Liz
„Dreh dich um, Süße. Zeig mir, was du hast.“
Liz tat, was ihre Kunden wollten. Nicht weil sie es wollte—nein, niemals das—sondern weil Geld die Welt am Laufen hielt. Und im Moment bedeutete Geld Überleben. Das Studium war teuer, die Miete unbarmherzig, und zwischen Studiengebühren und alltäglichen Ausgaben war Strippen der schnellste Weg, sich über Wasser zu halten.
Also drehte sie sich. Langsam. Verführerisch. Sie drückte ihren Körper gegen das kühle Metall der Stange, bog ihren Rücken durch, trat ein paar Schritte zurück und senkte ihren Oberkörper, bis ihr kaum bedeckter Hintern voll zur Schau gestellt war.
Die Reaktion kam sofort. Jubel, Pfiffe und anstößige Rufe erfüllten die Luft, doch das einzige Geräusch, das wirklich zählte, kam danach—das trockene Rascheln von Dollarscheinen, die auf die Bühne fielen. Scham und Stolz führten einen ständigen Kampf in ihr, aber Scham bezahlte keine Rechnungen.
Heute war eine gute Nacht.
Sie wusste, was funktionierte, kannte die genauen Tricks, um mehr aus diesen Männern herauszuholen. Betrunken und verzweifelt, waren sie berechenbar. Und Berechenbarkeit war profitabel.
Liz verharrte in ihrer Pose, die Beine nur so weit gespreizt, dass es neckisch wirkte, der Strapsgürtel, der ihre Hüften umschloss, betonte jede ihrer Kurven. Ein dünner Stoffstreifen lief zwischen ihren Schenkeln entlang, bedeckte gerade genug, um sie gierig zu halten. Ihre Brüste—nackt bis auf die sternförmigen Aufkleber—hingen frei, gefangen von der Schwerkraft.
Sie spürte ihre Blicke wie Hände auf ihrer Haut, tastend, sie in Gedanken noch weiter ausziehend. Die Hitze im Raum verdichtete sich, Schweiß und Alkohol vermischten sich in der Luft. Das schwere, fast animalische Atmen ihrer Zuschauer drang an ihr Ohr, und ein dunkler Schauer lief ihr den Rücken hinunter. Sie hatte sie in der Hand.
Und sie wussten es.
Geld regnete auf die Bühne, verzweifelte Opfergaben an eine Göttin, die die meisten nie berühren würden. Sie warfen ihre Scheine, als wären sie Hausfrauen auf einem Schlussverkauf.
Liz bewegte sich jetzt wie im Autopilot-Modus, ließ ihre Muskeln die Arbeit übernehmen. Sie drehte ihren Oberkörper, warf einen glühenden Blick über die Schulter. Hellbraune Augen schimmerten unter dem schwachen Neonschein, Strähnen ihres langen, geglätteten Haares umrahmten leicht geöffnete Lippen. Ein Blick, der schon unzählige Brieftaschen geleert hatte.
Er funktionierte immer.
Männer schnappten nach Luft. Einige verschluckten sich an ihren Getränken; andere saßen wie erstarrt da, die Augen weit aufgerissen in hypnotischer Trance. Liz verstand es. Es war keine Raketenwissenschaft. Ihre Gehirne waren kurzgeschlossen, das Blut floss nach unten, ließ sie dumm und gehorsam zurück.
Und sie war noch nicht einmal fertig mit ihnen.
Mit einer Hand umklammerte sie die Stange, mit der anderen zeichnete sie eine langsame, gezielte Linie über ihren Körper, die Finger glitten über ihren Bauch, vorbei an ihren Hüften, bis sie die Rundung ihres Hinterns erreichten. Als sie ihn packte und leicht auseinanderzog, gerade genug, um mehr anzudeuten—
Explodierte das Publikum.
