Die neun Kreise der Oberen

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Summary

Piper Gullan erlebt viele Mysteriöse Dinge in ihrem ersten Jahr am College, jedoch weiß sie nicht, dass alles auf Sie zurück zuführen ist... Nach ewigen Wartens wurde Piper Gullan an ihrer Traum-Uni angenommen. Doch statt nur lernen und das normale uni Leben, erwartet sie ein Geheimnis, das ihr komplettes Leben verändern sollte

Status
Ongoing
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1

Seit zwei Monaten ist mir das Gebäude unheimlich. Seit zwei Monaten spüre ich ein großes Geheimnis. Seit zwei Monaten gehe ich aufs College. Es war immer mein großer Traum, auf eine Eliteuni zu gehen und jetzt ist es endlich so weit. Vor einem halben Jahr kam die Zusage: ,,Sehr geehrte Miss Gullan, wir freuen uns ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie an der Boston University of Literature and Journalism angenommen wurden. Alle weiteren Informationen, Zimmernummern und Wahlbögen finden Sie im beiliegenden Dokument" Ich war noch nie so glücklich. Meine Eltern sind super stolz und geben überall an. Die Boston University war immer meine Traum Uni und jetzt ist mein Traum wahr. Die Professoren sind klasse, die Kurse nah beieinander und der Campus ist einfach traumhaft. Aber dennoch ist die Schule unheimlich. Das erste Mal merkte ich es gleich am ersten Abend in meinem Zimmer. Ich teile es mir mit drei anderen Mädchen. Hier herrscht strenge Geschlechtertrennung. Nach 23 Uhr ist das andere Geschlecht im eigenen Zimmer nicht gestattet. Hannah, Claire, Tessa und ich saßen am ersten Abend im Wohnzimmer, oder auch Gemeinschaftsraum, von dem jedes unserer Zimmer abgeht, und schauten eine Dokumentation über Mikroplastik. Da hörte ich es zum ersten Mal. Eine Art Flüstern. Ich dachte, es wäre nur eine Einbildung, aber dann hörte ich es wieder. Es kam nicht aus dem Raum oder so. Nein. Es war direkt in der Wand. Leise, gerade so verständlich ,,27 rechts, 12 gerade, 5 links, Englisch 1". Immer und immer wieder. Im 5 Minuten Takt. Ich beobachtete meine Mitbewohnerinnen, aber die schienen die Stimme nicht gehört zu haben. Sie schauten konzentriert die Doku weiter. Ich nahm mein Handy raus und notierte was die Stimme sagte. Es war gruselig. Wenn ich daran denke, läuft mir immernoch ein Schauer über den Rücken. Doch wenn ich das mit dem vergleiche, was mir danach passiert ist, oder wenn ich daran denke, was noch passieren kann, lässt mich das ziemlich kalt... Zwei Tage nachdem ich die Nummern und Worte notiert hatte, zwei Tage nachdem ich mit dem College angefangen habe, passiert wieder etwas Merkwürdiges. Ein Junge, vermutlich drei Semester über mir, sprach mich an. Wir haben keinen Kurs zusammen. Daran könnte ich mich erinnern, trotzdem kam er mir seltsam bekannt vor. "Piper, richtig?" Er hielt mir seine Hand hin "Ich bin Ben" Ich musterte seine Hand, schüttelte sie aber nicht. "Woher kennst du mich?" Ich war genervt. Ständig wurde ich von irgendwelchen Idioten angequatscht, was ich nie verstanden hab, und auch immernoch nicht verstehe. Ich bin nicht besonders auffallend. Eher genau das Gegenteil. Meine roten Haaren immer in einem unordentlichen Dutt, die schwarze Brille schief auf der Nase. Das einzige auffällige an mir, sind meine T-Shirts. Allesamt T-Shirts von Bands, Serien oder Filmen. Dazu eine schwarze Jeans und meine bemalten und beschriebenen Sneaker. Das war's. Keine bunten Farben oder so. Nur ein paar Piercings und diverse Tattoos, jedoch alles irgendwie schlicht gehalten. "Ich habe mir sagen lassen, wer du bist" Ben's strahlend weiße Zähne hebten sich von seiner gebräunten Haut ab. "Warum?" Ich verstand es immernoch nicht. "Lass uns einen Kaffee trinken und ich erkläre es dir" Er zog seine Hand zurück. Einstein hatte es verstanden. Ich nickte, schulterte meinen Rucksack, ich hatte gerade einen Kurs, und ging mit ihm ins Campus Café. Er bestellte einen Mocca Latte mit doppelt Schaum und ich einen schwarzen Kaffee. Ich hasse Kaffee mit irgendwelchen Zusätzen. Schön schwarz und pur, das ist meine Devise bei Kaffee. Er nahm einen Schluck von seinem Mocca und etwas Schaum blieb über seiner Oberlippe. