Rider Giovanni - Band 1

Alle Rechte vorbehalten ยฉ

Zusammenfassung

๐ผ๐‘“ ๐พ๐‘Ž๐‘Ÿ๐‘š๐‘Ž ๐‘‘๐‘œ๐‘’๐‘ ๐‘›'๐‘ก โ„Ž๐‘–๐‘ก ๐‘ฆ๐‘œ๐‘ข , ๐ผ ๐‘“๐‘ข๐‘๐‘˜๐‘–๐‘›๐‘” ๐‘ค๐‘–๐‘™๐‘™ |First book of the Giovanni series| Niemand wรผrde es wagen, einen Giovanni zu bestehlen. ๐˜‹๐˜ฆ๐˜ฏ๐˜ฌ๐˜ต ๐˜ฎ๐˜ข๐˜ฏ ๐˜ด๐˜ช๐˜ค๐˜ฉ. ๐๐š๐ง๐๐จ๐ซ๐š ๐‡๐ž๐ซ๐ง๐š๐ง๐๐ž๐ณ hat genau das getan . ๐™๐™–๐™ข๐™ข๐™ž ๐™ช๐™ฃ ๐™–๐™ก๐™ฉ๐™ง๐™ค ๐™ฅ๐™–๐™จ๐™จ๐™ค ๐™˜๐™ค๐™ฃ๐™ฉ๐™ง๐™ค... ๐™š ๐™จ๐™–๐™ง๐™–ฬ€ ๐™ก'๐™ช๐™ก๐™ฉ๐™ž๐™ข๐™ค(๐™ˆ๐™–๐™˜๐™๐™š ๐™š๐™ž๐™ฃ๐™š๐™ฃ ๐™Ž๐™˜๐™๐™ง๐™ž๐™ฉ๐™ฉ ๐™œ๐™š๐™œ๐™š๐™ฃ ๐™ข๐™ž๐™˜๐™ ๐™ช๐™ฃ๐™™ ๐™š๐™จ ๐™ฌ๐™ž๐™ง๐™™ ๐™™๐™š๐™ž๐™ฃ ๐™ก๐™š๐™ฉ๐™ฏ๐™ฉ๐™š๐™ง ๐™จ๐™š๐™ž๐™ฃ) Das ist eine Regel von ๐‘๐ข๐๐ž๐ซ ๐†๐ข๐จ๐ฏ๐š๐ง๐ง๐ข. ๐‘๐ข๐๐ž๐ซ ๐’๐š๐ฅ๐ฏ๐š๐ญ๐จ๐ซ๐ž ๐†๐ข๐จ๐ฏ๐š๐ง๐ง๐ข ist das, wovor man gewarnt wird: Erbe einer Mafia-Dynastie, CEO und Gesetzgeber seiner eigenen Regeln. Eiskalt und rachsรผchtig. Seine Prรคsenz lรคsst Rรคume erkalten, seine Augen versprechen Begehren und Gefahr zugleich. In seiner Welt sind Fehler tรถdlich - Gefรผhle nur ein Wort fรผr Menschen, die zu schwach sind. Als Pandora ihm etwas stehlt , das nicht nur etwas materielles sondern etwas persรถnliches ist, beginnt ein gefรคhrliches Spiel aus Macht, Verfรผhrung und Vergeltung. Aber wie weit wรผrden beide Krรคfte gehen? Wird der Mann mit seiner eisernen Kontrolle,der nichts zulรคsst oder die Frau, die den Teufel schon zweimal begegnet ist , gewinnen? ๐—˜๐—ถ๐—ป๐—ฒ ๐—š๐—ฒ๐˜€๐—ฐ๐—ต๐—ถ๐—ฐ๐—ต๐˜๐—ฒ ๐˜‚ฬˆ๐—ฏ๐—ฒ๐—ฟ ๐— ๐—ฎ๐—ฐ๐—ต๐˜, ๐—ฉ๐—ฒ๐—ฟ๐—ฟ๐—ฎ๐˜ ๐˜‚๐—ป๐—ฑ ๐—ฑ๐—ถ๐—ฒ ๐—ด๐—ฒ๐—ณ๐—ฎฬˆ๐—ต๐—ฟ๐—น๐—ถ๐—ฐ๐—ต๐—ฒ ๐—”๐—ป๐˜‡๐—ถ๐—ฒ๐—ต๐˜‚๐—ป๐—ด ๐˜‡๐˜„๐—ฒ๐—ถ๐—ฒ๐—ฟ ๐—ฆ๐—ฒ๐—ฒ๐—น๐—ฒ๐—ป, ๐—ฑ๐—ถ๐—ฒ ๐—ป๐—ถ๐—ฒ ๐—ฎ๐˜‚๐—ณ๐—ฒ๐—ถ๐—ป๐—ฎ๐—ป๐—ฑ๐—ฒ๐—ฟ ๐˜๐—ฟ๐—ฒ๐—ณ๐—ณ๐—ฒ๐—ป ๐—ฑ๐˜‚ฬˆ๐—ฟ๐—ณ๐—ฒ๐—ป Alle Rechte bei verhxltesherz / Joshi โ’ธ

