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Drachenherz – Zurück zu Dir

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Summary

Vor sechs Jahren floh Cassidy aus Kupferhain. Als Gestaltwandlerin, die sich nicht verwandeln konnte, war ihr Leben im Rudel die Hölle. Doch den finalen Schlussstrich unter ihr altes Leben zog Kaden Kavanaugh: nach einer unvergesslichen Nacht wies der Drachengestaltwandler und Alphasohn sie brutal ab. Sie ging und baute sich ein neues Leben auf. Wie sich herausstellte, war sie nicht einfach eine defekte Gestaltwandlerin, sondern eine mächtige Hexe. Doch nun zwingt der Tod ihrer Grossmutter sie zur Rückkehr in die Kleinstadt und niemand ahnt etwas von ihrer Magie und erst recht nicht von ihrem Sohn. Doch die junge Hexe merkt schnell, dass die Stadt in die sie zurückkehrt, nicht mehr die ist, die sie vor sechs Jahren verlassen hatte. Und auch Kaden ist nicht mehr der rücksichtslose Junge von damals. Als er sie dann auch noch als mutiger Feuerwehrmann – und überraschender neuer Alpha – aus einem brennenden Haus rettet, prallen Welten aufeinander. Zwischen den Funken der Vergangenheit und dem gefährlichen Knistern der Gegenwart steht Cassidy vor einem Trümmerhaufen der Gefühle. Während sie versucht, ihre Geheimnisse zu wahren, gerät Kupferhain ins Visier gefährlicher Angreifer. Und als wäre das noch nicht schlimm genug erwacht in Cassidy eine unerklärliche Kraft, die alles infrage stellt, was sie über sich selbst zu wissen glaubte …

Genre
Romance
Author
LyraDorn
Status
2h ago
Chapters
5
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1 – Cassidy

Liebe Granny,

Vermutlich ist es dumm, Dir einen Brief zu schreiben, da ich weiss, dass Du ihn nie lesen wirst. Immerhin bist Du seit einer Woche tot. Also warum mache ich das hier? Mein Coven-Meister Mason meinte, dass Schreiben helfen könnte, meine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Kurz gesagt, es ist ein weiterer Versuch, meine Kräfte unter Kontrolle zu bringen.

Ich halte es für eine ziemlich blöde Idee, die vermutlich nichts bringen wird. Aber vor ein paar Tagen habe ich fast das Trainingszentrum in Brand gesetzt, also ... naja, sagen wir, ich greife momentan nach jedem Strohhalm.

Mason wollte eigentlich, dass ich Tagebuch zu führen, aber ich halte es für absolut bescheuert einem Buch meine Gedanken anzuvertrauen. Also schreibe ich lieber Dir. Du warst die Einzige, die mich wirklich verstand, die Einzige, die mich wirklich kannte. Es fühlt sich weniger seltsam an, mit einer toten Grossmutter zu reden als mit einem seelenlosen Blatt Papier.

Wo soll ich nur beginnen, Granny? Mein Leben ist gerade eine einzige Katastrophe. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich das Gefühl, dass es bald noch viel schlimmer werden wird. Aber ich greife vor. Lass mich von vorne beginnen.

Ich finde es immer wieder amüsant, dass Menschen denken, sie seien komplett allein auf der Welt, wobei sie unsere Rassen doch schon in so vielen Filmen und Büchern benutzt haben. Noch immer denken sie, wir seien bloss der Fantasie eines kreativen Autors entsprungen. Doch sie könnten der Wahrheit nicht ferner sein. Hexen und Gestaltwandler sind überaus real.

Doch ich muss zugeben, dass Menschen bei uns nicht gerne gesehen sind. Es gibt also kaum welche, die tatsächlich unsere Existenz bestätigen könnten.

Das Ganze klingt doch simpel, nicht wahr? Man ist entweder ein Mensch, ein Gestaltwandler oder eine Hexe. Hybride – also Leute die wirklich Gestaltwandler- und Hexeneigenschaften in sich vereinen – gibt es seit Jahrhunderten nicht mehr. Natürlich kommt es ab und zu dennoch vor, dass sich Personen verschiedener Spezies paaren. Die Halbblüter, die aus diesen Verbindungen entstehen manifestieren sich jedoch stets nur als Wesen einer Rasse.

