Die Elfe des Lykaner-Königs

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Zusammenfassung

Wenn ihr so niveaulos seid, dass ihr das Gefühl habt, meine Bücher stehlen zu müssen ... LASST ES! Ich kann Diebe nicht ausstehen! Hoch oben in den Aleuten in Alaska sitzt er auf einem Thron, der aus massivem Quarz gemeißelt wurde. Seine Untertanen knien alle vor ihm nieder. Sein Zorn strahlt durch die Höhle und jeder fürchtet, er könnte sie versengen. Seine Stimme hallt durch die Dunkelheit, als er ihnen verkündet, dass es für sie an der Zeit ist, aufzubrechen. Ihre Erastai zu finden. Zweitausend Männer brüllen ihre Dankbarkeit hinaus. Seit über dreihundert Jahren leben sie in Abgeschiedenheit. Sie haben sich neu formiert, erholt und Rache an den Werwölfen geübt, die Drachen darauf abgerichtet hatten, die Lykaner-Spezies auszurotten. Die Zeiten ändern sich, und als er aufstand, brüllte er: „Ich bin Lazarus Michanos! Die Göttin hat mich gefunden und mir versichert, dass unsere Gefährtinnen existieren. Wir müssen unsere Herzen und unseren Geist offen halten. Unsere Erastai können jeder Spezies angehören ... und sie müssen uns akzeptieren, ohne unsere wahre Gestalt zu kennen. Wir steigen als gewöhnliche Wölfe in den Augen der Welt vom Berg herab. Das Königreich wird wiedereröffnet, sobald unsere Königin gefunden ist!“

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
35
Rating
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 ~ In meinem Elend

Ich stürmte die Treppe hinunter, weil ich es eilig hatte, in meine Bäckerei zu kommen. Dabei stieß ich mir den Zeh und hüpfte in die Küche, wo ich direkt in Alex und Max hineinrannte. Alex schlang seine Arme um mich. „Hoppla! Langsam, kleine Pixie!“

Ich grinste ihn an und fragte mich zum millionsten Mal, warum eigentlich alle so unnötig groß sind. Max fragte: „Wo willst du denn so eilig hin, Andie?“ Gerade als ich antworten wollte, tönte die Stimme meiner Mutter aus dem Esszimmer.

„Andrea Brennan! Erklärst du mir bitte, warum die Haare deines Onkels Damon grün sind?“ Ich seufzte und trottete zum Tisch, inklusive schmerzendem Zeh.

Meine Eltern saßen am Kopfende. Mir fiel auf, dass mein Vater und meine Onkel alle die Köpfe gesenkt hielten. Außer Onkel Damon. Mist! Ich setzte mich und sagte: „Zu meiner Verteidigung ... er hat angefangen.“

Damon schrie: „Wie bitte habe ich angefangen? Du hast dich mit den Drillingen gestritten und Livvie per Levitation auf den Kaminsims verfrachtet.“

Ich jammerte: „Weil sie aus jedem meiner Schuhe die Schnürsenkel geklaut hat! Sie wollte daraus geflochtene Freundschaftsbänder machen. Anscheinend ist jeder dämliche Achtklässler ihr bester Freund. Und dann hat sie auch noch Oliver und Oleander mit reingezogen, damit sie ihr helfen.“

Er knurrte: „Aber du hattest es auf Olivia abgesehen. Warum? Du bist fast zwanzig! Sie sind dreizehn!“ Ich zuckte mit den Schultern. „Sie sind keine Babys mehr. Ihr alle behandelt sie aber so. Ich verstehe es ja. Wirklich! Ich bin die Einzige ohne Wolf. Die Einzige, die kein Hybrid ist. Ich bin einfach nur eine Pixie.“

Mein Vater hob mich auf seinen Schoß und drückte mich an sich. Seine Brust und seine Arme waren wie ein sicherer Hafen, in dem ich mich verstecken konnte. Baron knurrte leise in seiner Brust, um mich zu beruhigen. „Du bist nicht NUR eine Pixie, mein Engel. Du bist einzigartig. Du bist die einzige bekannte reinblütige Pixie, die es gibt. Das, mein liebes Mädchen, ist eine ganz besondere Ehre.“

Ich schnaubte und wimmerte: „Aber warum? Ich will auch einen Wolf. Ich will mit meiner Familie rennen. Jagen ... so wie ein Wolf es tut. Warum bin ich das schwarze Schaf?“

Mama sagte: „Weil du etwas Besonderes bist, Schatz. Die Göttin hat uns gesagt, dass etwas Wunderbares für dich bereitsteht. Sie hat dich nicht im Stich gelassen. Und wir lieben dich kein bisschen weniger als Alex oder die Drillinge. Aber warum ist Damons Haar jetzt grün?“

Ich setzte mich auf und lächelte. „Weil er gesagt hat, ich benehme mich wie eine Zweijährige. Was nicht stimmt. Aber ich dachte mir, wenn er mich so sieht, dann soll es eben so sein. Und es ist sowieso nur Lebensmittelfarbe in seinem Shampoo.“

Papa sagte mir, ich solle es in Ordnung bringen. Also winkte ich mit der Hand und zog die Farbe aus seinem Haar. Allerdings ließ ich sie direkt auf sein Rührei fallen.

Ich sprang auf und lief zur Tür. „Viel Spaß mit den grünen Eiern!“, rief ich über die Schulter. Ich war spät dran. Die Rezepte, von denen ich geträumt hatte, verliehen mir Flügel.

