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Zusammenfassung

Leya ist eine Hexe – ironischerweise ohne jegliche Magie. Sie wächst inmitten eines Werwolf- Hexenrudels auf. Zwar eine ungewöhnliche, aber funktionierende Gemeinschaft. Jedoch überschattet eine blutige Vergangenheit zwischen Hexen und Wölfen ihr Rudel. Trotz alter Fehden haben sie gelernt, einander zu unterstützen, um neue Angriffe abzuwehren. Doch als Leya gezwungen wird, ihre Aufgaben im Rudel zu wechseln, ändert sich ihre ganze Welt. Alte Bündnisse werden auf die Probe gestellt, neue Bedrohungen ziehen herauf, die Liebe stürzt ins Chaos – und inmitten all dessen muss Leya herausfinden, wer sie wirklich ist. Denn ihr Schicksal ist längst besiegelt … oder?

Genre:
Romance
Autor:
Lydia L.
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
51
Rating
4.9 (10 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

LEYA

In unserem Rudel wagten wir etwas, das anderswo undenkbar gewesen wäre – ein Bündnis zwischen Hexen und Werwölfen.

Wir waren das einzige Rudel, das soweit friedlich auf diese Weise zusammenlebte. Wobei friedlich ein dehnbarer Begriff war. Die Wölfe hatten Schwierigkeiten uns Hexen in ihren Reihen zu akzeptieren, da es Kriege gab, in denen Hexen und Wölfe einander bekämpften. Diese Skepsis spürte man heute noch sehr deutlich.

Obwohl wir uns als ein Rudel bezeichneten, fühlte es sich oft nicht so an. Die Blicke der Wölfe, wenn wir Hexen unsere Magie einsetzten, sprachen Bände – Argwohn, Zurückhaltung, manchmal sogar Angst. Und wir? Wir wussten, dass wir nie ganz dazugehören würden. Doch in Zeiten der Gefahr mussten wir uns aufeinander verlassen – ob wir wollten oder nicht.

Denn es gab immer mehr Angriffe, auch auf unsere Rudelgrenzen, allerdings wurde bisher nie jemand ernsthaft verletzt. Praktischerweise hatte immer jemand aus unserem Rudel die Angreifer rechtzeitig erspäht und Alarm geschlagen, sodass wir uns immer mit genügend Personen wehren konnten.

Auch wenn wir in Gemeinschaft lebten, so waren wir trotzdem innerhalb des Rudels getrennt. Während unsere Häuser aneinander standen, war das Rudelhaus und die angrenzenden Häuser der Wölfe einige Hundert Meter von unseren Behausungen entfernt.

Meine Mutter bat mich, sie zu begleiten, um unsere Kräutervorräte aufzufüllen. Dazu brauchte sie natürlich die Genehmigung des Alphas. Er hatte die Entscheidungsgewalt, ob wir in die außenliegende Großstadt gehen durften, in der vor allem Menschen, aber auch einige Hexen wohnten. Der Alpha war bei uns das Oberhaupt. Er hatte die Entscheidungsmacht und alle hatten sich seinen Anweisungen zu fügen. Dazu gab es noch den Beta und Gamma. Sie waren nahestehende Rudelmitglieder des Alphas, die ihn bei der Rudelleitung unterstützten und zur Seite standen. Sie sorgten für Ordnung und für Sicherheit und Schutz.

Daher machten wir uns auf den Weg zu ihm. Es war nicht so einfach, einen viel beschäftigten Anführer zu sprechen. Also mussten wir etwas warten, bis er Zeit für uns hatte. Sein Beta Nilas hatte uns wohl bereits angekündigt und uns gebeten, neben der Tür Platz zu nehmen. So saßen wir im Flur vor seinem Arbeitszimmer, welches sich im Rudelhaus befand. Das Rudelhaus war sehr groß, imposant und modern. Der Eingangsbereich war wie eine Halle und hatte hohe Decken und helle Wände. Die Böden waren alle grau und die Inneneinrichtung hatte überwiegend helle Holztöne. Es gab viele Fenster, die für ausreichend Licht sorgten. Im Erdgeschoss befanden sich mehrere Gänge, die zu verschiedenen Bereichen führten. Einer davon führte zu der Küche und dem Speisesaal. Ein anderer Gang führte zu den Büro- und Gesprächsräumen. Eine Tür ging direkt von der Eingangshalle zu einem großen Ballsaal. Dort hielten wir viele Veranstaltungen ab, wenn wir sie nicht draußen unter freiem Himmel feierten. Etwas verwinkelt und versteckt gab es einen weiteren kleinen Flur, doch mehr als hineingespäht hatte ich bisher nie. Dahinter führte eine Treppe oder auch ein Fahrstuhl zu den anderen Stockwerken. Da wohnten der Alpha und seine engsten Mitglieder. Dieser Teil ließ sich nur mit Zahlencodes betreten und wurde streng bewacht.

Irgendwo gab es wohl auch einen Bereich, wo Alleinstehende wohnen konnten. Doch ich wusste nicht, wo genau es dorthin ging und wer dort wohnte. Ich betrat das Rudelhaus wirklich selten und erinnerte mich nur schwer daran, wann ich zuletzt hier gewesen war.

Während meine Mutter und ich vor der Tür warteten, huschten hin und wieder andere Rudelmitglieder an uns vorbei. Die meisten Weibchen sahen mich misstrauisch oder boshaft an. Ihre Männer hingegen sahen mich eher lüstern und herausfordernd an. So als ob sie mir sagen wollten, dass ich bald ihnen gehören würde. “Ts“. Sie schüchterten mich alle längst nicht mehr ein. Niemand von ihnen. Auch wenn ich sonderbar war, selbst für eine Hexe.

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Ich liebe es

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Herzerwärmend

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Schockierend

1

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Gutes Schreiben

8

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

5

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

4

Toller Charakter

Starker Dialog

4

Starker Dialog

author

Schön beschrieben. Schon jetzt lauern die unterdrückten Differenzen. Eine spannende Dynamik. Warum sich wohl diese beiden Spezien zusammengeschlossen haben? 🤔

2 Jahre
2
author

spannend beschrieben.....das Mißtrauen zwischen Wölfen und Hexen ist trotz der Gemeinschaft spürbar. Die Frage nach dem Zusammenschluß stellt sich auch mir🤔🤔🤔

ein Jahr
1
author

Ein schöner Anfang in deine Story. Ich bin schon gespannt, was es mit dieser Zwangsgemeinschaft von Hexen und Werwölfen auf sich hat!

ein Jahr
1

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