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Baby Boy || MxM || Omegaverse

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Zusammenfassung

Der Junge hat sich völlig in sich zurückgezogen. Sie haben aus ihm eine zerbrochene Hülle gemacht, seine menschliche Seite ist fast verschwunden, und der Alpha in ihm wurde bis zur totalen Unterwerfung gefoltert. Das ist der junge Alpha, den Michael in den Händen von Kriminellen findet – und dem er sich augenblicklich voll und ganz verschreibt.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
14
Rating
4.7 27 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

1. Kakerlaken-Problem

„Boss. Wir haben ein Kakerlaken-Problem.“

Mit einem Seufzer drehte ich meinen Stuhl zu Francis um, meiner rechten Hand. Er blieb neben mir stehen und ließ einen Stapel Fotos auf meinen Schreibtisch fallen. Ich rümpfte die Nase und breitete sie langsam vor mir aus. Meistens waren es Screenshots. Männer, die ich nicht kannte und von denen ich noch nie gehört hatte. Eine Aufnahme erregte meine Aufmerksamkeit. Eine Gruppe maskierter Leute verbrannte in der Dunkelheit schwarze Flaggen. Die Flammen beleuchteten ein bekanntes Gebäude im Hintergrund.

Ich knurrte über diese Unverschämtheit.

„Ist das unser Rathaus?“, fragte ich.

„Ja“, antwortete Francis. Seine Stimme und sein Blick waren genauso voller Hass wie meine.

„Wann war das?“, fragte ich und zog das Bild näher an mich heran.

„Das Video wurde gestern Abend hochgeladen. Eine Stunde später haben die Medien es aufgegriffen.“

„Wer ist der Anführer?“, fragte ich. Francis beugte sich vor und schob eines der Fotos in meine Richtung.

Es zeigte einen glatzköpfigen Mann in seinen Dreißigern. Er hielt eine brennende schwarze Flagge und grinste hämisch in die Kamera.

„Name?“

„Wissen wir noch nicht, Boss, aber wir arbeiten dran“, sagte Francis. „Sie nennen sich Rightful Sons.“

Ich verdrehte die Augen. „Wie originell. Findet sie. Ich will ihnen einen Besuch abstatten.“

„Geht klar, Boss“, sagte Francis und ging.

Ich warf einen letzten Blick auf die Fotos, bevor ich sie in den Mülleimer fegte. Da gehörten sie hin. Eigentlich wollte ich weiterarbeiten. Aber nur wenige Minuten später ertappte ich mich dabei, wie ich durch die Nachrichten stöberte. Ich suchte nach dem Artikel über diese Rightful Sons. Es ärgerte mich, aber mein brennender Hass ließ nicht zu, dass ich mich auf etwas anderes konzentrierte.

Ich fand ihn schließlich. Die Seite hatte einen ganzen Videobericht über sie. Das war mehr, als sie verdienten.

„Eine neue Gruppe von True Order-Anhängern ist aufgetaucht in…“

Ich rümpfte die Nase über die Wortwahl des Reporters. Anhänger. Nein. Terroristen.

„… wie in dem Video zu sehen ist, das wir Ihnen gleich zeigen. Bitte beachten Sie, dass die folgenden Bilder auf einige Zuschauer verstörend wirken könnten.“

Das Video schnitt zu einer anderen Aufnahme. Eine Gruppe von fünf Personen stand mit schwarzen Flaggen vor dem Rathaus. Dahinter rissen weitere Leute die Flaggen von den Wänden.

„Wir sind die Rightful Sons! Wir sind hier, um True Order zu unterstützen! Die Gruppe wurde zu Unrecht aufgelöst, nur wegen der Lügen all dieser Omega-Schlampen und ihrer Unterstützer! Unsere sogenannte Regierung ist hier die wahre Terrorgruppe, nicht wir! Wir werden für unser Geburtsrecht kämpfen, dieses Land zu führen! Wir werden für unser Recht auf Existenz kämpfen! Wir werden kämpfen, um die natürliche Ordnung wiederherzustellen! Wir kämpfen so lange weiter, bis die Terror-Regierung zurücktritt! Unsere wahren Anführer müssen ihren rechtmäßigen Platz wieder einnehmen! Für True Order!“

Die Männer zündeten die schwarzen Flaggen an und schwenkten sie herum wie die Idioten, die sie waren.

