ZERBROCHENE VERSPRECHEN (Lucas & Emilia Band 1)

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Zusammenfassung

Sie zu wählen, hat mich alles gekostet, was ich jemals geliebt habe … sie eingeschlossen. Deshalb habe ich die Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, verlassen und geschworen, niemals zurückzukehren. Ich bin nicht mehr der „Sunnyboy mit der glänzenden Zukunft“, an den sich alle erinnern. Stattdessen trage ich die Narben einer gequälten Vergangenheit mit mir. Ein gebrochener Mann, der selbst für die Navy SEALs, denen ich das letzte Jahrzehnt meines Lebens gewidmet habe, untauglich ist. Was eigentlich nur ein kurzer Trip werden sollte, um das Anwesen meiner Eltern zu verkaufen, wurde zu einer verdrehten Reise, die mich zwang, mich meinen Dämonen zu stellen. Und dann war sie da. Meine erste Liebe und mein tiefstes Bedauern. Die Frau, der noch immer jedes Stück meines geschwärzten Herzens gehört. Als sie mich um etwas Zeit bat, konnte ich nicht ablehnen. Jetzt kann ich nicht mehr gehen. Nicht, nachdem ich von der Gefahr gehört habe, die ihr Ehemann, ein verschwundener FBI-Agent, über sie gebracht hat. Nach allem, was geschehen ist, schulde ich ihr meine Hilfe. Deshalb habe ich ihr angeboten, sie und ihre beiden kleinen Mädchen vor der Gefahr zu beschützen, die sie einkreist. Es ist ein Versprechen, das ich niemals hätte geben dürfen – wenn man bedenkt, welche Spur aus Leichen ich hinter mir herziehe. Wie ein Vorbote des Todes bin ich der letzte Mann, dem einer von uns vertrauen sollte. In der Broken Redemption Reihe wird das Versprechen eines Mannes, die Frau zu schützen, die er verloren hat, zu einem Kampf zwischen Erlösung, Vergebung und einer Art von Liebe, die nicht loslassen will. ~~~~~~~~~~~~~ Lucas & Emilias Geschichte beginnt hier: Band 1 ihres Broken Redemption Arcs. Die Liebesgeschichte jedes Paares in der Broken Redemption Reihe erstreckt sich über mehrere Bände und bildet einen abgeschlossenen Handlungsstrang innerhalb dieser Sammlung zusammenhängender Liebesromane, die in der Kleinstadt Ruby Creek spielen. Es gibt keine vorgeschriebene Lesereihenfolge, aber wenn du ganz von vorn anfangen möchtest, bist du hier genau richtig. Lucas & Emilia sind das erste Paar, gefolgt von James & Annelly, deren Geschichte mit Broken Misery (Band 1 ihres Arcs) beginnt.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
30
Rating
5.0 6 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog

Lucas

„Lucas, bitte. Öffne deine Augen“, fleht sie. Ihre Stimme klingt rau und ist schwer vor Emotionen. „Du kannst mich nicht einfach so verlassen. Hörst du mich? Du musst kämpfen. Du hast mir versprochen, dass du kämpfen wirst!“ Ihre gequälten Schreie durchschneiden die Dunkelheit wie zackige Echos der Verzweiflung.

Was würde ich nicht alles dafür geben, ihr diesen Wunsch zu erfüllen, wenn auch nur, um ein letztes Mal ihr wunderschönes Gesicht und diese wiskeyfarbenen Augen zu sehen. Aber nach Wochen in dieser unterirdischen Hölle, halb verhungert und den Männern ausgeliefert, die mich brechen wollten, ist mein Körper am Ende. Zerschunden. Gebrochen. Zu Tode gefoltert. Ich weiß, es sollte mir Angst machen. Diese Gewissheit, dass mein Ende kurz bevorsteht. Aber nachdem ich an diese Wand gekettet wurde – in meinem eigenen Dreck sitzend, umgeben vom Gestank von Blut, Verwesung und Trostlosigkeit –, fühlt sich der nahende Tod wie die ultimative Erlösung an.