Halbblüter sind äusserst selten und der Grund dafür ist einfach: Hexen und Gestaltwandler können sich auf den Tod nicht ausstehen. Aber wem erzähle ich das? Schliesslich warst Du es doch, die alle Regeln gebrochen und sich mit einem Hexer eingelassen hat. Nur deswegen wurde meine Mutter zur Genträgerin und nur deswegen trage auch ich beide DNA-Stränge in mir.

Nicht einmal erzählt hast du es jemandem. Aber wie könnte ich Dir daraus einen Vorwurf machen? Gegen das, was du und Grandpa durchmachen musstet, um zusammen zu sein, waren Romeo und Julia ein Witz. Euch blieb so wenig Zeit. Ich weiss, Du hast Dir jahrelang Vorwürfe gemacht, weil sich Grandpa für Dich und Mum geopfert hat … aber Granny, er hat auch beide so sehr geliebt, auch wenn Mum noch gar nicht auf der Welt war. Er hätte es nicht bereut, Granny. Du bist seine Seelengefährtin gewesen.

Es macht mich wütend daran zu denken, wie sehr ihr gekämpft habt, zu entkommen … dafür zusammen glücklich zu werden und dennoch hat es am Ende nicht gereicht.

Ich bin so froh, dass es in Vergessenheit geriet, dass Du die Drachenwandlerin warst, die sich mit einem Hexer eingelassen hat, sonst hättest Du Mum vielleicht nicht grossziehen können. Sie hätte nie meinen Dad kennengelernt und Cooper und mich würde es gar nicht geben.

Aber wie hast Du das nur geschafft? Wie hast Du es geschafft, eure Beziehung geheim zu halten? Nicht einmal Mum weiss, dass ihr Vater ein Hexer war. Dass sie ein Halbblut ist.

Ich schätze es hat der Geheimhaltung geholfen, dass Mum und Coop sich beide als Drachenwandler manifestiert haben. Doch dann kam ich. Natürlich musste ausgerechnet ich die Familienstatistik ruinieren.

Während mein grosser Bruder seinen Drachen schon früh zu spüren begann, wartete ich vergeblich. Jahr für Jahr. Alle sagten, es würde schon noch passieren und dass manche Kinder einfach später dran seien als andere. Also wartete ich. Doch es half nicht. Irgendwann hörten die Leute auch auf zu sagen, dass es noch passieren würde und ab dem Zeitpunkt begann das Gerede der anderen Art. Ich wurde als defektes Kind abgestempelt. Ein Mädchen, dass sich nicht verwandeln konnte. Niemand wusste, oder zog überhaupt in Betracht, dass ich eine Hexe sein könnte.

Nein, ich war für alle bloss eine defekte Gestaltwandlerin. Verdammt, ich war die Tochter des Betas, die Schwester des zukünftigen Betas, Teil einer Familie, die seit Generationen zu den stärksten Drachenwandlern des Hainwacht-Rudels gehörte und dennoch konnte ich die einfachste Sache, die jeder Gestaltwandler beherrschte, nicht tun: Mich verwandeln.

Manchmal hatte ich das Gefühl, als spielte ich in der falschen Geschichte mit. Als hätte irgendein komischer Schreiberling aus Versehen die Seiten vertauscht.

Versteh mich bitte nicht falsch, Granny. Meine Familie liebt mich, sie hat es immer getan, dass weiss ich auch … aber … ich gehörte schlichtweg nie dazu. Meine Familie nahm mich nicht für voll. Dachten sie wirklich, ich würde ihre besorgten Blicke nicht bemerken? Das Getuschel darüber, was nur aus mir werden sollte? Die permanenten Fragen, ob bei mir alles in Ordnung sei? Tja, ich habe es bemerkt.

Du warst die Einzige, die das nie getan hat. Du hast in mir einfach nur deine Cass gesehen. Das vermisse ich wohl am meisten. Das Gefühl, irgendwo wie selbstverständlich dazuzugehören.

18 Jahre lang habe ich es ausgehalten. 18 Jahre habe ich in Kupferhain durchgehalten, obwohl mir diese furchtbare Stadt nichts als Schmerz gebracht hat. Jeden. Einzelnen. Tag.

Und dann kam Kaden Kavanaugh.