True Order! True Order! True Order!!

Mein Hass kochte hoch, während ich die Flammen beobachtete. Sie wagten es, die heiligen Flaggen zu verbrennen. Diese Flaggen hatten wir gehisst, um um die tausenden Menschen zu trauern, die an einem einzigen Tag durch die Terroristen von True Order starben. Und das in meiner Stadt?

Der Mann in der Mitte trat näher an die Kamera und nahm seine Maske ab. Es war der Anführer.

„Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen! Heute stehen wir, die Rightful Sons, die echten Alphas, auf! Wir werden diese Welt wieder so machen, wie sie sein soll! Wir werden dafür sorgen, dass die hirntoten Omegas unser geliebtes Land nicht länger ruinieren! Diese Welt gehört uns! Diese Welt gehört den Starken! Den echten Alphas! Wir werden jede einzelne Omega-Schlampe aus diesem Land vertreiben! Und auch all diese weichgespülten Omega-Liebhaber, die sich trauen, sich Alphas zu nennen!“

„Das werden wir ja sehen“, murmelte ich und schloss die Seite mit einem Augenrollen.

Meine Männer arbeiteten unermüdlich, um herauszufinden, wo sich diese neue Terrorgruppe versteckte. Sogar ich beteiligte mich an der Jagd. Ich tätigte Anrufe und ließ alle meine Beziehungen spielen, aber ohne Erfolg. Sicher, die Gruppe war neu. Keiner kannte sie. Niemand hatte zuvor von ihnen gehört. Aber ich musste sie finden, bevor sie anfingen, Bomben in meiner Stadt zu deponieren. Das war absolut inakzeptabel.

Dies war meine Stadt. Mein Revier. Ich würde nicht zulassen, dass meinen Bürgern etwas zustößt.

Später am Tag sprach die Gouverneurin zu den Medien über die Gruppe. Sie versicherte allen, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tue, um sie zu stoppen. Ihre Polizisten und ihre Armee jagten diese Monster bereits. Sie bat die Bevölkerung, sich sofort bei den Behörden zu melden, falls jemand Informationen hätte.

Gut. Es musste Leute geben, die etwas wussten. Ich war mir sicher, dass wir innerhalb weniger Stunden endlich mehr Informationen haben würden.

Aber nein. Nichts.

Es war frustrierend. Jede Minute zählte. Es könnten bereits Dutzende Bomben an die belebtesten Orte meiner Stadt geliefert werden. So machten sie das immer. Sobald sich neue Gruppen angekündigt hatten, begannen sie innerhalb von ein oder zwei Tagen mit ihren Angriffen. Menschen würden sterben. Alphas und Omegas. Diesen Monstern war es egal, wen sie töteten. Die meisten scherten sich nicht einmal um Politik oder True Order. Sie wollten einfach nur morden und Chaos stiften.

Aber nicht in meiner Stadt.

An diesem Tag passierte nichts mehr. Die Sonne war schon vor Stunden untergegangen, und es gab keine Nachrichten über Terror oder Chaos. Ich war noch mit einigen meiner Männer wach, die von ihrer erschöpfenden Suche zurückgekehrt waren. Ich musste wohl oder übel Feierabend machen und meine Männer nach Hause schicken.

Ich stieß einen Seufzer aus und bat um Aufmerksamkeit. „Ich denke, wir sollten für heute Schlus–“

Ein Telefon klingelte, unterbrach mich und ließ den Raum verstummen. Gus, dem es gehörte, nahm ab.