„Lucas, bitte.“

Die Qual in ihrer Stimme kriecht unter meine Haut. Das Unbehagen hilft dabei, den geistigen Nebel zu zerstreuen, der an mir haftet wie ein Schraubstock. So sehr ich es auch versuche, ich bin zu schwach, um meine Augen zu öffnen, geschweige denn ihr ein Zeichen zu geben, dass ich noch da bin. Es ist, als wäre ich gelähmt. Eingefroren und gefangen unter den eisigen Klauen des nahenden Todes. Ein Gefühl, das mir wie eine willkommene Ruhepause erscheint, denn es beruhigt mich zu wissen, dass meine Zeit an diesem Ort bald abgelaufen ist.

Mit nichts als meinen Gedanken und Reue als Gesellschaft komme ich nicht umhin, über mein Leben nachzudenken. Angefangen bei meinen wundervollen Eltern. Die Bilderbuch-Kindheit, die sie meiner Schwester und mir geboten haben. Wie ein scheinbar unbedeutender Fehler in meiner Jugend ihren Tod verursachte und alles zerstörte.

Meine düsteren Gedanken wandern dann zu den Männern, die mir ihr Leben anvertraut haben. Sie haben sich darauf verlassen, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe. Mein Job war es, sie durch die Mission zu bringen, damit sie zu ihren Familien zurückkehren konnten. Dass ich sie im Stich gelassen habe. Dass sie wegen meiner Fehler gelitten haben und dass ihre Lieben sie wegen mir nie wiedersehen werden … die Schuld ist wie Säure, die mich von innen heraus auffrisst.

Es ist schlimmer als die körperliche Folter, die ich ertragen musste. Es ist derselbe allzu vertraute Schmerz, der mich seit dem Tod meiner Eltern vor all den Jahren quält. Dass jemand mit meiner Vergangenheit die Verantwortung für das Leben anderer Männer übernehmen konnte, ist schlichtweg unverzeihlich. Es war dumm anzunehmen, dies sei mein Weg zur Erlösung, und jetzt, wegen meiner Selbstüberschätzung, sind auch sie tot.

Es ist ein weiterer Grund, warum ich das Ende, das auf mich zukommt, verdiene. Ich bin keine zweite Chance in diesem Leben wert. Dinge wie eine Ehe. Kinder. Ein Häuschen im Grünen. Ich werde all das nie erleben, was auch besser so ist. Aber dann wächst der Kloß der Reue in mir, als ich mir die Gesichter der Menschen vorstelle, die ich nie wiedersehen werde. Pastor David, der Mann, der mich von der Straße geholt und mir einen anderen Weg gezeigt hat. Meine Schwester Jenny, die ich vor Jahren zurückgelassen habe, mit dem Versprechen, dass ich eines Tages für sie zurückkehren würde. Und meine Embree. Die einzige Frau, die ich je geliebt habe und deren Herz ich mit Sicherheit gebrochen habe, als sie aufwachte und mich fort fand, direkt nachdem ich ihr die Unschuld genommen hatte.

Ich frage mich, ob sie wissen, wo ich bin. Haben sie eine Ahnung, was mit mir passiert ist?

„Lucas, bitte versuch es. Für mich. Öffne die Augen und sieh mich an.“

Wie ein Hoffnungsschimmer im Dunkeln dringt ihr Flehen zu dem Teil von mir durch, der ihr nie etwas abschlagen konnte. Nach allem, was ich getan habe, nach allem, was ich ruiniert habe, bin ich ihr das nicht zumindest schuldig? Auch wenn es höllisch wehtut. Auch wenn es mich umbringt.

