Eine Zufallsgeschichte

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Zusammenfassung

Dieses Buch handelt von der wunderschönen Hansestadt Lübeck und einem jungen Hamburger, der sich hoffnungsvoll verliebt. Nicht nur in diese einzigartige Stadt, sondern in ein Mädchen, welches er dort kennengelernt hat. Es sieht zunächst so aus, als hätte er die Liebe seines Lebens gefunden, sich in der Stadt gut eingelebt und sei im Leben angekommen. Aber dies sollte sich später als unwahr herausstellen. Wichtig für die Leserschaft zu erwähnen ist folgendes. Es handelt sich nicht um eine reine Liebesgeschichte, sondern (wie der Name des Buches schon sagt) um eine Zufallsgeschichte. Genauer gesagt um eine Kette von Zufällen, welche alle zusammen passieren mussten, damit diese Geschichte so passieren konnte, wie sie passiert ist. Denn sie ist genauso passiert wie in diesem Buch beschrieben. Außerdem ist dieses Buch für alle interessant, die die Hansestadt Lübeck genauso lieben lernen durften, wie der Autor. Sei es dadurch, dass sie in dieser Stadt geboren worden sind, dadurch, dass sie eine Zeit lang in Lübeck gelebt haben oder auch nur weil sie gerne einmal im Jahr in Lübeck zum Weihnachtsmarkt oder an den Strand fahren. Wer Lübeck mag, der mag auch diese Zufallsgeschichte.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1: Die Umgewöhnung

Es war einer dieser Tage. Ein typischer Tag zum Nichtstun. Ich bin Sascha. In Hamburg geboren, 22. Jahre alt. Ich habe vor einiger Zeit Hamburg verlassen. Nicht, weil ich Hamburg nicht mag oder es da nicht schön ist. Es ist wunderschön. Unvergleichlich mit keiner anderen Stadt. Aber es war eine Mischung aus Liebe und Karrierestreben, was mich nach Lübeck geführt hat.

Ich zog im Jahr 2015 nach Lübeck. Genauer gesagt war es der Sommer 2015, einige Tage vor meinem Geburtstag. Es war ein stressiger, aber auch schöner Tag. Ich hatte meine Freiheit erlangt und zog mit meiner damaligen Freundin zusammen. In eine Eigentumswohnung ganz in der Nähe zur Universität und zum Krankenhaus. Beides war für mich sehr wichtig, denn ich wollte hier Medizin studieren. Allerdings hatte ich in meinem Abi aller Voraussicht nach nicht 1,0 als Schnitt, was mich fast automatisch auf die Warteliste setzte. Wichtig war es für meine damalige Freundin aus ähnlichen Gründen, da sie keinen Architekturstudienplatz an der HafenCity Universität in Hamburg bekommen hatte und ebenso aus notentechnischen Gründen nach Lübeck musste. Allerdings standen die Chancen für mich in Lübeck ebenfalls besser an einen Medizinstudienplatz zu kommen als in Hamburg. Also zogen wir nach Lübeck. In den 6. Stock der Nibelungenstraße, ganz in der Nähe des Waldes und zur Wakenitz. Dem Amazonas des Nordens, wie er auch gerne genannt wird. Es war ein wunderschöner Sommer im Jahr 2015, den ich halb in Hamburg und halb in Lübeck verbrachte. So oft ich konnte, verbrachte ich Zeit mit meinen Freunden aus Hamburg, da ich wusste, dass ich sie bald wohl nicht mehr oft sehen werde. Ich feierte Feste und saß in entspannten Runden mit meinen Besten zusammen, betrank mich, rauchte viel Gras und feierte meine ersten Male auf Ecstasy. Meistens im legendären Baalsaal, im Docks oder anderen Technoclubs.

Ich nahm Pilze am Elbstrand, betrank mich in der Schule, machte eine Nacht in der Schule durch, in der wir stolz unsere Abi-T-Shirts trugen und genoss die Mottowoche, nachdem die Abiturvorbereitungen fertig waren. Trotz all dieses Stresses schaffte ich es, mit einem Freund zusammen an die Ostsee in die Nähe zu Lübeck zu fahren. Meine Freundin, die danach noch in einer Studentenwohnung wohnte, kam uns mit ihren Freundinnen besuchen. Wir verbrachten eine Woche an der Ostsee, betranken uns jeden Tag, lernten für die Abiturprüfungen und genossen die Zeit. Die folgenden Prüfungen nach unserem Urlaub bestanden wir mit Links und umso ausgiebiger wurde anschließend gefeiert. Viele Freunde machten zur gleichen Zeit Abi und so stand in der freien Zeit einiges an. Ich feierte im großen Stil meinen zwanzigsten Geburtstag und bestand auch noch in dieser Zeit meinen langersehnten Führerschein, den ich parallel zum Abi absolviert habe. Bei REWE an der Fleischtheke half ich ebenfalls während dieser Zeit aus. Ich war hierdurch schon ein richtiger Gourmet geworden. Außerdem fuhr ich viel mit dem Bus. 20 Minuten zu REWE, meiner Arbeit. 40 Minuten zu meiner Freundin, die am anderen Ende der Stadt wohnte, und nach Kiwittsmoor, wo ich fast jeden Abend unter der Woche meine Kollegen aus Langenhorn traf, smokte und den Tag Revue passieren ließ. Anschließend, nachdem ich die schriftlichen Abiturprüfungen und meinen Führerschein absolviert hatte, wollte ich mich für das Medizinstudium bewerben. Vor allem in Lübeck und in Hamburg. Beides habe ich getan. Leider erfolglos. Also bewarb ich mich auch als Krankenpfleger in Hamburg und Lübeck. Überall wurde ich angenommen. Und so zog es mich nach Lübeck. Alles, was ich mir dafür vorgenommen hatte, war passiert und so konnte es losgehen.