Erinnerst du dich noch an ihn? Er ist einer der Söhne des Alphas und bester Freund meines Bruders.

Man könnte sogar sagen, dass er zumindest ab und zu netter zu mir war als die anderen. Ich mache mir dabei nichts vor. Ich weiss, dass er das nur tat, weil ich die kleine Schwester seines besten Freundes war und nicht, weil er mehr von mir hielt als die anderen Kinder.

Aber damals war mir das nicht klar. Oder es war mir einfach egal. Ich war in ihn verliebt, seit ich den Unterschied zwischen Mädchen und Jungs kannte. Er aber war ab dem Tag als seine Pubertät einsetzte ein Weiberheld und Bad Boy der Extraklasse.

Oh Gott, das klingt wie einer dieser Groschenromane, die du immer gelesen hast, oder Granny? Die nerdige Aussenseiterin ist in den Schul-Bad-Boy verknallt. Sie tänzeln Ewigkeiten lang umeinander herum, bis sie ihm ihre Gefühle gesteht und sich herausstellt, dass auch er sie schon lange begehrt hatte und unter der harten Schale eigentlich einen weichen Kern schlummert … kotz!

Nein, so lief meine Geschichte nicht ab.

Du weisst ja: Ab dem 18. Geburtstag kann man seinen Gefährten finden. Sobald sich die Blicke kreuzen, knüpft sich sofort das Seelengefährten-Band. Genau dann ist es passiert. An meinem 18. Geburtstag. Mein Bruder nahm mich mit, auf eine Party in Kadens Haus …

Die Zeit verflog, irgendetwas in mir fühlte sich komisch an ... ich ging in den Garten, frische Luft schnappen und dann ... sah ich ihn.

Ich hatte Kaden schon dutzende Male gegenübergestanden. Ihn schon tausendmal angeschmachtet und darüber gestaunt, wie gut er aussah, mit seinen kurzen dunklen Haaren, den braunen Augen, den definierten Wangenknochen und den Muskeln überall. Dennoch ... als ich ihn an diesem Abend sah, war es, als hätte ich ihn zum ersten Mal gesehen. Seine Schönheit raubte mir den Atem, sein betörender Duft umhüllte mich und jede Faser meines Körpers schrie danach zu ihm zu gehen. Und das tat ich.

Ich kann noch heute seine Lippen auf meinen spüren. Spüren wie sich das Verlangen aufbaute. Wie jeder unserer Instinkte danach schrie, das Band zu vollenden.

Ich hätte es besser wissen sollen. Das ist mir klar, Granny. Das wusste ich vielleicht auch damals schon, aber ... verdammt er war mein Gefährte! Mein Seelengefährte! Die Person, die mich bedingungslos lieben sollte.

Grandpa hat es mit der ganzen magischen Welt aufgenommen, um mit dir zusammen sein zu können, Granny. Und Kaden? Ihm waren sogar die Vorurteile des Rudels zu viel. Er wollte nicht einmal herausfinden, ob das Rudel mich als seine Gefährtin akzeptieren würde. Er war der Drittgeborene, verdammt noch mal! Er sollte das Rudel nie leiten. Was hätte es für eine Rolle gespielt, ob ich gross und stark oder klein und beschädigt war. Gott, wie ich dieses Wort hasse.

An diesem Abend übernahmen unsere Instinkte und für mich wurde ein Traum war. Ich dachte, ich könnte ewig mit ihm zusammen sein. Dachte, dass dieser Abend der Anfang meines und-sie-lebten-glücklich-bis-ans-Ende-ihrer-Tage war.

Es war atemberaubend. Die Küsse. Die Berührungen. Seine Finger auf meiner Haut. Wir vollendeten das Band nicht – wir markierten einander nicht. Aber wir taten ... naja, was man eben so tut, wenn man gerade die Liebe seines Lebens gefunden hat und ohnehin im kompletten Hormonstau steckt.

Mein Happy End hielt keine 24 Stunden an. Als wir am nächsten Morgen aufwachten und wieder bei klarem Verstand waren, da hat er ... da ist er ... er ist ausgerastet. Er hat mich angeschrien. Als wäre es meine Schuld, dass die Götter es für eine gute Idee hielten uns zusammen zu stecken. Er hat mich abgewiesen.