„Scheiße, ich bin gekommen... nur vom Zuschauen!“
„Zieh den Tanga einfach für uns aus!“
„Zeig mir mehr.“
Liz grinste. Männer waren einfach gestrickt. Zeig ihnen kurz Titten und Arsch, und sie verkaufen ihre Seele für einen weiteren Blick. Manche hatten vielleicht noch ein wenig Selbstbeherrschung, aber am Ende brachen sie alle. Immer.
Und sie? Sie war nur hier, um abzukassieren. Nun ja, es gab noch einen anderen Grund.
Liz fragte sich, wie sie sich so sehr zurückhalten konnten. Sie hatte den Hunger in ihren Augen gesehen. Das Verlangen, sie zu nehmen, zu besitzen, sie zu ruinieren. Sie an den Haaren zu packen, zu bücken, sie hart zu ficken und sie tropfend von ihrem Sperma zurückzulassen.
Das Schlimmste?
Sie hatte es sich selbst schon vorgestellt.
Von Fremden genommen zu werden, dominiert, benutzt, bis sie nichts weiter war als ein zitterndes Wrack unter ihnen. Doch Fantasien waren Fantasien. Und die Realität war kalt, kalkuliert und kontrolliert. Nun, manchmal wurden Träume doch wahr.
Ihr Blick wanderte über das Meer aus Männern, glitt über die üblichen Gestalten—betrunkene Studenten, untreue Ehemänner, gestresste Geschäftsmänner—bis sie ihn fand.
Er saß hinten, beobachtete sie.
Anders als die anderen sabberte er nicht. Er rief nicht, griff nicht nach seinem Portemonnaie wie ein Hund, der um ein Leckerli bettelte. Er... beobachtete einfach.
Er schien Ende zwanzig oder Anfang dreißig zu sein, strahlte eine gepflegte Selbstsicherheit aus. Sein kurzes schwarzes Haar war gestylt, und seine stechend blauen Augen, wie die eines sibirischen Huskys, verrieten keine Regung. Ein wohlgepflegter Bart rahmte sein markantes Kinn ein, und seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, als er langsam an seinem Glas nippte. Trotz der dämmerigen Beleuchtung erkannte Liz an der Art, wie sein Anzug saß, dass er breite Schultern und eine solide, muskulöse Statur hatte.
Neugierig. Amüsiert.
Als wäre er in Kontrolle.
Liz’ Bewegungen stockten für einen winzigen Moment—so kurz, dass es niemand sonst bemerkt hätte. Aber sie schon. Und es ärgerte sie.
Jeder andere Mann im Raum lag ihr zu Füßen, genau da, wo sie hingehörten. Aber er? Er saß da wie ein unantastbarer König, seine stechenden blauen Augen folgten jeder ihrer Bewegungen, mit diesem frechen Grinsen im Gesicht. Was machte ihn so besonders?
Fast nackt wusste Liz genau, wie gut sie aussah. Ihr Körper war das Ergebnis strikter Disziplin und hartem Training—straff an den richtigen Stellen, weich, wo es darauf ankam. Sie hatte das Gesicht, den Körper und die Fähigkeiten, um Männer in ihren Bann zu ziehen. Und nun, mit dieser Herausforderung vor sich, bewegte sie sich noch bewusster. Jeder Schritt war ein Köder, jeder Blick ein Haken.
Die Luft war stickig, voller Hitze von der Menge und der aufgedrehten Heizung—ein alter Trick, um Kunden zu mehr Getränkebestellungen zu verleiten. Schweißperlen glitten über ihre Haut, glänzten unter dem schummrigen Licht, betonten jede Kurve, jede Wölbung. Und tief in ihr brannte eine eigene Hitze.
Sie legte noch einen Gang zu. Wenn er dachte, er wäre immun gegen sie, würde er sich bald eines Besseren belehrt sehen.
Sie war durstig.
Aber nicht nach Wasser.
Ein langsames Grinsen umspielte ihre Lippen, als sie es bemerkte. Die Veränderung.
Seine Fassade bekam Risse.
Nur leicht—sein Blick wurde dunkler, sein Kiefer spannte sich an, sein Griff um das Glas verstärkte sich. Aber Liz sah es. Sie sah es immer.