Status:
In Arbeit
Kapitel:
8
Rating
4.8 4 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

๐๐ซ๐จ๐ฅ๐จ๐  โ€” รœberarbeitete Version





Dieses Buch enthรคlt Themen , die fรผr einige Leser*innen belastend sein kรถnnen.


Inhaltliche Warnung

Die Geschichte thematisiert unter anderem:

แฐ”แฉš kรถrperliche und psychische Gewalt

แฐ”แฉš toxische Beziehungen und emotionale Manipulation

แฐ”แฉš Drogenkonsum

แฐ”แฉš Psychischer Druck

แฐ”แฉš mentale Gesundheitsprobleme

แฐ”แฉš sexuellen und expliziten Inhalt

แฐ”แฉš destruktive Dynamiken, die nicht als romantisch oder gesund verherrlicht werden sollen


Dieses Buch richtet sich ausschlieรŸlich an ein volljรคhriges Publikum (18+).

Lies mit Achtsamkeit und sei dir bewusst, dass bestimmte Szenen trigger auslรถsen kรถnnen






Das Anfang vom Ende








Prolog



๐“œ๐“ช๐“ท๐“ฌ๐“ฑ๐“ถ๐“ช๐“ต ๐“ฒ๐“ผ๐“ฝ ๐“ฎ๐“ผ ๐“ญ๐“ฒ๐“ฎ ๐“ฅ๐“ฎ๐“ป๐“ฐ๐“ช๐“ท๐“ฐ๐“ฎ๐“ท๐“ฑ๐“ฎ๐“ฒ๐“ฝ, ๐“ญ๐“ฒ๐“ฎ

๐“ถ๐“ช๐“ท ๐“ต๐“ธ๐“ผ๐“ต๐“ช๐“ผ๐“ผ๐“ฎ๐“ท ๐“ผ๐“ธ๐“ต๐“ต๐“ฝ๐“ฎ.






Das Blut an meinen Hรคnden war dunkel.

Schwer.

Und viel zu warm an meinen kalten Hรคnden.


โ€žGlaubst du, du wirst davon kommen?",fragte er und schaute zu mir hinauf.


Seine Frage schallte lauter im Raum, als es hรคtte sein sollen.

Er kniete gefesselt vor mir.

Sein Gesicht Blutig und doch konnte er immer noch erbรคrmlich Lรคcheln.


Drei Jahre und zwei Monate und nun sitzt der Stronzo (Arschloch) genau vor mir.

DrauรŸen war es schon dunkel geworden und der Mond schien.

Der Wind wehte schwer und der Regen peitschte gegen die Fenster.


Ich lehnte mich auf dem Stuhl zurรผck , meine Hand stรผtzte meinen Kopf , als wรคre das nichts als ein kleines belustigtes Gesprรคch nebenbei.


โ€žWenn dein Vater mitbekommt, dass du mich hier so zu richtest, wird der Tod dich begrรผรŸen!" lachte er schelmisch. โ€žWeiรŸt du รผberhaupt wer ich bin und was meine Position ist, dass du dich so anstellst ! Rider, du kennst mich doch!".


Ich antwortete nicht.

Stattdessen schaute ich ihn einfach an, wie er versuchte stรคrke zu zeigen.


โ€žJeder Verrรคter", meine Mundwinkel zuckten nach oben. โ€žWird in meinen Hรคnden sterben. Wer hรคtte gedacht dass dein Name und dein Gesicht auftauchen wird. Wirklich erstaunlich, das du so lange unentdeckt geblieben bist."