„Hier Gus.“ Er starrte ins Leere, während er zuhörte. Dann weiteten sich seine Augen und er sah mich an. „Sie haben ein Kakerlaken-Problem? Wo?

Ich atmete tief durch und lachte leise.

Endlich.

*****


Eine Stunde später kamen ich und zehn meiner Männer bei einem kleineren Nachtclub am Stadtrand an. Ich kannte den Laden und wusste, dass er ziemlich beliebt war, besonders bei jüngeren Leuten. Obwohl es Freitagabend war, gab es keine Schlange. Als wir unsere Autos vor dem Gebäude anhielten, ging eine größere Gruppe Jugendlicher in Party-Outfits auf den Türsteher zu. Doch nachdem sie ein paar Worte mit dem Mann gewechselt hatten, verschwand die Gruppe eilig.

Wir stiegen aus. Ich zog meinen langen Mantel gegen den kalten Wind enger und ging mit meinen Männern im Schlepptau auf den Türsteher zu.

„Boss“, sagte der Türsteher mit Respekt in der Stimme und neigte das Haupt. „Schön, dass Sie hier sind.“

„Sieht nach einer ruhigen Nacht aus“, sagte ich. „Was ist da los?“

„Wir haben äh… ein Kakerlaken-Problem“, sagte der Mann mit gedämpfter Stimme und spähte zum Eingang.

Ich sah nicht viel, aber ich hörte laute Musik. Stimmen waren jedoch kaum zu hören.

„Erzähl mir mehr über dieses Problem“, forderte ich ihn auf.

„Da drinnen sind etwa ein Dutzend Schaben. Sie lassen niemanden raus. Besonders keine Omegas. Wir versuchen, die Leute durch den Hinterausgang hinauszuschmuggeln, aber… sie werden es bald merken.“

Ich nickte. „Erwarten wir noch mehr Besuch? Wen hast du noch gerufen?“

„Wir haben nur Sie gerufen, Sir“, sagte der Mann.

„Gut gemacht“, sagte ich und klopfte ihm auf die Schulter. „Tja, ich hätte gerne einen Drink. Habt ihr Durst, Jungs?“

Ja, das hatten sie.

„Danke, Boss“, murmelte der Türsteher und trat beiseite.

Ich betrat den Club mit Francis an meiner Seite, gefolgt vom Rest meiner Männer. Der Club war überraschend voll, aber die Stimmung war düster. Niemand hatte Spaß. Es war nicht schwer, die Schaben zu entdecken, die den Abend ruinierten.

Zwei von ihnen belästigten Frauen in der Nähe der Tür. Sie hielten Drinks in der einen und Knarren in der anderen Hand. Beide trugen Hoodies mit einem Emblem: zwei brennende schwarze Flaggen und darüber der Name Rightful Sons. Ich nahm an, sie sollten verhindern, dass Leute flüchten, aber sie wurden wohl zu besoffen für ihren Job. Die Leute in der Nähe beobachteten sie und die Tür und warteten auf einen guten Moment, um sich hinauszuschleichen.

Ich rümpfte angewidert die Nase. Die beiden Kakerlaken lallten Beleidigungen gegen die Frauen, die völlig starr und in Tränen aufgelöst da standen. Sie konnten sich nicht wehren, aus Angst, erschossen zu werden.

„Meine Herren. So behandelt man keine Damen“, sagte ich laut über die Musik hinweg.

Die beiden drehten sich um und starrten mich mit zusammengekniffenen, geröteten Augen an.

„Ja? Und wer zum Teufel hat dich gefragt, alter Mann?“, fragte die eine Kakerlake, Schabe A.

Ich ignorierte ihn. „Meine Damen…“, wandte ich mich an die Frauen und gab ihnen ein Zeichen zu gehen, was sie auch schleunigst taten.

