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El Infierno

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Zusammenfassung

Die Luft in Barcelona war schwer an diesem Abend. Die Hitze des Tages hing noch in den engen Straßen, während die letzten Sonnenstrahlen über die Dächer der Stadt krochen. Ich saß auf meinem Bett, ein aufgeschlagenes Buch vor mir, doch meine Gedanken waren woanders. Mein Abschluss stand kurz bevor. Noch ein paar Tage, dann würde ich gehen. Raus aus diesem Haus, raus aus diesem Leben. Doch dann durchbrach ein lauter Knall die Stille. Ich erstarrte. Sekunden später hörte ich das Brüllen meines Vaters. Wütend, bedrohlich. Dann die Stimme meiner Mutter – flehend, panisch. Ein weiteres Krachen, als etwas gegen die Wand flog. Mein Herz hämmerte. „Ivana!“ Die Schreie meines Vaters hallten durch das Haus. Dann ein erstickter Laut. Und mein Name. „Zaira! Hilfe!“ Mein Körper bewegte sich, bevor mein Verstand es tat. Ich rannte los.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
53
Rating
4.9 (9 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Intro

Intro

Der Regen war wie ein endloser Schleier, der die Fenster verhüllte, und ich konnte kaum erkennen, was draußen war, nur verschwommene Lichter, die im Nichts versanken. Der 12. Stock. Unsere neue Wohnung. Ein Ort, den ich nie für einen Neuanfang gehalten hätte, aber es war der einzige Ort, an dem wir noch sicher sein konnten. Es roch nach kaltem Zement, nach abgestandenem Rauch und etwas, das ich nicht benennen konnte. Ein Ort für die, die keinen Platz mehr in der Welt fanden, die man vergisst, wenn man schnell genug wegschaut.

„Es wird alles besser, Zaira“, hörte ich die Stimme meiner Mutter hinter mir. Es klang wie eine Lüge, die wir uns immer und immer wieder erzählten, seitdem sie den Mut gefunden hatte, sich von meinem Vater zu trennen. Doch es war die einzige Wahrheit, die wir jetzt noch hatten. Ein neuer Anfang. Nur der Preis, den wir dafür zahlten, war hoch. Ein dunkler Preis, den ich auf den staubigen Straßen von El Infierno bezahlen musste. Und doch hatte ich keine Wahl.

Meine Finger zitterten, als ich das Fenster von unserer kleinen Wohnung öffnete, die frische, nasse Luft strömte in den Raum und versuchte, die stickige, abgenutzte Atmosphäre zu vertreiben. Die Geräusche der Stadt kamen zu mir wie ein ferner, aber drohender Sturm – laute Stimmen, das Klirren von Glas und das Knallen von Türen, die wie bei einem schnellen, zornigen Ausatmen zuschlugen. El Infierno. Der Name selbst klang wie ein Versprechen. Und er hielt sein Versprechen.

Ich sah hinaus, in die dunkelgraue Straße, die in das Nichts führte. Ein paar Laternen warfen ein fahles Licht, aber es war nicht genug, um die Dunkelheit zu vertreiben. Mein Blick wanderte, immer weiter, und dann blieb er an einer Szene hängen, die sich im Hinterhof eines benachbarten Gebäudes abspielte.

Da war er. Eine Gestalt, die sich in der Dämmerung wie ein Schatten bewegte. Groß, kräftig, mit einer Haltung, die sofort spürbar machte, dass er der war, vor dem hier jeder respektvoll einen Schritt zurücktrat. Seine Jungs standen um ihn, und der Dobermann an seiner Seite machte einen weiteren Schritt auf die Straße, als wäre er der Wächter eines unsichtbaren Reichs.

Ich konnte nicht viel erkennen – nur die vage Silhouette dieser Männer, die irgendwie alles beherrschten. Während die anderen um ihn herum mit den Frauen redeten oder sich den Flaschen in ihren Händen zuwandten, blieb er einfach stehen. Ruhig. Alles um ihn herum schien sich irgendwie um ihn zu drehen, als wäre er der Mittelpunkt dieser Welt, die so weit entfernt von meinem eigenen Leben war. Und obwohl ich von so weit oben nur die Umrisse wahrnahm, war da etwas an ihm, das mich irgendwie anstarrte – wie ein unsichtbarer Blick, der durch die Dunkelheit drang.

Ich wusste nicht, wer er war, doch es war, als hätte jeder hier im Viertel seinen Platz und seine Regeln, und er gehörte zu denen, die die Stadt kontrollierten, die sie prägten, ohne es wirklich zu zeigen. Es war ein Gefühl, das ich nicht genau beschreiben konnte, aber ich spürte es tief in mir.

„Komm schon, Zaira“, hörte ich die Stimme meiner Mutter, die mich aus meinen Gedanken riss. „Es wird alles besser.“ Doch ich konnte sie nicht hören. Mein Blick blieb noch immer auf diesem unbekannten Mann hängen, der, obwohl er mir fremd war, irgendwie die Dunkelheit selbst zu beherrschen schien.

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

4

Toller Charakter

Starker Dialog

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Starker Dialog

author

Also das Intro hat klasse ✨🩷🌙😍

ein Jahr
1

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