โ€žUnd doch hast du so lange gebraucht. Dafรผr, dass du immer ein Schritt voraus bist, kann ich nur sagen, du hast dir viel Zeit gelassen", antwortete er und zog an den Metall Fesseln.

Sein Blick brannte sich in meinen Augen fest.


โ€žViel Zeit um langsam alles von dir zu zerstรถren", sagte ich. โ€ž Du warst Familie, Pablo."


Sein Name glitt รผber meine Zunge , lieรŸ einen bitteren Nachgeschmack.

Ihn Familie zu nennen oder genannt zu haben, war wie als wรผrde ich meine Hand aufs Feuer legen.


โ€žEri parte della famiglia (Du warst Teil der Familie)".


โ€žDu weiรŸt nicht was du tust, oder? Du warst schon immer so ein impulsiver Junge, der direkt kopfรผber gegen die Wand stรผrmt... ohne je eine Sekunde nachzudenken."


Er lieรŸ seine Hรคnde erschรถpft fallen.


โ€žIch habe deinen Vater loyal gedient. Wie ein verrรผckter Hund, und er ?", er lachte leise. โ€žVerhielt sich wie ein Teufel und ich war gefangen in einem Pakt. Musste meine Loyalitรคt zeigen indem ich mein eigenes Blut vergieรŸen musste. Und jetzt nimmst du mich gefangen, wie ein Opfer?."


โ€žEin Pakt mit dem Teufel? Und du dachtest du kannst unentdeckt bleiben? Im Hintergrund Geschรคfte erledigen ohne meines Wissens ?"


โ€žIch habe dein Vater genug gedient-"


Ohne ein weiteres Wort stand ich auf und tritt gegen seine Seite.

Er flog sofort zur Seite.

Keuchte auf.

Hustete.


โ€žLรคnger als du am Leben bist", fuhr er keuchend fort.


โ€žWas sagen wir gegen Verrรคter? Fammi un altro passo contro... e sarร  l'ultimo." (Mache einen Schritt gegen mich und es wird dein letzter sein)


Ich legte meine Zeigefinger auf meiner Oberlippe, den Daumen an meinen Kinn.


โ€žWas ist besser fรผr dich", murmelte ich vor mir hin und ging nochmal alle Mรถglichkeiten gedanklich durch.

โ€žDu kennst unsere Optionen."


Ich kniete mich zu ihm herunter.


โ€žLebendig begraben?"


Ich schรผttelte meinen Kopf verneient.

Das wรคre viel zu einfach.


โ€žJeden einzelnen Knochen von dir brechen? Deine Organe bei Bewusstsein entfernen? Pablo du kennst uns."

Bemitleidend sah ich ihn an.

Er erkannte meine Ironie dahinter.


Ich setzte mich wieder.


โ€žHat es sich gut angefรผhlt uns zu verraten? Den Namen Giovanni den Rรผcken zu kehren."


Jahre langes Vertrauen hat er weg geschmissen.

Nicht, dass ich ihn verstehen mรถchte, aber ich mรถchte wissen, was ihm dazu gebracht hat...



โ€žEs hat sich verdammt gut angefรผhlt", er lachte keuchend. โ€žIch wusste schon, dass du verrรผckt bist! Ein guten Sohn hat er auf die Welt gebracht- einen guten Hund um seinen schmutz zu reinigen."


Langsam richtete er sich wieder auf, doch schaffte es nicht.


โ€žWenn ich hier raus komme, dann werde ich dich mit meinen eigenen Hรคnden langsam, aber schmerzvoll umbringen! Und Lionel dich auch."


Schwungvoll erhob er sich und spuckte mir aufs Knie.


Im Augenwinkel sah ich wie Lionel nach seiner Waffe zรผckte und auf ihn losgehen wollte, doch bevor er etwas machen konnte, streckte ich meinen rechten Arm aus um ihn zurรผck zu halten.


Oder eher mich.


Der Drang, ihm lรคnger zuzuhรถren, oder ihn gleich umzubringen, flackert nur kurz auf, aber ...


Ich brauche noch eine einzige Sache von Pablo, dann kann er seiner Familie von mir grรผรŸe, in der Hรถlle.



โ€žErstaunlich", murmelete ich. โ€žDu bist nicht nur ein Verrรคter, sondern auch noch dreist."