„Hey! Ich war noch nicht fertig mit denen!“, lallte Schabe B. Beide wurden langsam wütend. „Wer zum Fick bist du überhaupt? Weißt du nicht, wer wir sind?!“

„Ugh“, sagte ich, und mit einer Handbewegung erschossen meine Männer die beiden.

Angesichts des plötzlichen Todes zweier Menschen keimte ein wenig Panik auf, aber ich hob beruhigend die Hände.

„Wollen wir keine Szene machen, ja?“, fragte ich freundlich, und die Leute beruhigten sich. „Wir sind nur hier, um uns um dieses Ungezieferproblem zu kümmern. Ich muss Sie bitten, ruhig zu bleiben und zu warten. Okay?“

„Ja, Sir.“

„Ja, Boss…“

„Gut. Leider kann ich Sie nicht gehen lassen, sonst würden Sie den Rest alarmieren. Aber hier bei meinen Männern sind Sie sicher“, sagte ich. Ich ließ vier meiner Leute an der Tür zurück, damit sie sich um die Leichen und die Menge kümmerten.

Zum Glück sahen und hörten nur die Leute direkt an der Tür, was passiert war. Niemand schenkte uns viel Beachtung, als wir tiefer in das Gebäude vordrangen. Viele der Zivilisten verbeugten sich vor mir, während meine Anwesenheit Erleichterung und Zuversicht verbreitete.

Hier und da entdeckte ich ein paar der Terroristen. Sie merkten gar nicht, dass wir da waren, doch mein Ziel war der Anführer höchstpersönlich. Ich hielt am Tresen an, und der Besitzer kam sofort auf mich zu.

„Danke, dass Sie gekommen sind, Boss“, sagte der verschwitzte Mann mit großen, verstörten Augen. „Es war eine furchtbare Nacht.“

„Wo sind sie?“, fragte ich, und der Mann blickte zum VIP-Bereich.

Ach, natürlich… Sechs von ihnen feierten eine Art Drogenparty auf der erhöhten Plattform, von der aus man den Rest des Clubs überblicken konnte. Es waren noch mehr Leute bei ihnen. Diese hatten Todesangst, während sie von diesen ekelhaften Kakerlaken gequält und begrapscht wurden.

„Danke für den Anruf“, sagte ich zum Besitzer.

„Aber natürlich“, erwiderte der Mann. „Ich hätte niemanden lieber angerufen.“

„Ich werde mich um das Problem kümmern. Aber zuerst hätte ich gerne ein Glas guten Whiskey“, sagte ich zu ihm.

„Kommt sofort, Boss.“

Während ich auf mein Getränk wartete, schickte ich ein paar meiner Männer los, um sich um die Nachzügler zu kümmern. Ganz leise. Sie nickten und verschwanden, während ich meine Aufmerksamkeit dem VIP-Bereich zuwandte.

Der Anführer war dort.

Als ich meinen Whiskey hatte, machte ich mich auf den Weg in den lärmenden VIP-Bereich. Keine der Wanzen beachtete uns, als wir die Stufen hinaufstiegen. Sie waren zu beschäftigt damit, die unschuldigen Partygäste zu quälen. Sie fuchtelten mit ihren Waffen herum und waren unnötig laut. Widerwärtig. Absolut widerwärtig.

Einer nach dem anderen bemerkten sie uns, und ihr hämisches Lachen erstarb. Schließlich wurde der Anführer auf unsere Anwesenheit aufmerksam. Er ließ von dem Mädchen ab, das er gerade begrapschte.

„Und wer zur Hölle bist du?“, fragte der Anführer, als ich am Rand der Plattform stehen blieb.

„Ich bin Michael“, stellte ich mich höflich vor. „Ich habe Sie in den Nachrichten gesehen und wollte mal Hallo sagen.“

„Verpiss dich, Opa. Wir feiern hier eine private Party“, schnauzte mich einer der Typen an, sauer über die Störung.

„Halt's Maul, Dave“, sagte der Anführer und wandte sich wieder mir zu. „Michael Mercer?“

„Sie haben also von mir gehört“, sagte ich, und er rutschte unruhig auf seinem Sitz hin und her.

