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Who are you small Soulmate ?

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Zusammenfassung

Kathy hat ihr ganzes Leben gelernt zu fliehen. Vor der Vergangenheit. Vor den Schatten in ihr. Und vor dem Alpha, dessen Blick sie in den Grundfesten erschüttert. Als ihr Wolf Kaleigh sie drängt zu rennen, bleibt ihr nur der Wald – doch das Band, das sie zu Alessio verbindet, ist stärker als jede Angst. Alessio, Alpha und gefürchteter Mafia-Boss, hat nur ein Ziel: seine Seelengefährtin zurückholen. Mit Anouk an seiner Seite durchkämmt er jedes Revier, jedes Territorium – und geht über Leichen, um sie wiederzufinden. Denn eine Luna verliert man nicht. Man beansprucht sie. Doch je weiter Kathy flieht, desto lauter flüstert das Schicksal in ihr. Desto stärker pocht das Band in ihrer Brust. Und als Alessio sie schließlich findet, steht sie vor der Wahrheit, der sie nie entkommen konnte: Man kann vor vielen Dingen fliehen. Aber nicht vor seinem Seelenruf... Who are you small Soulmate ? Ist eine düstere und Spici Dark Romantsy.

Status:
vor 10 Monaten
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

>> Prolog <<

Der Wind trug den Geruch von Regen und Gefahr mit sich.

Kathy stand am Rand des Waldes, die Finger krampfhaft in den Stoff ihrer Jacke gekrallt. Ihr Atem ging flach, fast schmerzhaft – nicht vor Erschöpfung, sondern weil jede Faser ihres Körpers begriff, dass dies der Moment war, vor dem sie ihr ganzes Leben lang gewarnt worden war.

Kathy.

Kaleighs Stimme war ein zittriges, vibrierendes Echo in ihr. Ihr Wolf war wach. Hellwach.

Wir müssen gehen. Jetzt.

Der erste Donnerschlag ließ die Blätter über ihr erzittern, als würde der Himmel selbst versuchen, sie zu warnen. Doch Kathy war längst zu spät. Tief in ihrem Inneren spürte sie es: dieses Ziehen, dieses heiße, magnetische Brennen an der Stelle, an der ihre Seele nicht ganz ihr gehörte.

Es war erwacht.

Das Band.

Und mit ihm er.

Alessio.

Allein der Gedanke an ihn ließ ihr Herz rebellisch aufschlagen – ein gefährliches, widersprüchliches Gefühl aus Sehnsucht und purer Panik. Sie hatte ihn nur einmal gesehen. Einen einzigen, viel zu langen Herzschlag lang. Doch in diesem Augenblick hatte die Welt aufgehört zu atmen. Und etwas in ihr – etwas, das kein Mensch hätte benennen können – hatte begonnen, sich zu ihm hinzustrecken.

Etwas Altes. Instinktives. Unerbittliches.

„Ich will das nicht“, flüsterte sie tonlos in die Dunkelheit. „Ich will ihn nicht.“

Doch Kaleigh schwieg.

Weil sie wusste, dass es eine Lüge war.

Der Regen brach los, als Kathy in den Wald stolperte, ihre Schuhe glitten über den nassen Boden. Die Kälte schnitt durch die dünnen Schichten Stoff, ließ ihre Haut brennen. Zweige ritzten Linien auf ihre Arme, als wollten sie sie festhalten.

Jeder Atemzug schmeckte nach Erde und Angst.

Hinter ihr vibrierte die Luft – ein kaum hörbares Knacken, ein Laut, der eigentlich nichts hätte bedeuten sollen. Doch ihr Wolf richtete sich in ihr auf, die Ohren gespitzt.

Kathy… er ist im Wald.

Ihr Atem stockte.

„Das kann er nicht.“

Konnte er doch.

Denn das Band war wie ein Lichterpfad, eine unsichtbare Schneise, die von ihrem Herzschlag ausging. Und er folgte ihm.