Im gleich Moment erhob ich mich langsam und die kleine Lampe รผber mir lieรŸ meinen Schatten auf ihn fallen.


Eines meiner Schwรคchen war es, dass ich es mochte meine Gegner leiden zu sehen. Zu zusehen wie sie den letzten Funken an Hoffnung zu verlieren.

Ich spielte mit ihnen.

Ich wollte sehen wie sie mit Angst vor mir weg laufen und dann bemerken, dass es keinen Ausweg gibt.


โ€žDu denkst du kommst lebend hier raus?", Fragte ich und griff nach meinen schwarzen Lederhandschuhen. โ€žWoher diese Zuversicht , hm? Hast du jemals gehรถrt, dass jemand lebendig von meinem Hรคnden gegangen ist ?"


Die schwarzen Lederhandschuhe glitten mir langsam und tonlos รผber meine Finger.


โ€žR-Rider-"


Ich nickte kalt.


โ€žDu bist kein Mitglied- keine Familie, du bist mein Feind. Ich werde mit dir machen was ich will. Du bist mein Eigentum."


Er blickte zu mir hinauf und seine Arroganz fiel so schnell wie ein fallendes Glas, welches in tausende Splitter sprang.


Zur Hรถlle mit dir!


Ich griff nach meiner Pistole, welche sich wie eine kalte Gerechtigkeitswaage anfรผhlte.


Obwohl das Wort Gerechtigkeit nicht in meinem Wortschatz war, wusste ich dass dieser Tag mehr als nur Frieden fรผr sie wรคre.


โ€žTi ringrazio per questo momento, mio signore (Ich danke dir fรผr diesen Moment, mein Herr.)".


Ich ging in die Hocke.


โ€žEin kleines Gebet bevor alles eklig wird", flรผsterte ich zu ihm.


Er atmete schnell und senkte seinen Kopf, wobei ich sofort mit der Mรผndung der Pistole anhob, indem ich sie gegen sein Kinn drรผckte, um ihn zu zwingen, mir in die Augen zu schauen.


โ€žPadre. Sogar ich-", ein kurzes Schmunzeln kam mir รผber die Lippen und ein bitteres Lachen ertรถnte aus ihnen. โ€žHatte dir vertraut. Er hat dich รผber all seine Kinder gestellt. Sein eigenes Fleisch und Blut ."


Ich drรผckte die Mรผndung fester gegen sein Kinn.


Meine linke Hand legte ich in den Nacken.

Es war ganz verspannt von einem Bastard vor mir.

Ihn anzuschauen kostet mehr Kraft, als ich dachte.

Ich ging nรคher an sein Ohr.



โ€žEs war nie dein Plan so zu enden, oder?",flรผsterte ich in sein Ohr. โ€žDu wolltest ALLES haben. Den Namen Giovanni, die Angst, die Menschen mit sich tragen, wenn sie den Namen hรถren oder lesen. Das ganze Geld. Die Waffen. Und meine Position,hab ich nicht recht?."


Hรคtte Pablo es geschafft, mich vor Jahren zu tรถten, dann wรคren all seine Fantasie in Erfรผllung gegangen.

Aber deswegen bleiben Fantasien auch eine nicht der Wirklichkeit entsprechenden Vorstellung.


Ich hรถrte ein trocken keuchendes Lachen, wรคhrend sich seine Lippen zu einem verzerrten grinsen formten- als wรผrde sein Verstand ihm langsam entgleiten.


โ€žVaffanculo", schrie er voller Hass. โ€žZeig deinen รคlteren Respekt ! Ich hรคtte mein Plan fast-."


Im gleichen Moment trat jemand neben mir.


โ€žWenn du noch ein weiteres Wort sprichst, schneide ich dir die Zunge raus, Figlio di puttana ( Hurensohn)."


Ich drehte mich halb um.

Mein Cousin Aryan kniete neben mich und schaute Pablo voller Hass an.


โ€žIch hรคtte dir gerne deine Augen genommen, aber ich mรถchte, dass du mit jeder einzelnen Zelle deines Kรถrpers... die letzten Minuten deines Lebens siehst, was wir mit dir anstellen."


Er sprach ruhig.

Viel zu sanft fรผr einen Mundwerk wie seinen, aber seine Worte lieรŸen Pablo erstarren.