Egal, wie sehr sie es spielten—Männer waren alle gleich.
***
Die Umkleide war wie immer lebendig—Gelächter, das Rauschen beim Zählen der Scheine, Frauen, die sich umzogen oder sich für ihre privaten Tänze vorbereiteten.
Chloe, eine atemberaubende Blondine mit einer Stimme, die fast zu süß für ihre Worte war, legte einen Arm um Liz.
„Du hast den Laden mal wieder in eine Arena verwandelt, Liz!“ Sie kicherte, doch in ihren Augen funkelte Konkurrenz. „Wie viel hast du diesmal gemacht?“
Liz zuckte die Schultern, sie hatte jedoch keine Zeit zu antworten, bevor eine männliche Stimme ertönte. Der Clubbesitzer betrat den Raum.
„Gute Arbeit heute.“ Seine tiefe, verrauchte Stimme schnitt durch die Gespräche wie ein Messer. Sein Blick glitt prüfend über die Mädchen—Investitionen, keine Menschen. "Ruht euch aus, wir sehen uns morgen wieder."
Liz sah das Funkeln in seinen Augen - Geld, Geld, Geld.
„Ach ja…“ Er kratzte sich an seinem dichten Bart. „Wieder einige Anfragen für dich. Ich hab sie abgewimmelt, wie du wolltest.“
Liz nickte, nichts Neues. Sie machte keine privaten Tänze. Es sei denn, sie wollte es.
„Aber er.“ Der Besitzer deutete mit dem Daumen Richtung Flur. „Groß. Blaue Augen. Schwarze Haare.“
Liz’ Puls beschleunigte sich kaum merklich. Sie hatte mit dem Besitzer bereits über ihn gesprochen.
„Zimmer 5.“
Also war er doch nur ein weiterer notgeiler Mann. Keine Überraschung.
Liz ließ sich Zeit. Trug ihr Make-up neu auf. Zog ihr Haar in perfekte Wellen. Glättete ihre Strümpfe und kontrollierte den Sitz ihres Tangas.
Sie ließ sie gern warten.
Sie mochte ihre Männer hungrig.
***
Click-Clack.
Ihre High Heels hallten im Raum wider, als sie durch die Tür von Zimmer 5 trat.
Das VIP-Zimmer war luxuriös eingerichtet—gedämpftes Licht, ein Ledersofa, eine Bar in der Ecke. Ein schwacher Hauch von teurem Parfum lag in der Luft, vermischt mit Whiskey.
Und in der Mitte des Raumes?
Er.
Er saß entspannt in einem der schweren Ledersessel, die Beine leicht gespreizt, ein Glas in der Hand. Doch sobald Liz eintrat, straffte sich sein Körper kaum merklich. Sein Blick wanderte langsam über sie, nahm jede Kurve in sich auf.
Liz spürte, wie es zwischen ihren Beinen pochte.
Er war groß. Kräftig. Selbstsicher.
Die Art Mann, die wusste, was er wollte—und wie er es bekam.
Ein langsames, herausforderndes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie sich ihm näherte.
Er rührte sich nicht. Wartete. Prüfend.
Liz ließ sich Zeit. Stellte sich schließlich direkt vor ihn. Legte eine Hand auf seine Schulter, ließ die Finger über den feinen Stoff seines Anzugs gleiten.
Sein Blick war ruhig. Aber sie spürte die Spannung unter seiner Haut.
Oh ja.
Er wollte sie.
Ihre Hand wanderte tiefer, über seine Brust, seinen Bauch, bis sie seine Oberschenkel erreichte. Ihre Finger strichen über den Stoff—über das harte, pulsierende Glied darunter.
Er stieß kaum hörbar die Luft aus.
Liz lächelte.
Endlich.
Mit einer einzigen Bewegung spreizte er seine Beine weiter, drückte seine Hüfte vor—eine stumme Einladung, ein unausgesprochenes Kommando.
