GEFÄHRLICHES VERSPRECHEN

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Zusammenfassung

Als Mafiaboss Alessio erfährt, dass er aus einem One-Night-Stand einen Erben hat, setzt er alles daran, seinen Sohn zu schützen und die junge Mutter des Kindes gefügig zu machen. Maeve, die zwischen den verfeindeten Mafiafamilien feststeckt, schwebt in Lebensgefahr – sie ist die Tochter eines Syndikats-Verräters, der für seine Spionage hingerichtet wurde. Obwohl Alessio Maeve zu seiner Frau macht, ist von Liebe keine Spur. Die beiden streiten, kämpfen und lieben sich so leidenschaftlich, dass niemand ahnt, dass ihr gesamtes Arrangement nur eine Farce ist – bis … Etwas geschieht, das Alessio und Maeve zusammenschweißt, um gegen die dunklen Mächte zu kämpfen, die ihr Leben für immer verändert haben. DIES IST EINE SLOW BURN ROMANCE

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
59
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Altersfreigabe
18+

Mein

Florenz, Italien

„Bist du dir sicher, dass er von mir ist?“

Rod blickte vom Balkon hinunter auf die Menge. Er beobachtete die blonde Sexbombe, die einer anderen Frau gegenüber saß. Sie hielt einen kleinen Jungen mit dunklen Haaren im Arm. Er hatte die gleiche olivfarbene Haut wie Alessio.

„Ihr Vater war ein Waffenhändler. Als er die Truppe verpfiffen hat, sind wir all seinen Verbindungen nachgegangen, auch seiner Tochter. Er gehört dir. Wir haben einen DNA-Test gemacht.“

„Glaubst du, sie weiß es?“

Rod zuckte mit den Schultern. „Sie scheint nicht mit jedem in die Kiste zu springen. Nach dem, was wir gehört haben, hatte sie seit Jahren keinen festen Freund mehr.“

Alessio atmete tief ein. Die Frau wiegte ihren Sohn eng an sich, während das kleine Kind weinte.

„Wie alt ist sie?“

„21.“

Alessio riss den Kopf herum und sah seinen besten Freund und Bodyguard an.

Rod nickte. „Ja, sie war erst 18.“

Damit war er zehn Jahre älter als die junge Frau. In Alessio brodelte es.

Warum hat sie gelogen? Wie war ihr echter Name? Warum zog sie ihn an wie das Licht die Motte?

Sie gab der Frau in ihrer Begleitung eine flüchtige Umarmung. Dann winkte sie zum Abschied.

„Hol den Wagen.“



„Alles ist gut, Schatz“, beruhigte sie ihr Kleinkind. „Wir müssen nur noch einen Verkauf erledigen.“

Alessio beobachtete sie aus der Ferne. Sie trug etwas aus ihrem Auto, das wie Leinwände aussah.

„Details?“, sprach er in sein Telefon. Rod ging derweil näher an die Frau und das Kind heran.

„Gemälde.“

„Geklaut?“

„Nein, ich erkenne sie nicht wieder.“

Eine ältere Dame tauchte auf. Sie schien sich über die Lieferung zu freuen. Sie bewunderte das Werk und übergab Maeve etwas Bargeld. Maeve sah erleichtert aus.

„Grazie... grazie...“

„Komm schon, Xavi“, sagte sie zu dem Kleinkind. „Zeit, dich nach Hause zu bringen.“

Sie spürte, dass ihr jemand folgte. Ihr Vater hatte ihr beigebracht, wie man alleine überlebt. Sie wusste immer, wo er war, aber er kannte sie nicht.

Irgendwie hatte sie ihn aus den Augen verloren, als die Kriege begannen. Sizilien und die New Yorker Mafia griffen sich gegenseitig an, um Profit und Kunden zu gewinnen.

Irgendwie wusste sie, dass er dahinterkommen würde. Aber sie würde Alessio Moroni töten, bevor er ihren Sohn jemals anfassen konnte.