Du hattest mir doch mal erzählt, dass die Zurückweisung eines Seelengefährten, der schlimmste Schmerz ist, den man empfinden kann. Tja, du hattest recht, Granny. Es hat etwas in mir zerbrochen. Mein Gefährte wollte mich nicht, nicht einmal nach dem wir gerade ... Er hielt mich für schwach und unbrauchbar. Was sollte er schon mit einer Wandlerin anfangen, die sich nicht einmal verwandeln konnte?

Eine Woche lang habe ich das Haus nicht mehr verlassen. Ich konnte einfach nicht riskieren, ihn in der Schule zu sehen. Meiner Familie habe ich vorgespielt, dass ich krank sei. Sie wussten nichts davon. Sie wissen es bis heute nicht. Sie denken ich gehöre zu den armen Wesen, die ihren Seelengefährten noch immer suchen.

An meinem ersten Tag in der Schule, sah ich ihn mit einem anderen Mädchen. Da wurde mir klar, dass ich nicht bleiben konnte. Ich konnte nicht bleiben und danebenstehen, während er sich mit Anderen vergnügte.

Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt fortzugehen und Kupferhain zu entfliehen. Kaden Kavanaugh hat mir den Kick gegeben, den ich brauchte, um endlich den nötigen Schritt zu tun.

Fast sechs Jahre sind seither vergangen. Vor sechs Jahren habe ich meine Heimatstadt verlassen und alles hinter mir gelassen. Meine Familie war natürlich nicht begeistert davon. Ganz im Gegenteil. Aber ich sagte ihnen, dass ich einfach wegmusste, dass ich unter den Menschen leben wollte, um dort ins College zu gehen. Das hat sie überzeugt.

Ich hatte mich tatsächlich für ein menschliches College in BWL eingeschrieben. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Kaden und ich waren ganz von unserem Verlangen eingenommen gewesen und waren etwas … vergesslich.

Am Tag bevor ich auszog, hielt ich meinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.

Ein Kind, ohne seinen Vater aufwachsen zu lassen, klingt fies. Das ist es vermutlich auch. Ich hatte darüber nachgedacht, Granny. Wirklich. Aber wie hätte man von mir erwarten können, in dieser Stadt zu bleiben? Bei einem Gefährten, der mich nicht ausstehen konnte. Hätte ich meinem Kind einen Vater zumuten sollen, der es vielleicht genauso verachten würde wie mich? Eine Stadt, die mein Baby so hassen würde wie mich?

Nein, zu gehen war richtig. Ab diesem Zeitpunkt ging für mich alles bergauf. Aus einem Vollzeitstudium wurde ein Fernstudium. Aus BWL wurde Journalismus. Und irgendwann wurde aus blosser Existenz tatsächlich ein Leben.

Ich lernte Zian kennen, der heute mein bester Freund ist.

Wie sich herausstellte, ist er ein Hexer und naja ... ich auch.

Als meine Magie zum Leben erwachte, war ich so schockiert, dass mein Herz fast stehen geblieben wäre. Zian hat geholfen aufzudecken, dass ich ein Halbblut war. Erinnerst du dich noch an unser Gespräch, Granny? Es war einer deiner letzten Reisen. Du kamst mich besuchen – du warst die Einzige, die ich je zu Besuch kommen liess – und hast mir die Sache mit dir und Grandpa erzählt. Ich lernte meine Kräfte zu lieben und begann ein neues Leben. Zian half mir, mit meinen neu entdeckten Kräften klarzukommen. Zum ersten Mal fühlte ich mich, als würde ich dazugehören. Als hätte ich einen Platz in dieser Welt.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Meine Magie im Griff zu behalten, ist, als würde man versuchen einen Waldbrand zu bändigen. Ich hatte schon immer ein Talent für Feuer, doch ich bin auch impulsiv und neige zu unkontrollierten Magie-Ausbrüchen. Ups.

Meine Familie hat keine Ahnung davon, dass ich nicht BWL studiere – sie erwarten, dass ich in ein paar Monaten mein Master-Diplom erhalte ... Doppel-ups.

Sie wissen, dass ich als Journalistin arbeite und meinen eigenen Lebensunterhalt verdiene. Ich weigere mich Geld von ihnen anzunehmen. Allerdings denken sie, dass der Journalismus mehr eine Art „Hobby“ ist, das mein Freizeitleben neben meinem Vollstipendium finanziert.