Pablo kannte uns beide viel zu gut um zu wissen, dass wir es wirklich meinten, was wir aussprachen.

Und das Aryan genau so gefรคhrlich war wie ich.




โ€žLionel."


Ohne ein weiteres Wort packte Lionel Aryan an der Schulter.


โ€žRider regelt es."


Aryans Gesicht verzog sich langsam und er stand auf.

Lionel ging wieder auf seine Position an der Tรผr und Aryan lehnte sich in den Schatten gegen die Wand.



โ€žWรคrst du nicht da ! Dann hรคtte ich meine Plรคne schon lange erledigt", Pablo zeigte mit dem Kinn zu mir, als wolle er dass ich nรคher komme.

Ich tat es, denn in seiner jetztigen Position kann er nichts anstellen.


โ€žRider, ich wurde befreit... weiรŸt du ich habe mehr รผber euch verraten, als du glaubst. In den nรคchsten Stunden sollte die Welt wissen, was die Giovanni Familie ist, dass ihr kaputt seit. Die ganzen Jahren waren wie ein Kรคfig in der Hรถlle... das Wort Famiglia geht nicht um euch. Ihr wollt Macht ... Dinge, die nur Angst hervorbringen. Soll ich dir was sagen Rider ? Ohne dein Vater bist du gar nichts."


Ich lehnte mich wieder zurรผck.

Mit einem finsteren Blick sah er mich an und in seinen Augen spiegelte sich keine Angst wieder.

Sondern Zufriedenheit, mit dem was er angestellt hatte und zufrieden, dass er ihr wehgetan hatte.


โ€žIch habe Freiheit gefunden sowie deine Schwester. Sie konnte nicht mehr mit euch Giovannis."


Er kannte mich zu gut um zu wissen ,dass genau diese Einstellung mich verrรผckt machte .

Ein heiรŸes brennen kroch in mir hoch und mein Finger krรผmmten sich wie von selbst um den Griff der Pistole .


Ich stand von der Hocke auf und im gleichen Moment erleuchteten die Lampen im Raum auf.


Pablo sah mich verwundert an.


โ€žIch werde dir ein Geschenk geben und danach spielen wir ein kleines Spiel. Du sprichst wenn ich sage, dass du sprechen sollst. Du rennst, wenn ich sage dass du laufen sollst ", sagte ich kalt und รผberspielte die Wut die in mir kochte.

Eigentlich hรคtte ich ihm schon lange eine Kugel durch den Kopf geschossen, aber ich brauchte noch eine weitere Information.


Mit einem Nicken gab ich meinen Mรคnnern einen Signal.

Die Tรผr knirschte laut und รถffnete sich.

Eine Frau mit einer schwarzen Haube auf dem Kopf, wurde in den Raum gezerrt von zwei meiner Mรคnner.



โ€žBettina", sagte ich nur und ging langsam durch den Raum. โ€žDachtest du wirklich. Ich werde sie nicht finden, wenn du sie in einem anderen Land versteckst?."


Bettina Bolzonaro.

Pablos Geliebte.

Sie war wie eine Mutter fรผr mich, wie Pablo wie ein Vater fรผr mich war.

Aber beide hatten andere Intentionen.

Schon von klein auf habe ich mir selbst beigebracht, niemanden zu sehr zu vertrauen, selbst wenn es Familie ist.

Aber Pablo hat mir gezeigt, was es heiรŸt sich selbst zu vertrauen.

Frรผher oder spรคter hรคtte ich wissen mรผssen, dass so etwas passieren wรผrde.

In meinem Leben kommen Menschen und gehen, doch jedes Mal reiรŸen sie ein Stรผck von mir mit.



Ich trat nun nรคher zu ihr heran und hob meine Pistole.


โ€žFamilie ist nur fรผr Menschen, die es verdient haben", sagte ich kalt.


โ€žN-nein nicht", stotterte er.

Sein Gesicht war erstarrt und endlich sah ich die echte Furcht in seinen Augen.

Ich lรคchelte schelmisch und zog an der Zรผndung einmal ab , gezielt auf ihren Bauch.

Wรคhrend sie noch von den Mรคnnern in die Mitte Raum gezogen wurde.


โ€žHab ich gesagt du sollst reden?."

โ€žW-was Rider?", schrie er verzweifelt und versuchte auf die Beine zu kommen.


