nehme ich dich hier auf dem Boden, bis du schreist.“

Blue schluckte. Der aggressive Unterton ließ ihn unwillkürlich einen Schritt zurückweichen. Im selben Augenblick flog das Hallentor auf.

„Polizei! Keine Bewegung! Hände hoch!“

Mehrere Beamte stürmten mit gezogenen Dienstwaffen in die Halle und nahmen Joe innerhalb weniger Sekunden ins Visier.

„Auf die Knie! Sofort! Hände hinter den Kopf!“

Joe erstarrte. Blue machte zwei schnelle Schritte zur Seite und brachte Abstand zwischen sich und den Freier.

Während zwei Beamte Joe zu Boden brachten und ihm Handschellen anlegten, trat Detective Sergeant Marston vor. Er war ein Riese von einem Mann, beinahe zwei Meter groß und so voll Muskeln bepackt, dass Joe vor Angst erbleichte.

„Joe, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des Verdachts der Anbahnung und Vereinbarung einer entgeltlichen sexuellen Handlung gemäß California Penal Code Section 647(b). Alles Weitere erklären wir Ihnen auf dem Revier. Officer führen Sie ihn ab und lesen Sie ihm seine Rechte vor!“

Während Joe abgeführt wurde, wandte Marston sich Blue zu.

Erst jetzt fiel die Maske.

Blue war verschwunden. Vor ihm stand wieder Officer Chris Walker. Die Erschöpfung der vergangenen Monate lag ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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author

Der Anfang gefällt mir schon mal sehr 😊

a month
1
author

Oh, die Geschichte wird mir als „abgeschlossen“ angezeigt 🤔

a month
1

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