Liz ließ ihre Finger weiterwandern, massierte ihn durch den Stoff, während ihre Lippen sich einen Hauch öffneten. Sie wollte ihn hören. Sein Stöhnen, sein Keuchen—ihn zwingen, seine Kontrolle zu verlieren.
Seine Muskeln spannten sich an.
Dann—
Seine Hand schoss vor.
Packte sie am Haar. Zog sie zu sich.
Ein erstickter Laut entkam ihr, halb Überraschung, halb Lust.
Er hielt sie fest, zwang sie tiefer, bis ihr Gesicht genau dort war, wo er sie haben wollte. Sein harter, schwere Schwanz drückte sich gegen ihre Wange, als würde er sie bereits markieren.
Liz keuchte.
Das war gut. So verdammt gut.
Sie fühlte die feuchte Hitze zwischen ihren Schenkeln, spürte, wie sich ihre Lust in einem warmen Tropfen an ihrer Haut bemerkbar machte.
Seine Stimme war rau, tief, fordernd.
„Mach deinen Mund auf.“
Liz tat es.
Langsam, spielerisch.
Er löste seinen Gürtel. Der Klang des sich öffnenden Reißverschlusses war wie das Startsignal eines Rennens.
Und dann war er frei.
Sein dicker, heißer Schaft zuckte vor ihren Augen, die Spitze bereits feucht.
Liz leckte sich über die Lippen.
Doch bevor sie auch nur reagieren konnte, schlangen sich seine Finger fester um ihr Haar—
Und er drückte sie nach unten.
Seine Hand hielt sie fest, seine Finger vergruben sich tief in ihrem Haar. Kein sanftes Streicheln, kein vorsichtiges Führen—nein, besitzergreifend. Fordernd. Unmissverständlich.
Liz’ Atem wurde flacher, ihre Lippen waren nur Millimeter von seinem harten, zuckenden Schwanz entfernt. Die Hitze seines Körpers strahlte auf ihre Haut, der Duft von Musk und reiner Männlichkeit füllte ihre Sinne.
Dann kam die nächste Bewegung.
Hart. Direkt. Keine Vorwarnung.
Sein Schwanz glitt an ihren Lippen entlang, drückte sich fordernd zwischen sie, zwang sie, sich weiter zu öffnen. Liz keuchte leise, spürte, wie ihr Speichel ihre Zunge benetzte, während er tiefer in ihren Mund glitt.
„Nimm ihn.“
Sein Befehl war ein raues Knurren, tief und vibrierend, wie ein Mann, der sich am Rande der Selbstbeherrschung befand.
Und Liz?
Sie liebte es.
Sie liebte es, ihn zittern zu spüren, das leise Aufstöhnen, als ihre Lippen sich um ihn schlossen, als ihre Zunge sich um seinen Schaft legte.
Er war heiß. Hart. Dick.
Ihre Finger gruben sich in seine Oberschenkel, während sie ihn tiefer nahm, sein Griff in ihrem Haar verstärkte sich. Er hielt sie genau dort, zwang sie, jeden Zentimeter zu spüren, ihre Kehle herauszufordern.
"Oh Fuck.“
Sein leises Fluchen ließ sie lächeln, so gut es mit einem Mund voller Schwanz ging. Sie wusste, dass sie ihn trieb. Sie wusste, dass er nicht mehr lange stillhalten würde.
Und genau so wollte sie es.
Liz zog sich langsam zurück, ließ ihre Lippen über seine Länge gleiten, ließ ihre Zunge mit jeder Bewegung über die pulsierende Ader an seiner Unterseite streichen. Sie sah zu ihm auf, ihre Augen voller Bosheit und Lust.
„Gefällt dir das?“
Sie flüsterte es kaum hörbar gegen seine Haut, ihre Stimme ein sanftes Vibrieren gegen seine Härte.
Er sah auf sie hinab, seine blauen Augen dunkel, fast hungrig.
Dann packte er sie härter.
Und stieß wieder zu.