Delgotto
Wyatt tippte mit dem Stift auf seinen Schreibtisch. Er wusste, dass gleich das letzte Vorstellungsgespräch des Tages beginnen würde.
Holden und Colt waren genauso gelangweilt. Sie machten Armdrücken in der Ecke des Büros und schenkten ihrem älteren Drillingsbruder keine Beachtung.
Wyatt blieb wie immer der Profi. Er beobachtete den Kampf seiner jüngeren Brüder, bis ihnen der Schweiß auf der Stirn stand, bevor es an der Tür klopfte.
„Herein.“
Wyatt gab seinen Brüdern ein Zeichen, sich aufzurichten. Sie sollten sich zu ihm an den Schreibtisch gesellen, einer auf jeder Seite von ihm.
Sie waren groß, muskulös und gutaussehend. Zwar waren sie Drillinge, aber nicht identisch, und jeder hatte definitiv seine eigene Persönlichkeit.
Wyatt war der Anführer. Holden war das hitzköpfige, flirtwillige Mittelkind und Colt war das Nesthäkchen, das es immer allen recht machen wollte.
Wyatt hatte blaue Augen und pechschwarzes Haar. Holden hatte haselnussbraune Augen und braune Haare. Colt hatte dunkelblonde Locken – fast so dunkel wie die von Holden, aber nicht ganz – und große grüne Augen. Sie waren das Idealbild dessen, was andere als beeindruckendes Aussehen und durchtrainierte Körper bezeichneten.
„Miss Lucy Winters“, kündigte Edgar an. Dann kam die fröhliche, lächelnde, wunderschöne Blondine mit den tollen Kurven wie eine Abrissbirne durch die Tür gestürmt.
Alle drei Delgotto-Brüder hielten den Atem an.
Sie hatten ihre Gefährtin gefunden.
Ihr Lächeln erhellte den ganzen Raum.
Es war absolut berauschend, genau wie ihr Duft.
Bei jedem Atemzug, den sie tat, und jeder kleinen Bewegung über den Boden starrten die Drillinge sie voller Ehrfurcht an.
Sogar der kühle und besonnene Wyatt brauchte einen Moment, um aufzustehen. Er war so fasziniert.
„Miss Lucy Winters?“
Wyatt schob Holden praktisch aus dem Weg, um den ersten Schritt zu machen.
Er streckte die Hand aus und begrüßte die junge Frau, die vor Nervosität zitterte.
Als er ihre Hand berührte, wurde ihm etwas klar, das er kaum glauben konnte.
Ihre Gefährtin war nicht nur ein Mensch, sie war zum Teil ein Engel.
Über ihre Gedankenverbindung fingen die Drillinge sofort an, gleichzeitig zu reden.
Wyatt brachte sie zum Schweigen. Er bat Lucy mit einer Geste, sich in einem Sessel niederzulassen, damit sie es bequem hatte.
„Sie kann kein Engel sein! Wer sind ihre Eltern?“, fragte Colt.
„Wie kommen wir an einen Engel, wenn wir Dämonen sind?“ Holden schüttelte den Kopf. Er fragte sich immer noch, ob Lucy sie überhaupt akzeptieren würde.
„Sie ist läufig“, warnte Wyatt. „Seid nett zu ihr.“
„Miss Winters“, Wyatt lächelte, während er ihr den Lebenslauf abnahm. „Es freut mich sehr, Sie kennenzulernen. Wow... ziemlich beeindruckend.“
„Das haben Sie aber schnell gelesen!“, kicherte Lucy, während ihr Bein anfing zu wippen. „Es ist mir ein Vergnügen, Sie alle kennenzulernen. Vielen Dank für die Chance zu diesem Gespräch.“
„Sie hatten exzellente Noten im Studium und Praktika bei PR-Agenturen... Sehr schön... Nun möchten Sie also als Rechtsanwaltsfachangestellte bei Delgotto Enterprises arbeiten?“
Lucy nickte. „Ja, sehr gerne. Ich hatte Strafrecht im Nebenfach.“
Holden trat näher und schnupperte an der Luft um Lucy herum.
„Du riechst unglaublich...“, sagte er, ohne nachzudenken. Seine Brüder antworteten mit einem tiefen Knurren.
Lucy wurde rot. „Oh, danke. Das ist Kirschblüte.“
Wyatt sprach über die Gedankenverbindung zu seinen Brüdern: „Sie ist noch Jungfrau.“
„Kirschen...“
Colt kicherte leise. Er stellte sich bereits alles vor, was er mit seiner Gefährtin anstellen würde.
„Nun, ich denke, wir lassen Sie sofort anfangen!“ Wyatt nickte, während Lucy sichtlich geschockt war.