„Sie ist schlau. Sie weiß, dass ich hinter ihr her bin.“

„Wahrscheinlich schon. Mir ist nicht bekannt, dass sie in den letzten drei Jahren jemals deinen Namen erwähnt hat.“

„Das würde sie auch nicht tun, Rod. Es gibt keine Verbindung von mir zu ihr, wenn sie als Hure gearbeitet hat.“

Rod zuckte zusammen. Seine Schwester war von einem Freier ermordet worden, als sie auf der Straße arbeitete.

Alessio Moroni entschuldigte sich jedoch nicht. Er war nicht der Typ dafür.

„Was macht sie gerade?“

„Sie hat sich mit ihrem Sohn in einem Hostel verkrochen.“

„Wie heißt er?“

„Octavius oder so ähnlich.“

„Sie hat sich an meine Worte erinnert.“

„Welche wären?“

„Dass ich meinen ersten Sohn oder meine erste Tochter Octavius oder Octavia nennen würde.“

„Warum sollte sie das tun?“

„Ich weiß es nicht. Ich kenne dieses Mädchen kaum. Ich weiß nur, dass sie die Mutter meines Kindes ist. Sie muss so schnell wie möglich beschützt werden und in meine Obhut kommen.“

Maeve eilte mit ihrem Sohn in das Hostel. Sie winkte dem Portier zu und stieg die Treppenstufen gleich im Doppelpack hoch, um zu ihrem Zimmer zu gelangen.

„Oh, mein armer Junge...“, schluchzte Maeve. „Ich bringe uns hier raus. Er ist hier... ich weiß es.“

Alessios Männer umstellten das Gebäude. Sie durften sich jedoch noch nicht zeigen.

Das war nicht immer so gewesen.

Einst besaßen sie Teile von Italien, sogar Florenz gehörte ihnen mal.

Jetzt bekriegten sich alle Verbrechersyndikate aus New York und Italien um Reviere und Kunden. Seit zwei Jahren war es ein wahres Blutbad.

„Ich will nicht, dass meinem Erben oder seiner Mutter etwas passiert“, sagte Alessio zu seinen Männern und Rod. Er stieg aus der schwarzen Limousine und zog sich eine Skimaske über das Gesicht.

„Verstanden, Boss...“, hörte er die Stimmen im Chor über seinen Funkknopf.

Schüsse fielen, als der Besitzer des Hostels seine eigene Waffe zückte.

Alessio hasste unschuldige Opfer noch immer. Aber das war sein Leben. Er musste es so führen oder er würde sterben.

„Jedes Zimmer durchsuchen“, befahl Alessio. „Wer Widerstand leistet oder angreift, wird erschossen. Aber rührt meinen Sohn und seine Mutter nicht an!“

Er bellte Befehle auf Italienisch und einige auf Englisch.

Er hörte Schreie und das Eintreten schwerer Türen. Danach fielen keine Schüsse mehr.

Dann... hörte er sie:

„Oh Gott! Bitte nehmen Sie mir meinen Sohn nicht weg! Bitte?! Ich flehe Sie an!! Ich flehe Sie an!! Er ist alles, was ich habe!“

Alessio hielt seine Waffe fest umschlossen. Er trat in den Türrahmen des Zimmers, in dem Maeve und ihr Kind Schutz vor dem Überfall suchten.

„Vanozza?“

Sie hörte seine Stimme. Er rief nach dem falschen Namen, den sie ihm vor fast vier Jahren gegeben hatte. Es war die Stimme, die ihren Namen gerufen hatte, als sie die Nacht zusammen verbrachten.

„Oder ist es... Maeve Moxley?“

„Alessio Moroni...“, sie zitterte. „Ich werde es niemandem verraten. Bitte nimm mir meinen Sohn nicht weg.“

„Unser... Sohn... Stellina...“

Alessio nickte einem anderen seiner Männer zu. Dieser versuchte, Xavier aus den Armen seiner Mutter zu ziehen.

„Nein!!! Nein!!“

Sie wehrte sich heftig und sie kämpfte dreckig.

Alessio lächelte, als sie in Carlos Finger biss. Doch er packte das Handgelenk seines Killers, als dieser zurückwich und gerade zuschlagen wollte.

„Bitte lass uns einfach in Ruhe!“, flehte Maeve.

Alessio atmete tief ein und hob eine Hand.