Schritt für Schritt.

Sicher.

Unausweichlich.

---

Sie rannte weiter, tiefer, bis die Finsternis den Wald verschluckte. Der Regen wurde stärker, trommelte gegen die Blätter wie verzweifelte Warnzeichen. Kaleigh drängte sie, schneller zu sein, weiter zu kommen, obwohl ihre Beine zitterten.

Kathy. Hör auf dein Herz. Er wird dich holen.

„Ich… ich will nicht sein Besitz sein!“ Die Worte brachen aus ihr heraus, ein wütendes, verletztes Beben. Schon wieder entglitt ihr etwas, das sie nie verstanden hatte. Nie gewollt hatte.

Doch da war es – dieses Ziehen in ihrem Inneren.

Ein Puls.

Sein Puls.

Als wäre er direkt hinter ihr.

Kathy stolperte über eine Wurzel, fiel hart auf die Knie. Schlamm spritzte auf, mischte sich mit dem Geschmack von Blut auf ihrer Lippe. Sie zitterte, hob den Kopf – und in der Ferne sah sie das Flackern zweier Augen.

Nicht menschlich.

Nicht vollständig.

Anouk.

Der Wolf des Mannes, dessen Name ihr Herz verriet, während ihr Verstand schrie, sie solle rennen.

Dann hörte sie es.

Seine Schritte.

Nicht hastig.

Nicht gehetzt.

Sondern ruhig. Berechnend.

Wie jemand, der nicht jagt –

sondern holt, was ihm gehört.

„Kathy.“

Sein Ruf war kein Schrei.

Keine Drohung.

Sondern ein Versprechen.

Tiefe Stille folgte. Der Wald hielt den Atem an. Sie fühlte, wie ihre Finger zu Fäusten wurden – nicht aus Mut, sondern aus dem Versuch, sich selbst festzuhalten, während alles in ihr zu ihm gezogen wurde.

Langsam erhob sie sich, Beine zitternd, Herz stolpernd. Der Mond brach durch die Wolkendecke und beleuchtete die Schneise vor ihr. Sie spürte ihn, bevor sie ihn sah.

Eine Wärme.

Ein Dröhnen.

Ein vertrauter Schmerz.

Er trat zwischen zwei Bäumen hervor.

Sein Blick war dunkel, aber nicht kalt. Eher… hungernd.

Und in diesem Blick lag eine Sehnsucht, die sie gleichzeitig fesselte und lähmte.

„Warum fliehst du, kleine Seele?“ Seine Stimme war warm und gefährlich zugleich. „Du weißt, dass du zu mir gehörst.“

Kathy schüttelte heftig den Kopf, Tränen brennend in den Augen. „Ich gehöre niemandem.“

Er trat einen Schritt näher.

Dann noch einen.

Jeder davon ließ das Band stärker vibrieren, als würde es unter ihrer Haut schlagen.

„Du kannst rennen“, sagte er leise. „So weit du willst. So lange du kannst.“

Seine Stimme senkte sich zu einem dunklen Flüstern.

„Aber es gibt kein Entkommen… nicht vor dem, was wir sind.“

Kaleigh bebte in ihr – aus Angst oder aus Anerkennung, Kathy wusste es nicht.

Sie wollte schreien. Oder kämpfen. Oder beten.

Doch stattdessen drehte sie sich um und lief.

Und in dem Moment, in dem ihre Füße den Boden wieder fanden, hörte sie hinter sich sein tiefes, gefährliches Versprechen – ein Laut, halb Mensch, halb Wolf:

„Ich werde dich immer finden.“

Der Wald schloss sich hinter ihr, der Regen verschluckte ihre Schritte –

und irgendwo, zwischen Furcht und einem Schmerz, der nach Sehnsucht schmeckte, begriff Kathy:

Dies war nicht nur ihre Flucht.

Dies war der Beginn ihres Schicksals.

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