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen. Mr "Ich-Bin-Ja-So-Perfekt-Liebt-Mich" konnte noch nicht Mal vernünftig trinken. "Also, was willst du von mir und woher kennst du mich?" Mit meinem Finger malte ich Kreise auf den Tisch. Er lächelte breit "Du hast mich interessiert. Ich habe dich immer auf den Fluren und im Garten beobachtet. Faszinierend wie sich ein Mensch so sehr in Büchern verlieren kann, dass er die Welt um sich herum nicht wahrnimmt. Ich habe mitbekommen, dass du immer um Punkt vier am Kaffeewagen stehst. Vorgestern habe ich mich dort hingesetzt und da Johny immer die Namen auf die Becher schreibt, wusste ich, dass dein Name Piper ist" Er holte einen matten, schwarzen Briefumschlag aus seiner Tasche und schob ihn über den Tisch zu mir. "Wir sehen uns, Piper" Er lächelte ein letztes Mal sein bezauberndes Lächeln und ließ ein paar Dollar auf den Tisch fallen, ehe er meine Schulter berührte und das Café verließ. Ich war allein mit seinem halb leeren Mocca und dem Briefumschlag. Ich leerte meinen Kaffee, nahm den Umschlag und ging in mein Zimmer. Als ich auf meinem Bett saß, bemerkte ich das goldene Wachssiegel, mit dem der Umschlag versiegelt war. Ich atmete tief durch und öffnete ihn vorsichtig. Im Umschlag befand sich eine goldene Karte aus der eine goldene Eintrittskarte fiel, sobald ich die Karte aus dem Umschlag nahm. Ich legte die Eintrittskarte vorsichtig auf mein Nachttisch und begann, die Karte zu lesen. "Der Maskenball sein Ende findet und jeder in sein Zimmer kehrt, dann beginnt unsere Zeit. Die Elite wird sich exakt 150 Minuten nach Mitternacht in der Halle treffen. Der Ort sollte bekannt sein. Sollte es nicht mehr im Gedächtnis der Elite sein, findet sich auf der Eintrittskarte der Ort der Halle. Hochachtungsvoll Die Oberelite" Ich war verwirrt und nahm die Eintrittskarte. Auf ihr standen die Worte, die zwei Tage zuvor aus der Wand kamen:" 27 rechts, 12 gerade, 5 links, Englisch 1". Theoretisch hätten eine Million fragen in meinem Kopf auftauchen müssen, aber mir kamen nur eine Frage und ein Entschluss in den Kopf: Wann ist der Maskenball? Und ich muss mit Ben reden. Tags darauf suchte ich Ben. Aber ich wusste nicht wo oder wann man ihn treffen konnte. Also fragte ich im Sekretariat nach Ben im vierten Semester. Es gibt übrigens 3. Ich ließ mir alle Nachnamen und Zimmernummern geben und klopfte an jede Tür. Der erste war alles andere als der Ben, der mit mir gesprochen hat. Klein, bleich und immernoch in der Pubertät. Der zweite Ben trug ausschließlich pink. Auch ein Reinfall. Also musste es wohl das dritte Zimmer sein. Ich klopfte und der Ben vom vorigen Tag öffnete. "Piper. Was für eine Überraschung" Er lehnte sich mit verschränkten Armen und einem charmanten Lächeln gegen den Türrahmen "Was kann ich für dich tun?" Ich öffnete auf meinem Handy die Notiz mit den Worten aus der Wand und der Karte und hielt ihm das Handy hin. "Erklär mir das bitte". Er schmunzelte nur und meinte, ich solle einfach etwas nachdenken und noch bevor ich etwas sagen konnte, schloss er die Tür. "Arsch", murmelte ich und ging zurück auf mein Zimmer. An meinem Laptop googlte ich die Ortsangaben, aber ich fand nichts. Die Tage nach meinem Besuch bei Ben waren für mich stressig. Ich schlief wenig bis gar nicht, da ich die ganze Nacht versuchte, herauszufinden, wo dieser geheimnisvolle Ort ist. Dementsprechend kam ich zu spät zu jeglichen Kursen, verpasste das Frühstück und hatte immer nur wenig Zeit für's Mittagessen. Das zog sich über eine Woche. Doch dann, im Englisch Kurs, sagte mein Dozent etwas, bei dem ich hellhörig wurde. Wir behandelten das Thema 'Legenden' und Mr. Diego erzählte eine Schullegende: "Es heißt, vor 30 Jahren begannen einige Schüler, eine Organisation zu gründen, für besondere Schüler. Sie trafen sich einmal im Jahr, nach dem Maskenball, der vor 31 Jahren in dieser Schule eingeführt wurde. Angeblich, sollen sie dies die Jahre weiter geführt haben und auch dieses Jahr, gäbe es ein neues Treffen. Besondere Schüler seien die einzigen, die die Koordination für den Treffpunkt bekommen könnten. Das einzige, was auch den anderen bekannt ist, ist, dass es vor den Türen dieses Raumes seinen Anfang findet. Ob dies stimmt, oder nur von den Schülern erfunden wurde, soll wohl immer ein Geheimnis bleiben. Darum geht es bei Legenden". Er erzählte noch mehr, doch ich hörte nicht mehr zu. Das Einzige woran ich denken konnte, waren die Angaben der Oberelite. Ich malte auf meinem Block einen ungefähren Grundriss des Korridors und notierte nur ein Wort: "Umgekehrt". Ich beschloss, Nachts den Koordinaten zu folgen und verbrachte den restlichen Tag damit, mehr über den Maskenball herauszufinden. Als erstes ging ich zu Ben. "Piper, was eine Überraschung", sein Lächeln ging mir langsam auf die Nerven, "Komm doch rein" Ich verdrehte die Augen und ließ mich auf sein Sofa fallen. "Wann ist der Maskenball?" Ich schaute ihn herausfordernd an. Er setzte sich mir gegenüber in einen Sessel "Jedes Jahr, an Halloween, findet der Maskenball der Schule statt. Eine fette Party, die bis zum ersten November geht. Am 1. November um 1 Uhr Nachts müssen jedoch alle im Bett sein. Wieso?" Ich schrieb alles am Handy mit. "Du weißt es ganz genau. Du hast mir die Einladung gegeben" Er grinste nur und fragte, ob er noch etwas für mich tun könne, doch ich lächelte nur und ging zurück in mein Zimmer. Es waren noch ungefähr 11 Wochen bis zum Ball und ich hatte noch allerhand zu tun.