J‘adore

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Summary

Eine Entführung nimmt einen unerwarteten Verlauf.

Genre
Erotica
Author
Frank
Status
Ongoing
Chapters
1
Rating
3.0 1 review
Age Rating
18+

Prolog

Als das Zielobjekt nach der Rechnung fragte zog Maike sich die verspiegelte Sonnenbrille ins Gesicht, trank den letzten Schluck Kaffee aus und ging zum Ausgang der Raststätte. Der Aufsteller mit Werbeflyern schien ihre Aufmerksamkeit zu fesseln, denn sie studierte die Auslagen eine nach der anderen mit großer Sorgfalt.

Tatsächlich gehörte ihre ganze Aufmerksamkeit jedoch dem Zielobjekt. An dieser Raststätte hatte sie möglicherweise ihre letzte Chance. Aber sie musste improvisieren.

Sie musste nicht lange warten. Als das Zielobjekt das Wechselgeld eingesteckt hatte stand es auf, griff nach Jacke und Autoschlüssel und ging zum Ausgang. Kurz bevor es Maike erreichte, bog es ab und verschwand über eine Treppe im Untergeschoss, wo sich die Toiletten befanden.

Ein Grinsen ging über Maikes Gesicht. Das könnte ihre Chance sein. Sie schob die Brille in die Innentasche und ging zügig hinter der gerade außer Sicht verschwundenen Person hinterher. Unten angekommen öffnete sie die WC Tür und schaute sich um. Kein Mensch war zu sehen, nur in der Ecke standen noch Putzutensilien herum. Mit einem vorsichtigen Blick sondierte sie die Lage in den Kabinen. Es waren nur zwei davon besetzt. Anhand der roten Pumps war es mehr als einfach die Zielperson zu identifizieren.

Sie wartete. Äußerlich schien sie ganz ruhig. Doch in ihrem Inneren ging sie kühl und strategisch ihre Optionen durch. Das Glück war ihr hold und die andere Person verließ ihre Kabine zuerst, wusch sich die Hände und ging. Maike nahm den Wischer aus dem Eimer und blockierte die Tür damit. Für das, was sie vorhatte, wollte sie ungestört sein.

Als sie die Spülung rauschen hörte, zog sie ein kleines schwarzes Lederetui aus ihrer Innentasche und entnahm ihm eine vorbereitete Spritze. In dem Moment als die Zielperson die Kabinentür öffnete und heraustreten wollte, sprang Maike vor. „Darf ich?“ fragte sie und drängte die Zielperson unter Einsatz ihres ganzen Körperwichts zurück. Mit dem vorgestreckten Unterarm zielte sie auf die Kehle ihres Opfers und drückte es schwungvoll gegen die rückwärtige Wand. Heftig schlug ihr Kopf dagegen und Maike nutzte diesen Moment um die Spritze mit einer fließenden Bewegung in den Oberschenkel ihres Opfers zu rammen und den Kolben bis zum Anschlag herunter zu drücken.

Ihre Augen weiteten sich vor Angst. Aber bevor sie sich fangen und zur Gegenwehr ansetzen konnte, begann das Etorphin zu wirken. Ihre Bewegungen wurden fahrig, die Gegenwehr verebbte und sie begann in sich zusammenzusacken.

Maike nahm den Arm von Ihrer Kehle und fing den Körper der wie betrunken wirkenden Frau auf. Sie lotste sie an das Waschbecken und begann ihre Taschen zu durchsuchen. In der rechten Außentasche fand sie den Autoschlüssel und stecktebihn ein. Dann öffnete sie den Wasserhahn. Mit einer Hand begann sie die Bluse und Jacke ihres Opfers großzügig zu benetzen. Dann strich sie ihr mit nasser Hand die Haare aus dem Gesicht, entfernte den Wischer von der Tür, legte sich den linken Arm der betäubten Frau über die Schulter und fasste ihr mit ihrer Rechten um die Hüfte.

„Es ist doch immer das Selbe mit Dir! Lernst Du eigentlich nie dazu?“ Mit diesen Worten manövrierte Maike ihr Opfer auf den Flur hinaus und in Richtung Fahrstuhl. Als sie den Lift beinahe erreicht hatte, öffnete sich die Tür und eine kleine Gruppe Menschen strömte hinaus.

Blitzschnell sondierte Maike die Gruppe und fasste Ihren Entschluss. „Würden Sie mir bitte helfen?“, sprach sie einen Mann mittleren Alters an, der noch im Fahrstuhl stand und mit einem Jugendlichen - vermutlich seinem Sohn - sprach. „Meiner Freundin ist schlecht, sie hat sich übergeben. Alkohol und Medikamente...“

Der Angesprochene schaute irritiert einige Male zwischen ihr und seinem Sohn hin und her. „Ja natürlich.“ entgegnete er nach kurzem Zögern. „Wir treffen uns am Auto.“ sagte er zu seinem Begleiter, nahm den freien Arm fast Bewusstlosen und half Maike sie zu stützen.

„Wir sind auf dem Weg zu ihren Eltern.“ tischte Maike ihrem Helfer eine Geschichte auf. „Bei ihrem Bruder ist eine Erbkrankheit ausgebrochen. Das macht ihr eine Heidenangst.“ Der Mann murmelte einige Worte des Mitgefühls während sie die Frau zwischen sich zum Ausgang der Raststätte schleppten.

Glücklicherweise hatte die Zielperson einen Parkplatz direkt vor der Tür ergattert, so dass es keine Notwendigkeit für Maike gab ihre Geschichte weiter auszuschmücken. Gemeinsam bugsierten sie die Frau, die weder helfen noch Gegenwehr leisten konnte auf den Beifahrersitz und schnallten sie an.

Maike streckte dem Mann die Hand entgegen und bedankte sich mit knappen Worten bei dem Unterstützer dieses ungewöhnlichen Kidnappings.