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Inside Mirrors

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Zusammenfassung

Jolyn führt ein normales Leben. Gemeinsam mit ihren besten Freunden haben sie das Seaside Café erschaffen, ein sehr beliebtes. Nach seltsamen Ereignissen die sich sich sehr schnell gehäuft haben, wacht sie in einer ihr fremden Gegend auf. Eine neue Welt. Statt sich dort einzuleben, zurechtzufinden und dem Stoff der Akademie zu folgen verwandelt sich ihr Leben dort in ein Kampf um Leben und Tod. Und es kommen Geheimnisse ans Licht, die besser im Verborgenen geblieben wären.

Status:
vor 2 Jahren
Kapitel:
8
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

~1~



„Hast du dich gut erholt?“ Ryan lehnte an der Straßenlaterne und schaute mich lächelnd an. „Man. Du hast echt gefehlt! Hast du eine Ahnung, wie unglaublich anstrengend die Furie war? Tu dies, tu das, hast du das schon erledigt... blablabla. Damit vergisst die wohl, das sie nur angestellt ist.“

„Ich weiß ja auch nicht, woher meine plötzlichen Migräne Anfälle kommen. Ich hatte nie Probleme mit Kopfschmerzen“, murmelte ich und gab ihm ein High Five. Ich hasste Umarmungen, selbst von meinen besten Freunden.

„Los spring rein.“ Er winkte meine vorherige Aussage einfach ab und hielt mir direkt seine Autotür auf. Wieder einmal hat er direkt auf dem Fußweg gehalten und kassierte daher einige genervte und saure Blicke der Touristen und Passanten, die diesen Fußweg entlangeilen.

„Also bei deinen Parkkünsten warte ich echt auf den Moment wo du einen Menschen ummähst“, sagte ich, während ich einstieg.

Wir fuhren knappe zwanzig Minuten bis zu unserem kleinen Parkcafé unseres besten Freundes Liam. Quasi sind wir ein Freundschaftsbetrieb bist auf zwei Ausnahmen. Molly und die Furie.

Heute waren wir zum Glück unter uns. Ich habe mit Ryan die Nachmittagsschicht und wir lösten unsere beiden Kolleginnen ab.

Als ich die Cafétür öffnete, stieß die Furie erleichtert die Luft aus, wahrscheinlich um ihre Erschöpfung zu demonstrieren. Dann wandelte sich ihr Gesicht und sie lächelte. „Oh! Hallo! Was kann ich Ihnen bringen?“

Ich runzelte meine Stirn und sah erst sie und dann Ryan an. Er beugte sich zu mir: „Vermutlich hat sie vergessen ihre Pillen zu nehmen.“

„Oder... Warten Sie! Sagen Sie nichts! Hat der liebe Mister White sich endlich dazu überrungen neue Leute einzustellen?“

Gerade wollte ich zu einer Antwort ansetzen, da kam mir Ryan zuvor. „Ja. Ja, Sie haben Recht. Sie können Feierabend machen. Ich werde sie, Jolyn, einarbeiten.“

Die Furie marschierte zur Tür und stieß diese auf. „Das wurde ja auch mal Zeit“, zischte sie im Hinausgehen.

Ich wandte mich kopfschüttelnd ab und stellte mich hinter die Theke. Warum die Furie mich nicht erkannt hatte oder so tat, war mir ein Rätsel. Aber ich wollte nicht weiter daran meine Gedanken verschwenden. Ryan stellte sich neben mich und erledigte das Geschirr, während ich abtrocknete. Bei uns war es immer eine Hand in Hand Arbeit.

Den gesamten Tag über wurde ich von den Kunden freundlich empfangen und unsere Stammkunden ließen sich auf einen Small Talk mit mir ein. Sie erkundigten sich nach meinem Wohlbefinden.

Nur kurz vor Feierabend erschien eine Kundin, etwas älter mit bereits ergrauten Haaren. Sie richtete ihre Brille auf der Nase und beugte sich nach vorne, las die Tafel.

Ungeduldig stützte ich mich auf dem Thesen ab und tippte mit meinem Finger auf dem hölzernen Material. Sie rümpfte die Nase. Ich hatte fast das Gefühl, dass sie sich jetzt mit Absicht mehr Zeit ließ.

„Also... wir haben bereits geschlossen!“ Ich zuckte bei Liams strenger Stimme zusammen. „Entweder sie bestellen jetzt was oder Sie gehen. Aber ich werde nicht dabei zusehen, wie Sie meinen Mitarbeitern die Zeit stehlen!“

„Etwa denen?“ Sie deutete missbilligend auf Ryan und mich und am Liebsten würde ich ihr dafür eine reinhauen. Undankbare alte Frau, die sich für etwas Besseres hielten, nur weil sie ihr gesamtes Leben fast hinter sich hatten.

„Ja. Uns. Also? Ich hoffe doch Sie treffen die schlaue Entscheidung!“

„Haben die Kunden nicht immer recht?“, fragte sie skeptisch nach. Ryan grunzte auf und biss sich fest auf die Unterlippe.

„Aus dem Alter ist der Großteil der Menschheit raus. Wir arbeiten nach Arbeitsschutz und die Dummheit mancher Kunden trägt ganz bewusst nicht dazu dabei.“

„Und jetzt verlassen Sie meinen Laden, ansonsten werde ich Sie persönlich hinausbefördern!“ Liam verschränkte seine muskulösen Arme vor der Brust und musterte die Frau streng.

„Also das... das-“ Sie schimpfte und fluchte vor sich hin, während ich mir an meine pochende Stirn griff. Jedes Geräusch hörte sich zehnmal lauter an und fühlte sich wie mehrfache Messerstiche an. Ein schreckliches Pochen und Ziehen in meiner Stirn breitete sich aus. Torkelnd hielt ich mich am Tresen fest und schloss für eine Sekunde die Augen, aber der Wechsel zwischen Hell und Dunkel machte es nur noch schlimmer. „Schon wieder? Jolyn du solltest zum Arzt! Das ist bereits der vierte Vorfall der Woche und jeder ist immer schlimmer gewesen!“

Ich schluckte. Natürlich hatte Ryan recht, dass wusste ich selbst. Aber ich hasste Ärzte. Bei der Untersuchung würde ohnehin nichts rauskommen, ein Rezept plus eine Krankschreibung, das wärs. Und den Quatsch hatte ich bereits öfter.

„Wahrscheinlich hast du recht.“

„Natürlich habe ich recht“, verbesserte er mich zwinkernd. „Wir machen uns Sorgen... tus einfach, okay?“

„Ja“, log ich.



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