In Wahrheit ist es ein Vollzeitjob, der die kompletten Lebenskosten für mich und William sichert.

William. Oh, ich wünschte du könntest ihn sehen Granny. Er ist schon so gross geworden. Er ist lieb, clever, mutig und einfach ... perfekt. Er ist mein grösster Schatz und gleichzeitig mein grösstes Geheimnis.

Ja, du hast recht gehört, Granny. Ich habe meiner Familie immer noch nichts von ihm erzählt. Man sollte meinen, dass es unmöglich ist zu verheimlichen, dass man ein Kind hat, aber wenn man sich nie besucht und nur ab und zu telefoniert, geht das. Ich weiss, dass ich es ihnen sagen muss ... dass ich es ihm sagen muss. Das werde ich – eines Tages.

Aber ich sagte doch bereits, dass mein eigentlich tolles Leben, gerade den Bach runter geht, oder?

Mit deinem Tod hat alles begonnen. Es war der Anfang vom Ende wie man so schön sagt: Nicht nur habe ich das einzige Familienmitglied verloren, das wusste, wer oder viel mehrwasich bin. Die Person, die mich schon immer bedingungslos geliebt hat und mir nie das Gefühl gegeben hat, ich sei weniger Wert oder gar beschädigt.

Nein, ich habe auch noch zugesagt, zu deiner Beerdigung zu kommen. Das heisst eine Woche, in Kupferhain.

Mein Magen verknotet sich, wenn ich nur daran denke, aber ich schulde es dir, dich auf deinem letzten Weg zu begleiten. Und wenn ich ehrlich bin ... ein Teil von mir weiss, dass ich nicht ewig davonlaufen kann. Ich muss mich meiner Vergangenheit stellen, auch wenn es das Schwerste sein wird, was ich je tun musste.

Mir ist klar, dass ich meiner Familie alles erzählen muss, dass ich mit Kaden reden muss. Aber mal ehrlich: dass ich mein Studium abgebrochen, als professionelle Journalistin arbeite, eine Hexe bin und dass ich einen Sohn habe ... wie viele Hiobsbotschaften kann man aufs Mal ertragen? Nein, ich werde mich erst einmal bedeckt halten.

Panik schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur daran denke, meiner Familie und meinem Ex-Gefährten die volle Wahrheit zu erzählen. Ich bin nicht bereit, für ihre Verachtung und ihre Vorwürfe. Ich ... ich bin einfach ... ich kann einfach nicht ...

Ein Rat von Dir, begleitet mich seit meiner Kindheit: Wenn Dir ein Weg zu lang erscheint, geh’ jeden Schritt einzeln an.

Genau das tue ich. Also das ist der Plan, Granny:

1.Zurück nach Hause gehen, ohne bereits auf dem Hinweg eine Panikattacke zu erleiden.

2.Meine Familie wieder treffen und versuchen, unser Verhältnis wieder zu verbessern.

3.Deine Beerdigung durchstehen.

4.Meine Gefühle für diesen furchtbaren Ort unter Kontrolle behalten, um zu verhindern, dass ich ganz Kupferhain in Schutt und Asche lege.

5.Die wichtigste Regel von allen: Ich werde auf keinen Fall, unter gar keinen Umständen, noch einmal Kaden Kavanaugh verfallen!!!

Du erkennst hierin vielleicht den Anfang eines schlechten Liebesromans, aber ich meine es ernst!

Hast du das gehört, Granny? Ich werde diesen Taugenichts von Kaden Kavanaugh nicht als meinen Seelengefährten akzeptieren. Niemals.

Was sollte dabei auch schon schief gehen? Ich lege mich ja nur mit den Naturgesetzen unserer Welt und dem Willen der Götter an. Na das kann ja heiter werden ...

In Liebe

Cass

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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author

Cass hat schon recht, das klingt wie der Auftakt zu einem schlechten Liebesroman.
Aber ich bin mir sicher, dass @LyraDorn eine wunderschöne Romantasy daraus entwickeln wird.
Sehr schön zu lesen, mitreißend, einfühlsam.
So, und nun lese ich weiter.

a day
author

Ich geb‘ mir auf jeden Fall Mühe 😅😉

a day
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