Kapitel 1
Wir alle wissen das es so was wie Werwölfe nicht gibt, klar manche Glauben daran aber es gibt sie nicht. Was es aber gibt sind Otherkins.
Ein Otherkin bezeichnet einen Menschen der eigentlich ein Tier ist. Ob es vom Denken, Fühlen, Seelisch oder gar von einen Leben davor ist. Natürlich ist ein Otherkin ein Mensch und kein Tier das sollten wir uns vor Augen halten.
Also wie kommt es denn zu diesem sich als Tier fühlen?
Da kann ich nur mein eigenes Beispiel für nehmen und es mit meinen eigenen Wissen erläutern.
Ich persönlich fühle mich nicht im richtigen Körper, um es genau zu Sagen bin ich von meinen eigenen denken her ein Wolf, klar das können viele sagen aber ich fühle mich nicht wohl so wie es ist.
Aber wieso ist es so? Ich weiß es selber nicht. Früher als ich noch 12 war habe ich in einer Art Pflege Familie gelebt. Das war alles in einem Forsthaus mitten in einen Wald und einer Scheune in der es eine kleine Hobby Werkstatt gab in der ich mich auch oft aufgehalten habe. Nebenbei lief oft das Radio und wie es nun mal so ist werden auch neue Sachen gespielt.
Vorher hatte ich überhaupt nichts mit Wölfen oder der gleichen zu tun was sich aber drastisch geändert hat als an dem Tag Wölfe von Kontra K lief.
Ich weiß nicht wieso aber er hat mit dem Text etwas beschrieben was nur Wölfe können und ihnen am wichtigsten ist. Familie. Familie die ich durch meine Vergangenheit nie hatte und eher spärlich erleben konnte. Meine Eltern leben noch und ich kenne kenne sie auch. Falls jetzt jemand denkt das ich ein Waisenkind bin.
Damit hatte es angefangen. In den Jahren habe ich mich selber immer mehr mit Wölfen verglichen. Eben durch Artikel online, Videos oder ganz wichtig einem sehr bestimmten Buches. Die Weisheit der Wölfe. Dieses Buch hat mir soviel erklärt und ich habe mich stark in so vielen Momenten die da aus dem wilden Leben der Wölfe beschrieben wurden wiedererkannt das es für mich mehr oder weniger immer mehr klar wurde.
Ich bin innerlich ein Wolf. Allein wie ich über Dinge entscheide. Meine Prioritäten setze und Dinge wie Geld keine wichtige Rolle spielen. Und um es noch deutlicher zu Wissen, ich habe kein Zeitgefühl, ich fange an zu arbeiten und dann ist plötzlich schon Mittags Pause und dann auf einmal Feierabend.
Wie so oft bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Manche fragen mich wieso ich das mache und oft kann ich ihnen nur sagen das es mir Spaß macht aber innerlich ist es mehr für das Gefühl frei zu sein und nicht an eine warte Zeit vom Bus gebunden zu sein. Aber auch weil ich unterwegs stellen habe wo man richtig weit schauen kann was wirklich ein gutes aber gleichzeitig depressives Gefühl ist. Da ich genau weiß das ich nie so frei sein könnte nur in meinen Träumen. Wenigstens bin ich in dort dann frei und nicht gefangen in diesem Alltag. So laufen alle Tage. Aufstehen und zur Arbeit radeln 8 Stunden später wieder zurück. Eines Tages bin ich stehen geblieben und hab für eine weile über die weite Landschaft geschaut. Dieses mal hatte ich ein sehr seltsames Gefühl von Aufregung und auch Angst als mir eine kleine Gestalt auffällt die am Waldrand an den Büschen entlang huschte. Mit schüttelnden Kopf setzte ich mich wieder auf mein Rad. Das ist wohl nur Einbildung oder ein Fuchs gewesen.
Die Tage sind alle die selben geworden, nach der Arbeit etwas essen und dann schlafen, wenigstens habe ich in denen meine Ruhe vor all den Verpflichtungen die ein Mensch hat. Sanft gleite ich in mein ersehntes Traumland das immer noch besser als jedes Videospiel ist.
Im Schlaf
Unter einem umgestürzten Baum finde ich mich wieder und erblicke meine Umgebung. Ruhig wie sonst auch immer. Was sollte einem Wolf hier auch großartig gefährlich werden. Aufgestanden und einmal kräftig geschüttelt begebe ich mich in die Richtung eines großen Feldes direkt in meiner nähe und muss feststellen das ich genau an der stelle stehe wo ich als Mensch die Gestalt gesehen habe. Diese unangenehmen Stromstöße durchfahren mich wieder wie in den Momenten wenn ich was altes anfasse und sich wie im Videospiel alle sinne kurz schärfen. Angewurzelt stehe ich da und versuche zu begreifen nein mir weiszumachen das dass nur ein unglückliches Zusammenspiel von meinem Gehirn sein kann. “Das kann nicht sein!” Schreie ich was aber nur ein wildes jaulen ist das verzweifelt und verunsichert in der Stille verhallt. Ohne auch nur weiter nachzudenken renne ich über das abgeerntete Feld bis zu der Stelle an der Trasse wo ich noch vor ein paar Stunden gestanden habe und über die weite Landschaft geschaut habe in dem Gedanken wie schön es doch wäre wenn ich ein Wolf sein könnte. Bevor ich meine eigene Fährte aufnehmen kann schreckt mich der laute Alarm meines Weckers aus dem Bett und sendet mich direkt in der Bettdecke verheddert auf den Boden. Schwer-atmend durch das Rennen im Traum, was ich aber nicht merke, richte ich mich auf und schaue an mir herunter. Alles Menschlich, wohl schon wieder ein Traum gewesen. Und ich bin immer noch im selben plumpen Menschen Körper.