„Er ist mein Erbe, Miss Moxley. Aber er ist nicht der Einzige, der mit mir kommt.“

Er drehte sich zu Rod um. „Du weißt, was zu tun ist.“

„Er ist wunderschön, Alessio“, gurrte Nonna Carmine, während sie ihren Urenkel hielt. „Er sieht genau aus wie ein Moroni.“

Alessio saß in seinem Ledersessel gegenüber dem Spielzimmer. Carmine hatte es damals für seinen Vater renoviert, als der ältere Moroni noch ein Kind war.

„Ja, er ist... ein Moroni.“ Alessio hielt das Whiskeyglas fest an seine Brust und seufzte. „Mein Erbe.“

Carmine lächelte.

„Sie ist ein junges Ding, Alessio. Ich verstehe, warum sie ihn vor dir versteckt hat. Aber jetzt hast du ja beide, also sei froh.“

„Ich habe sie nicht. Ich habe ihn.“

Carmine blickte ihren Enkel streng an. „Du tust das Richtige, Alessio! Du weißt, dass diese Frau seine Mutter ist. Du wirst dafür sorgen, dass ihr kein Haar gekrümmt wird.“

„Ich liebe sie nicht.“

„Mit Liebe hat das nichts zu tun!“, sagte Carmine und schüttelte wild den Kopf bei dem Gedanken. „Dein Großvater und ich wurden verheiratet. Wir haben uns erst später ineinander verliebt.“

„Aber habt ihr das wirklich?“

Carmine zog die Stirn kraus und wiegte ihren Urenkel auf dem Knie.

„Natürlich haben wir das, Alessio. Es hat seine Zeit gedauert, ja. Aber er... er war mein Fels in der Brandung und ich vermisse ihn jeden Tag.“

Alessio kam sich wie ein Mistkerl vor, weil er überhaupt gefragt hatte. Seine Großeltern hatten zwar eine arrangierte Ehe, aber sie waren so gut zueinander. Sie waren liebevoll und herzlich.

Alessio scherzte darüber, wie liebevoll sie gewesen waren.

„Zehn Kinder... das müssen ja wundervolle Nächte gewesen sein, Nonna.“

„Wenn der Kleine hier nicht in Hörweite wäre, würde ich dir was husten!“

Alessio warf einen letzten Blick auf seinen Sohn und verließ den Raum. Er ging zum Aufzug und fuhr in den dritten Stock seiner Villa, wo er Maeve festhielt.

„Ist sie schon wach?“

Rod schüttelte den Kopf. „Joelle ist gerade drin und checkt ihre Werte.“

Alessio trat ein. Er sah seine persönliche Krankenschwester, die über der schlafenden Maeve stand.

„Alles in Ordnung?“

„Ja, Sir“, nickte Joelle. „Sie sollte in Kürze aufwachen.“

„Lass uns allein“, sagte Alessio und fuhr sich mit der Hand durch sein pechschwarzes Haar. Seine mokkafarbenen Augen fixierten Maeves friedliches Gesicht. Ihre goldenen Locken lagen locker da, wie ein Heiligenschein um ihren Kopf.

Sie regte sich. Ihr Stöhnen erinnerte ihn an jene Nacht... das erste und letzte Mal, dass sie sich gesehen hatten.

Ihre Augenlider flatterten langsam auf. Alessio sah die dunkelblauen Augen, an die er sich so gut erinnerte.

Der Blick, den sie ihm zuwarf, während sie auf seinem Cock ritt. Das Verlangen, das aus ihnen sprach, während er es ihr hart besorgte.

Er hatte keine Ahnung gehabt, mit wem er da schlief. Für ihn war sie nur eine weitere Hure gewesen... eine schöne, süße Dame der Nacht. Sie war schlau und lustig und hatte ihn nicht nur mit ihrem Körper, sondern auch mit ihrem Witz und Charme angemacht.

„Wach auf.“

Die Aufforderung klang viel zu schroff. Er wusste, dass er es mit einem kratzbürstigen Kätzchen zu tun hatte, als sie ihn böse ansah und ihm den Mittelfinger zeigte.