„Ich habe den Job?“
„Ja, den haben Sie...“, Wyatt lächelte. „Und ich bin sicher, Sie werden in allem, was Sie tun, wundervoll sein...“
„Das ist so aufregend! Werde ich mit Ihnen allen dreien arbeiten oder nur mit einem? Ich liebe es, eine persönliche Assistentin zu sein. Es macht mir so viel Freude, zu helfen!“
Lucy folgte Wyatt mit ihren großen blauen Augen und einem breiten Lächeln. Sie nahm seine Hand und ließ sich von ihm auf den Flur führen.
„Und Ihr Haus ist einfach herrlich!“
„Es ist jetzt dein Zuhause, Lucy. Alle unsere wichtigsten Mitarbeiter leben hier“, erklärte Holden ihr. „Wir lassen deine Sachen herholen... wenn das für dich in Ordnung ist?“
Lucy zögerte. „Aber warum?“
Colt trat an ihre Seite und hakte sich bei ihr unter. „Man weiß nie, wann wir deine Hilfe brauchen.“
„Oh, das ist so lieb von Ihnen! Ich wurde neulich aus meiner Wohnung geworfen... meine Mutter... sie... nun ja, ich möchte keinen falschen Eindruck erwecken...“
Wyatt nickte. „Du kannst alles mit uns teilen, Lucy. Du hast dich intensiv über unsere Kanzlei und Werbeagentur informiert. Sicher hast du auch Fragen an uns?“
Lucy errötete. „Nun, ich habe mich immer gefragt, wie es hier hinter den Hecken und am Ende der Auffahrt aussieht. Es ist so wunderschön hier draußen, weg von der Stadt. Meine Mutter ist vor kurzem verstorben. Als ich anfing, meine Kredite zurückzuzahlen, konnte ich die Wohnung nicht mehr halten.“
Holden seufzte. „Unser herzliches Beileid, Lucy. Auch wir haben unsere Eltern verloren. Dein Vater? Ist er noch da?“
„Nein, er ist leider auch verstorben...“
Wyatt sah seine Brüder an.
Welches Elternteil wohl der Engel gewesen war?
Der Reihe nach hakte sich jeder der Drillinge bei seiner unschuldigen kleinen Gefährtin, ihrer Königin, unter.
„Oh, Sie haben so viele Bibliotheken! Es tut mir leid, wenn Sie mich tagsüber oder mitten in der Nacht in einer davon finden... Ich liebe es, mich mit einem guten Buch einzukuscheln.“
Sie war nicht nur freundlich und dankbar. Sie schätzte auch Dinge, die andere für belanglos hielten.
„Hast du Geschwister?“, fragte Colt neugierig.
Er las gerade Bücher über andere Götter und Göttinnen der Welt – nicht ihrer Welt. Er wollte alles über den Menschen vor ihm wissen. Wie würde es sich wohl anfühlen, mit ihr zusammen zu sein und nicht nur mit Aphrodite herumzuspielen?
Lucy blickte traurig drein. „Nein, ich bin ein Einzelkind. Es war ein wenig einsam beim Aufwachsen. Meine Mutter hat mich sehr abgeschirmt, nachdem mein Vater gestorben war. Ich schätze, ich habe mich in meinen Büchern verloren. Ich hatte nie wirklich Zeit für einen Freund.“
„Oder drei...“, kicherte Colt, was ihm einen drohenden Blick von Wyatt einbrachte.
„Eines Tages würde ich gerne heiraten und viele Kinder haben. Das würde mich so glücklich machen“, sagte Lucy. „Ich weiß, das klingt nicht gerade nach Unabhängigkeit. Aber ich habe mich schon immer danach gesehnt, Ehefrau und Mutter zu sein, trotz einer Karriere... Ist das falsch?“
Wyatt schüttelte lächelnd den Kopf.
„Ganz und gar nicht, Lucy... Ich bin sicher, dein Gefährte wird dir jeden deiner Wünsche erfüllen.“









Lmfao 🤣😂🤣
Wow! Wyatt, Holden and Colt already have me laughing with their brotherly antics.. Triplets and all mates of Lucy who has no idea of what they are, I don't know if she knows she's half human half angel. It's going to be interesting going forward. @Jeordiedravenx80 I'm so ready to jump into another of your stories 😊🧛♂️👼🙃🤭✍️🏼📖⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️😉🤔🫣🤷👍🏼👏🏼💘🎣😍🇦🇺
Oh, if she only knew of what's to come. I'm hooked already. 😊♥️😊
ohh 3 of them, This should be good 🙏