Die Wohnung war schnell gefunden. Der Vater meiner ehemaligen Freundin hatte sie als Geldanlage gekauft. Was mich ein wenig gestresst hatte, war die mündliche Abiturprüfung. Diese stand in Biologie noch bevor. Doch der Lehrer und die andere Prüferin waren sehr nett und ich kannte mich mit dem Stoff gut aus. Das war der letzte Lehrveranstaltungstermin meiner Schullaufbahn. Und ich fuhr zu diesem Termin mit dem Auto meiner Freundin und meinem frisch erhaltenen Führerschein. Mit gestärktem Selbstwertgefühl ging ich in die Prüfungssituation und legte eine sehr gute mündliche Prüfung ab. Das war aber auch erwartbar, denn ich hatte in Lübeck viel gelernt und meine Freundin hatte mir Bücher aus der Bibliothek der Universität Lübeck besorgt. Ich war ungeheuer stolz und meine Eltern auch. Tagelang hing ein Banner mit der Aufschrift Sascha Abi 2015 aus dem Fenster meiner Jugend und es war kaum zu übersehen. Das war mir schon fast ein bisschen peinlich, aber irgendwie auch verständlich, denn es war weiß Gott nicht immer sicher gewesen, dass ich das Abitur machen werde. Nachdem ich mich für ein Krankenhaus in Lübeck als Ausbildungsplatz entschieden hatte, musste ich entscheiden, was ich in den Monaten bis zum Beginn der Ausbildung machen sollte. Also versuchte ich mich bei REWE in Lübeck zu bewerben, da ich den Job an der Fleischtheke prinzipiell sehr mochte. Man konnte während der Schicht so viel Essen wie man wollte, die Arbeit kannte ich schon, also musste ich nicht viel Neues lernen und direkt neben unserer ersten Wohnung (ca. 700 Meter entfernt) war ein nigelnagelneuer REWE, bei dem ich direkt gefragt habe. Im Hinterkopf dachte ich mir, dass ich dann dort von Juli bis 1. Oktober arbeiten werde, um dann zu Beginn der Ausbildung zu kündigen. Meine Chefin, Frau Amling, war sehr nett und was die Arbeitszeiten anging, zuvorkommend. Da ich sehr viel Freizeit hatte und nur meine Freundin und ihre 2, 3 Freundinnen kannte, entschied ich mich dazu, auf Teilzeitbasis zu arbeiten. Zwei Tage, manchmal drei Tage die Woche. Dafür bekam ich ca. 700 € im Monat, was mir vollkommen ausreichte. Ich genoss mein einfaches Leben mit meiner Freundin, arbeitete ein wenig, unternahm etwas mit ihr und ihren Freundinnen und fuhr oft nach Hamburg. Auch mal ein, zwei Tage lang, um meine alten Freunde wiederzusehen und um zu feiern und aufregende Abi-Abschiedspartys mitzunehmen. Einmal ging ich mit meiner Freundin angeln und erkundete die Weiten der Wakenitz. Und sah aus der völligen Dunkelheit ein dekorativ beleuchtetes Schiff in einem kleinen Arm der Wakenitz auftauchen, was einem göttlichen Moment in vielem nahestand. Es waren heilige, transzendente Augenblicke, genauso wie der gemeinsame Besuch in der Müggenbusch Sauna. Es handelt sich hierbei um eine Sauna, die mitten im Wald an Lübecks Grenze liegt. Sie ist über eine kleine, vernachlässigte Straße zu erreichen. Am Ende der Straße taucht das Restaurant und Waldhotel Müggenbusch auf und neben dem Gasthaus lag die Sauna. In Winter war es eine richtige Oase.

Auch in Lübeck ging ich mit meinen Hamburger Freunden feiern. Allerdings besuchten sie mich dort bis zu meiner Ausbildung nur sporadisch, da ich fast immer zum Feiern nach Hamburg kam. So verging der Sommer wie im Flug. Ein einzigartiger Sommer der Freiheit. Bis der Oktober kam und die Ausbildung begann.