„Wo ist mein Sohn?!“

„In Sicherheit. Wo hast du gesteckt?“

„Deine Schläger wissen das sicher. Warum fragst du mich?“

„Weil ich es von dir persönlich hören will.“

„Du bist ein Monster.“

„So wie dein Vater?“

Schmerz trat in ihre Augen, bevor Maeve sich aufrechter hinsetzte. „Mein Vater war ein guter Mann.“

„Ach ja?“ Alessio atmete tief ein und lehnte sich gegen die Wand gegenüber von Maeve. „Inwiefern?“

„Er hat mich beschützt und du hast ihn umgebracht. Ich hasse euch alle.“

Alessio zuckte mit den Schultern. „Ich habe ihn nicht getötet, Schätzchen, aber ich hätte es getan. Er war eine Ratte, die es verdient hat.“

Maeve seufzte. „Natürlich siehst du das so. Du bist ein böser Mensch.“

„Dein Vater hat Menschen getötet, Maeve. Denk mal eine Weile darüber nach, während du mir erzählst, warum du mir mein Kind vorenthalten hast.“

Maeve schnaubte. „Lass mich meinen Sohn sehen. Bring ihn zu mir!“

Alessio nickte Rod zu, der gerade hereingekommen war. „Hol den Jungen.“

„Der Junge? Sein Name ist Xavier... Xavier Octavius.“

„Wie auch immer. Vielleicht ändere ich ihn jetzt, da er in meiner Obhut ist und ich die DNA habe, die meine Vaterschaft belegt. Was würdest du für ihn tun? Kann ich dich bezahlen?“

Maeve rollte mit den Augen. „Ich würde eher sterben, als dass ich zulasse, dass mir jemand mein Kind wegnimmt.“

„Das lässt sich einrichten.“

„Alessio!“ Carmine tauchte hinter ihrem Enkel auf, Xavier auf dem Arm. „Ich habe dich gewarnt.“

Maeve musterte ihr Gesicht. Sie spürte eine solche Erleichterung, als die Frau den Jungen auf den Boden setzte. Xavier rannte mit offenen Armen zu seiner Mutter.

„Was hast du mit uns vor? Sind wir in Gefahr? Ich tue alles, was du willst, um das hier zu überleben und mich um mein Baby zu kümmern...“

Alessio sah zu seiner Nonna, zu Rod und dann zurück zur Mutter seines Sohnes.

Er musste nun das Letzte tun, was er jemals in seinem Leben wollte.

„Du wirst meine Frau, Maeve. Du hast absolut kein Mitspracherecht. Es sei denn, du willst unseren Sohn nie wiedersehen.“

„Du bist ein elender Mistkerl“, sagte Maeve und hielt Xavier fest an sich. „Ich kann dieses Leben nicht ausstehen! Ich habe es nie gemocht! Lass mich gehen und du wirst nie wieder mit uns zu tun haben.“

Alessio gab seinen Männern ein Zeichen, den Raum zu verlassen. Er trat näher an das Bett heran. Zwischen den beiden Erwachsenen entstand ein Moment voller Spannung.

Xavier bekam von dem ganzen Drama nichts mit. Er war ein fröhlicher kleiner Junge. Er sah seine Mutter fast nie weinen. Maeve war für sie beide stark gewesen, weil sie ihr Kind über alles liebte. Genau wie Alessio würde auch Maeve für ihr Kind sterben.

„Du wirst das tun, was für unseren Sohn richtig ist, Maeve. Du kannst deine Männer haben, ich habe meine Frauen. Aber wir werden verbunden sein, damit dir und unserem Kind nichts passiert. Es wird Regeln für dich geben. Und seien wir ehrlich... du kannst jetzt sowieso nirgendwo mehr hin.“

Maeve schüttelte den Kopf. „Aber laut dir und deinen Schlägern bin ich doch die Ratte.“

„Dann weißt du ja, was das bedeutet. Ohne den Namen Moroni bist du nicht sicher.“

Maeve seufzte. „Nach dem, was ich gehört habe, bin ich so oder so nicht sicher. Wenn es um uns zwei geht, lauert die Gefahr an jeder Ecke.“

Alessio zuckte mit den Schultern. „Innerhalb dieser Mauern und unter meinem Schutz wirst du es sein. Niemand vergreift sich an dem, was rechtmäßig mir gehört.“

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