Die stumme Ehefrau des Womanizers

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Zusammenfassung

„Es ist nichts dabei, ihr die Beine zu brechen, um sie bei mir zu behalten. Oder sie ans Bett zu ketten. Sie gehört mir.“ Sie suchte nach Freiheit. Er schenkte ihr Besessenheit, verpackt in Zärtlichkeit. Genesis Caldwell dachte, die Flucht aus ihrem missbräuchlichen Zuhause bedeute die Rettung – doch ihre arrangierte Ehe mit dem Milliardär Kieran Blackwood könnte eine ganz eigene Art von Gefängnis sein. Er ist besitzergreifend, kontrollierend, gefährlich. Und doch ist er auf seine eigene, kaputte Art ... sanft zu ihr. Für Kieran ist Genesis nicht nur eine Ehefrau. Sie ist alles. Und er wird beschützen, was ihm gehört. Selbst wenn das bedeutet, alles andere zu zerstören.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
268
Rating
4.9 51 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Ein Käfig, den ich Zuhause nenne

GENESIS


„Wach auf, du kleiner Freak.“


Ein Eimer eiskaltes Wasser traf mein Gesicht. Es durchtränkte die dünne Decke und biss auf meiner Haut. Ich schnappte nach Luft, meine Zähne klapperten, während ich mich an die Laken klammerte. Über mir ragte der Schatten meines Stiefbruders auf.


Mark grinste verächtlich. „Denkst du etwa, du wärst was Besseres, während wir dich bedienen?“


Bevor ich blinzeln konnte, trat er gegen den Bettrahmen. Schmerz durchzuckte mich, als ich auf den Boden stürzte und mein Kiefer gegen die Holzdielen knallte. Ich drückte mich zitternd hoch, blieb aber nicht liegen. Liegenzubleiben bedeutete Schlimmeres.


Dann kam Jimmys Stimme – ruhig, gefährlich. „Mutter möchte dich sehen.“


Er trat näher und strich nasse Haarsträhnen aus meinem Gesicht. Seine Berührung ließ meinen Magen sich zusammenziehen. Ich hielt still, den Blick gesenkt, und kämpfte gegen den Drang an, zusammenzuzucken.


„Und lass sie nicht warten“, murmelte er, und seine Stimme senkte sich zu einer Drohung.


Ich schlich davon und wischte mir hastig die Tränen ab, bevor sie es sehen konnten. Weinen machte alles nur schlimmer.


Unten wartete Monica mit einem Glas in der Hand. Ihre scharfen Augen waren blutunterlaufen und kalt. Schon im Türrahmen konnte ich den Alkohol riechen.


„Was stehst du da so rum?“, schnauzte sie. „Komm her.“


Ich gehorchte und ließ meinen Blick auf dem Boden.


Sie musterte mich, ihre Lippen kräuselten sich. „Erbärmlich. Dein Vater muss blind gewesen sein, jemanden wie dich in meiner Obhut zu lassen.“


Mein Brustkorb zog sich zusammen. Er war nicht freiwillig gegangen.


Monica stand auf und umkreiste mich wie ein Habicht. „Du bist nichts weiter als eine Last. Ein dreckiger kleiner Freak. Wenn es nach mir ginge, würdest du auf der Straße verrotten.“


Ich biss mir auf die Zunge und schwieg. Sie stieß mich in Richtung Spüle. „Schrubb diese Küche blitzblank. Und blamier mich nicht, wenn du heute Abend das Abendessen servierst.“


Ihre Hand knallte gegen meinen Rücken. Schmerz schoss durch meine Rippen, aber ich fing mich ab. Ihr Lachen folgte mir, als ich nach dem Lappen griff. „Sei dankbar, dass du überhaupt ein Dach über dem Kopf hast.“


Ich umklammerte die Anrichte, bis meine Knöchel weiß hervortraten. Ich würde nicht weinen. Nicht hier. Nicht, wenn sie es sehen konnten.

Nur noch ein Jahr. Dann bin ich weg.



Bei Einbruch der Nacht schmerzte mein ganzer Körper. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde ich auf blauen Flecken laufen. Aber wenigstens hatte ich etwas gegessen – Monica hatte mir erlaubt, heute Abend in meinem Zimmer zu essen. In ihrer Welt war das schon Gnade.


Ich saß auf der Bettkante mit einem ausgeliehenen Bibliotheksbuch auf den Knien. Die Worte boten mir einen kleinen Ausweg, selbst wenn ich bei den schwierigen Wörtern ins Stocken geriet.


Ich war so in die Geschichte vertieft, dass ich nicht hörte, wie sich die Tür öffnete.

Ich spürte ihn erst, als sich die Luft im Raum veränderte.


Jimmy lehnte im Türrahmen, seine Augen glänzten auf eine dunkle Art. „Immer noch wach?“, fragte er und trat ein.


Mein Puls schoss in die Höhe. Ich schüttelte hastig den Kopf und stand auf, während ich zur Klingel deutete, die gerade unten geläutet hatte.


Er lächelte – ein langsames, wissendes Lächeln. „Du gehst nirgendwohin.“


Er griff nach mir, seine Finger krallten sich um mein Handgelenk. Ich wollte mich losreißen, mein Herz hämmerte, aber er packte fester zu, während seine Stimme leise und spöttisch wurde.


Dann...


„GENESIS!“, donnerte Monicas wütende Stimme von unten.


Jimmy erstarrte. Sein Griff lockerte sich. Ich stolperte zurück und schnappte nach Luft.


„Beweg dich nicht“, zischte er, bevor er hinausstürmte.


Ich sank zitternd zu Boden, mein Herzschlag dröhnte in meinen Ohren.


Es war nicht vorbei.

Das war es nie.

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