Ich drรผckte nochmal ab.

Die Kugel traf ihren Bein.


โ€žIch habe dir nicht befohlen zu sprechen", sagte ich erneut.


โ€žHรถr auf mit der scheiรŸe!".


Ich drรผckte nochmal ab in den linken Bein.


Der Knall hallte durch den Raum , doch der Schrei war verstummt , denn unter der Haube hatten wir ihr Mund zu geklebt.


โ€žNoch ein Wort und die Show ist bald zu Ende", lachte ich. โ€žIch hatte doch noch so viel geplant."


Ich ging weiter durch den Raum, bis meine Mรคnner Bettina in die Mitte setzten auf den Stuhl wo ich gerade saรŸ, der genau vor Pablo stand.


โ€ž Zieht ihr die Haube aus ,sie soll wissen unter welchen Hรคnden sie sterben wird", befahl ich und kratzte mir mit der Pistole am Hinterkopf.


โ€žRider! Du Arschloch, wenn ich frei bin, dann wirst du es bereuen", schrie er auf . โ€žSie hat nichts damit zu tun, dass ist eine Sache zwischen dir und mir".

Sein Blick huschte zwischen mir und sie.


Meine Schwester hatte damit auch nichts zu tun.

Und du hast ihr einer der schmerzvollsten Tote gegeben.

Ohne zu zรถgern und ohne nachzudenken.


โ€žOh", sagte ich. โ€žNein ein Wort ?"


Meine Schritten halten durch den kalten Boden.

Ich stand nun hinter ihr.

Stรผtze mich mit meinen Hรคnden an ihren Stuhl.


Ich lehnte mich zu ihren Ohr herunter.


โ€žTante Bettina. Ich bin es Rider", flรผsterte ich.

Ein leises wimmern war zu hรถren und ich zog ihr die Haube herunter.

Trat vor ihr.


Mit einem schmerzhaften, als auch รคngstlichen Blick sah sie zu mir auf und dann zum Verrรคter.

Ihre Haare klebten an ihrer Haut.

Sie streckte zitternd ihre Hand aus, um nach ihm zu greifen.


Ich zielte meine Waffe auf ihr Herz.


โ€žErster Codex: Verrat wird mit Blut versorgt."


Ihre Augen suchten nach Hilfe , doch als sie merkte , dass dies nichts brachte, dass ihr Name alleine nichts brachte.

Dass es nichts brachte, dass sie Tante Bettina war, schloss sie ihre Augen.


Denn Gnade ?

Eine Entschuldigung?

Gab es heute nicht.


Ich drรผckte ab.

Der Ton wurde mit seinem Schrei รผbertรถnt.


Mit jeder schnellen Atmung verlieรŸ ihr Geist ihren Kรถrper und irgendwann fiel ihr lebloser Kรถrper zu Boden.


Stille kehrte wieder zurรผck.


Ich drehte mich zu ihm und musste an den Anblick lachen.

Sein Kopf hing ab und ich hรถrte ein leises Schluchzen .

โ€žNach all dem, was du getan hast, kannst du noch Trรคnen vergieรŸen?"

โ€žIch werde dich umbringen ! Rider , dich und deine Familie ! ALLE!", er versuchte sich aus den Fesseln zu lรถsen, was natรผrlich nichts brachte. โ€ž Du Monster, du hรคttest es einfach mit mir klรคren sollen".


โ€žDas war erst der Anfang... Ach und deine Kinder", Lionel ging von seiner Position auf mich zu und gab mir die Bilder.

โ€ž Sehe es dir selbst an".

Ich schmiss die Bilder hoch in die Luft , welche langsam vom Boden aufgefangen wurden.

Auf den Bildern waren brennende Hรคuser und Hochhรคuser zu sehen , alles was er aufgebaut hatte .

Die Flammen tanzten wie wild auf den Bildern.


Und seine Kinder tanzten mit den Flammen zusammen, bis von ihnen nichts mehr รผbrig geblieben war.



Er schaute geschockt zu den Bildern.

Griff mit seinen zugebundenen Hรคnden nach den Bildern.


Die zwei Mรคnner, die gerade seine Frau in den Raum zerrten, gab ich einen Blick zu , dass sie ihn auf heben sollten, was sie auch genau taten.


Ich legte meine Pistole ab und zog mir meinen schwarzen Mantel aus.

