Von null
Share with your friends
Customize readability

Von null

All Rights Reserved ©

Summary

Was passiert mit einem gewöhnlichen Menschen, wenn die Grenzen, die für alle anderen Menschen gelten, für ihn plötzlich nicht mehr existieren?

Genre
Action
Author
Veyr
Status
3mo ago
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Chapter 1

Mein Name ist Adam Falken. Ich bin 26 Jahre alt und lebe seit meiner Kindheit in Bielefeld, Nordrhein-Westfalen.

Schon in der ersten Klasse gab ich mir große Mühe, gute Noten zu bekommen – und meistens gelang mir das auch. Nach der zehnten Klasse beschloss ich, weiterzumachen und mein Abitur zu machen. Mein Ziel war es, an einer angesehenen Universität zu studieren und später einen guten Job zu finden.

Mein Plan schien perfekt.

Ich strengte mich an und schloss mein Abitur mit hervorragenden Noten ab. Anschließend wurde ich an einer Universität für Informatik angenommen. Ich war so glücklich wie noch nie und erzählte sofort meinen Eltern davon.

Ich hatte erwartet, dass sie sich für mich freuen würden.

Doch ihre Reaktion war enttäuschend.

„Äh … Glückwunsch.“

Das war alles.

Ich war enttäuscht, riss mich aber schnell wieder zusammen. Vor mir lagen fünf Jahre Studium. Ich durfte mich nicht ablenken lassen.

Die nächsten fünf Jahre vergingen schneller, als ich gedacht hatte. Schließlich machte ich meinen Abschluss und begann, mich nach einer passenden Arbeitsstelle umzusehen.

Doch die Realität war hart.

Fast ein Jahr lang verschickte ich Bewerbungen an verschiedene Unternehmen. Immer wieder bekam ich Absagen. Der Grund war fast immer derselbe: fehlende Berufserfahrung.

Ich war verzweifelt. Ich hatte so viele Jahre gelernt und alles gegeben, nur um am Ende immer wieder abgelehnt zu werden. Meine Eltern machten zusätzlich Druck und verlangten, dass ich endlich eine Arbeit fand.

Also begann ich, mich für verschiedene Ausbildungen in mehreren Städten zu bewerben.

Einige Monate später bekam ich endlich eine Zusage.

Ich wurde für eine Ausbildung zum Mechaniker in Düsseldorf angenommen.

Da Bielefeld zu weit entfernt war, mietete ich mir dort eine kleine Einzimmerwohnung und zog um.

Am Anfang dachte ich, dass nun endlich mein richtiges Erwachsenenleben beginnen würde.

Doch tief in meinem Inneren war ich unglücklich.

Die Ausbildung interessierte mich überhaupt nicht. Ich hatte mich nur dafür entschieden, weil meine Eltern mich unter Druck gesetzt hatten. Trotzdem versuchte ich, nicht aufzugeben. Schließlich brauchte ich Berufserfahrung, wenn ich irgendwann in meinem Wunschberuf arbeiten wollte.

Ein Jahr war inzwischen vergangen.

Mein Alltag war immer gleich: Drei Tage arbeitete ich, zwei Tage verbrachte ich in der Berufsschule.

Die Arbeit war körperlich anstrengend. Meine Hände waren ständig voller Schmutz und Blasen. Jeden Tag kam ich erschöpft nach Hause und fragte mich:

„Soll ich einfach aufhören?“

Dabei war gerade einmal das erste Jahr vorbei.

Mein Gehalt war niedrig, und fast die Hälfte davon ging für die Miete drauf. Für Essen und andere Dinge blieb kaum etwas übrig.

Das Einzige, was in meinem Leben noch wirklich gut lief, war meine Freundin Mia.

Sie unterstützte mich und war immer für mich da.

Bis zu diesem Abend.

Ich kam gerade von der Arbeit. Draußen war es bereits dunkel.

Als ich an einem kleinen Restaurant vorbeikam, sah ich sie.

Mia.

Sie saß mit einem fremden Mann an einem Tisch. Er erzählte ihr irgendetwas und strich dabei über ihre Hand.

Mein erster Gedanke war, dass er vielleicht ein Verwandter oder ein alter Freund war.

Ich rief sie an.