„Jeder hat das, oder sollte es zumindest“, sagte der Mann und warf seinem Freund Dave einen genervten Blick zu. „Ich bin Lonnie Hill. Der Anführer der Rightful Sons.“

„Die neue Gruppe von True Order-Anhängern“, sagte ich mit einem langsamen Nicken. „Ich muss zugeben, ich bin überrascht, Sie hier zu finden. Es gibt eine Menge Leute, die nach Ihnen suchen.“

„Ist mir scheißegal“, sagte er mit einem Grinsen. „Die Armeewichser können mich mal kreuzweise.“

„Sie sollten sie nicht unterschätzen“, bemerkte ich, aber er lachte nur wieder.

„Die können uns nicht stoppen. Die sind viel zu beschäftigt damit, der Schlampe von Gouverneurin die Stiefel zu lecken.“

Ich beeilte mich nicht mit einer Antwort.

„Darf ich mich setzen?“, fragte ich, und er deutete auf einen freien Sessel.

„Du wolltest also Hallo sagen“, sagte Lonnie, dessen Interesse an mir wuchs. „Wolltest du sonst noch was?“

„Mich nur kurz vorstellen“, sagte ich achselzuckend. Ich machte es mir bequem, während meine Männer um mich herum Stellung bezogen.

„Warum lässt du ihn bei uns sitzen?“, fragte ein anderer Lonnie und warf mir genervte Blicke zu.

„Weil das der verdammte Michael ‚The Boss‘ Mercer ist, du Vollidiot“, herrschte Lonnie ihn an und sah mich wieder an.

„Wer?“

„Das ist die verdammte Mafia“, sagte Lonnie und musterte mich vorsichtig.

„Stimmt“, sagte ich langsam. „Und Sie befinden sich in meinem Revier.“

„Und ich hatte gehofft, wir könnten… koexistieren“, meinte Lonnie.

„Das kommt darauf an… Was haben Sie mit meiner Stadt vor?“, fragte ich.

„Wir sind hier, um zu verhindern, dass die Omegas noch mehr Kontrolle über uns gewinnen“, sagte Lonnie. „Als so starker Alpha musst du doch zustimmen, dass dieser neue Gleichberechtigungsscheiß zu weit gegangen ist. Sie stehen unter uns. Sie sollten unter uns stehen. Aber unsere verräterische Regierung vergibt Posten an Omegas, für die sie viel zu dumm sind. Die Regierung lässt zu, dass diese schwachen Schlampen uns Alphas sagen, was wir zu tun haben. Wir haben die Nase voll davon. Unser Plan ist es, die Kontrolle zurückzuerlangen und ihnen wieder ihren Platz zuzuweisen.“

„Verstehe“, murmelte ich. „Und wie wollen Sie das erreichen?“

„Mit allen notwendigen Mitteln“, sagte Lonnie mit wütenden Augen. „Also, wo stehst du, Boss? Bist du auf unserer Seite? Oder auf ihrer? Bist du stark oder bist du eine schwächliche Pussy?“

Ich kniff die Augen zusammen. Einen Moment lang bändigte ich meine Wut und gab vor, interessiert zu sein.

„Mir ist da was aufgefallen…“, sagte ich schließlich und blickte auf seine Truppe, besonders auf die, die vor Angst fast vergingen. „Diese Leute sind Alphas. Als True Order das Land noch regierte, sahen sie alle Alphas als gleichwertig an. Aber hier terrorisieren Sie Ihre eigene Art.“

„Das liegt daran, dass diese Memmen keine Alphas sind“, sagte Lonnie. Er wandte sich einem jungen Mann zu seiner Linken zu, packte ihn an den kurzen Haaren und schüttelte ihn hasserfüllt. „Sie verdienen es nicht, Alphas genannt zu werden. Sie sind Verräter, genau wie unsere Regierung.“

Ich sah mir den Jungen genauer an. Er gab keinen Laut von sich, obwohl er Schmerzen haben musste. Ich hatte gedacht, er gehöre zu ihnen – er trug den Hoodie mit ihrem Emblem.