Meine Knรถpfe von meinem schwarzen Hemd knรถpfte ich auf und krempelte die ร„rmel hoch.


โ€žLรถst die Fesseln."


Ohne zu zรถgern, fuhren sie mein Befehl durch.


Pablo schwankte hin und her.

Dann traf sein Blick meinen.


โ€žLauf!."


Pablo realisierte nach einer Millisekunde was ich meinte.

Riss sich los und stรผrmte aus dem Raum.


Familie ?

Dass ich nur lache.

Er hatte seiner Frau nichtmal einen Blick gewรผrdigt.

Nicht einmal geschaut ob seine Frau noch atmet.

Er ist sofort rausgerannt.

Und das passiert mit Menschen ohne Verstand.


โ€žMacht das Auto bereit."


Die nรคchsten fรผnf Minuten werden schnell zu Ende gehen.


Ich trat aus dem Raum wรคhrend ich mir meine Waffe in meinen Gรผrtel steckte.


โ€žSei morto (du bist tot.)", sagte ich lauter durch den Flur.


Ich hรถrte Pablos lautes Atmen und seine schleifenden Schritte.


โ€žWas meintest du? Du willst meinen Platz?."

Seine schleifenden Schritte hรถrten fรผr einen Moment auf, als wรผrde er wissen, dass ich ihm gleich hinter her komme.

Dann wurden sie schneller, als wรผrde er versuchen zu laufen.


โ€žDu kommst nicht weit."

Ich blickte auf die Uhr.

โ€žDein Kรถrper sollte in zwei Minuten sich nicht mehr bewegen kรถnnen. Eine neue Injektion. Und du bist die erste Testperson."



Dann im gleichen Moment rannte ich los.

Ohne ein weiteres Wort und fand Pablo.

Er stand an der Tรผr am Ausgang, welche natรผrlich verriegelt war.


Zwei meiner capos folgten mir und ohne ein weiteres Wort hielten sie ihn jeweils auf beiden Seiten fest.


Die ganze Provokation, die er mir zeigte, konnte ich nicht mehr ignorieren.

Jedes einzelne Wort und jeder einzige Gesichtszug war wie ein Funke, der ein bereits loderndes Feuer entzรผndete.


Meine Faust rammte gegen sein Gesicht ohne eine Vorwarnung.


Einmal.

Der dumpfe Aufprall auf seinen Lippen.

Zweimal.

Mein Puls schlug schneller und ich hielte nicht inne.

Dreimal.

Meine Faust traf ihn erneut , viel hรคrter diesmal begleitetet von einem Aufschrei voller Schmerz und Erstaunen.


โ€žDas ist fรผr jedes Wort, was du zu viel gesagt hattest", zischte ich .


Mit jedem Schlag hallte das Knacken von seinen Knochen durch den Raum.

Mit jedem Schlag rรถtete sich auch sein Gesicht immer mehr und Blut rann รผber seine Wange, aber ich wollte und konnte nicht aufhรถren.


โ€žHebt sein Kopf , er ist nicht bewusstlos. Ich habe noch eine Minute."

Sie erhoben seinen Kopf und er lรคchelte Provokant mit seinen Zรคhnen.

Sein Blut tropfte auf den Boden und bildeten ein Muster auf den Marmorboden.

Er blickte mir dann tief in die Augen und spuckte Blut auf dem Boden .

Provokant und Unerschrocken.


โ€žRider , ich weiรŸ dass du kurz vorm explodieren bist... bring mich schon um!"


Und er hatte auch recht , er kannte mich viel zu gut , aber nicht besser zu erwarten von einem Mann , der mich seit Geburt auf kannte.


โ€žEr wird euch nicht davon kommen lassen. Selbst wenn ich sterben sollte, dann ist es noch nicht vorbei", keuchte er.โ€ž Frรผher oder spรคter wirst du merken , was fรผr ein Fehler du getan hast ... dass du den falschen Mann ermordet hast ".


Er hatte keine Angst vor dem Tod , denn er wusste mit jedem weiteren Satz, dass er den Tod immer nรคher kam .


โ€žDu bist echt ein hartnรคckiger Mann", stellte ich fest und griff nach meiner Pistole.โ€ž Aber nicht besser zu erwarten, du hast jahrelange Erfahrung von den Giovannis . Irgendwelche letzten Worte ?".



