Chapter 1 — Oct 28
Ich ging an einem Mittwochabend am Strand spazieren. Die Wellen rauschen in meinen Ohren. So lieblich und fein. In der Luft lag eine Note von Süße und ein salziger Geruch; eine davon stammte von der Ostsee. Das Süße kam gerade von meiner Zuckerwatte in der Hand, die ich mir vorhin am Stand gekauft habe.
Dann passierte es: Ich sah etwas aus der Ferne. Aber in der Ferne lag ein Nebelschleier, und es war zu dunkel, um etwas zu erkennen. Aber es blinkte schwach. Ich stolperte über eine Sandburg und flog samt meiner Zuckerwatte. In den Sand.
"Toll. Fünf Euro in den Sand. Dabei war die doch so lecker!", meckerte ich und versuchte aufzustehen, aber die Zuckerwatte war in meinen Haaren verteilt.
"Ich wollte doch erst morgen duschen!", rief ich ins Leere. Ich versuchte meine Haare zu entkleben mithilfe des Salzwassers von der Ostsee.
"Toll. Ich hasse es heute total! Erst macht mein Freund Schluss. Dann wurde ich beinahe bestohlen und nun das?! Ich hasse es total hier! Meine schönen Haare!", Ich versuchte ins Wasser zu treten, aber eine Welle kam und durchnässte mich komplett.
"EWWWW, jetzt bin ich auch noch so extrem nass!", wütend stampfte ich weg vom Wasser und ging weiter in den Nebelschleier rein.
Als Kind wird einem beigebracht, niemals in einen Nebel zu laufen.
Hier an der See ist es gefährlich. Wer am Strand in den Nebel läuft, kommt nie wieder raus. Aber aus lauter Frustration und Enttäuschung ging ich einfach und habe total vergessen, dass da der Nebel war.
Es wurde kälter, ich zog meine Strickjacke näher an mich heran. Auf einmal stolperte ich erneut. Erneut lag ich im Sand. Meine nassen Kleider waren nicht nur nass, sondern auch voller Sand.
Ich fluchte und stand auf und schaute mich um.
"Ein Fass? Inmitten des Nebels? WAS MICH WIEDER IN DEN SAND FALLEN LIEß", ich wollte wieder zum Meer rennen und schreien, aber das Fass verfolgte mich.
"WER AUCH IMMER DA DRIN IST: KOMM MIR NICHT ZU NAHE!" schrie ich aus Verzweiflung.
Es war zu spät. Aus dem Fass kroch etwas raus. Es war kein Tier. Es war etwas Flüssiges.
Es sah gruselig aus, deswegen rannte ich. Aber eine Welle traf mich erneut. Der Sand, der auf meiner Kleidung lag, ist jetzt nasser Sand. Ich hasse es.
Die Flüssigkeit: Ich schaute dies aus der Ferne nochmal an. Es war dunkel und es stank widerlich.
Ich zog meine nassen Kleider aus. Bis auf meine Unterwäsche. Ich stand nun quasi völlig nackt am Meer, im verbotenen Nebe. Mit einer ekligen Flüssigkeit.
Haare voller Zuckerwatte und Sand. Sowie ungewollt mit Salzwasser geduscht.
Es war dunkel. Ich frierte. Ich war alleine. GAAAAAAAAAANNNNZZZZ ALLLEINE.
Ich schreie. Ich schreie aus Angst und aus Panik. Wurde ich entführt?
Ich setzte mich in den Sand und weinte. Weinte aus aller Kraft.
Erst mein Freund, nein, warte, mein Ex-Freund. Dann der fast Überfall: Weil ich eine teure Uhr trug, habe ich sie denen einfach gegeben. Es kam eh von meinem Ex. Dann das mit der Zuckerwatte. Dem Sand und dem Salzwasser und nun stehe ich halb nackt.
Im verbotenen Nebel beobachtet mich eine dunkle, ekelige Flüssigkeit.
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Dank meiner Schwester, die musikalisch Blödsinn gespielt hatte, bekam ich diese Idee. Danke!