Lonnie wandte sich lachend wieder mir zu. „Sie sind einfach nur Schlampen. Schlimmer als Omegas.“

„Es macht keinen guten Eindruck, die eigenen Leute so zu behandeln“, merkte ich an.

„Den hier?“, fragte Lonnie. Plötzlich riss er den Jungen von seinem Sitz und warf ihn auf die Knie auf den schmutzigen Boden. Wieder gab er keinen Laut von sich. „Das ist meine Privathure. Da ihm Omegas so wichtig waren, dachte ich mir, ich behandle ihn einfach wie einen.“

Der Junge richtete sich auf, blieb aber am Boden. Seine Augen waren tot, seine Haltung gebrochen. Ich hatte noch nie jemanden gesehen, der so vollkommen am Ende war. Er saß einfach nur da, ertrug die Qual und die Demütigung und hielt den Kopf gesenkt.

„Wenigstens geben sie gehorsame Nutten ab“, fuhr Lonnie fort. „Pass auf.“

Er stand auf und packte den Jungen erneut bei den Haaren. Er riss ihm ein paar Strähnen aus, als er seinen Kopf nach hinten zerrte. Dann zog dieser Hurensohn seine Waffe und richtete sie auf das Gesicht des Jungen.

„Lutsch ihn, Schlumpf“, sagte er. Er entsicherte die Waffe, während sein Finger am Abzug ruhte.

Mir wurde schlecht, als der Junge gehorchte. Seine Augen waren geweitet vor nacktem Terror. Er öffnete die Lippen, ließ den Lauf hinein und lutschte daran wie an einem Schwanz. Die anderen Terroristen lachten und genossen seine Demütigung, während sie den verängstigten Jungen beobachteten. Die anderen Geiseln weinten lautlos und versuchten, sich wegzuducken.

„Nur noch so eine schwache Pussy, die es nicht verdient, ein Alpha zu sein. Das blüht allen Omega-Liebhabern, sobald wir die Kontrolle über dieses Land zurückhaben“, schloss Lonnie lachend. „Also, lass mich noch mal fragen. Bist du einer von uns? Oder bist du auch so eine weiche Pussy wie er, hm?“

„Wir sind die Mafia“, sagte ich langsam und gab meiner Wut nach. „Wir sind nicht dahin gekommen, wo wir heute stehen, indem wir uns mit schwachem, ekelhaftem menschlichem Abfall verbündet haben.“

„Du meinst also…?“, fragte Lonnie und zog die Waffe aus dem Mund des Jungen.

Ich schoss ihm in den Kopf. Ich zog die Waffe schneller, als er reagieren konnte. Sein lebloser Körper schlug auf dem Boden auf, direkt vor dem Jungen, der immer noch nicht einmal zuckte. Die anderen Kakerlaken versuchten, nach ihren Waffen zu greifen. Das gab meinen Männern den Grund, ihr erbärmliches Leben zu beenden.

Ich blieb sitzen, während im Club panisches Chaos ausbrach. Ich konnte den Blick nicht von dem jungen Mann abwenden, der auf dem Boden saß. Seine Augen waren immer noch vor Angst geweitet, während er auf die Leiche vor ihm starrte. Ich bezweifelte, dass der Junge begriff, dass der Mann tot war. Sein Verstand war dafür bereits zu weit weg.

„Boss. Wir sollten verschwinden“, sagte Francis leise zu mir.

Ich nickte und stand auf. „Nimm den Jungen mit.“

„Ja, Boss.“

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Starker Dialog

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author


this was so cuteee

ein Jahr
2
author

Great start 🪝

ein Jahr
2
author

minakn0ws D i s c o r d

5 Monate

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