Prolog
Zitronen
Es gibt da so ein Sprichwort, wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann frag nach Tequila und Salz, aber was, wenn du oben auf einer Klippe sitzt und die Zitronen, oben an einem Baum hängen. Ich sitze oben am Rande der Klippe, meine Beine baumeln über den Rand, unter mir nichts als Wasser, das Meer. Wenn man es so sieht, scheint es friedlich, aber wenn man genauer hinsieht oder auch nur mal für ein paar Minuten zuhört, dann würde man sehen, dass es das Gegenteil von ruhig ist. Es ist aufgewühlt und wild, doch so unendlich. Ich werde gerufen, Zeit für mich gute Miene zum bösen Spiel. Ich schnappe mir eine Zitrone und laufe zurück. Ich werde angeschrien, wo ich so lange gewesen war, ich nicke, entschuldige mich. Ich schneide mir in den Finger, scheiße. Ich halte meinen Finger unter laufendes Wasser und schaue dabei zu wie das Blut sich langsam verdünnt und im Abfluss verschwindet, so frei. Noch ein Jahr, dann habe ich es geschafft, endlich.
Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann frag nach Tequila und Salz! Ich sitze an der Klippe und betrachte das Meer, so unendlich frei, so frei. Heute gehe ich nicht, wenn man mich ruft. Heute bin ich frei.