Der kalte Wind wehte durch den leeren Flur.



โ€žAls letztes Testament also ?", fragte er und sein Kopf kippte kurz zur Seite. โ€ž Willst du wissen, wo die Waffe sitzt, die deine Schwester getรถtet hat?".


Ich zuckte mit meiner rechten Augenbraue auf und merkte, wie mein Blut immer schneller durch meinen Adern schoss.

Ich biss mir auf die Unterlippe und kniff mir wรผtend meine Augen zusammen.

Wenn dieser Mann noch einmal meine Schwester irgendwie erwรคhnen sollte, dann werde ich meine Kontrolle verlieren.


Meine Finger umklammerten den Griff der Pistole so fest, dass meine Knรถchel weiรŸ hervortraten, den Druck durch meine Handflรคche jagte und meine Muskeln verkrampften.


โ€žIch sage dir nur eins , dein Vater hat- ".


Der erste Schuss.

Der zweite Schuss .

Der dritte Schuss .

Der vierte Schuss .


Ich hรถrte nicht auf.

Es war wie eine automatische Reaktion.

Ich konnte diesen Mann nicht weiter ertragen.

Sein Blut spritze auf meiner Wange.

Auf den Wรคnden und auf den Boden.


Seine letzten Worte waren รผber mein Vater, so loyal wollte er sein?



Und dann wurde der Flur still.

Nur noch mein leises Atmen war zu hรถren.

Lionel trat nun neben mir mit Aryan.


Und dann-


Die Tรผr des Fahrstuhls ging langsam auf wรคhrend ich mir die Handschuhe auszog.

Alle Blicke waren sofort auf ihn gerichtet.

Den Mann, den die Unterwelt fรผrchtete.


Schon seine Prรคsenz alleine , lieรŸ die Luft schwer werden.


Ohne ein Wort von sich zu geben, trat er weiter in den Flur, die Autoritรคt eines Mannes , der keine Fehler toleriert , umgab ihn wie eine dunkle Aura.


Keine Emotionen sah man auf seinem Gesicht .

Sein langer Mantel lieรŸ ihn noch autoritรคr wirken.



โ€žVuoi vedere se ho fatto bene il lavoro." ( Willst du schauen, ob ich die Arbeit gut gemacht habe?).



โ€žIhr wisst was mit der Leiche zu tun ist !",seine Stimme war tief.


Zugleich fรผllte sich der Flur mit seinem einzigartigen Parfรผm .


โ€žVerstanden", riefen zwei unserer Mรคnner. โ€žHaben sie einen guten Flug ".


Ich schmiss meine Pistole auf Pablos leblosen Kรถrper.

Es war die erste Waffe, die ich von ihm geschenkt bekommen habe.

Als Trophรคe als ich mit Sechzehn Jahren zwei Mรคnner der Calogero Familie umgebracht habe.

Ein weiteren Grund diese zu benutzen, brauche ich nicht.

Ich nahm meinen Mantel von Lionel und folgte meinen Vater raus, als er auf seinen Absatz kehrt machte .


Er ging vor mir mit drei unserer Mรคnner um ihn .

Das Klacken unserer Schuhe auf dem Marmorboden, durchbrach die Stille .

An meiner Seite war Lionel , welcher auch einen schwarzen Mantel trug.

Und mein Cousin.


โ€žGlaubst du mir immer noch nicht?", fragte ich meinen Vater , wรคhrend ich versuchte , seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.


Meine Anschuldigungen gegen seine linke Hand, hat er nicht so gut vertragen.

Er zรผndete sich ruhig eine Zigarette und ging weiter.


โ€ž Du lรคsst dir zu viel Zeit", antwortete er kurz, ohne auf meine Frage einzugehen. โ€žViel zu viel."


Er wรผrdigte mich keines Blickes und ging weiter , als wรคre ich gar nicht da.


Ab diesem Moment merkte ich,dass das Wort Vertrauen zwischen uns nicht mehr passte.


Wir traten in den Fahrstuhl, die Atmosphรคre war angespannt.

Die Fahrt nach unten war unangenehm still.


Als sich die Tรผren รถffneten , standen 50 Mรคnner in Uniform gekleidet , auf dem Parkplatz.

Ihre Haltung war straff und erwartungsvoll.


Sie hatten gewartet.

Auf uns.