Sobald ich die Tür der Bäckerei öffnete, roch es nach frischem Brot. Evie hatte ihren Tag also schon begonnen. Sie grinste, als sie mich sah. „Mädchen! Das Rudel zerreißt sich das Maul über deine ständigen Eskapaden. Tolles Wort! Eskapaden! Hah! Was war es denn heute?“

Ich murmelte: „Damon hatte grüne Haare.“ Sie lachte. „Oh ja! Das könnte böse enden. Heute kommt ein hohes Tier zum Rudel, mit etwa fünfzig Typen im Schlepptau. Sieht so aus, als wären sie auf Gefährtensuche. Oder so ein Scheiß.“

Ich stöhnte. „Na toll! Da will ich gar nicht mehr nach Hause. Ich habe keinen Wolf ... also habe ich wahrscheinlich auch keinen Gefährten. Vielleicht habe ich Glück und finde meine wahre Liebe, aber wie stehen die Chancen schon?“

Evie schüttelte den Kopf und knurrte: „Das glaube ich nicht! Deine DNA ist zur Hälfte Werwolf. Es gibt keinen Weg, dass die Göttin keinen Gefährten für dich vorgesehen hat! Und jetzt ab ans Backen! Du meintest, du hättest zwei neue Desserts. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen.“

Ich fing an, meine Zutaten zu mischen und die Formen einzufetten. Nach ein paar Stunden hatte ich vier Formen Ahorn-Bourbon-Crème-brûlée und fünf Formen Himbeer-Clafoutis fertig. Ich stellte jeweils eine Portion für das Rudel-Abendessen beiseite und teilte den Rest in Einzelportionen für unsere Kunden auf.

Alex und Max kamen rein und verlangten jeweils eine Portion. Ich liebe die beiden sehr. Sie waren schon meine freiwilligen Versuchskaninchen, seit ich meinen ersten Spielzeug-Backofen bekommen habe.

Alexander ist mein Zwillingsbruder. Max ist der älteste Sohn von Onkel Jax und Tante Madi. Eigentlich unser Cousin, aber mehr wie ein weiterer Bruder. In vier Monaten wird er der Beta von Alex, wenn dieser Alpha wird. Meine Eltern werden dem Rat der Werwölfe beitreten und in die Hauptstadt ziehen.

Ich setzte mich Alex gegenüber und fragte, was sie in die Stadt geführt hatte. „Wir eskortieren Alpha Michalos zum Rudel. Das ist ein Rudel aus Alaska, das auf Gefährtensuche ist. Ich meine ... wer hat schon mal gehört, dass ein ganzes Rudel von zweitausend Leuten keine einzige Wölfin hat?“

Max kicherte. „Unsere Infos sagen, dass sie ein sehr zurückgezogenes Rudel sind, das seit vielen Jahren auf den Aleuten lebt. Keiner weiß, warum ... oder was ihr Ziel war. Vielleicht findet Onkel Rafe mehr heraus.“

Ich zuckte mit den Schultern. „Ja. Mama hat den Befehl ausgegeben: Erscheint zum Essen oder sterbt. Juhu! Also, welches Dessert findet ihr besser?“ Beide grinsten und sagten: „Beide!“

Völlig hinfällig. Aber ich bin immer stolz, wenn ihnen schmeckt, was ich backe. Ich fragte: „Welches soll ich als Dessert für meine Abschlussprüfung an der Kochschule vorbereiten?“

Alex lächelte. „Das mit den Himbeeren. Das mit dem Bourbon könnte zu schwer für deinen Hauptgang sein.“ Ich klatschte in die Hände. „Genau das habe ich auch gedacht! Ich kann es kaum erwarten! Nächste Woche habe ich mein Diplom und meine Zertifizierung als Michelin-Köchin in der Tasche! Ich freue mich so!“

Nachdem die Jungs weg waren, machten Evie und ich sauber und bedienten die Kunden. Vormittags ist immer viel los. Nicht nur die Leute aus der Stadt, sondern auch unser Rudel kommt in meine Bäckerei für Brot und Nachtisch. Das Geschäft läuft super, und ich habe mich schon als Achtjährige in diesen Laden verliebt.

Der Nachmittag verging, und ich packte die beiden Desserts in meinen Jeep, um nach Hause zu fahren. Evie war schon weg. Ihre Eltern hatten ihr ebenfalls befohlen, pünktlich zum Essen zu erscheinen. Das wird ein langer Abend.

Noch bevor ich den Jeep ausmachte, kletterten meine Zwillingsschwestern hinein. „Mama sagt, du sollst dich beeilen. Sie hat deine Kleider rausgelegt und will, dass du an der Tür stehst, um die Gäste zu begrüßen.“

Ich lachte und kitzelte sie. „Ihr genießt mein Elend richtig, oder?! Und ihr wundert euch, warum Oliver mein Liebling aus dem Terror-Trio ist!“ Sie kicherten und kreischten. Mama rief: „Die Zeit läuft uns davon! Beeilt euch, Mädels!“

Tja! Die Party ist vorbei. Ich sprang aus dem Jeep und brachte die Desserts zu Maggie. „Neue Süßigkeiten für unsere süße Maggie!“ Sie nahm sie lächelnd entgegen. „Ich werde sie als Überraschung servieren, wenn das Essen vorbei ist.“

In meinem Zimmer lag ein wunderschönes lavendelfarbenes Kleid auf dem Bett, bestickt mit dunkelblauen Blumen aus Pailletten. Es funkelte und glänzte im Licht. Es passte perfekt zu meinen Augen und war der ideale Kontrast zu meinem hüftlangen blonden Haar. Ich mag vielleicht nicht begeistert sein, aber in meinem Elend kann ich wenigstens gut aussehen.