Der Wald, wo man findet
Was grübelte er denn nach?
Dieser Verrat?
Dieser Schmerz, den er bei „Sonnenfeuer“ gespürt hatte?
Geta wusch sich das Gesicht, während Lucilla ihm das Essen brachte.
„Hier, das wird Euch schmecken, Herr“,lächelte sie.
Geta nahm den Bohneneintopf mit Hacklfeisch und Tomaten.
Gleichzeitig dachte er an seinen jüngeren Bruder Caracalla, der sich gewiss um sein schwarzes Drachenweibchen „Traumtänzerin“ kümmerte.
Und bestimmt auf seine Rückkehr hoffte.
„Danke, Lucilla. Ich kann hier nur hoffen, dass Macrinus den Thron Roms noch nicht bestiegen hat“,sagte der junge Kaiser.
Er ass seinen Eintopf und hoffte, dass „Sonnenfeuer“ bald aufwachte, denn das goldene Drachenmännchen schien sich noch nicht so ganz erholt zu haben.
„Aber Euer Bruder wird die Stellung in Rom halten, das hat er Euch versprochen“,sagte sie, während ihr braunes Drachenweibchen „Scharfspitze“ am See Wasser trank.
„Sie ist ein wunderschönes, braunes Drachenweibchen und Ihr behandelt sie gut“,meinte Geta, er hatte seine sadistische Ader schon lange angelegt, als er „Sonnenfeuer“ bekommen hatte.
Schon damals, als sein Vater Septimius Severus noch Kaiser gewesen war… als seine junge, schwarze Drachendame „Valeria“ noch existierte.
„Sie hat sich prächtig entwickelt und ich denke, dass Ihr „Sonnenfeuer“ wieder auf die Beine bekommt, Herr“,meinte sie.
Geta nickte.
Da hatte sie recht.
Mit allem.
Doch was, wenn er jene im Wald finden würde, die ihn unterstützen würden?
Jene, die nicht auf der Seite von Macrinus und Senator Tharex waren.
Er lächelte in sich hinein.
Ja, er würde zurückkehren, nach Hause. Nach Rom.
Und Macrinus verhaften lassen!
Seinen Bruder Caracalla befreien, der nicht ahnte, dass er sich mittlerweile verändert hatte.
Doch warum?
Hatte Macrinus ihn etwa in der Gewalt?
Hass schnürte ihm die Kehle zu.
Er ballte die Fäuste.
Und Lucilla, die Frau von Tribun Acacius kümmerte sich um ihn.
„Hilfst du mir, meinen Bruder zu befreien?“,fragte Geta und hatte jetzt Tränen in den Augen.
Er würde es nicht für Rom tun, sondern für ihn, seinen Bruder Caracalla!
Lucilla nickte.
„Ja“.