Ich mobilisiere meine letzten Reserven und kämpfe um die Kontrolle über meinen Körper. Mein Hals ist vor Dehydrierung zu trocken und wund zum Sprechen, also mache ich einen letzten verzweifelten Versuch, zumindest ihren Wunsch zu erfüllen und ihr meine Augen zu schenken. Was ich durch die Ritzen meiner geschwollenen Lider sehe, raubt mir fast den Atem. Eine einzelne Träne entweicht meinem Augenwinkel, als ihr engelhaftes Gesicht aus der Dunkelheit auftaucht und scharf vor mir erscheint.

Gott, was habe ich getan? Warum zur Hölle ist sie hier? Sie gehört nicht an diesen Ort.

„Es tut m-mir leid“, flüstere ich, obwohl jede Anstrengung Schmerzen durch meine gebrochenen Rippen jagt. Als sie sich vorbeugt, um meine Stirn zu küssen, schließe ich die Augen und hoffe, so viel von ihrer Wärme wie möglich aufzusaugen.

„Alles ist gut. Wir schaffen das. Ich brauche nur, dass du durchhältst, weil ich dich nicht verlieren kann. Nicht nach allem, was passiert ist. Jetzt öffne noch einmal die Augen, Lucas. Bitte“, schluchzt sie, „wag es ja nicht, jetzt aufzugeben.“

Ich nehme all meine restliche Kraft zusammen und tue, worum sie mich bittet. Die tiefe Angst, die von ihr ausgeht, zerreißt mir das Herz und fügt meiner Seele eine weitere Wunde der Reue zu. Ich habe ihr das angetan, weshalb ich zu dem Schluss komme, dass mir keine andere Wahl bleibt, als ihr auch das zu geben. Ich muss kämpfen. Irgendwie muss ich den Willen finden, zu überleben. Meinen versagenden Körper über die Grenze hinaus zu pushen, allein schon deshalb, weil ich den Gedanken nicht ertragen kann, sie allein in dieser Hölle zurückzulassen.

„Ich b-bin hier, Schatz“, krächze ich schmerzerfüllt und versuche sie zu beruhigen. „Ich gehe nirgendwohin.“ Die Anstrengung zu sprechen wird zum Glück belohnt, als sie mir unter Tränen ein trauriges Lächeln schenkt.

Sie nimmt meine Hand und sagt: „Genau so ist es, halt dich einfach an mir fest. Zusammen, das weiß ich, werden wir das durchstehen.“

Erschöpft und getröstet durch ihren Glauben schließe ich die Augen und falle zurück in die dunklen Winkel meines Geistes. Der betäubende Nebel, der mich umgibt, fühlt sich wie die schlimmste Krankheit an, die ich je hatte. Ich merke, dass mein Körper an seinem Limit ist. Die inneren Verletzungen und die anhaltende Infektion der unbehandelten Wunden haben mich so sehr ausgelaugt, dass es sich anfühlt, als würde ich langsam verrotten.

Dennoch versuche ich alles, um mich an ihre Stimme zu klammern, die sich irgendwie mit meiner Lebenskraft verbunden hat. Eine Lebenskraft, die mit jedem Atemzug, um den ich kämpfen muss, schwächer wird, und zum ersten Mal habe ich Angst. Als mein Körper von Beben geschüttelt wird, überkommt mich die niederschmetternde Erkenntnis, dass das Überleben für uns beide vielleicht nicht vorgesehen ist.

Wie meine Suche nach Erlösung ist auch die Hoffnung auf eine zweite Chance nichts weiter als ein törichter Traum.

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Anmerkung der Autorin:

Oh mein Gott, das war wirklich schwer zu schreiben! Diese Szene kam mir in einem Traum und spielte sich immer und immer wieder in meinem Kopf ab, bis ich mich endlich hinsetzte, um sie aufzuschreiben. Was Lucas erlebt, ist traumatisch und schrecklich, und obwohl ich es war, die es geschrieben hat, hasse ich es, dass er das durchmachen musste.

Ich weiß, vieles bleibt unerklärt, aber ihr habt mein Wort: Bis zur Mitte der Geschichte werdet ihr alle Antworten haben.

Was denkt ihr darüber? Ich kann es kaum erwarten, all eure Kommentare zu lesen!

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