Ich erwartete, dass sie rangehen und mir erklären würde, was los war.

Doch sie nahm ihr Handy, sah auf das Display und legte es wieder weg.

Sie ging nicht ran.

Ich rief ein zweites Mal an.

Wieder keine Antwort.

Ich konnte es nicht glauben. Wut stieg in mir auf.

Also ging ich ins Restaurant und trat an ihren Tisch.

„Mia. Hi. Was machst du hier?“

Sie sah mich überrascht an und wirkte für einen Moment sogar erschrocken.

„Adam … hör zu. Ich kann das erklären.“

Ich sah den Mann neben ihr an und dann wieder Mia.

„Was gibt es denn zu erklären? Ich höre.“

Mia zögerte.

„Er hat mich einfach zum Essen eingeladen. Da ist nichts dabei.“

„Ach so. Deshalb bist du also nicht ans Telefon gegangen?“

Ich sah sie enttäuscht an.

„Mia, warum lügst du mich an?“

„Ich …“

Sie schwieg und sah zu Boden.

Nach einigen Sekunden hob sie den Kopf und sah mir in die Augen.

„Ich bin müde, Adam.“

Ihre Stimme zitterte.

„Ich bin es leid, in deinem Leben immer nur an zweiter Stelle zu stehen. Du hast kaum noch Zeit für mich. Du fragst mich nie, ob wir etwas zusammen unternehmen wollen. Und wenn ich dich anrufe, sagst du ständig, dass du nach der Arbeit müde bist.“

Sie machte eine kurze Pause.

„Ich verstehe, dass du viel zu tun hast. Aber ich kann einfach nicht mehr, Adam.“

Sie sah mich traurig an.

„Es tut mir leid.“

Ich stand einfach nur da und sah sie an.

Ihre Worte trafen mich mitten ins Herz.

Die einzige Person, die mich unterstützt und mir das Gefühl gegeben hatte, geliebt zu werden, sagte mir gerade, dass sie nicht mehr so weitermachen konnte.

Ich wollte etwas sagen, aber kein Wort kam aus meinem Mund.

Also nickte ich nur ein paar Mal.

Dann drehte ich mich um und ging.

An diesem Abend ging ich nicht nach Hause.

Und genau das sollte mein Leben für immer verändern.

Let Veyr know what you thought about this chapter!

Further Recommendations

IVAN

ohoney2004: I liked this novel. Good story line, interesting plot and characters.

Read Now
The Heir's Shadow

lfayenrock: Great love sto. Enjoyed it very much and can’t wait to read more of your books

Read Now
The zatorian

lunaartsoul___: I loved the way your story unfolds. The emotional depth and structure made it feel very engaging, almost cinematic at times.I’m someone who enjoys both reading and visual storytelling, and your work really stood out to me. If you’re open to chatting about creative ideas someday, I’d love that.

Read Now
To Catch a Ghost, Part 1

Wendy Salvo: I really liked this story but now that I’ve read all three I wanted to come back with a thought, the forward on this story talks about a reverse harem and not having to choose, but there isn’t any choice, or thought of a harem until the moment she connects with them, there is only foreshadowing of o...

Read Now
THE RIDGE

Maureen: I liked how the author described how the characters were feeling. How there decisions and actions were influenced. This story would be a great movie, though I'm not sure how a movie could portray the emotions and inner thoughts of he characters as well as this story has.

Read Now
The Full Moon Breeding Club

Susan Morris: This is a fantastic romance story! The writing, the timing, the flow, the characters were all great. I love the story because it involved a “process” I had not read about before in shifter romance and was well thought out and applied to this story. Cheers to the author!

Read Now
The Contract Wife

Betty boo: Love this story love Kingsley and love Arron and her Mum. sounds lovely, I whould have liked more more pleasant Ness more love more excitement, and I want these two to be so happy with there baby.maybe get a dog or a cat and more raunchy between them. love this story but want more much more I feel t...

Read Now
After Letting Go

eunice: Ilike the way Clara had changed Nolan without knowingNolan should make a move let Clara know how he related with Julie so that she can calm down so the story is interesting.

Read Now
The Grumpy Next Door

mmurphy1008: This book had my attention from the very first chapter! It has romance and humor and just enough tension to keep it moving along. Can’t wait to read more from this author.

Read Now