First
Es war einer dieser Abende an denen ich Zweifel an den Dingen, die meine und Megans Freundschaft ausmachten.
Sie hatte mich wieder zu einer den Partys mitgenommen, wo sie ihre College Jungs kennenlernte, und ich sie schließlich nach hause fahren sollte.
Jedes mal war ich mich wieder am fragen warum ich eingewilligt hatte, mich von ihr hier her schleppen zu lassen.
Megan wusste welche Probleme ich auf Feiern hatte, dennoch saß ich wie jeden Freitag Abend hier und wurde von dem Barkeeper, dem es nichts ausmachen zu schien das ich erst 16 war, mit angegeilten Blicken überhäuft.
Ich denke meine Abhängigkeit von Megan nach meinem Schulabbruch, die Wirkung die ihre manipulierende Art auf mich hatte und den Wunsch ihr gefallen zu wollen, zogen mich immer wieder in diesen Teufelskreis.
Ich vermied offen den Kontakt zu allen Personen hier, was mir einen Gewissen Ruf in der Bar eingebracht hatte, womit ich jeden Abend still für mich allein verbrachte.
Allgemein hatte ich nie wirklich Kontakt zu anderen Menschen außer Megan da sie so besitzergreifend war, was mein Leben trist und einsam erschienen ließ und ich hatte nie Anstalten gemacht irgendetwas zu ändern.
Während ich auf Megan wartete um nach Hause zu fahren und auf die Uhr schaute wurde ich stutzig, da sie schon länger als die verabredete Uhrzeit weg war was hieß das es eine lange Nacht werden würde, da es so voll war, dass es einige Zeit brauchen würde sie zu finden.
Als erstes entschloss ich mich auf dem Frauenklo nach ihr zu sehen, was sich als äußerst schlau herausstellte da ich während ich im Spiegel meine Frisur überprüfte ihre kleine schwarze Handtasche in der Ecke lag.
Es gab nur eine verschlossene Kabine und als ich gerade klopfen wollte kam ein junger Mann, vermutlich in Megans alter, ins Frauenklo geschlendert.
Als er sah das er nicht allein war riss er peinlich berührt die Augen auf und kratzte sich am Kopf:" Ey, sorry, aber ich suche meine Freundin, Megan, wir hatten noch was kleines vor.", er zwinkerte,"Hast du sie gesehen?".
Ich nickte nur und zeigte auf die Kabine.
Ich hatte den Typen schon öfters bei ihr gesehen und er war einer der wenigen Typen von Megan die mir im Kopf geblieben waren.
Megan liebte es im Mittelpunkt zu stehen und besonders die Aufmerksamkeit von Jungs war für sie ein Lebenswichtig.
Ihre Outfits, und ihre verführerische und manipulierende Art zu reden zog die Aufmerksamkeit aller auf sie, auch mich hatte sie Fest im Griff, da ich ihr komplett ergeben war.
Sie war in meinen Augen so perfekt das ich den Drang hatte ihr zu gefallen schon als ich sie das erste mal in dem Kunstcafe traf,wo sie kellnerte um ihr Studium zu finanzieren und ich zufällig im Urlaub mit meiner Familie war, hatte ich dieses ergebene Gefühl.
Unser Altersunterschied und ihre Art, riefen in mir das Verlangen auf sie zu beeindrucken, was dazu führte, dass ich ihr jeden Wunsch erfüllte und schließlich die Schule abbrach nur um quer durchs Land zu ihr zu ziehen und meiner Familie weg.
Megan hatte zu mir gesagt, als ich mich mit meinen Eltern gestritten hatte, dass diese meiner Zukunft im Wege ständen und ich zu ihr kommen sollte.
Ich vermisste sie schrecklich aber mein Leben, was sich komplett um Megan drehte ließ es nicht zu, zurückzukehren.
Der Mann drückte die unverschlossene Tür auf und ich war gerade dabei zu gehen als mich auf einmal eine unfassbare Gänsehaut und panische Angst überrollte.
Dem Mann ging es nicht anders als mir und wir beide schauten nur geschockt auf den leblosen Körper von Megan.
Ihre Augen waren geschlossen und ihre steckte noch die Spritze vom Rausch im Arm.
Meine
Der junge Mann, dessen Name mir unbekannt war, legte mir tröstlich den Arm um die Schulter und so warteten wir auf die Polizei.